DE697017C - Kantenverzierung und Zickzackziernahtmaschine zur Herstellung derselben - Google Patents

Kantenverzierung und Zickzackziernahtmaschine zur Herstellung derselben

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DE697017C
DE697017C DE1938U0014496 DEU0014496D DE697017C DE 697017 C DE697017 C DE 697017C DE 1938U0014496 DE1938U0014496 DE 1938U0014496 DE U0014496 D DEU0014496 D DE U0014496D DE 697017 C DE697017 C DE 697017C
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Application number
DE1938U0014496
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Inventor
Fritz Lutz
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Union Special GmbH
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Union Special GmbH
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Publication date
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05CEMBROIDERING; TUFTING
    • D05C7/00Special-purpose or automatic embroidering machines
    • D05C7/06Special-purpose or automatic embroidering machines for embroidering festoons

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

  • Kantenverzierung und! Zickzackziernahtmaschine zur Herstellung derselben Gegenstand der Erfindung ist eine neuartige Kantenverzierung aus mehrgliedrigen, an ihren Enden an der Werkstückkante befestigten Kettenschleifen, die sich von bekannten Kantenverzierungen ähnlicher Art grundsätzlich dadurch unterscheidet, daß die Enden einer oder mehrerer Kettenschleifen zwecks Muschelbildung eine gemeinsame Befestigungsstelle :an der Stoffkante haben.
  • Bekannt ist die sog. Merrow-Muschel, von der die neue Kantenverzierung sich jedoch grundsätzlich dadurch unterscheidet, daß sie aus frei stehenden. Kettenschleifen besteht, während die Merrow-Muschel bekanntlich aus einfachen Fadenschleifen ohne inneren Halt ;gebildet wird, die zudem nicht frei stehend, sondern an den Stoffkanten durch eine gemeinsame Abschlußkette verriegelt sind. Neben dem Nachteil des etwas größeren Fadenverbrauchs gegenüber der neuen Kantenverzierung bedingt die Merrow-Muschel zu ihrer Herstellung außerdem eine Spezialmaschine, die ausschließlich für diesen besonderen Zweck verwendbar ist. Demgegenüber besitzt die neue Kantenverzierung den Vorteil,. daß sie mit Hilfe einer auch noch für die Erzeugung .anderer Ziernahtformen geeigneten Zickzackziernahtnähmaschine erzeugt werden kann, wobei gegebenenfalls für irgendwelche besonderen Zwecke lediglich einige Justeurteile auszuwechseln sind.
  • Andererseits kennt man seit Jahrzehnten schon Zickzackziernahtnähmaschinen, die leine Randverzierung erzeugen, die aber aus einer zickzackförmig an der Kante verlaufenden freiliegenden Nahtkette besteht, die xvieder nicht mit den Kettenschleifen gemäß. der Erfindung vergleichbar ist.
  • Es ist üblich, zur Erzeugung der bekannten MeTrow-Muschel eine breite Blattzunge zu verwenden, deren der Nadel abgewandte Seite nahe dem freien Ende zum Nadelanstichpunkt stellenweise radial gekrümmt ist, während die der Nadel zugekehrte Seite der Blattzunge im wesentlichen geradlinig verläuft. Aber gerade hierin unterscheidet sich von der bekannten Bauweise grundsätzlich der Erfindungsgegenstand, bei dem erfindungsgemäß-, die ganzen stabförmigen Zungen, soweit i.ie freiliegen, konzentrisch gekrümmt sein sollen: Selbst wenn man also die bekannten Einrichtungen untereinander auswechseln, also z. B. die bekannten Stichbildezungen der Zickzackziernä,htnähmaschinen bei den Merrow-Maschinen einsetzen wollte, oder umgekehrt deren Formfinger bei den Zickzackziernahtnähmaschinen, so würde man niemals auf diese Art eine Kantenverzierung erzeugen können, die dem Erfindungsgegenstand gleichartig wäre. Hierbei ist zu beachten, daß die Arbeitsweise der Merrow-Maschinen vollkommen verschieden ist von derjenigen der Zickzackziernahtnähmaschinen.
  • Demgegenüber ist ein weiterer wesentlicher Fortschritt der neuen Kantenverzierung darin .zu sehen, daß sie unter Zuhilfenahme einer auch für normale Zickzackar1ieiten verwendbaren Zickzackziernahtmaschine ausgeführt werden kann, deren Zungensatz zwecks Ausführung anderer Arbeiten mit der Stichplatte leicht .gegen eine andere mit bekannten Zungen auswechselbar ist. eine universell verwendbare Maschine kann also nunmehr eine Kantenverzierung erzeugen, die den bekannten muschelförmigen Kantenverzierungen mindestens gleichwertig, aber dennoch vollkommen andersartig aufgebaut ist.
  • Demgemäß kennzeichnet sich eine Zickz.ackziernahtmaschine zur Herstellung der Kantenverzierung nach der Erfindung durch zur Befestigungsstelle mehr oder weniger konzentrisch liegende Kettelzungen, über denen die Kettenschleifen zwischen zwei Vorschubhüben .gebildet werden, wobei also in bekannter Weise zwischen zwei Vorschubhüben, ähnlich wie bei der Merrow-Muschel-Maschine, eine bestimmte Gruppe von Stichen gebildet wird.
  • Daß eine freiliegende Zickzackziernaht an sich zu ihrer Bildung der Stichbildezungen bedarf, ist allerdings nicht zu bestreiten. Aber mit bekannten geradlinigen Stichbildezungen ist ebensowenig ein Ergebnis im Sinne der Erfindung zu erzielen wie etwa finit den bekannten Formfingern der Merrow-Maschinen, die :eine so erhebliche Breite aufweisen, daß sie als Kettelzungen unbrauchbar sind, auch wenn sie, wie bei einigen Ausführungsformen zur Erzielung .einer Muschelform, eine konzentrisch gekrümmte Spitze aufweisen.
  • Nur solche Kettelzungen, die, wie oben angegeben, in Gruppen mit konzentrischen Krümmungen angeordnet sind, eignen sich zur Herstellung der besonderen aus Kettenschleifen bestehenden Kantenverzierung. Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist in der Zeichnung dargestellt; es zeigen ' =.Abb. i eine Zickzacknähmaschine üblicher Ausführung in Seitenansicht und in verkleinertem Maßstab, -ausgerüstet mit den neuen 'Merkmalen, Abb. 2 in natürlicher Größe eine Teilansicht dieser Maschine mit der den Vorschubhub steuernden Einrichtung, Abb-.3 die Einrichtung nach Abb. 2 in natürlicher Größe von oben, Abb. q. in natürlicher Größe die Lagerung -und Befestigung des Kurvenscheiben.antriebes nach Abb.2 und 3, Abb.5 in ;größerem Maßstab die Stichplatte mit den Stichbildezungen, Abb.6 ein Beispiel der neuen Kantenverzierung.
  • Die neue Maschine besitzt im wesentlichen sämtliche Merkmale der bekannten Zackenziernahtnähmaschinen hinsichtlich Nadel- und Greiferantrieb und Vorschublängsbewegung für den Stoffschieber, so daß sich eine eingehendere Beschreibung dieser Teile für den Fachmann erübrigt.
  • Wie Abb..i und q. zeigt, ,ist unterhalb der Maschinentischplatte i eine an einem senkrechten Bolzen 3 frei drehbare Kurvenscheibe 2 angeordnet. Der Drehbolzen 3 ist im Maschinenbett in geeigneter Weise gelagert und befestigt. Mit der Kurvenscheibe 2 ist ein Schneckenrad q. lösbar verbunden. Zwecks leichterer Auswechselbarkeit der Kurvenscheibe 2 kann diese mehrteilig, z. B. zwei-' teilig, ausgeführt sein. Die Schnittstellen der Kurvenscheib.enteile 2a und 2b (Abb. 3) verlaufen parallel zu einer durch die Drehachse gelegten Ebene. Der Vorteil dieser Maßnahme besteht darin, daß die in die Kurvennut eingreifende Führungsrolle 16 auch beim Überlaufen der Schnittstellen ganz sicher geführt ist. Würden die Schnittlinien radial verlaufen, so bestünde Gefahr, daß' die Führungsrolle beim Überlaufen der Stoßstelle nicht sicher geführt würde, sondern zu schlagen anfinge, was frühzeitigen Verschleiß von Kurve und Führungsrolle zur Folge hätte. Dias ebenfalls um den Drehbolzen 3 drehbare, mit der Kurvenscheibe verbundene Schneckenrad q. arbeitet mit der Schnecke 5 zusammen, die auf der im Unterteil der Maschine gelagerten Hauptwelle 6 befestigt ist. Drehung der Hauptwelle 6 hat also auch Drehung der durch die Schnecke 5, angetriebenen Teile zur Folge. Die mehrteilige Kurvenscheibe 2 besitzt eine Kurvennut 7, in die die schon obenerwähnte Führungsrolle 16 eingreift, die an dem freien Ende eines Hebelarmes 8 befestigt ist. Dieser Hebelarm 8 ist auf derselben Achse 9 gelagert, um die auch der Stoffschieberschwin;grahmen i o schwingt, und ist ferner durch einen Quersteg i i mit einem zweiten Hebelarm 12 verbunden, der durch Lenker i 3 mit dem Stoffschieberträger 14 in Verbindung steht. Die Kurvennut 7 weist Nocken 15 auf, deren Anzahl sich nach .der Zahl der je Muschel zu erzeugenden Kettenstäbe richtet. Unter Wirkung dieser Nocken 15 wird die Führungsrolle 16 und .damit auch der Hebelarm 8 sowie der mit ihm verbundene Arm 12' und hierdurch wiederum der Stoffschieberträger i4 angehoben. In diesem Falle erfolgt dann Eingriff des Stoffschiebers 17 mit dem Stoffstück 24, um es um die Länge des Vorschubhubes fortzubewegen.
  • Der Stoffschieber 17 arbeitet in bekannter Weise in einem Schlitz (Fenster) 18 der Stichplatte i9. Diese trägt die erwähnten Stichbildezungen 2o, 2I, 22 (Abb. 5), die in bekannter Weise in Schlitzen gelagert sind und dort durch breite Kopfschrauben festg-e-'halten werden.
  • Die der Stoffkante a zunächst liegende Zunge 2o ist nur schwach, die äußeren Zungen sind stärker gekrümmt zum Zweck, die Zungenenden möglichst nahe an die Stoffkante heranzubringen. Die Zunge 22 ist an ihrem freien Ende derart gekröpft, daß ein Abgleiten der Kettenstäbe c vor Eintritt des Vorschubhubes verhindert wird. Die Zunge 2 1 ist ebenfalls gekrZpft, und zwar in Vorschubrichtung. Dadurch_ soll jedoch nur das Abgleiten des fertigen Stabes in Richtung des Vorschubes erleichtert werden. Ohne diese Kröpfung würde die Zungenform das Abgleiten der Kettenglieder hemmen und den Kettenstab verzernen, wodurch die Erscheinung der fertigen Muschel nachteilig beeinflußt würde.
  • Die Nadel 26 bildet nun in bekannter Weise über die Zungen eine freie Kette: Zunächst rüber die Zunge 2o, dann die Zungen 2 i und 22 und zurück. Die fertigen Kettenstäbe werden von der Zunge 22 zurückgehalten, bis der Stoffschieber unter dem EinHuß der Steuernocken 15 der Kurvenscheibe angehoben und damit in Tätigkeit tritt, d. h. das Werkstück fortbewegt. Dann beginnt der Nähvorgang von neuem. .

Claims (2)

  1. PATEN TANSPRÜCI-Ir: i. Kantenverzierung aus mehrgliedrigen, an ihren Enden an der Werkstückkante befestigten Kettenschleifen, dadurch gekennzeichnet, daß die Enden einer oder mehrerer Schleifen zwecks Muschelbildung eine gemeinsame Befestigungsstelle an der Stoffkante haben.
  2. 2. Zickzackziernahtmaschine zur Herstellung einer Kantenverzierung nach Anspruch i, gekennzeichnet durch zur Befestigungsstelle mehr oder weniger konzentrisch liegende Kettelzungen (20, 21, 22), über denen die Kettenschleifen zwischen zwei Vorschubhüben gebildet werden.
DE1938U0014496 1938-10-27 1938-10-27 Kantenverzierung und Zickzackziernahtmaschine zur Herstellung derselben Expired DE697017C (de)

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