DE694945C - Verfahren zur Herstellung von Sulfonierungserzeugnissen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Sulfonierungserzeugnissen

Info

Publication number
DE694945C
DE694945C DE1930694945D DE694945DD DE694945C DE 694945 C DE694945 C DE 694945C DE 1930694945 D DE1930694945 D DE 1930694945D DE 694945D D DE694945D D DE 694945DD DE 694945 C DE694945 C DE 694945C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
alcohols
parts
manufacture
water
products
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1930694945D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Fritz Guenther
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by IG Farbenindustrie AG filed Critical IG Farbenindustrie AG
Application granted granted Critical
Publication of DE694945C publication Critical patent/DE694945C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07BGENERAL METHODS OF ORGANIC CHEMISTRY; APPARATUS THEREFOR
    • C07B45/00Formation or introduction of functional groups containing sulfur
    • C07B45/02Formation or introduction of functional groups containing sulfur of sulfo or sulfonyldioxy groups

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Sulfonierungserzeugnissen Es wurde gefunden, daß man neue, im allgemeinen wasserlösliche Sulfonierungserzeugnisse erhält, wenn man - höhermolekulare aliphatische oder cycloaliphatische Alkohole oder aromatische oder hydroaromatische Reste enthaltende Alkohole in Gegenwart von Aldehyden mit sulfonierenden Mittelln . behandelt.
  • Von Alkoholen seien beispielsweise die folgenden ,genannt: Cetylalkohol'Octodecylalkohol, Wachsalkohole, Wollfettalkohole, Paraffinalkohole, ferner die Cyclohexanole, Benzylalkohol, Tolylalkohole und Xylylalkohoae. Als Aldehyde können beispielsweise verwendet werden: Formaldehyd, Acetadehyd oder Propionaldehyd, ferner Verbindungen, die sich wie Aldehyde verhalten, also etwa. Acetale, Ald'ehydbisulfite oder Aldehydannnoni,ak'-verbindungen, wie Methylal, Acetaldehyd'bisulfit, Acetaldehydamrnoniak, Hexamethylentetranun, ferner Paraformaldehydoder Trioxymethylen. Als Sulfonierungsmittel seien beispielsweise Schwefelsäure, zweckmäßig mit geringem Wassergehält, Oleum und Chl:orsulfons,äure ,genannt. Man kann in Gegenwart von Lösungs- oder Verdünnungsmitteln arbeiten und auch die Umsetzung beschleunigende Mittel zusetzen, z. B. Essigs;äureanhydrid, Phosphoroxychlorid oder Phosphorpentoxyd. Die neuen Stoffe sind nicht nur in, Wasser; sondern meistens auch in. sauren oder alkalischen Flüssigkeiten leicht löslich und besitzen ein ausgezeichnetes Netz-, Wasch-, Dtispergier- und Lösevermögen für Stoffe der verschiedensten Art.
  • Man hat schon vorgeschlagen, höhennolekulare aliphatische Alkohole mit sulfonierenden Mitteln, wie Schwefelsäure, OLeum oder Chlorsulfonsäure, allenfalls in Gegen: wart von Lösungsmitteln oder Katalysatoren, zu sulfonieren. Bei dem vorliegenden' Verfahren werden dagegen die Alkohole in Gegenwart von Aldehyden sulfoniert. Diabei entstehen neuartige Sulfonierungserzeugnisse, die von den oben erwähnten, bei der Sulfonierung höhermolekularer aliphatischer Alkohole allein gebildeten völlig verschieden sind. Verglichen mit den bekaimten Erzeugnissen zeichnen sie sich insbesondere durch eine sehr hohe Beständigkeit in alkalischen und salzhaltigen Bädern aus. Wenn man z. B. i g eines Erzeugnisses., das durch Sulfonieren eines durch katalytische Reduktion von Kokosfett erhältlichen Alkoholgemisches in Gegenwart von Trioxymethylen hergestellt worden ist, in i o ccm Wasser löst und j e i ccm dieser Lösung i. in 25 ccm kalt gesättigte Kochsalzlösung oder 2. in 25 ccm Natronlauge von 32° B6 einträgt; so bleibt es in beiden Fällen klar gelöst; die Lösungen zeigen für Wolle und für Baumwolle eine gute Netzwirkung.
  • Wird dagegen i g des Sulfönierungserzeugnisses desgleichen Alkholgemisches, das. ohne Zusatz von Troxymethylen hergestellt worden ist, der Kochsalzlösung oder der Natronlauge zugesetzt, so wird das Sulfönierungserzeu;gnis in beiden Fällen nicht gelöst, und die Flüssigkeiten zeigen so gut wie keine Netzwirkung.
  • Die in den nachstehenden Beispielen angegebenen Teile sind Gewichtsteile. Beispiel i Ein Gemisch von 40o Teilen Schwefelsäuremonohydrät; 5o Teilen Paraformaldehyd und 54 Teilen Octodecylalkohol wird bei gewöhnlicher Temperatur einige Stünden lang verrührt und dann noch 5 bis 6 Stunden lang auf etwa 5o° erwärmt, bis eine entnommene Probe sich in Wasser klar auflöst.' Man gießt die Mässe ,auf Eis, entfernt die überschüssige Schwefelsäure mit Kalk und führt die Lösung des Calciumsalzes in bekannter Weise in das Nätriumsalz über. Die Lösung des Salzes besitzt gutes Netz-, Schaum- und Emulgiervermögen; es ist sowohl in neutralen und sauren wie auch in stark salzhaltigen und stark ,alkalischen Lösungen verwendbar. Beispiele 47 'Teile eines durch katalytische Hydrierung aus Kokosfett erhältlichen Alkoholgemisches (Siedepunkt 85 bis i85° bei 2omm Druck) werden mit i o Teilen Trioxymethylen und i 5o Teilen Schwefelsäuremonohydrat mehrere Stunden lang verrührt. Zur Vervollständigung der Umsetzung wird das Gemisch etwa i his 2 Stunden lang auf etwa 5o° erwärmt. Das Umsetzungsgemisch wird dann auf Eis gegossen. Aus: der erhaltenen Lösung- ;gewinnt man auf die in Beispiel i beschriebene Weise das Natriumsalz des Suifonierungserzeu;gnisses,. Führt man die Neutralisation mit Kalk bei: niedrigen Temperaturen (etwa 35°) aus, so erhält man eine viermal so große Ausbeute an Natriumsalz als ohne Anwendung von Trioxymethylen: Bei,spi,el3 In Zoo Teile Schwefelsäuremonohydrat wird bei 15 bis 25° langsam: ein Gemisch aus 5o Teilen Cyclohexanol und 57 Teilen Methylal eingetragen. Die Mischung wird noch 2 bis 3 Stunden lang verrührt, in iooo Teile Eiswasser gegossen und mit Natronlauge neutralisiert. Man erhält eine zähe Mässe; diese wird von dem wäßrigen Anteil abgetrennt, in Wasser gelöst, von noch vorhandenen öligen Anteilen befreit und mit- Kochsalz aus der wäßrigen Lösung wieder ausgefällt.
  • Verwendet man an Stelle des Methylals Paraformaldehyd, so erhält man ebenfalls ein wasserlösliches Erzeugnis. Läßt man jedoch Schwefelsäuremonohydrat auf Cyclo= hexanol allein unter sonst gleichen Arbeitsbedingungen einwirken, so erhält man nur ein in Wasser unlösliches Öl.

Claims (1)

  1. PATPNTANSPRUCII Herstellung von Sulfonierungserzeugnissen, dadurch gekennzeichnet, daß man höhermolekulare aliphatische oder cyeloaliphatische Alkohole oder aromatische oder hydroaromatische Reste enthaltende Alkohole in Gegenwart von Aldehyden mit sulfonierenden Mitteln behandelt.
DE1930694945D 1930-04-24 1930-04-24 Verfahren zur Herstellung von Sulfonierungserzeugnissen Expired DE694945C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE694945T 1930-04-24

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE694945C true DE694945C (de) 1940-08-12

Family

ID=6607245

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1930694945D Expired DE694945C (de) 1930-04-24 1930-04-24 Verfahren zur Herstellung von Sulfonierungserzeugnissen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE694945C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE694945C (de) Verfahren zur Herstellung von Sulfonierungserzeugnissen
EP0026423B1 (de) Verfahren zur Fettung und Imprägnierung von Leder und Pelzen
DE617237C (de) Verfahren zur Darstellung von ªÏ-Methylsulfonsaeuren primaerer oder sekundaerer Pyrazolonamine
AT138252B (de) Verfahren zur Darstellung esterartig konstituierter Netz-, Schaum- und Dispergierungsmittel.
DE819694C (de) Verfahren zur Herstellung von gerbend wirkenden Kondensationsprodukten
DE866737C (de) Verfahren zur Herstellung von in Wasser leicht emulgierbaren Kondensationsprodukten
DE951390C (de) Verfahren zur Herstellung eines keimtoetenden und hauthaertenden Mittels
AT67205B (de) Verfahren zur Herstellung eines Quecksilberpräparates, insbesondere für therapeutische Zwecke.
DE672491C (de) Verfahren zur Herstellung wasserloeslicher Verbindungen aus ungesaettigten Wachsen
DE672370C (de) Verfahren zur Herstellung von Schwefelsaeurereste enthaltenden Kondensationsprodukten
DE569344C (de) Verfahren zur Herstellung von hochmolekularen Gerbstoffen
DE164884C (de)
DE99759C (de)
DE694100C (de) Verfahren zur Gewinnung von Metallverbindungen wasrodukte
DE819695C (de) Verfahren zur Reinigung von Tetrahydrofurfurylalkohol
DE665237C (de) Verfahren zur Herstellung von hoehermolekularen Estern aliphatischer Sulfonsaeuren
DE719004C (de) Verfahren zur Herstellung von Sulfonierungserzeugnissen
DE956948C (de) Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten aus cycloaliphatischen Ketonen und aliphatischen Aldehyden mit mindestens 2 Kohlenstoffatomen
DE723498C (de) Verfahren zur Herstellung von aliphatischen Oxyaldehyden und Oxyketonen
DE655735C (de) Verfahren zur Herstellung von Unterleder
DE535075C (de) Verfahren zur Darstellung von 2,2', 4'-Triaminodiphenyl-4-sulfosaeure
DE309890C (de)
DE1048567B (de)
DE536080C (de) Verfahren zur Herstellung antiseptischer Mittel
DE687350C (de) Verfahren zur Herstellung von Kondensationserzeugnissen