DE697060C - Verfahren zur Herstellung von Pressmassen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von PressmassenInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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Landscapes
- Paper (AREA)
- Dry Formation Of Fiberboard And The Like (AREA)
- Casting Or Compression Moulding Of Plastics Or The Like (AREA)
Description
Die steigenden Anforderungen insbesondere an die Biege- und Schlagbiegefestigkeit von
aus Kunstharzpreßmassen hergestellten Gegenständen haben frühzeitig dazu geführt,
statt der leichtfiießenden Kunstharzpreßpulver solche Kunstharzmassen zu verarbeiten, die
als Füllstoffe Papier- oder Gewebebahnen aufweisen. Die Stoffbahnen werden bei den diesbezüglichen
bekannten Verfahren durch einen mit einer Kunstharzlösung gefüllten Bottich und. anschließend durch einen Trockenofen
geleitet, in welchem das Kunstharzlösungsmittel ausgetrieben und das Kunstharz in
einen hohier polyrnierisäerten Zustand übergeführt
wird. Die in dieser Weise gewonnenen, mit Kunstharz getränkten Stoffballen werden
dann in mehr oder weniger große Stücke ge-
■ schnitten-, übereinandergaschichtet und in der Heißpresse zu Fertigstücken verarbeitet. Der
besondere Vorteil der aus mit Kunstharz getränkten Stoffbahnen hergestellten Preßstücke
besteht in ihrer hohen mechanischen Festigkeit; doch wird es als nachteilig empfunden,
daß diese Preßmassen gegenüber Preßpulvermassen eine wesentlich geringere Fließfähigkeit
aufweisen. Die Folge ist, daß sich aus mit Kunstharz getränkten Faserstoffbahnen
Preßstücke schwer und nur unter Anwendung höheren Drucks herstellen lassen, weil nur
dann diePreßform durch die Preßmasse wirklich voll ausgefüllt wird. Es ist verschiedentlich
versucht worden, diesen Nachteil dadurch zu beseitigen, daß man die mit Kunstharz getränkten
oder bestrichenen Stoffbahnen zerschnitzelte oder beispielsweise die in der angegebenen
Weise behandelten Papierbahnen zu Papierwolle .verarbeitete; auch ist es bekannt,
die Stoffbahnen nach der Behandlung mit Kunstharz zu zerfasern. Diese Maßnahmen sind meist mit einer Herabsetzung der
erzielbaren mechanischen Festigkeit verbunden und reichen nicht aus, um die Fließfähigkeit
der Preßmasse in der gewünschten Weise zu steigern.
Man hat ferner versucht, die bei dem geschilderten bekannten Verfahren erforderlichen
Tränkbottiche und Trockenofen dadurch in Fortfall gelangen zu lassen, daß man
Holzstoff, Cellulose, Lumpen, Leinen oder sonstige zur Papierherstellung benutzbare
Stoffe zerkleinerte und in Gegenwart von Wasser mit solchen Stoffen mischte, die unter
der Einwirkung von Hitze und Druck ein härtbares Kondensationsprodukt ergeben, wobei
besonders die Zumischung von Phenol und Formaldehyd in Frage kommt. Die Mischung
aus Holzstoff und Phenol sowie Formaldehyd oder Zwischenkondensationsprodukten daraus unter Zusatz von Wasser kann in
der bei der Papierzubereitung üblichen Weise
behandelt und eine Papierbahn gegebenenfalls auch in der Form von Pappe erzeugt werden,
Das fertige Papier enthält also zufolge seiner; anfänglichen Zumischung von Phenol ur^
Formaldehyd bereits ein härtbares KondeiK sationsprodukt »in sich. . Wenn auch bei dieser
Herstellung besondere Tränk- und Trockeneinrichtungen vermieden sind, so bedarf es
zur Erzeugung derartigen Papiers doch bestimmter Spezialeinrichtungen, die den Kunstharz
verarbeitenden Unternehmen nicht zur Verfügung stehen und andererseits von den
Papiererzeugern erst in besonderer Weise umgestaltet werden müssen, um ein künstharzhaltiges
-Papier herstellen zu können. Trotz dieser umständlichen und Kunstharzfabriken
unmöglichen Arbeitsweise besitzt dieses Spezialpapier keine höhere Fließfähigkeit
als dasjenige, das in üblicher Weise als Papierbahn hergestellt und dann erst mit
Kunstharz getränkt oder bestrichen wurde.
Es könnte versucht werden, zur Erzielung einer höheren Fließfähigkeit von mit Kunstharz
getränkten Faserstoffbahnen diese mit pulverförmiger Preßmasse zu vermischen.
Diese Maßnahme kann deshalb nicht zu einem brauchbaren Ergebnis führen, weil ein solches
Mischverfahren nur roh durchgeführt werden kann und keine Gewähr für die Erzielung
einer völlig gleichmäßigen Verteilung des Preßpulvers und der Stoffbahn oder der Stoffschnitzel
bietet. Auch besteht die«.Gefahr, daß eine Mischung von vorbehandelten Stoffteilchen
und Preßpulver sich bei dem unvermeid-= liehen Transport wieder entmischt, also die
eingangs geschilderten Nachteile erneut auftreten. .
Zur Vermeidung der geschilderten Mißstände und zur Erhöhung der Fließfähigkeit
wird nach· der Erfindung vorgeschlagen, das Preßpulver auf die mit einer Kunstharzlösung
getränkte und noch klebrige Faserstoffbahn aufzubringen und dann zu trocknen. Es kann
dies beispielsweise so geschehen, daß die Stoffbahn in der üblichen Weise' durch den Tränkbottich
geführt und anschließend gleichmäßig mit Preßpulver bestreut wird, worauf die Stoffbahn durch den Trockenofen geleitet
wird. Der zunächst noch klebefähige Lack der Stoffbahn bindet das aufgestreute Preßpulver
völlig, fest..
Es ist zwar schon bei der Herstellung von Papier unter Zusatz eines härtbaren Kunstharzes
oder von solches bildenden Ausgangsstoffen vorgeschlagen worden, das Papier zur Hebung des Glanzes und Verbesserung des
Aussehens mit den Zwischenkondensationsprodukten aus Formaldehyd und Phenol zu bestäuben oder mit einer zusammenhängenden
Schicht zu überziehen. Dieses bekannte Verfahren läßt sich aber nur in einem besonderen
Arbeitsvorgang durchführen, also nicht z. B. mit der Tränkung einer gewöhnlichen Papierbahn
mit anschließendem Trocknen vereini-1 geji. Ferner ist bei diesem bekannten Verfah-
^teaa nachteilig, daß das aufzustäubende Pulver
£€Ibst klebefähig sein muß, weil ja die zu behandelnde
Papierbahn selbst keine Klebefähigkeit besitzt. Die Klebefähigkeit des aufzustäubenden
Pulvers macht es aber unmöglich oder wenigstens schwierig, die gleichmäßige Verteilung
des Pulvers auf der Papierbahn zu erzielen. Im übrigen ist das bekannte Verfahren
nur zur Veränderung des Glanzes oder Aussehens, also der Außenfläche gedacht, nicht
aber dazu bestimmt, einen Stapel übexeinandergescMchteter
oder sonst übereinanderliegender Stoffbahnen mit gleichmäßig
dazwischen verteiltem Preßpulver zu erzeugen.
'
Bei der Ausübung des Verfahrens nach der Erfindung erzielt man hingegen Stoffbahnen,
die mit einfachsten Mitteln, die sich nachträglich an bereits vorhandenen Arbeitsmaschinen,
z. B. Tränk- und Trockenvorrichtungen, anbringen lassen, eine gleichmäßige Verteilung
des Preßpulvers auf der Stoffbahn und eine feste Verbindung mit dieser erzielen, die sich
selbst nach längerer Lagerung und ausgedehntem· Transport nicht löst. Die weitere Verarbeitung
der nach der Erfindung behandelten Stoffbahn kann in der verschiedensten Weise geschehen. Es ist möglich, in der bei der Herstellung
geschichteter Platten bekannten Weise die Stoffbahn' in mehr oder weniger große Teilstücke zu zerschneiden und diese übereinanderzuschichten
und in einer Plattenpresse zu härten oder die Stoffbahn zu zerschnitzeln oder zu Papierwolle zu verarbeiten,. In jedem
Falle bildet sich während des Heißpressens 1°°
zwischen je zwei Lagen von beispielsweise Papierstücken durch das Aufschließen des
Preßpulvers gewissermaßen eine Lackschicht, die das Aufeinandergleiten der benachbarten
Papierteile erleichtert. Es leuchtet ein, daß hierdurch die Fließfähigkeit der mit Kunstharz
getränkten Stoffbahn ganz wesentlich erhöht wird und andererseits zufolge der innigen
Verbindung zwischen Stoffbahn und Preßpulver ein. sehr dichtes Preßstück ohne
Risse, Streifen und Absätze erzielbar ist. Die weitere Folge der höheren Fließfähigkeit der
Preßmasse liegt darin, daß keine inneren Spannungen entstehen, also die Biege- und
insbesondere Schlagbiegefestigkeit der aus soleher Preßmasse hergestellten Gegenstände
wesentlich erhöht ist.
Unter Preßpulver ist eine preßfertige, pulverige Kunstharzmasse zu verstehen, die im
wesentlichen neben dem Kunstharzbindemittel noch irgendeinen pulverförmigen Füllstoff
enthält.
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Herstellung von Preßmassen aus mit härtbaren Kunstharzen behandelten Faserstoffbahnen und einem Preßpulver, dadurch gekennzeichnet, daß man das Preßpulver auf die mit einer Kunstharzlösung getränkte oder bestrichene noch klebrige Faserstoff bahn aufbringt und dann trocknet.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1933R0087478 DE697060C (de) | 1933-03-09 | 1933-03-09 | Verfahren zur Herstellung von Pressmassen |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE1933R0087478 DE697060C (de) | 1933-03-09 | 1933-03-09 | Verfahren zur Herstellung von Pressmassen |
Publications (1)
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| DE697060C true DE697060C (de) | 1940-10-04 |
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE1933R0087478 Expired DE697060C (de) | 1933-03-09 | 1933-03-09 | Verfahren zur Herstellung von Pressmassen |
Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE697060C (de) |
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1933
- 1933-03-09 DE DE1933R0087478 patent/DE697060C/de not_active Expired
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