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Steuerung der Füll, und Entleerungsorgane an Dauerheißhaltern Es ist
bekannt, die Ventile, Schieber, Hähne o. dgl. zum Einmaß und Ausmaß an den Zellen
von Dauerheißhaltern zur Pasteurisierung von Milch oder anderen biologischen Flüssigkeiten
von einer ;einzigen Schaltwelle aus zu steuern. Diese Schaltwelle wird je nach Anzahl
der Zellen absatzweise gedreht. Die Bewegungsübertragung zwischen der Schaltwelle
und den Füll- und Entleerungsorganen erfolgt bei .den bekannten Ausführungen direkt
durch Zahnräder,- Nocken,oder .ähnliche Mitnehmer. Durch die Arbeitsweise des Heißhalters
bedingt, bleiben -die Fülluni Entleerungsorgalne zwischen den einzelnen Schaltungen
lange Zeit bei hoher Temperatur in Ruhe und setzen sich dabei außerordentlich fest.
Die Einleitung der Schaltbewegung erfördert dann sehr große Kräfte. Dies! führt
bei den bekannten direkten Übertragungselementen leicht zu schnellem. Verschleiß
oder zu Bruch der Getriebeteile.
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Zur Beseitigung .dieses Nachteils wird erfindungsgemäß vorgeschlagen,
zwischen Steuerwelle und Schaltorgan einen Kurbeltrieb einzuschalten. Dieser hat
beim.: Ausgang aus der Totlageeine große Kraftreserve, die zurr Lösung des Schaltorgans
bei Einleitung der Bewegung ;aus .der Ruhestellung nutzbar gemacht wird. In der
Zeichnung ist die Ausführung eines derartigen Antriebs bei den Füllorganen zweier
Zellen @einesi Dauerheißhalters als Beispiel dargestellt. Es zeigen: Abb. i einen
senkrechten Schnitt durch den Fuß eines Dauerheißhalters mit dem Schaltgetriebe
und einem Hahn, Abb.2 einen waagerechten Schnitt nach der Linie A-B der Abb. i,
Ab#b.3 einen senkrechten Schnitt nach der Linie C-Di der Abb. i, Abb. q. Schalträder
und Ritzel des Getriebes; Abb. 5 Sperrscheiben am Schaltrad und Ritzel des. Getriebes
in größerem. Maßstab. Dier Fuß i ;des Mehrzellendauerheißhalters i i, bei dem die
Zellen in zwei Reihen angeordnet sind, ist als Getriebekasten ausgebildet. Auf der
durch ihn hindurchreichenden Schaltwelle 2 sind zwei Schalträder 3a und 3b angebracht,
.die auf einem Viertel des Umfanges gegeneinander versetzte Zahnsegmente q.a und
q.b tragen. Diese greifen in Ritzel5a und 5b ein, auf deren Welle Kurbeln@6a und
6b aufgesetzt sind. Die Bewegung dieser Kurbeln wird durch Stangen 7a und 7b in
eine hin und her gehende umgewandelt und auf der einen Seite mittels Hebels I 2b
auf den Hahn 8b, auf der anderen Seite in
entsprechender Weise auf
ein gleichartiges Schaltorgan übertragen. Die Schalträder 3a und 3v sind mit Sperrscheiben
ga und gb versehen, welche mit entsprechenden Sperrscheiben ioa und Job der Ritze-
5a und 5; zusammenarbeiten.
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Bei einem Achtzellendauerheißhalter läßt man die Schaltwelle 2 bei
jeder Schaltbewegung 1/$ Umdrehung ausführen. Die Ritze- 5a und 5b haben bei der
beispielsmäßigen Ausführung zehn Zähne, denen ebenso viele Zahnlücken in den: ui'
45° gegeneinandier versetzten Zahnsegmenten 4a und 4b entsprechen.
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Bei 'der ersten Schaltbewegung der Schaltwelle 2 von 1/g Umdrehung
bewegen sich die Schalträder 3a und 3b @um die Hälfte der auf den Zahnsegmenten
4a und 4b angebrachten Zähne weiter. Die gleiche Zähnezahl isst auf dem halben Umfang
der Ritze- 5a und 5b angeordnet. Die Zähne des Ritzels 5a befinden sich im Eingriff
mit den Zähnen des Zahnsegmentes 4a, so daß ersteres bei 1'7ß Um= drehung der Schaltwelle
2 eine halbe Umdrehung macht. Stand nun zu Anfang der Bewegung die Kurbe16a in der
einen To.tlaige, dann äst sie nunmehr in die andere Totsage gebracht. Hierdurch
wird der idurch den Hebe17a mit der Kurbel6a verbundene, nicht dargestellte Hahn
beispielsweise .geöffnet.
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Nach Ablauf der Füllzeit für eine Zelle des Diauerheißhalters erfolgt
wiederum 1/s Umdrehung der Schaltwelle z. Das Schaltrad 3a bewegt sich jetzt um
die zweite Hälfte der auf dem Zahnsegment 4a angebrachten Zähne weiter, wodurch
das Ritzel5a eine zweite halbe Umdrehung macht. Hierdurch gelangt die Kurbiel 6a
in die erste Totlage zurück, und der durch den Hebel 7a bediente Hahn wird wieder
geschlossen.
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Mit Schluß der ersten Bewegung der Schaltwelle 2 sind auch die Zähne
des Ritzels 5U und des Zahnsegmentes 4b zum Eingriff gekommen. Während der zweiten
Bewegung gier Schaltwelle 2 findet daher eine gleichartige Bewegungsübertragung
auf die Öffnung des Hahnes 8b statt, wie sie bei der ersten Bewegung der Schaltwelle
z auf die Öffnung des nicht .dargestellten Hahnes amHebel el7a erfolgte. Am Ende
der zweiten Teilumdrehung der Schaltwelle 2 ist also der bei der ersten Teilumdrehung
geöffnete Hahn wieder geschlossen, der Hahn 8b aber geöffnet.
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Nachdem wiederum die Füllzeit abgelaufen ist, macht die Schaltwelle
2 die dritte Teilumdrehung. Der Eingriff der Zähne des Zahnsegmentes 4a in die des
Ritzels 5a äst beendet. Die sich drehende Sperrscheibe: g--hält das Ritze- in der
eingenommenen Stellung mit Hilfe der Aussparung in der Sperrscheibe ioa fest.: Das
Schaltrad3b führt die Schließ-'@wegung des Hahnes 8b in gleicher Weise .durch wie
vorher bei der Schaltbewegung das Schaltrad 3a. Ein weiteres nicht .argestelltes
Schaltrad öffnet die dritte Zelle. In dieser Weise wird die Öffnung und Schließung
weiterer Hähne für die folgenden Zellen des Dauerheißhalters während einer Umdrehung
der Schaltwelle ä durchgeführt, bis zusammen mit .dem Schließen des Hahnes der achten
Zelle der Hahn der ersten Zelle wiederum geöffnet wird. Während jeder 1/$ der ganzen
Umdrehung betragenden Teilumdrehung wird ein. Hahn geöffnet und ein Halm geschlossen,
während die anderen sechs Hähne mittels Sperrscheiben im Getriebe in: der eingenommenen
Stellung festgehalten werden.
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Die Konstruktion der Steuerungsorgane kann gegenüber der Zeichnung
in mannigfaltiger Weise ,abgeändert werden. Insbesondere kann sie bei Dawerheißhaltern
beliebiger Zellenzahl Verwendung finden. Dafür muß der Winkel der Schaltbewegung
sowie der Umfang des Zähnse;gmentes geändert werden.
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Je nach der Anordnung der Zellen kann die Konstruktion auch dahin
abgeändert werden, daß in jedem Getriebekasten sich nur ein Schaltgetriebe für ein
Ein- oder Auslaßorgan befindet.