DE521753C - Verfahren zum Schutz von lebenden Pflanzen und zur Bekaempfung von deren Krankheiten - Google Patents

Verfahren zum Schutz von lebenden Pflanzen und zur Bekaempfung von deren Krankheiten

Info

Publication number
DE521753C
DE521753C DED58273D DED0058273D DE521753C DE 521753 C DE521753 C DE 521753C DE D58273 D DED58273 D DE D58273D DE D0058273 D DED0058273 D DE D0058273D DE 521753 C DE521753 C DE 521753C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
plants
diseases
combating
rubber
protection
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DED58273D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DED58273D priority Critical patent/DE521753C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE521753C publication Critical patent/DE521753C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N65/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing material from algae, lichens, bryophyta, multi-cellular fungi or plants, or extracts thereof

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Microbiology (AREA)
  • Biotechnology (AREA)
  • Agronomy & Crop Science (AREA)
  • Mycology (AREA)
  • Plant Pathology (AREA)
  • Dentistry (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Cultivation Of Plants (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description

  • Verfahren zum Schutz von lebenden Pflanzen und zur Bekämpfung von deren Krankheiten Das vorliegende Verfahren dient zum Schutz von lebenden Pflanzen, insbesondere von Bäumen und Sträuchern, und zur Bekämpfung von deren Krankheiten. Es besteht darin, daß man die Pflanzen ganz oder teilweise mit Gummimilchsäften behandelt, welche nach Verdunsten des in ihnen enthaltenen Wassers eine zusammenhängende Kautschukschicht auf den Pflanzen bilden, Es ist bereits bekannt, Pflanzenschädlinge dadurch zu bekämpfen, daß man die von ihnen befallenen Pflanzen mit einem überzug aus einem Material versieht, das durch geeignete Behandlung aus Kolophonium, Alkohol, Kollodiumwolle und Terpelltinöl gewonnen wird. Da auf diese Weise eine feste Kruste auf der Pflanze entsteht, ist das Verfahren zur Behandlung insbesondere der zarten, biegsamen Teile von Pflanzen durchaus ungeeignet. Es ist auch vorgeschlagen -worden. zur Vernichtung von Insekten auf Pflanzen auf diese ein Gemisch aus Sauermilch, Gasolin und Stinkasant aufzutragen. Nach diesem Verfahren ist indessen keine zusammenhängende Haut zu erhalten. Es ist ferner bekannt, frische Pflanzen zu konservieren, indem man ihren Zelleninhalt durch Glycerin ersetzt und danach den Pflanzenkörper mit einer Kautschukschicht überzieht. Schließlich hat man auch versucht, Früchte, Eier, Frischpflanzeil u. dgl. durch C1berziehen mit Kautschukmilch und Verdampfen des in ihr enthaltenen Wassers mit einer Kautschukhaut zu versehen und sie dadurch zu konservieren. Soweit sich die vorstehenden Verfahren eines zusammenhängenden Kautschuküberzuges bedienen, beziehen sie sich auf die Konservierung toter Pflanzen; im Gegensatz hierzu betrifft das Verfahren der vorliegenden Erfindung den Schutz von lebenden Pflanzen. Der Erfindung gemäß wird auf letztere Kautschukmilch aufgetragen und das in ihr enthaltene Wasser zum Verdunsten gebracht, so daß sich eine zusammenhängende Kautschukschicht bildet.
  • Die zur Ausübung des Verfahrens verwendeten Milchsäfte können sowohl in natürlichem Zustande wie auch konserviert sein, sie können natürliche Konzentration besitzen oder verdünnt oder konzentriert sein, auch können sie in Gestalt von in flüssigem Zustande vulkanisierter Kautschukmilch benutzt werden.
  • Die Anwendungsmöglichkeiten sind überaus vielfältig. Es können z. B. zum Versand kommende Pflanzen, Bäume und Sträucher, die bisher entweder mit Erdballen oder Sr'iutzumhüllungen vor dem Verderben geschützt werden mußten, billiger und vollkonimener dadurch geschützt werden, daß man die Wurzeln bis zum Wurzelhals in Kautschukmilchsaft, z. B. eine etwa i o oloige vulkanisierte Kautschukmilchemulsion taucht. Nach dem Verdunsten des Wassers der Enlulsion sind sämtliche Wurzeln, auch die feinsten Faserwurzeln, mit einer dünnen Gummihaut umgeben und lassen sich in diesem Zustand tage- und wochenlang befördern und aufbewahren, ohne den geringsten Schaden zu nehinen; das Wachstum der'. Pflanzen ist im Gegenteil, sobald sie wieder in die Erde kornmen, von Anfang an ein freudi-es.
  • Beim Baumschnitt hat sich, wenn die Schnittflächen mit Gummimilchsaft bestrichen wurden, gezeigt, daß die Wunden in kurzer Zeit vernarben.
  • Ferner können so z. B. gewisse Obstbaumkrankheiten, die unter der Bezeichnung Krebs bekannt sind, oder sonstige Schädigungen der Baumrinde, sowohl an den Ästen wie an den Wurzeln, nach dem Verfahren der Erfindung erfolgreich mit Gummimilch behandelt werden.
  • Bei der Veredelung von Obstbaum-, Rosen-und Weinveredelungsarten war bisher in den meisten Fällen ein Bestreichen der Veredelungsstelle mit Baumwachs erforderlich. Verwendet man statt dessen Gummirnilch, so wird die Veredelungsstelle vollkommen luftdicht abgeschlossen und der Verwachsungsprozeß geht rasch und sicher vonstatten.
  • Auffällig günstige Erfolge ergeben sich bei Behandlung wunder Stellen an Bäumen, Z. B» bei dem bekannten Harzfluß der Steinobstbäume oder bei Krebsschäden. Zu deren Behandlung reinigt man zuerst die kranken Stellen mit einer Stahlbürste o. dgl. und bestreicht sie darauf mit demGunimimilchsaft. Das Bestreichen wird zwei- bis dreimal hintereinander vorgenommen. Schon nach 8 Tagen tritt eine vollkommene Gesundung der erkrankten Bäume ein und der Harzfluß hört in dem Augenblick auf, in welchem der Guminimilchsaft auf der Wunde eintrocknet.
  • Die verschiedenen Pilzkrankheiten, wie Rost, Peronospora, Mehltau u. dgl., können durch Bespritzen mit Gummisaft bzw. seinen Lösungen wirksam bekämpft werden, ohne daß dabei die Pflanzen irgendwelchen Schaden nehmen. Die Mikroorganismen der Schädlinge werden dadurch mit einer luftdichten dünnen Gummihaut überzogen und ersticken nach kurzer Zeit. Insbesondere wirksam sind Emulsionen mit höherem Schwefelgehalt.

Claims (1)

  1. PATECTAINSPRUCH: Verfahren zum Schutz von lebenden Pflanzen, insbesondere Bäumen und Sträuchern, und zur Bekämpfung von deren Krankheiten, dadurch gekennzeichnet, daß man die Pflanzen entweder ganz oder nur einzelne Teile mit Giimniiinilchsäften, die sich sowohl im natürlichen wie konservierten, konzentrierten, verdünnten und vulkanisierten Zustand befinden können, behandelt und so mit einer Schicht überzieht.
DED58273D 1929-04-27 1929-04-27 Verfahren zum Schutz von lebenden Pflanzen und zur Bekaempfung von deren Krankheiten Expired DE521753C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DED58273D DE521753C (de) 1929-04-27 1929-04-27 Verfahren zum Schutz von lebenden Pflanzen und zur Bekaempfung von deren Krankheiten

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DED58273D DE521753C (de) 1929-04-27 1929-04-27 Verfahren zum Schutz von lebenden Pflanzen und zur Bekaempfung von deren Krankheiten

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE521753C true DE521753C (de) 1931-03-26

Family

ID=7057381

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DED58273D Expired DE521753C (de) 1929-04-27 1929-04-27 Verfahren zum Schutz von lebenden Pflanzen und zur Bekaempfung von deren Krankheiten

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE521753C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1981000955A1 (en) * 1979-10-13 1981-04-16 M Sampson Process for obtaining improved yields from plants

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1981000955A1 (en) * 1979-10-13 1981-04-16 M Sampson Process for obtaining improved yields from plants
EP0027344A1 (de) * 1979-10-13 1981-04-22 Neville Hutchings Verfahren zur Verbesserung des Ernteertrags
US4447984A (en) * 1979-10-13 1984-05-15 Sampson Michael James Process for obtaining improved yields from plants

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3835592A1 (de) Insektizide
US1995853A (en) Plant protective process and material
DE521753C (de) Verfahren zum Schutz von lebenden Pflanzen und zur Bekaempfung von deren Krankheiten
CN108812692A (zh) 一种贡柑潜叶蛾的防治方法
Phillips et al. Some chemicals to prevent stump colonization by Fomes annosus (Fr.) Cooke
AT130646B (de) Verfahren zum Schutze lebender Pflanzen und zur Bekämpfung von deren Krankheiten.
DE4233806A1 (de) Pflanzenschutzmittel, Verfahren zu seiner Anwendung sowie dessen Verwendung
AT142900B (de) Verfahren zur Vertilgung und Fernhaltung von tierischen und pflanzlichen Schädlingen durch Behandlung von Holz mit Lösungen oder Suspensionen.
KR102687826B1 (ko) 과일의 생리 장애 및 해충에 대해 영속적인 친환경 비료
DE1272235B (de) Verwendung von Loesungen einer Phenoxyalkansaeure als Mittel zum Wasserundurchlaessigmaschen von Erdschichten
DE3641680A1 (de) Stoff zum schutz gegen den rindenfrass des grossen braunen ruesselkaefers (hylobius abietis) an jungen forstpflanzen
DE1767427A1 (de) Verfahren zum Stimulieren des Pflanzenwachstums
DE689112C (de) Bekaempfung pilzlicher Schaedlinge auf Pflanzen
DE522525C (de) Verfahren zur Beizung von Schnittkartoffelsaatgut und Stecklingen
AT163215B (de) Verfahren zur Pflanzenschädlingsbekämpfung
DE690218C (de) Verfahren zur Behandlung gesunder und rindenkranker Baeume
Zeller Cankers of apple and pear in Oregon and their control
US59986A (en) Joseph a
DE69006722T2 (de) Verfahren zum Konservieren von Blumen, insbesondere Rosen.
DE682444C (de) Verfahren zur Behandlung gesunder und rindenkranker Baeume
DE497478C (de) Verfahren zur Bekaempfung der Reblaus und der Pilze der Kartoffelfaeule
AT214702B (de) Verfahren und Mittel zur Behandlung von Baumwunden
Worley et al. Investigations of the use of 2, 4, 5–T Esters as a Basal Spray in the Control of Bear Oak
US2004789A (en) Active or toxic spray material
DD228162A1 (de) Mittel zur beseitigung der bodenmuedigkeit in obstbaum- und baumschulkulturen