DE69668C - Dampfüberhitzer mit in einem schlechten Wärmeleiter eingebetteten Röhren - Google Patents

Dampfüberhitzer mit in einem schlechten Wärmeleiter eingebetteten Röhren

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DE69668C
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steam superheater
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A. BRATO-LUBOFF in Moskau
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F22STEAM GENERATION
    • F22GSUPERHEATING OF STEAM
    • F22G1/00Steam superheating characterised by heating method

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  • Furnace Housings, Linings, Walls, And Ceilings (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT^
Mittelst des neuen Dampfüberhitzers soll der Dampf auf eine ganz bestimmte Temperatur gebracht und so lange auf derselben erhalten werden, dafs z. B. in 24 Stunden die Abweichung noch nicht i° beträgt. Fig. 1 zeigt einen Verticalschnitt in der Linie 2-2 der Fig. 2, welche einen Horizontalschnitt in der Linie 1-1 der Fig. 1 darstellt.
Die Vorrichtung besteht aus einem System horizontaler Röhren a, welche in zwei oder mehreren über einander liegenden Kammern in einem gemauerten Ofen angeordnet sind. Bei der auf der Zeichnung dargestellten Ausführung finden zwei Kammern Verwendung. Je zwei Abtheilungen des Röhrensystems sind durch eine gemauerte Decke b getrennt, zwischen welcher Decke und dem unter ihr liegenden Theil des Röhrensystems eine dünnere Decke c so angebracht ist, dafs zwischen beiden Decken ein Raum verbleibt. Diese Zwischenräume stehen durch verticale Kanäle in der vorderen und hinteren Wand des Ofenmauerwerkes mit einander in solcher Weise in Verbindung, dafs sie zusammen einen Schlangenweg darstellen, welcher von den Heizgasen durchströmt wird.
Das Eigenthümliche meines Apparates liegt nun darin, dafs die Röhren α, welche ebenfalls zu einem einzigen Schlangenrohr verbunden sind, vollständig in einem die Kammern ausfüllenden Material liegen, welches einen schlechten Wärmeleiter darstellt, wie z. B. Sand. Dieses Material, durch welches die von den Heizgasen an das Mauerwerk abgegebene Wärme auf die Röhren und auf den dieselben durchströmenden Dampf übertragen wird, bewirkt, dafs die Erwärmung aller Theile des Röhrensystems regelmäfsig vor sich geht, und dafs die Temperatur des am Ende des Röhrensystems ausströmenden Dampfes auch bei wechselnder Temperatur der Heizgase doch eine constante ist; natürlich vorausgesetzt, dafs das Röhrensystem so lang ist, dafs der Dampf auf seinem Wege von der Eintrittsstelle bis zur Austrittsstelle bis auf die gewünschte Temperatur gebracht werden kann.
Der Dampf kann in irgend einem Kessel beliebigen Systems erzeugt werden und wird dem Ueberhitzer durch die mit Ventil e versehene Röhre d zugeführt, welche in das linksseitige Endrohr der oberen Röhrenreihe der Abtheilung II mündet. Der Dampf durchströmt sämmtliche Schlangenwindungen der beiden Reihen des oberen Röhrensystems und geht dann in das untere System über, dessen Röhren er ebenfalls sämmtlich nach einander durchströmt, bis er, nunmehr ausreichend überhitzt, durch das Rohr f zur Verbrauchsstelle geführt wird. Im Rohr / befindet sich ein Thermometer g, welches die Temperatur des Dampfes anzeigt. Es strömen hierbei die Heizgase im Gegenstrom zum Dampf, so dafs die heifsesten Gase der Feuerung auf den untersten Theil des Röhrensystems wirken und, durch die schlangenförmigen Kanäle zwischen den Decken b und c nach oben steigend, die folgenden Theile des Röhrensystems nach einander auf eine geringere Temperatur bringen. Bei der dargestellten Ausführungsform des Ueberhitzers ist
eine Naphtha- oder Petroleumfeuerung angenommen, doch kann auch jede andere Verwendung finden.
Eine weitere Eigenthümlichkeit des Ueberhitzers liegt in der Art, wie die Regelung der Temperatur des aus dem Apparat austretenden überhitzten Dampfes bewirkt wird. Es geschieht dies dadurch, dafs vom Dampfkessel ein zweites Rohr h sich abzweigt, welches direct mit dem untersten Theil (I) des Röhrensystems in Verbindung steht, so dafs die durch dieses Rohr eintretenden Dämpfe die oberen Abtheilungen des Röhrensystems mit durchlaufen. Zeigt es sich also am Thermometer g, dafs der Dampf eine höhere Temperatur besitzt, als sie für die Verwendung nothwendig erscheint, so kann man durch Einführen eines Theiles des Dampfes durch das ebenfalls mit Ventil versehene Rohr h und durch entsprechende Regelung des Ventiles e des Rohres d den Dampfflufs so regeln, dafs die Temperatur wieder auf das gewünschte Mafs sinkt.
Zweckmäfsig ist es, den Ueberhitzer mit mehreren Pyrometern zu versehen, welche die Temperatur der Sandbäder der einzelnen Kammern anzeigen. Als Thermometer g ist es rathsam, ein elektrisches zu verwenden und dasselbe entweder mit einer Alarmvorrichtung oder mit den Ventilen der Rohre d und h so zu verbinden, dafs die Bethä'tigung dieser Ventile durch Elektricität bewirkt wird, um so die selbsttätige Erhaltung der richtigen Temperatur herbeizuführen. Der Ueberhitzer kann sowohl für sich hergestellt, als auch direct mit dem Mauerwerk des Dampfkessels verbunden werden, so dafs dann die Feuergase dieses letzteren zur Heizung des Sandbades Verwendung finden.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Ein Dampfüberhitzer, dadurch gekennzeichnet, dafs die in einen schlechten Wärmeleiter eingebetteten schlangenförmigen Ueberhitzungsröhren in mehreren über einander liegenden, durch gemauerte Decken von einander getrennten Abtheilungen angeordnet sind, wobei in den Decken schlangenförmige Kanäle für die Heizgase so eingerichtet sind, dafs diese die Kanäle im Gegenstrom zu der Bewegungsrichtung des Dampfes durchlaufen.
2. Eine Ausführungsform des unter i. gekennzeichneten Dampfüberhitzers, bei welcher zwei Dampfzuführungsröhren angeordnet sind, von denen die eine d mit dem Anfangsrohr der Ueberhitzungsschlange, die andere h mit einem mittleren Rohr in Verbindung steht, derart, dafs der aus dem zweiten Rohr h in den Ueberhitzer eintretende Dampf nur einen Theil des Rohrsystemes durchläuft.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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