DE696337C - Verfahren zum Herstellen von Kunsthornplatten aus Kasein - Google Patents

Verfahren zum Herstellen von Kunsthornplatten aus Kasein

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DE696337C
DE696337C DE1936K0143414 DEK0143414D DE696337C DE 696337 C DE696337 C DE 696337C DE 1936K0143414 DE1936K0143414 DE 1936K0143414 DE K0143414 D DEK0143414 D DE K0143414D DE 696337 C DE696337 C DE 696337C
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Germany
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casein
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rollers
horn plates
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DE1936K0143414
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Joh Kleinewefers Soehne KG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L89/00Compositions of proteins; Compositions of derivatives thereof
    • C08L89/005Casein
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
    • B29C43/00Compression moulding, i.e. applying external pressure to flow the moulding material; Apparatus therefor
    • B29C43/22Compression moulding, i.e. applying external pressure to flow the moulding material; Apparatus therefor of articles of indefinite length
    • B29C43/24Calendering
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J2389/00Characterised by the use of proteins; Derivatives thereof

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description

  • Verfahren- zum Herstellen von Kunsthornplatten aus Kasein f -Zur Herstellung von Kunsthornplatten aus Kasein wird bisher das zu Pulver gemahlene, angefeuchtete und mit den erforderlichen Farb- oder Füllzusätzen versehene Kasein zunächst in sogenannten Schlauchmaschinen oder auf zweiwalzigen Walzwerken in den plastischen Zustand überführt. Darauf folgt als neuer Arbeitsgang die Verarbeitung -dieser plastischen Masse zu' Platten, indem sie in Form von Stäben oder Streifen der gewünschten Plattendicke entsprechend abgewogen, in Plattenformen verteilt und unter hohem Druck und bestimmter Temperatur in hydraulischen Etagenpressen zu Platten gepreßt wird. Dieses Verfahren ist sehr umständlich und teuer, weil die Vorplastifizierungs- und Preßanlagen hohe Anschaffungskosten erfordern und außerdem eine geringe Leistung ergeben. Beim Pressen muß die Masse nämlich zunächst auf etwa So' C angewärmt und nachher wieder auf etwa 2o° C abgekühlt werden, so daß in der Stunde nur etwa drei Pressungen gemacht werden können. Die abgekühlten Platten werden dann nach Öffnen der Presse aus den Formen genommen, an den Rändern beschnitten und dann den Härtebädern (Formaldehyd) zugeführt. Außerdem ist es schwer, auf diese Weise Platten von gleichmäßiger Stärke porenfrei herzustellen. Es ist ferner große Sorgfalt beim Einlegen der vorgeformten Teile in die Formen erforderlich, um gleichmäßige Plattenstärken und glatte Oberflächen zu erhalten. Aus technischen und wirtschaftlichen Gründen ist die Herstellung von Platten unter i mm Stärke überhaupt nicht möglich.
  • Ein anderes Verfahren zum Herstellen von Kunsthornplatten besteht darin, daß das in obiger Weise vorplastifizierte Kasein in Blockpressen unter Druck und Wärme zu dicken Blöcken gepreßt und diese dann auf Schneidemaschinen zu Platten zerschnitten werden. Auch hierbei ist es schwer, riefenfreie Platten zu erhalten, während die Gefahr der Porenbifdung im Block durch Luft- und Wasserdampfeinschluß noch größer ist.
  • Ferner ist es -bekannt, mit Wasser vermischtes pulverförmiges Kasein durch Pressen vorzuplastifiziereri und dieses Zwischenprodukt zwischen umlaufenden geheizten Preßwalzen hindurchzuführen, derart, daß es mehrere Male um diese Walzen herumläuft. Mit Hilfe der Preßwalzen, welche auf etwa q.o bis 5o° C erhitzt sind, erfolgt ein Auswalzen der plastischen Masse in dünne Folien. Diese Folien werden zusammengefaltet, oder es werden -mehrere Folien aufeinandergelegt und diese Schichten mit einer hydraulischen Presse bei einer Temperatur von etwa 6o bis 8o° C zu einem einheitlichen Körper vereinigt, der dann gekühlt und weiterverarbeitet wird.
  • Demgegenüber besteht das Verfahren gc-. mäß der Erfindung darin, daß das in bekann=. ter Weise mit Wasser vermischte pulverförmige Kasein auf einem mehrwalzigen; mäßig beheizten, langsam laufenden Kalander in ununterbrochenem Arbeitsgange plastifiziert und zu Platten ausgewalzt wird. Das PIastifizieren und die Formgebung gelingen nach dem neuen Verfahren aber nur dann, wenn die Umfangsgeschwindigkeit der Walzen, ihre Temperatur und der Feuchtigkeitsgehalt des Ausgangsstoffes in einem bestimmten Verhältnis zueinander stehen und wenn die Walzen eine besonders dichte und glatte Oberfläche haben, da sonst die Masse an den Walzen festklebt und die Bildung einer Platte unmöglich wird. Ist z. B. die Temperatur der Kalanderwalzen zu niedrig, so wird die Masse nicht plastisch und homogen, und die entstehende Folie ist unbrauchbar.
  • Die einzelnen Vorgänge können natürlich je nach der Art des Ausgangsstoffes schwanken. Besteht z. B. das Kaseinpulver aus i oo Teilen Labkasein des Handels, welches gewöhnlich io°fo Feuchtigkeit enthält, und 35 Teilen Wasser, so darf bei einer Abwich lungsgeschwindigkeit der Walzen von 1,75 in je Minute die Temperatur der Walzenoberfläche 55= C nicht übersteigen, wenn ein einwandfreies Ergebnis erhalten werden soll. Bei geringerer Temperatur besteht dagegen die Gefahr, daß die Masse sich nicht zu einem formbaren gleichmäßigen Gefüge verbindet, was auch dann eintritt, wenn unter sonst gleichen Bedingungen die Walzengeschwindigkeit erheblich verändert wird. Um für alle Fälle die günstigsten Verhältnisse schaffen zu können, müssen die Geschwindigkeit und Temperatur des Kalanders stufenlos regelbar sein und jederzeit zuverlässig abgelesen werden können, da schon geringe Abweichungen ein einwandfreies Arbeiten unmöglich machen können.
  • Während also alle bekannten Verfahren zur Herstellung von Kunsthorn eine Vorplastif"izierung des Kaseins in einem besonderen .,rbeitsgange erfordern, gelangt man gemäß der Erfindung in einem ununterbrochenen Arbeitsgang unmittelbar vom angefeuchteten pulverförmigen Kasein unter gleichzeitigem Plastifizieren und Formen zur fertigen urgehärteten Platte. Dadurch werden die Herstellungskosten auf einen Bruchteil der bisherigen gesenkt, es entsteht kein Preßabfall mehr, und dünne Platten können für neue Verwendungsmöglichkeiten wirtschaftlich hergestellt werden.
  • Ein Kalander zur Ausübung des Verfahrens ist auf der Zeichnung schematisch dargestellt.
  • Zwischen den Walzen a. und h ist ein 1--,infüllbehälter für den pulverförmigen Ausgangsstoff angeordnet. Der Überga>>g der Masse in den plastischen Zustand und das Formen findet zwischen den Walzen a, h, c, ei statt. Bei e wird der Film lose aufgerollt. Statt dessen kann er auch sofort nach dem Verlassen des letzten Walzenpaares auf gewünschte Längen zerschnitten werden. Die Anzahl der Walzen kann verändert werden. Ihre Geschwindigkeit und Temperatur soll stufenlos regelbar sein.
  • Es ist nicht unbedingt erforderlich, daß alle Walzen des Kalanders gleiche Geschwindigkeit haben.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Herstellen von Kunsthornplatten aus Kasein durch Walzen von mit Wasser vermischtem pulverförmigem Kasein, dadurch gekennzeichnet, dali das Kasein auf einem mebrwalzigen, mäßig beheizten, langsam laufenden Kalander in ununterbrochenem Arbeitsgange plastifiziert und zu Platten ausgewalzt wird.
DE1936K0143414 1936-08-25 1936-08-25 Verfahren zum Herstellen von Kunsthornplatten aus Kasein Expired DE696337C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2807051A (en) * 1954-05-19 1957-09-24 Muhieddine G Yaffi Process for cooling, pressing, and drying of protein containing glue
DE1189700B (de) * 1956-09-19 1965-03-25 Huels Chemische Werke Ag Verfahren zur Verbesserung der Verarbeitbarkeit von pulverfoermigem Polyaethylen

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US2807051A (en) * 1954-05-19 1957-09-24 Muhieddine G Yaffi Process for cooling, pressing, and drying of protein containing glue
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