DE69587C - Durch Münzeneinwurf in Thätigkeit zu setzende elektrische Anrufvorrichtung - Google Patents

Durch Münzeneinwurf in Thätigkeit zu setzende elektrische Anrufvorrichtung

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DE69587C
DE69587C DENDAT69587D DE69587DA DE69587C DE 69587 C DE69587 C DE 69587C DE NDAT69587 D DENDAT69587 D DE NDAT69587D DE 69587D A DE69587D A DE 69587DA DE 69587 C DE69587 C DE 69587C
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DENDAT69587D
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G. POORE in London
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    • GPHYSICS
    • G08SIGNALLING
    • G08BSIGNALLING OR CALLING SYSTEMS; ORDER TELEGRAPHS; ALARM SYSTEMS
    • G08B25/00Alarm systems in which the location of the alarm condition is signalled to a central station, e.g. fire or police telegraphic systems
    • G08B25/12Manually actuated calamity alarm transmitting arrangements emergency non-personal manually actuated alarm, activators, e.g. details of alarm push buttons mounted on an infrastructure

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  • Control Of Vending Devices And Auxiliary Devices For Vending Devices (AREA)
  • Vending Machines For Individual Products (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE 74: Signalwesen.
Vorliegende Erfindung betrifft eine für den Verkehr mit einer Centralstelle bestimmte Vorrichtung, um telegraphisch die Ausrichtung von Bestellungen zu veranlassen,' und besteht in Ieiner elektrischen Anrufvorrichtung, die durch Münzeneinwurf in Thätigkeit zu setzen ist und ,zugleich zur Ausgabe von Schreibtäfelchen oder Karten dient, wie sie zur Aufzeichnung der Bestellungen verwendbar sind. Diese Karten werden alsdann in einem mit .der Vorrichtung verbundenen verschliefsbaren Kasten aufbewahrt, um von einem durch den Anruf benachrichtigten Boten nachgesehen zu werden, der die Bestellung ausrichtet.
Auf beiliegender Zeichnung ist:
Fig. ι ein senkrechter Schnitt bezw. eine Innenansicht der neuen Vorrichtung,
Fig. 2 eine Querschnittansicht nach - der Linie 1-2, Fig. 1.
Die Vorrichtung besteht aus der mit dem Schieber M eines Kartenmagazins in Verbindung gebrachten Sperrvorrichtung, die durch Münzeneinwurf ausgelöst wird, einerseits und der elektrischen, beim Ausziehen des Schiebers zur Wirkung gebrachten Anrufvorrichtung andererseits.
In der elektrischen Anrufvorrichtung bezeichnet D eine lose auf ihrer Achse angebrachte drehbare Scheibe, deren Rand mit einer festen StromschlufsfederC, an die Klemme P der elektrischen Leitung anschliefst, in Berührung steht; der andere oder ableitende Stromleiter N schliefst entweder an die Achse oder an irgend einen anderen geeigneten Theil der Vorrichtung an. Am Rande der Scheibe D sind eine Anzahl Räume d d von bestimmter Länge vorgesehen, die bei Drehung der Scheibe den Stromkreis nach Mafsgabe der Länge von d zeitweilig unterbrechen oder schliefsen.
B ist ein Zahnrad, welches mit einem Sperrrade b fest verbunden ist, und b1 ist ein an der Scheibe D drehbar befestigter Sperrkegel. Mit dem Rade B steht eine Zahnstange R in Eingriff, die durch den Schieber M mit Handgriff m bewegt wird. Das Ganze ist in dem Gehäuse A eingeschlossen.
Die durch Münzeneinwurf in Auslösestellung zu bringende Sperrvorrichtung umfafst als wesentlichen Theil eine kippbare Klinke T, die mit ihrem Drehstangenkörper (Fig. 2) zwischen zwei seitlichen Armen r am Schieber M, dem Träger der Zahnstange R, gelagert ist. In die dargestellte normale Aufkipplage wird die Klinke T durch die Feder s gezogen, und hierbei ist die eigentliche Sperrnase der Klinke in der Eingriffsstellung zu der in der Auszugsrichtung vor derselben angeordneten Sperrzapfenstange i, so dafs diese mit ihrem ersten Zahn eine Auswärtsbewegung der Theile verhindert. Auf der Seite der Sperrnase ist .ein seitlich vorspringender Stift ρ an der Klinke T angebracht, welcher, wie nachher beschrieben werden soll, dazu dient, unter Auflaufen an der zu diesem Zwecke vorgesehenen plattenförmigen Leitschiene t* die Klinke T aufser Eingriff zu halten, wenn einmal das Geldstück χ die anfängliche Auslösung vermittelt hat. Das Geldstück χ wird bei a, dem Münzenschlitz, eingesteckt und stützt sich danach auf einer Auflagerfläche diesseits eines Anschlagkopfes an dem Klinkenkörper T. Ein Schlitz r1 hinter diesem Anschlagkopf ist an dem Tragtheil r so vorgesehen, dais er das Geld-' stück nach stattgehabter Auslösung nach unten durch und in den Münzenbehälter Z fallen läfst.
Die Vorrichtung zum Aufnehmen von Schreibmaterial besteht aus dem magazinförmigen Behälter W, in welchem die Karten w
aufgestapelt werden, von denen die unterste sich in einen Ausschnitt M legt. E ist ein Pult, auf welchem die Karte mit dem Auftrag geschrieben werden kann, um alsdann in den jenseitigen Schlitzeinwurf e durchgeschoben zu werden, der nach einem Behälter führt, welcher durch eine verschiebbare Thür el zugänglich gemacht wird. Das äufsere einschliefsende Gehäuse A erhält zweckmäfsig über dem Pult noch eine dachförmige Kappe.
Die Benutzungsweise der beschriebenen Vorrichtung ist folgende:
Wenn ein Rufsignal abgegeben werden soll, so wird eine Münze in den Schlitz α gesteckt und der Schieber M am Griff in herausgezogen. Die hinter dem Kopftheil der Klinke T sich einlagernde Münze χ läfst hierbei den sperrenden Theil der Klinke anfangs so weit emporgehen, dafs kein Eingriff mit der Zahnstange t stattfindet und ein freies Herausziehen des Schiebers M mit der Zahnstange R ermöglicht wird, wobei das Zahnrad B, sowie die Sperrklinke bl eine entsprechende Bewegung aufnehmen. Die Klinke bl dreht dabei die j Scheibe D einmal und bewirkt hierdurch, dafs j die Räume d d über die Stromschlufsfeder C hinweggehen und auf diese Weise abwechselnd den sonst unterbrochenen Stromkreis schliefsen und unterbrechen, welcher durch die Leitungen P und N an die Vorrichtung anschliefst.
Während im Anfang der beschriebenen Vorgänge das Geldstück χ einen feststehenden Gegenanschlag für das beim Schieberauszug aufzukippende Klinkenstück· bezw. für den Anschlagkopf desselben abgab, fällt es, nachdem j die Aufkippbewegung jenes Theiles vollendet ist, hinter demselben durch den unter ihm sich einstellenden Schlitz r1 hindurch und in den Münzenbehälter Z. Damit vorläufig die Klinke T dennoch nicht in die Eingriffslage an der Zahnstange t zurückfällt, ist der Stift ρ an der Klinkenwange vorgesehen. Dieser Stift ρ ist vermöge der Klinkenhebung auf die obere Fläche der zugehörigen Leitschiene ί1 gehoben und ermöglicht, so lange er auf der Leitschiene gleitet, eine eingrifffreie Bewegung der Klinke T über der Sperrzahnstange i. Sowie der Schieber aber wieder so weit zurückgeschoben wird, dafs der Stift ρ seine Stützung an der Leitschiene ί1 verliert und in die untere Lage mit der Klinke zurücktreten kann, wirkt die Feder ί auf Wiederherstellung der normalen Eingriffslage, bei welcher ein wiederholter Auszug, des Schiebers ohne Auslösung durch ein neues Geldstück ausgeschlossen ist.
Auf die beschriebene Weise wird ein bestimmtes Signal gemäfs der durch die Zwischenräume d d gegebenen Zeichenfolge an der Unterbrecherscheibe D abgegeben und nach der empfangenden Centralstelle. die mit einem geeigneten Empfänger irgend welchen Aufbaues ausgerüstet sein soll, übertragen. Von dieser Station wird alsdann der Bote nach der durch die betreffende Zeichenfolge gekennzeichneten Anrufstation abgesendet, um die Bestellung auszuführen. Insofern die Vorrichtung mit der zur Aufzeichnung der Bestellung erforderlichen Einrichtung unter selbsttätiger Ausgabe von Schreibmaterial ausgerüstet ist, hat der Auftraggeber nicht nöthig, die Ankunft des Boten abzuwarten, sondern er benutzt die mit dem Schieber herausgezogene und abnehmbare Karte und steckt sie mit dem Auftrag beschrieben bei der Oeffnung e in den verschlossenen Kasten el. Diesen schliefst der Bote später auf, um den für ihn bestimmten Auftrag in Empfang zu nehmen und nach der Anweisung auszuführen. Es wird bemerkt, dafs die neue Vorrichtung auch in Verbindung mit Bestellvorrichtungen anderer Art, wie mit elektrischen Telegraphen und Sendevorrichtungen für bestimmte Zeichenfolgen behufs Kennzeichnung bestimmter Bestellungen benutzt werden kann.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Eine durch Münzeneinwurf in Thätigkeit zu setzende Anrufvorrichtung, bei welcher die Bewegung der Stromschlufsscheibe (D) abhängig gemacht ist von derjenigen eines Schiebers (M), der in Verbindung mit einem allein bei Münzeneinwurf auslösbaren Sperrwerk von bekannter Einrichtung steht und der gleichzeitig zur Einzelausgabe von Bestellkarten oder anderen Gegenständen dienen kann.
2. Bei der durch Anspruch i. gekennzeichneten Anrufvorrichtung die besondere Ausführungsform der Sperrvorrichtung für den Schieber (M), dessen zur Drehung der Stromschlufsscheibe wirksame Bewegung nach Einwurf einer Münze (x) in der Weise ermöglicht wird, dafs die Münze für eine an dem Schieber gelagerte, unter Federwirkung stehende Klinke (T) den die Aufkippung veranlassenden Anschlag bildet, so dafs eine eingriff lose Bewegung der Klinke am Schieber über eine Sperrzahnstange erfolgen kann, wobei die Klinke (T) auch nach dem Hindurchfallen der Münze bei einem Schieberschlitz (rx) aufser Eingriff gehalten wird, indem eine feste Leitschiene (tx) einen von der Klinke vorspringenden Stützstift (p) aufnimmt und in der Hublage hält, bis nach Zurückstellung des Schiebers die Theile in die sperrende Anfangsstellung zurückkehren.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT69587D Durch Münzeneinwurf in Thätigkeit zu setzende elektrische Anrufvorrichtung Expired - Lifetime DE69587C (de)

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