DE696393C - Bekaempfung von Wildschaelschaeden - Google Patents

Bekaempfung von Wildschaelschaeden

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DE696393C
DE696393C DE1935S0119985 DES0119985D DE696393C DE 696393 C DE696393 C DE 696393C DE 1935S0119985 DE1935S0119985 DE 1935S0119985 DE S0119985 D DES0119985 D DE S0119985D DE 696393 C DE696393 C DE 696393C
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bitumen
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damage
emulsions
combating
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DE1935S0119985
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ALBERT VON SACHS
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ALBERT VON SACHS
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N3/00Preservation of plants or parts thereof, e.g. inhibiting evaporation, improvement of the appearance of leaves or protection against physical influences such as UV radiation using chemical compositions; Grafting wax
    • A01N3/04Grafting-wax
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N61/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing substances of unknown or undetermined composition, e.g. substances characterised only by the mode of action
    • A01N61/02Mineral oils; Tar oils; Tar; Distillates, extracts or conversion products thereof

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Description

  • Bekämpfung von Wildschälschäden Der jährlich durch Schälen des Rotwildes in den Forsten angerichtete Schaden geht, abgesehen von dem sonstigen Wildschaden auf den Feldern, nach Schätzungen der Forstverwaltungen in die Millionen. Es wird deshalb ernstlich seine starke Verminderung des Wildbestandes verwogen, wenn es nicht gelingt, dem Schälen des Rotwildes mit Erfolg Einhalt zu gebieten. Diese gewalts.ame Maßna:hrne würde en Schälschaden lediglich vermindern, aber gleichzeitig .durch Vernichtung eines Teils des Wildbestandes einen nicht unerheblichen volkswirtschaftlichen Schaden anrichten.
  • Man hat bereits versucht, die Schälschäden des Rotwildes zu verringern -einerseits durch Anlegung günstiger Äsungsflächen im Wald, andererseits durch chemische Behandlung der Bäume mit hierzu geeigneten Mitteln.
  • Es wurde z. B. vorgeschlagen, zum Schutz von Baumstämmen vor der Schälsucht des Wildes die zu schützenden Stämme mit aromatischen Kohlenwasserstoffen, die aliphatische Reste und mehrere Chlor- und Nitrogruppen als Kernsubstituenten enthalten, oder deren Emulsionen zu bespritzen. Die Wirksamkeit dieser Verbindungen beruht ;auf einem starken und sehr üblen Geruch. Die Verbindungen sind sehr igiftig. Einige von ihnen, z. B. Chlornaphthalin, rufen auf der Haut sehr unangenehme Ekzeme hervor. Diese Eigenschaften der vorgeschlagenen Verbindungen sowie ihre Kosten beeinträchtigen deren allgemeine Verwendbarkeit. Ein weiterer Vorschlag zur Verhinderung von W ildverbißschädengeht dahin, daß man die Spitzentriebe der zu schützenden Pflanzen und Bäume mit Baumteer- oder Blutlehmmischungen einschmiert oder durch Wasser stark verdünnte Emulsionen von Teer, Karbolineum, Tieröl u. dgl. .aus Weinbergspritzen ,auf die Pflanzen aufspritzt. Es wurde weiterhin vorgeschlagen, dieses zeitraubende, mühsame und kostspielige sowie große Wassermengen erforderlich machende Verfahren dadurch zu verbessern, daß die bekannten Mittel ohne Verdünnung mit Wasser in Nebelform auf die zu schützenden Pflanzenteile aufgebracht werden. Auch dieses Verfahren hat sich in der Praxis nicht einzuführen vermocht.
  • Es wurde nun auf Grund von mehrjährigen Versuchen ;gefunden, daß man Bitumenernulsionen für die Bestreichung oder Bespritzung von Bäumen zur Bekämpfung von Wildschäden mit Erfolg verwenden kann.
  • Grundsätzlich können alle bekannten Bitumenemulsionen, wie sie z. B. für den Straßenbau im Handel sind, verwendet werden. Es hat sich jedoch als vorteilhaft herausgestellt, bituminöse Emulsionen, z. B. Kaltasphalte, zu verwenden, die einen Bitumengehalt von 40 bis 5o % aufweisen. Bei Anwendung von Emulsionen mit höherem Bitumengehalt konnten nämlich oft Schwierigkeiten infolge zu raschen Erstarrens der Emulsion, z. B. Verkleben der Pinsel, Verstopfen der Spritzdüsen, beobachtet werden.
  • In Ausübung der Erfindung werden die Bäume in Reichhöhe des Rotwildes (2i/,> bis 3 m ) rundum mit der Bitumenemulsion bestrichen oder bespritzt. Zum Bespritzen verwendet man zweckmäßigerweise tragbare Baumkalkspritäen, aus denen - die Emulsion unter einem Druck von z. B. 3 at herausgespritzt wird. Bei Baumstärken von 5o bis 8o cm Durchmesser benötigt man im Durchschnitt etwa i/2 bis 3/,1g Bitumenemulsion, um einen Stamm in Reichhöhe des Wildes zu bespritzen. Mit einer Spritzfüllung können durchschnittlich 3o bis ¢o Stämme in etwa 2o Minuten bespritzt werden. Nach kurzer Zeit verdunstet das Wasser und gegebenenfalls auch das Emulgiermittel aus der Emulsion, und es bleibt auf dem Baumstamm eine feine Bitumenhaut zurück, die ihn auf Jahre hinaus vor Schälschäden schützt.
  • Auf Grund von jahrelangen Versuchen konnte festgestellt werden, daß die Anwendung der Bitumenemulsionen zur Bekämpfung von Wildschäden von vollem Erfolg begleitet ist. Weitere Versuche haben gezeigt, daß die erfindungsgemäß zu verwendenden Bitumenemulsionen in ihrer Wirkung als Mittel zur Verhütung von Wildschälschäden den bereits für diese=n Zweck vorgeschlagenen Teerpräparaten überlegen sind. Es wurde festgestellt, daß die Bitumenemulsionen bei allen Baumarten verwendet werden können und dem Wachstum der Bäume nicht schaden. Der Schutzanstrich ist unempfindlich gegen Hitze, Frost und Regen und bleibt jahrelang unverändert. Es wurde .einwandfrei festgestellt, daß das Wild die mit den Bitumenemulsionen behandelten Stämme auch mehrere Jahre nach der Behandlung nicht schält. Andererseits konnte auch keine Abwanderung des Wildes beobachtet werden, wie dies bei anderen bisher verwendeten chemischen Mitteln der Fall ist. Schließlich muß noch erwähnt werden, daß die Anwendung der Bitumenemulsionen ganz erheblich wirtschaftlicher als die Anwendung der anderen bisher bekannten chemischen Mittel ist und z. B. durchschnittlich mit einer Ersparnis von etwa q.o bis 5o ojo verbunden ist.
  • Die Bitumememulsionen können auch bei bereits geschälten Stämmen verwendet werden, um diese vor dem Eindringen von Fäulniserregern zu- schützen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verwendung von Bitumenemulsionen, vorzugsweise mit einem Bitumengehalt von 4.o bis 5o ojo, zur Bekämpfung von Wildschälschäden.
DE1935S0119985 1935-10-04 1935-10-04 Bekaempfung von Wildschaelschaeden Expired DE696393C (de)

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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE920399C (de) * 1952-01-20 1954-11-22 Hubert Dr Hildebrandt Mittel und Verfahren zur Abschreckung von Wild und Haustieren von schutzbeduerftigenKulturflaechen und sonstigen Objekten
DE966484C (de) * 1952-06-29 1957-08-08 Heinz Gerhard Moldtmann Dipl C Wildverbiss-Schutzmittel, insbesondere fuer Baeume oder Straeucher, und Verfahren zu seiner Herstellung
US3192666A (en) * 1961-05-10 1965-07-06 Hans W Sachs Method of protecting fruit trees against borers
EP0181543A1 (de) * 1984-11-10 1986-05-21 BASF Aktiengesellschaft Verwendung von Polymer-Dispersionen als Wildverbissmittel

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DE966484C (de) * 1952-06-29 1957-08-08 Heinz Gerhard Moldtmann Dipl C Wildverbiss-Schutzmittel, insbesondere fuer Baeume oder Straeucher, und Verfahren zu seiner Herstellung
US3192666A (en) * 1961-05-10 1965-07-06 Hans W Sachs Method of protecting fruit trees against borers
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