DE694451C - Antriebsvorrichtung eines Luftfahrzeuges - Google Patents

Antriebsvorrichtung eines Luftfahrzeuges

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DE694451C
DE694451C DE1938P0077365 DEP0077365D DE694451C DE 694451 C DE694451 C DE 694451C DE 1938P0077365 DE1938P0077365 DE 1938P0077365 DE P0077365 D DEP0077365 D DE P0077365D DE 694451 C DE694451 C DE 694451C
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    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
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    • F02C5/00Gas-turbine plants characterised by the working fluid being generated by intermittent combustion
    • F02C5/06Gas-turbine plants characterised by the working fluid being generated by intermittent combustion the working fluid being generated in an internal-combustion gas generated of the positive-displacement type having essentially no mechanical power output
    • F02C5/08Gas-turbine plants characterised by the working fluid being generated by intermittent combustion the working fluid being generated in an internal-combustion gas generated of the positive-displacement type having essentially no mechanical power output the gas generator being of the free-piston type
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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Description

  • Antriebsvorrichtung eines Luftfahrzeuges Die Erfindung bezieht sich auf eine Antriebsanlage eines Luftfahrzeuges, welche mindestens einen Brennkraftdruckgasierzeuger umfaßt, dessen Druckgase einen Verbraucher, vorzugsweise eine Turbine, speisen, die ihrerseits eine Propellerschraube antreibt. Insbesondere kommt die Erfindung bei Antriebsanlagen dieser Art- für solche Flugzeuge in Frage, die dazu bestimmt sind, in großen Höhen zu fliegen, so daß es bei ihnen erforderlich ist, die Drehzahl der Propellerschraube an die Fluggeschwindigkeit in Abhängigkeit von der Flughöhe anzupassen.
  • Das wesentliche Merkmal der Erfindung besteht darin, daß bei Verwendung eines Druckgaserzeugers mit Freiflugkolben das Verdichtungsverhältnis der gesamten Verdichteranlage in Abhängigkeit von der Flughöhe, vorzugsweise selbsttätig, regelbar ist. Zweckmäßig wird diese Regelung derart vor-' genommen, daß die von dem Druckgaserzeuger gespeiste Verbrauchsmaschine ein im wesentlichen gleichbleibendes Verhältnis zwischen der Fluggeschwindigkeit und der Umfangsgeschwindigkeit der Propellerschraube sichert. .
  • Die Erfindung erschöpft sich nicht in dem vorstehend genannten ' Hauptgedanken, sondern erstreckt sich noch auf weitere Einrichtungen, die vorzugsweise zugleich mit dem Hauptgedanken der Erfindung angewendet werden. Gemäß einer dieser weiteren Einrichtungen besteht die Verdichteranlage aus einem zu dem eigentlichen Brennkraftdruckgaserzeuger gehörenden Verdichterteil mit von der Flughöhe im wesentlichen unabhängigen Verdichtungsverhältnis und einem vorzugsweise dem genannten Verdichterteil vorgeschalteten Hilfsverdichter, dessen Verdichtungsverhältnis in Abhängigkeit von der-Flughöhe derart regelbar ist, daß der Förderdruck des Hilfsverdichters mindestens in einem bestimmten Höhenbereich gleichbleibt.
  • Zum Antrieb des Hilfsverdichters, der vorzugsweise ein umlaufender Verdichter ist, `dient -zweckmäßigerweise eine Hilfsturbine, die . von den Abgasen der die Propellerschraube antreibenden Hauptturbine gespeist wird. Dabei ist die Anordnung derart ge= troffen, daß sich die Treibgase in der Hauptturbine immer auf einen gleichbleibenden Druck entspannen, so daß sie sich in der Hilfsturbine von diesem gleichbleibenden Auslaßdruck .der Hauptturbine auf den mit der Flughöhe veränderlichen Außendruck entspannen können. Der Auslaßdruck der Hauptturbine wird hierbei zweckmäßigerweise derart gewählt, daß das Verhältnis zwischen diesem Auslaßdruck und dem äußeren Druck immer etwa gleich dem Verdichtungsverhältnis in dem Hilfsverdichter ist.
  • Gemäß einer weiteren Ausbildung der Erfindung wird in die Druck- oder Treibgase hinter dem Motorzylinder des Treibgaserzeugers, gegebenenfalls erst in die durch die Treibgase angetriebene Turbine selbst, eine zusätzliche, veränderliche Brennstoffmenge eingeführt. Durch diese Brennstoffmenge, die in dem Treibgas verbrennt, läßt sich die in den Treibgasen steckende Leistung regeln. Hierbei empfiehlt es sich, eine in Abhängigkeit von ,der Temperatur der Treibgase vorzugsweise selbsttätig arbeitende Steuervorrichtung vorzusehen, mit deren Hilfe die Menge des zusätzlich in die Treibgase eingespritzten Brennstoffes begrenzbar oder regelbar ist, derart, daß die Temperatur der Treibgase immer noch mit einem guten Arbeiten der durch die Treibgase gespeisten Anlage vereinbar bleibt.
  • Die Erfindung-ist in der Zeichnung beispielsweise veranschaulicht, und zwar zeigt Fig. i in Ansicht von vorn, mit teilweise fortgebrochenen Teilen, ein mit einer Antriebsanlage gemäß der Erfindung ausgerüstetes Flugzeug.
  • Fig. z ist ein Schaubild zur Erläuterung des Verständnisses der Erfindung.
  • Fig. 3 stellt eine erfindungsgemäß ausgebildete Antriebsanlage für die Propellerschraube eines Flugzeuges für sich herausgezeichnet,, teils in Ansicht, teils im Schnitt, dar.
  • Fig q. ist eine Darstellung einer abgüänderten, erfindungsgemäß ausgebildeten Antriebsanlage der Propellerschraube eines Flugzeuges.
  • Fig. 5 zeigt eine weitere Ausführungsform der Antriebsanlage eines Flugzeuges, während. die Fig.6 und 7 Regelungsvorrichtungen für die Leistung der Antriebsanlage für sich herausgezeichnet darstellen.
  • Bei den in der Zeichnung - dargestellten Ausführungsformen handelt es sich um die Ausbildung der Antriebsanlage zum Antrieb der Propellerschraube 2 eines Luftfahrzeuges i, von dem angenommen sei, daß es in großen Höhen fliegen soll. Diese Propellerschraube wird durch eine Maschine angetrieben, die ihrerseits mit Druck- oder Treibgasen gespeist wird. Die Antriebsmaschine besteht vorzugsweise aus einer Treibgasturbine 3. Zur Erzeugung.der Treibgase für die Turbine dient mindestens ein Brennkrafttreibgaserzeuger, dessen Leistung ;in Abhängigkeit von der Flughöhe vorzugsweise selbsttätig regelbar ist. Diese Regelung geschieht- beispielsweise dadurch, daß der Verdichterteil des Treibgaserzeugers durch einen Vorverdichter gespeist wird, dessen Verdichtungsverhältnis regelbar -ist. Der Treibgaserzeuger selbst ist- zweckmäßigerweise ein Flugkolbentreibgaserzeuger derjenigen Bauart, gemäß der die ganze in dem Verdichterteil des Treibgaserzeugers verdichtete Druckluft oder wenigstens ein Teil derselben durch den Mötorzylinder des Treibgaserzeugers als Spül- und Ladeluft hindurchgeschickt wird, ehe ,sie zu der von den Treibgasen gespeisten Turbine gelangt.
  • Ein Treibgaserzeuger dieser Art ist in den Fig. i und 5 beispielsweise dargestellt. Gemäß diesen Figurenarbeiten in einem Brennkraftzylinder q. zwei Br ennkraftkolben 51 und 52, die mit zwei Verdichterkolben 61 Lind 62 verbunden sind. Diese Kolben verdichten Druckluft in Zylindern 7' und 72.
  • Der Verdichterteil des in Fig, i dargestellten -Treibgaserzeugers ist doppelt wirkend. Die Zylinder 71 und 72 sind mit Einlaßventilen 8 und Druckventilen 9 versehen, während in den Kolben 61, 62 Durchgangsventile io angebracht sind, mit deren Hilfe die auf der Außenseite der Kolben verdichtete Luft in den auf der Innenseite der Kolben gelegenen -Raum übertreten kann. Die in den Verdichterzylindern verdichtete Druckluft gelangt in einen den Brennkraftzylinder 4 dicht umgebenden Behälter ii, der als Spül- und Ladeluftbehälter dient. In der Wand des Brennkraftzylinders q. sind Einlaßöffnungen 1a und Auslaßöffnungen 13 angebracht, die von den Brennkraftkolben in der Nähe ihres äußeren Totpunktes freigegeben werden.: Die Auslaßöffnungen 13 münden, in, einen Sammelbehälter 14-Zur Speisung ein und derselben Turbine 3 können selbstverständlich mehrere Treibgaserzeuger dienen. Gemäß Fig. i sind zwei solcher Treibgaserzeuger vorgesehen. Diese sind zu beiden Seiten des Flugzeugrumpfes in den Tragflächen des Flugzeuges angebracht. Selbstverständlich können die Treibgaserzeuger auch an einem, anderen Ort untergebracht werden, wenn dies aus räumlichen Gründen oder aus Gründen der Zentrierung des Flugzeuges günstig erscheint. Jeder Treibgaserzeuger ist an die Turbine 3 durch eine Treibgasleitung 15 angeschlossen, die vorzugsweise mit einem elastischen Zwischenstück 16 versehen ist, welches zum Ausgleich der Wärmedehnungen dient..
  • Gemäß der Erfindung wird die Leistung der zum Antrieb. der Propellerschraube 2 dienenden Anlage derart geregelt, daß man in allen Flughöhen einen sehr günstigen Wirkungsgrad für die Propellerschraube erhält.
  • Bekanntlich hängt der Wirkungsgrad einer Propellerschraube einzig und allein von dem Verhältnis der Fluggeschwindigkeit v des Flug zeuges zu der Umfang sgeschwindigkeit nD der Luftschraube ab (ya = Tourenzahl, D = Durchmesser der Propelferschraube). Andererseits ist das Verhältnis durch die Gleichung gegeben In dieser Gleichung ist k ein für eine bestimmte Luftschraube gültiger charakteristi= scher Koeffizient des Flugzeuges, während Cw der Widerstandskoeffizient des Flugzeuges ist.
  • Aus der vorstehenden Gleichung ist ersichtlich, daß das Verhältnis und somit der Wirkungsgrad der Propellerschraube nur dann genau gleichbleiben können, wenn der Wert Cw selbst -gleichbleibt. Es läßt sich ferner bei Berücksichtigung der bekannten Beziehungen, die für die Tragschraube und das Tragflächenwerk gelten, ohne weiteres zeigen, daß, wenn Cw konstant bleibt, die der Propellerschraube zugeführte Leistung ebenfalls gleichbleiben muß.
  • Das in Fig. a enthaltene Schaubild gibt die Beziehungen an, die zwischen den Werten Cw, und dem Wirkungsgrad R der Luftschraube bestehen. In dem oberen Teil des Schaubildes (oberhalb der Achse 0-I) ist eine Polare P - dargestellt, deren Abszissen, den Werten von Cw und deren Ordinaten den Werten von Ca (Koeffizient des Auftriebs), entsprechen.
  • Unterhalb der Achse- 0-I sind zwei Kurven B und B' angegeben, von denen jede für die gleiche Luftschraube, aber für verschiedene Flugzeuge den Wert in Abhängigkeit von den Größen von ,Cw, als Abszissen angibt. Die Ordinaten der Kurven B und BI nehmen von oben nach unten zu.
  • Die Kurve C schließlich zeigt die Werte von R in Abhängigkeit von an. Die Ordinaten der Kurve C stimmen mit den Ordinaten der Kurden B und. BI überein, während die Abszissen der Kurve C, welche auf der Achse-0'-1' angegeben-sind, von rechts nach links zunehmen.
  • Es ' sei zuerst beispielshalber der übliche Fall eines Flugzeuges betrachtet, bei dem sich aus den Betriebsbedingungen die Notwendigkeit ergibt, daß das Verhältnis zwischen der größten und kleinsten Geschwindigkeit in der Größenordnung von 4. : i liegt: In diesem Fall besteht zwischen dem zu der größten Geschwindigkeit gehörenden Auftriebskoeffizienten imd dem größten Wert, den dieser Auftriebskoeffizient auf der Polare des betreflenden Flugzeuges haben kann, ein Verhältnis gleich i : 16. Daraus fölgt, daß der Wert von Ca, der beim Flug mit größter Gesch-,vindigkeit Anwendung findet, im allgemeinen gering ist; so daß diesem Wert von Ca ein Wert von Cw entspricht, der dem Geringstwert von Czu nahe kommt.
  • In dem Schaubild der Fig. _ ist der vorstehend betrachtete Fall durch die Punkte i" und il, bestimmt. Der Punkt i" gibt die Werte Czo und Ca an., die für den Flug n iit größter Geschwindigkeit in der Nähe des Bodens gelten, während der Punkt il, die entsprechenden Werte,für den Flug in ziemlich bedeutender Höhe, beispielsweise in einer Höhe von io ooo in, angibt.
  • Aus der Kurve B, die zu einem dem betrachteten Fall entsprechenden Flugzeug gehört, ist ersichtlich,, daß bei geringfügigen und sich in der Nähe des kleinsten Wertes von Cw bewegenden Änderungen des genannten Koeffizienten die Werte nur in geringfügigere Maße abnehmen, sa daß auch. infolgedessen die Änderungen `des Wirkungsgrades R _ geringfügig sind und sich in der unmittelbaren Nähe des größten Wertes der Kurve C.' halten. Infolgedessen kann also in dem betrachteten Fall der Einfluß der Änderungen von Czu auf den Wirkungsgrad praktisch vernachlässigt werden.
  • Gemäß der Erfindung wird nun in dem betrachteten Fall, der der praktisch wichtigste Fall ist" der Wirkungsgrad der. Propellerschraube, die von einer mit dem Treibgaserzeuger nicht mechanisch gekuppelten Antriebsmaschine- angetrieben wird, bei Änderung der Flughöhe dadurch praktisch gleichbleibend gehalten, daß die Leistung der Antriebsmaschine der Propellerschraube gleichbleibend gehalten wird, indem in entsprechender Weise auf den Treibgaserzeuger, der die Antriebsmaschine speist, eingewirkt wird.
  • Was nun die Treibgaserzeuger reit Flugkolben anbelangt,. so hängt bekanntlich der Druck der Treibgase bei einer bestimmten Menge von in den Motorzylinder eingespritztem Brennstoff von dem Speisedruck, des Treibgaserzeugers ab. Andererseits hängt die Hubzahl des Treibgaserzeugers ' von dem Treibgasdruck ab, dessen Höhe seinerseits, wie gesägt, durch den Speisedruck bestimmt ist. Die der Antriebsmaschine (Turbine 3) gelieferte Leistung, welche das Ergebnis aus dem Druck und, der Menge des Treibgases ist, hängt also ausschließlich von dem Speisedruck des Treibgaserzeugers ab. -Eine erste Ausführungsform der Regelungsvorrichtung gemäß der Erfindung, die den vorstehenden Betrachtungen entspricht, ist in Fig. 3 veranschaulicht. In dieser Figur sind die beiden Treibgaserzeuger der Fig. i beispielsweise durch einen einzigen Treibgaserzeuger G dargestellt.
  • Um die Leistung gleichbleibend zu- halten, die der Turbine 3, welche die Propellerschraube 2 über ein Untersetzunggsgetriebe 20 antreibt, zugeführt wird, wird bei der Ausführungsform nach Fig. 3 die Menge und das Entspannungsverhältnis der Treibgase in der Turbine 3 gleichbleibend gehalten. Zu diesem Zweck werden die Verdichterräume des Treibgaserzeugers G durch einen Vorverdichfer 17 gespeist; der Luft vom äußeren Druck ansaugt und diese Luft bis auf einen gleichbleibenden Druck verdichtet. Die so verdichtete Luft gelangt durch eine Leitung 2i in einen Sammelbehälter 21' und von dort in den Treibgaserzeuger G.
  • Der Vorverdichter 17 wird durch eine Hilfsturbine 18 angetrieben, die in Reihe mit der Hauptturbine 3 hinter dieser angeordnet ist. In -der Hilfsturbine i8 entspannen sich die mit gleichbleibendem Auslaßdruck aus der Hauptturbine 3 austretenden Motorgase bis zu dem äußeren Druck, welch letzterer um so geringer wird, je größer die Flughöhe ist.
  • Es empfiehlt sich, zwischen dem Druckabfall in der Turbine 18 und dem Verdichtungsverhältnis in dem Verdichter 17 ein bestimmtes gegenseitiges Verhältnis zu wahren. Bei Verdichtern und Turbinen mit gutem Wirkürigsgradkann dieses. Verhältnis etwa gleich i gewählt -werden. Hierbei ist darauf hinzuweisen, daß die aus dem Wirkungsgrad der beiden Maschinen Tierrührenden Verluste fast vollständig durch den Energieüberschuß ausgeglichen werden, den die durch die Hilfsturbine 18 hindurchgebenden Treibgase gegenüber der durch den Hilfsverdichter 17 hindurchgehenden reinen Luftmasse haben und der darauf beruht, daß die Luftmasse kälter ist als die Treibgrimasse.
  • Der Hilfsverdichter 17 kann an sich eine beliebige Bauart haben. Zweckmäßigerweise wird jedoch ein umlaufender Verdichter angewendet. Ein solcher Verdichter hat den Vorteil, daß durch Erhöhung der Drehzahl der Hilfsturbine 18, die den Hilfsverdichter antreibt, der Druck und die Menge der von dem Hilfsverdichter gelieferten und den Treibgä,serzeuger G speisenden Luft selbsttätig bei Änderung der Flughöhe gleichbleibend gehalten werden können.
  • Mit den genannten Regelungsmitteln können also auch die Leistung der ganzen Antriebsanlage des Luftfahrzeuges und somit auch der Wirkungsgrad der Propellerschraube bei jeder Höhe im wesentlichen gleichbleibend gehalten werden. Es ist hierbei nur darauf zu achten, daß auch die Wirkungsgrade der Turbinen tind des Hilfsverdichters ständig wenigstens annähernd-gleichbleibend gehalten werden.
  • Um letzteres zu erreichen, werden zweckmäßigerweise die Schaufeln der Antriebsturbine 3, welche ständig mit etwa gleichbleibendem Druckabfall arbeitet, derart ausgebildet, daß die geringe Änderung des Funktionswinkels, die mit der Vergrößerung der Drehgeschwindigkeit des Propellers bei steigender Flughöhe verbunden ist, den Wirkungsgrad.der Turbinen nur wenig beeinflußt. Man wählt also für die - Schaufeln der Turbine Winkel und Querschnitte, die nur wenig von den Änderungen der Geschwindigkeit beeinflußt werden.
  • Was die Wirkungsgrade der Turbine 18 und des Verdichters 17 anbelangt, so bleiben diese befriedigend, weil bei ihnen die Änderungen der Drehzahl mit einer Änderung der Druckverhältnisse zusammenfallen.
  • Was die räumliche Anordnung der genannten Teile zueinander anbelangt, so empfiehlt es sich, den Hilfsverdichter 17 derart anzuordnen, daß seine Saugseite der Turbine zugewandt ist. Bei einer solchen Anordnung kann das aus den Turbinen 3 und 18 und dem Verdichter 17 bestehende Ganze im Innern einer stromlinienförmigen Umhüllung angebraclYt werden, wie dies in Fig. 3 bei ig angedeutet ist.
  • Eine abgeänderte Ausführungsform ist in Fig. q. dargestellt. Bei dieser Ausführungsform wird der Hilfsverdichter 17 durch eine Hilfsturbine 18'. angetrieben, die parallel zu der Hauptturbine 3 'geschaltet ist. In diesem Fälle müssen die für die Geschwindigkeit und die Leistung der Turbine i8' maßgebenden Größen in Abhängigkeit von der Flughöhe verändert werden. Dies geschieht beispielsweise dadurch, daß die Menge des Treibgases, das der Turbine 18' zufließt, in Abhängigkeit von der Flughöhe gesteuert wird. Hierzu dient gemäß Fig. q. eine Klappe 23, die, von einer unter' dem äußeren atmosphärischen Druck stehenden barometrischen Kapse122 verstellt wird und im Innern der Speiseleitung 24 der Hilfsturbine i8' angeordnet ist. Gemäß einer anderen in Fig. 5 veranschaulichten Ausführungsform wird der Hilfsverdichter 17 durch die Turbine 3 selbst mechanisch angetrieben. Bei der Ausführungsform nach Fig. 5 ist außerdem angenommen, daß der Freiflugkolbengaserzeuger G nur eine Verdichtungsstufe aufweist. Im übrigen werden die Verdichterzylinder 71 und 7'. über eine Leitung 2i und einen Sammelbehälter 2i' ebenso von dem Vorverdichter 17 gespeist, wie bei den im vorstehenden behandelten Ausführungsformen.
  • Bei der Ausführungsform nach Fig. 5 müssen bestimmte Regelglieder für den Förderdruck des Hilfsverdichters 17 vorzugsweise selbsttätig gesteuert werden: Denn die Drehgeschwindigkeit der Turbine 3 nimmt mit steigender Flughöhe nicht genügend zu, um den-Hilfsverdichter so rasch anzutreiben, daß der Förderdruck des Hilfsverdichters gleich bleibt.
  • Eine besonders zweckmäßige qEinrichtung zur Steuerung des Förderdruckes des Hilfsverdichters 17 ist in.Fig. 6 dargestellt. Gemäß dieser Figur ist eine Steuervorrichtung vorgesehen, mit deren Hilfe die Speiseleitung 21 der Verdichterzylinder des Treibgaserzeugers G finit der einen oder mit der anderen der aufeinanderfolgenden Druckstufen des Hilfsverdichters 17 in Verbindung gesetzt werden kann. Die genannte Steuervorrichtung, besteht beispielsweise aus mehreren Kurzschlußleitungen z51 bis 254, die durch einen Schieber 26 gesteuert werden.
  • 'Dieser Schieber 26 wird vorzugsweise selbsttätig in Abhängigkeit von der Flughöhe verstellt. Hierzu dient beispielsweise eine Barometerkapsel 27, die der Wirkung des atmosphärischen Druckes ausgesetzt ist. Ferner ist eine Rückführfeder 28 vorgesehen, die das Bestreben hat, immer niedrigere Druckstufen kurzzuschließen, je höher der Atmosphärendruck ist, d. h. also je geringer die Flughöhe-ist.
  • Zweckmäßigerweise wird dafür gesorgt, daß der Verdichter 17 iii der j enigen Flughöhe, die die im praktischen Betriebe am häufigsten vorkommende Flughöhe ist, seinen. besten Wirkungsgrad hat, und daß der Wirkungsgrad vom Boden bis zu der genannten Flughöhe zunimmt.
  • Es ist ohne weiteres klar, daß es mit Hilfe der beschriebenen Maßnahmen möglich ist, den Speisedruck des Treibgaserzeügers und die von der Turbine 3, an die Luftschraube übermiftelte Energie, bis zu einer bestimmten Flughöhe wenigstens annähernd gleichbleibend zu halten.
  • In dem vorstehend behandelten Fall werden die charakteristischen Größen der Turbine 3 gemäß einer weiteren Ausbildung der Erfindung vorzugsweise derart gewählt, daß die Turbine ihren besten Wirkungsgrad in der am häufigsten vorkommenden Flughöhe und . somit bei der am häufigsten vorkommenden Geschwindigkeit hät, so daß die Turbine bei dieser Flughöhe das Höchstmaß an Antriebsleistung auf den Verdichter 17 - übertragen kann.
  • Bei niedrigeren Flughöhen kann dann eine bestimmte Zahl von Niederdruckstufen der Turbine kurzgeschlossen werden, ähnlich wie das schon im vorstehenden mit Hinblick auf den Hilfsverdichter 17 angegeben- worden- ist. Es ist aber auch angngig, daß sich das Antriebsmedium in allen Stufen der Turbine ausdehnt, deren Zahl, wenn sie auch überflüssig groß ist, dem Wirkungsgrad nicht schadet, selbst wenn das Entspannungsverhältnis abnimmt. -Schließlich kann nlan auch die in die Turbine eingelassene Treibgasmenge unterhalb der am häufigsten vorkommenden Flughöhe vermindern.
  • Bisher ist der am häufigsten vorkommende Fall betrachtet worden, gemäß dem das Luftfahrzeug derart ausgebildet ist, daß der Wirkungsgrad seines Propellers im wesentlichen gleich bleibt, wenn die Antriebsleitung des Propellers ebenfalls.gleichbleibend gehaltenwird, was dadurch erreicht wird, daß der Speisedruck des oder der Treibgaserzeuger gleichbleibend gehalten wird. Unter diesen Bedingungen braucht die Menge des in den Treibgaserzeugern verbrannten Brennstoffes nicht geändert zu werden, vbenn die Temperatur der Speiseluft der Treibgaserzeuger gleichbleibt. Dieses Ergebnis läßt sich praktisch bei Verwendung von Verdichtern mit gutem Wirkungsgrad bis zu einer bestimmten Flughöhe erreichen, und zwar ist diese Flughöhe diejenige Höhe, unterhalb der die Außentemperatur mit steigender Höhe schnell abnimmt. Unter diesen Umständen wird nämlich die Verringerung der Außentemperatur durch die Erhöhung des Verdichtungsverhältnisses in dem Hilfsverdichter 17 oder, genauer gesagt, durch Erhöhung der Verdichtungswärme in dem -Verdichter ausgeglichen.
  • Oberhalb der -genannten Flughöhe ändert sich jedoch die Außentemperatur nur noch . wenig, so daß die Temperatur der durch den Hilfsverdichter 17 verdichteten Luft gleichzeitig mit der-Zunahme des Verdichtungsverhältnisses zunimmt.
  • Den nachteiligen Einfluß, den die Zunahme der Temperatur der vorverdichteten -Luft haben würde, kann inan dadurch ausgleichen, daß man die vorverdichtete Luft von der genannten kritischen Flughöhe an in einem Kühler kühlt, um auf diese Weise nicht nui den Druck der Speiseluft des Treibgaserzeugers oder der Treibgaserzeuger, sondern auch die Temperatur dieser Luft gleichbleibend zu halten. Ein noch einfacheres Hilfsmittel besteht jedoch darin, die vorverdichtete Luft in den oder die Treibgaserzeuger mit einer Temperatur eintreten zu lassen, die von der genannten kritischen Flughöhe ab mit weiter steigender Höhe- zunimmt und den Leistungsverlost, der sich aus der Verringerung der Luftmasse ergibt, welche durch den Treibgaserzeuger strömt, durch eine entsprechende Erhöhung der einzuspritzenden Brennstoffmenge auszugleichen.
  • Im allgemeinen sind, `wie gesagt; die Flugmaschinen derart -ausgebildet, daß zwischen ihrer größten und kleinsten Geschwindigkeit ein -Verhältnis von etwa 4. : i besteht. Dies führt,. wie dies ebenfalls dargelegt worden ist, dazu, daß bei den größten Geschwindigkeiten Anstellwinkel benutzt werden, bei denen der Widerstandskoeffizient Cw sich. nur wenig mit der Flughöhe ändert. Es gibt jedoch auch Fälle, in denen der Abstand zwischen der größten und kleinsten Fluggeschwindigkeit durch andere Mittel, beispielsweise durch Apftriebsklappen, erzielt wird. Ferner kann es auch vorkommen, daß besondere Betriebsbedingungen des Flugzeuges einen geringeren Abstand zwischen der größten und kleinsten Geschwindigkeit möglich machen. Solche Betriebsbedingungen liegen beispielsweise darin vor, wenn das Luftfahrzeug, -wie dies beitransatlantischen Luftfahrzeugen der Fall ist, erst nach einer wesentlichen Gewichtsverminderung landet.
  • In solchen Fällen kann das Flugzeug derart ausgebildet werden, daß es bei der hauptsächlich vorkommenden Geschwindigkeit Anstellwinkel benutzt, die dem mittleren Teil der Polaren .entsprechen. Dieser letztgenannte Fall ist in- F--g. a durch die Punkte i'" und i'It gekennzeichnet, wobei i', dem Flug in der Nähe des Bodens und i'i, dem Flug in verhältnismäßig hoher Höhe entspricht.
  • Aus dem Schaubild der Fig. 2 ist ersichtlich, daß sich der Koeffizient Cw in diesem Fall erheblich finit der Höhe ändert. ' Jedoch ergibt sich aus der Kurve B', die sich auf ein Flugzeug mit verhältnismäßig geringerem Abstand zwischen seiner größten und kleinsten Geschwindigkeit bezieht, daß der Wirkungsgrad des Propellers in der Nähe seines größten, Wertes selbst dann nur ,geringe Veränderungen erfährt, auch wenn Cw-Änderungen in der Größenordnung von 3b bis ao0/fl erfährt. Jedoch kann bei derartigen Änderungen von Cw die Antriebsleistung nicht gleichbleiben, sondern muß mit der Flughöhe nach einem bestimmten Gesetz zunehmen.
  • Um jedoch den Wirkungsgrad der Propelleranlage des. Flugzeuges. gleichbleibend zu halten, würde es nicht genügen, wenn nur der Speisedruck der Freiflugkolbentreibgaserzeuger mit der Flughöhe zunähme. Denn die größte Leistung der Treibgaserzeuger ergibt sich bei einem ganz bestimmten Speisedruck, bei dessen Überschreitung die Leistung der Treibgaserzeuger nicht weiter zunimmt, so-ndern im Gegenteil wieder abnimmt. Man könnte allerdings - die Treibgaserzeuger bei niedrigeren Flughöhen- mit eineng verhältnismäßig niedrigen Speisedruck speisen, der weit . unterhalb des Speisedrucks liegt, der die größte Leistung des Treibgaserzeugers bewirkt, so- daß ein-Spielraum zur Steigerung des Speisedrucks zur Verfügung steht. .Diese Lösung hätte jedoch den Machteil, daß man gezwungen wäre, die Treibgaserzeuger überzubeniessen, was zu einer Verschlechterung des Verhältnisses Leistung :- Maschineri,gewicht führen würde. Um in dem in Rede stehenden Fall eine Leistungszunahme finit der Flughöhe zu erzielen, empfiehlt es sich, ebenso wie dies schon oben für den Fall hoher Flughöhen vorgeschlagen worden ist, eine zusätzliche Brennstoffmenge, deren Größe von der Flughöhe abhängt, in die aus deni Treibgaserzeuger und der 'Furbine bestehende Anlage einzuspritzen. In dieseln Fall wird jedoch durch diese Brennstoffeinspritzung iui Gegensatz zu dein oben behandelten Fall die in der Turbine 3 verwertbare Antriebsleistung nicht bei steigender Höhe gleichbleibend- gehalten, sonderli_die Leistung nimmt mit steigender Höhe zu. Zur Steuerung der zusätzlichen Brennstoffmenge dient vorzugsweise eine selbsttätige Steuervorrichtung, z. 13. eine barometrische Kapsel 3a, von der noch weiter unten die Rede sein wird.
  • Wenn der Treibgaserzeuger in dein letztgenannten Fall ebenso wie in den oben behandelten Ausführungsbeispielen ein Treibgaserzeuger mit unter Druck stehender.Spülung ist, -so enthalten die Treibgase stets einen erheblichen Spüliuftüberschuß und somit eine erhebliche Menge nicht gebundenen Sauerstoffes. Infolgedessen kann die zusätzliche Brennstoffmenge- unmittelbar in das unter Druck stehende Treibgas eingespritzt werden.
  • Die Einspritzung der zusätzlichen Brennstoffmenge erfolgt zweckmäßigerweise ununterbrochen. Hierzu dient z. B. eine Pumpe 30 (s. Fig. 5 und 7), die von einer Druckluftquelle iai betrieben werden kann. Die Hs,upteinspritzung des Brennstoffes in den Motorzylinder geschieht zweclcmäßigerweise durch eine andere Pumpe, z. B. durch die-Pumpe zog (s. Fig. 5), die mittels eines Nockens 103 von einem der Flugkolben aus angetrieben wird.
  • Die zusätzliche, vorzugsweise selbsttätig in Abhängigkeit von der Flughöhe gesteuerte Brennstoffeinspritzung kann entweder unmittelbar in die Turbine 3, beispielsweise zwischen zwei Entspannungsstufen der Turbine, oder in die Treibgasleitung- zwischen dem Brennkraftzylinder q. und der Turbine 3 oder nacheinander oder gleichzeitig in den Brennkraftzylinder 4 und in die Turbine 3 oder in den Brennkraftzylinder q. und in die Treibgasleitung vorgenommen werden. Bis zu einer bestirninten Flughöhe kann es genügen, wenn dein 'Zylinder 4 eine entsprechend der Flughöhe steigende Brennstoffmenge zugeführt wird, während erst oberhalb einer 'bestirninten Flughöhe zusätzlich auch noch eine Einspritzung von Brennstoff in das. Treibgas hinter dem Motorzylinder vorgenommen wird. Schließlich kann- auch die zusätzliche Breiinstoffinenge gleichzeitig in die Turbine 3 und in die Treibgasleitung zwischen dem Brennkraftzylinder 4. und der Turbine 3 eingespritzt werden, wie dies in Fig. 5 dargestellt ist. -Es sei darauf hingewiesen, daß die zusätzliche Brennstoffeinspritzung in das Treibgas hinter dein Brennkraftzylinder q: in großen Flughöhen mit einem voll befriedigenden Wirkungsgrad geschieht, und zwar liegt dies daran, daß das Entspannungsverhältnis der Treibgase in der Turbine mit der Flughöhe zunimmt.
  • Durch die vorstehend beschriebene Einspritzung von zusätzlichem Brennstoff wird unter anderem der Vorteil erreicht, daß die Leistung der gesamten Antriebsanlage erhöht wird, ohne daß diese überbemessen zu werden braucht. Ferner führt die zusätzliche Brennstoffeinspritzung auch die Möglichkeit herbei, die Leistung der Anlage bei jeder Flughöhe und sogar auch auf dem Boden beim Starten zeitweilig zu erhöhen. Allerdings tritt hierbei der Übelstand auf, daß die Temperatur der '1`reibgase uni so mehr zunimmt, je größer die zusätzlich eingespritzte Drennstoff.-menge ist. , .
  • Wenn es sich um eine starke zeitweilige Erhöhung der Leistung, insbesondere beim Starten, handelt, wobei diese zeitweilige Leistungserhöhung durch Einspritzung einer zusätzlichen Brennstoffmenge in das. Treibgas oder durch Erhöhung ides Treibgasdruckes herbeigeführt werden kann, empfiehlt es sich gemäß einer weiteren Ausbildung der Erfindung, gleichzeitig auch eine Flüssigkeitsinenge; beispielsweise Wasser, einzuspritzen, so daß die Verdampfungs- und überhitzüngswärme dieser Flüssigkeit die Temperatur der Verbrennungsgase unter eine bestimmte Temperaturgrenze senkt, die noch mit der guten Lebensdauer der Turbinen vereinbar ist.
  • Wie auch immer die- jeweils angewendete Ausfiihrungsform der Erfindung sei, 'imrner ergibt sich eine solche Regelung der Leistung der aus. dein Treibgaserzeuger und der Turbine bestehende-Antriebsanlage des Luftfährj zeuges, daß diesee'Leistung dein in Abhängigkeit von der Flughöhe stehenden Gesetz folgt, welches der Propelleranlage des Luftfahraeuges seinen besten Wirkungsgrad sichert.
  • Bei Anwendung der Erfindung ist es daher auch nicht notwendig, Luftschrauben mit verstellbarein Anstellwinkel zu verwenden, sondern es können ohne weiteres Luftschrauben finit einem festen °Anstellwinkel benutzt werden, was zu einer erheblichen Vereinfachung führt.
  • .Im folgenden sind noch -weitere zusätzliche Einrichtuzzgen beschrieben, die gegebenenfalls. auch für sich allein verwendbar sind. Gemäß einer dieser weiteren Einrichtungen wird auf die zusätzliche, in Abhängigkeit von der Höhe in den Treibfasstrom eingespritzten Brennstoffmenge eine Berichtigung ausgeübt, die in Ab hä ngigkeit von der Temperatur der Treibgase steht. Diese Berichtigung arbeitet - in dem Sinne, daß eine ,Zunahme der Temperatur der Treibgase zu einer Verringerung der zusätzlichen Brennstoffmenge führt, so daß in der Antriebsanlage, insbesondere in der Turbine, keine Temperaturen auftreten können,. die für die einwandfreie Wirkungsweise der Anlage schädlich 'sind.
  • Ein Beispiel für-- die zuletzt genannte Einrichtung ist in Fig.7 dargestellt. In Fig:7 ist mit ä9 das Steuerglied bezeichnet, von dessen Stellung die Fördermenge der, die zusätzliche Brennstoffeinspritzung bewirkenden Pumpe So abhängt. Das Steuerglied 2g ist an einen Hebel 31 angelenkt. Auf diesen Hebel 31 wirkt einerseits eine barometrische Kapsel 32 ein, die unter der Wirkung einer Feder j3 steht. Letztere ist bestrebt; den Heb#e-1' 3r in demjenigen Sinne zu verschsvenken, bei dem die von der Pumpe 30 geförderte Brennstoff- -menge abnimmt, während gleichzeitig die Kapsel zusammengedruckt wird, -was mit einer. Verringerung -,der Flughöhe gleichbedeutend ist. Ferner wirkt auf den Hebel 31 ein Temperaturregler ein, der beispielsweise aus einer thermostatischen Käpsel-3q. besteht. Diese Kapsel ist im Innern einer Leitung 35 angeordnet, durch welche die Treibgase fließen. Die -Kapsel 34. stützt sich beispielsweise mit ihrem einen Ende gegen die Wand der Leitutig.35, während eine Riickfiihrfeder 36 bestrebt ist, den Hebel 31 -im Sinne steigender Brennstoffeinspritzungen zu verschwenken, d. h. also im Sinne des in Fig. 7 eingezeichneten, mit einem' +-Zeichen versehenen Pfeiles, während sich gleichzeitig die Kapsel 34. zusammenzieht.
  • Gemäß einer weiteren-- Ausbildung der Erfindung ist die Menge'des zusätzlich eingespritzten Brenristolfes in Abhängigkeit von der Drehgeschwindigkeit der Turbine 3 und des von der Turbine angetriebenen Propellers regelbar oder mindestens in -Abhängigkeit von der genannten Drehgeschwindigkeit begrenzbar. Zu diesem Zweck wirkt ein durch die Turbine angetriebener Fliehkraftregler 37 auf das eine Ende eines Hebels 38 ein, dessen anderes Ende einen Anschlag darstellt, der in der Lage ist, die Verstellbewegung des Hebels 31 zu begrenzen. ' Es empfiehlt sich, die letztgenannte Regegeiung in Abhängigkeit von der Flughöhe zu berichtigen, und zwar 'derart, daß die Grenzgeschwindigkeit der Propellerschraube mit .der Flughöhe und somit auch mit der Zunahme der Menge des zusätzlich eingespritzten Brennstoffes ebenfalls zunimmt. Um dies zu erreichen, hängt beispielsweise die Stellung des Punkts, in welchem der Fliehkraftregler 37 an dein Hebel 38 yangelenkt ist, von dem äußeren Atmosphärendruck ab.
  • Als Ausführungsbeispiel hierfür ist in Fig. 7 angegeben, daß der Fliefikraftregler und der Hebel 38 über.einen Finger 39 Zusammenarbeiten, der unmittelbar unter -der Wirkung des Fliehkraftreglers 37 steht und gleitbar in einer Kulisse qo des Hebels 38 angeordnet ist. Der Hebel 38 ist etwa in seiner Mitte an das eine Ende eines Winkelhebels 41 angelenkt, dessen' anderes Ende mit der barometrischen Kapspl3a zusammenarbeitet. Diese Zusammenarbeit geht derart vor sich, daß sich das Gelenk, mit dein der Hebel 38 an dem Hebel 4.1 gelagert ist, dem Finger 39 bei steigender Flughöhe nähert. Infolgedessen nimmt der Ausschlag desjenigen Endes des Hebels 38, das den Änschlag bildet, bei steigender Flughöhe zu, so. daß auch die obere Grenze für die Meiige des zusätzlich einzuspritzendenBrennstoffes zunimmt.
  • Gemäß einer weiteren in der Zeichnung nicht dargestellten Ausführungsform kann auch der-Zeitpunkt der Einspritzung mit Bezug auf das Arbeitsspiel der Anlage zugleich mit der Menge der Einspritzung- geändert werden. Letzteres kommt nur dann in Frage, wenn die zusätzliche Einspritzung nicht, ununterbrochen, sondern absatzweise vor sich geht.
  • Es sei nochmals darauf hingewiesen, - daß im' vorstehenden nur Ausführungsbeispiele beschrieben sind, auf welche die Erfindung weder hinsichtlich ihrer, Anwendungsarten noch hinsichtlich ihrer Ausführungsformen beschränkt ist. So können beispielsweise die beschriebenen Mittel zur Änderung der Leistung einer Antriebsanlage .für Luftfahrzeuge, die aus einem Treibgaserzeuger und einer Turbine besteht, auch in Abhängigkeit von einem anderen Faktor als von der Flughöhe oder nach anderen Gesetzen, als sie im vorstehenden beschrieben sind, geregelt werden. Auch können einzelne der vorstehend beschriebenen Einrichtungen zur Veränderung der Leistung einer Antriebsanlage, die aus mindestens einem Treibgaserzeuger und einer Turbine besteht, in solchen Fällen benutzt werden, bei denen es sich nicht um den Antrieb eines Luftfahrzeuges handelt. Dies gilt insbesondere von der zusätzlichen Einspritzung von Brennstoff in das Treibgas und den verschiedenen Reglungsmitteln, die sich auf diese zusätzliche Brennstoffeinspritzung beziehen.
  • Schließlich braucht das Treibgas nicht von einem Treibgaserzeuger im eigentlichen Sinne geliefert zu werden, sondern es kann auch von einem gewöhnlichen Brennkraftverdichter erzeugt werden, der reine #Drückluft liefert, die dann z: B. durch einen Teil oder durch die Gesamtheit der aus dem Brennkraftzylinder des Verdichters stammenden Gase vorgewärmt wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: z. Antriebsvorrichtung eines Luftfahrzeuges, welche mindestens . einen Brennkraftdruckgaserzeuger umfaßt, dessen Druckgase einen Verbraucher, vorzugsweise eine Turbine, 'speisen, die ihrerseits eine Propellerschraube antreibt, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung eines Druckgaserzeugers mit Freiflugkolben das Verdichtungsverhältnis der gesamten Verdichteranlage in Abhängigkeit von der Flughöhe, vorzugsweise selbsttätig, regelbar ist. ' z. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das V er clichtungsverhältnis der gesamten Verdichteranlage in Abhängigkeit von der Flughöhe derart regelbar ist, daß die von dem Druckgaserzeuger gespeiste Verbrauchsmaschine ein im wesentlichen gleichbleibendes Verhältnis zwischen der Fluggeschwindigkeit und der Umfangsgeschwindigkeit des Propellers sichert. 3. Vorrichtung nach Anspruch z oder a, dadurch gekennzeichnet, daß die Verdichteranlage einen zu dem Brennkraftdruckgaserzeuger gehörenden und mit seinen Kolben verbundenen Verdichterteil (71, 72) finit von der Flughohe unabhängigem Verdichtungsverhältnis und einen vorzugsweise dem genannten Verdichterteil vorgeschalteten Hilfsverdichter (i7) aufweist, dessen Verdichtungsverhältnis in Abhängigkeit von der Flughöhe derart regelbar ist, daß der Förderdruck dieses Hilfsverdichters mindestens in einem bestimmten Höhenbereich gleich bleibt. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Hilfsverdichter (17) -ein umlaufender Verdich-" ter ist. 5. Vorrichtung nach' Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, 'daß der Ein- und Auslaßdruck der die Propellerschraube (2) antreibenden Turbine (3) wenigstens annähernd gleichbleibend gehalten wird und die mit gleichbleibendem Druck aus, der Turbine (3) abströmenden Druckgase einer den' Hilfsverdichter (17) antreibenden Iiilfsturbine (i8) zugeführt werden, in der sich die Druckgase bis auf den Außendruck entspannen. 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Auslaßdruck der die Propellerschraube (2) an-"treibenden Turbine (3) derart gewählt ist; daß das Verhältnis zwischen diesem Auslaßdruck und dem äußeren Druck etwa gleich dem Verdichtungsverhältnis-in dem Hilfsverdichter (17) ist. 7. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die die Propellerschraube (2) antreibende Turbine (3), die durch die Abgase derselben angetriebene Hilfsturbine (i8),und der von dieser angetriebene umlaufende Verdichter (17) etwa gleichachsig hintereinander angeord= net sind, wobei die Saugseite des 'Verdichters (17) der Hilfsturbine (18) zugewandt liegt. , B. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß zum Antrieb des Hilfsverdichters (17) eine Turbine (18), dient, die parallel zu der die Propellerschraube (2) antreibenden Turbine (3) an die Treibgasleitung angeschlossen und in Abhängigkeit von der Flughöhe regelbar ist. ' g. Vorrichtung nach Anspruch 4, .dadurch gekennzeichnet, daß der Hilfsverdichter (17) von der die Propellerschraube (2) in Drehung versetzenden Turbine (3) angetrieben wird, wobei der Förderdruck des Hilfsverdichters in Abhängigkeit von der Flughöhe regelbar ist. io. Vorrichtung nach Anspruch g, dadurch gekennzeichnet, daß die verschiedenen Verdichtungsstufen des Hilfsverdichters (17) durch einen in Abhängigkeit von der Flughöhe gesteuerten Steuer-Schieber (26) nacheinander an die zu dem eigentlichen Druckgaserzeuger führende Förderleitung (21) angeschlossen werden. i i. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß. in das Druckgas zwischen dem Druckgaserzeuger und der von dem Druckgas angetriebenen Turbine oder in die Turbine selbst oder in beide eine zusätzliche Brennstoffmenge .einspritzbar ist, deren Menge in Abhängigkeit von der Flughöhe regelbar ist. 12. Vorrichtung nach Anspruch ii, dadurch gekennzeichnet, daß gleichzeitig mit der Einspritzung einer zusätzlichen Brennstoffmenge, auch eine Flüssigkeit, beispielsweise Wasser, zur Senkung der Temperatur der Druckgase einspritzbar ist. ' 13. Vorrichtung nach Anspruch i i, dadurch gekennzeichnet, daß die Menge des zusätzlich in das Druckgas -eingespritzten Brennstdffes in Abhängigkeit von der Temperatur des Druckgases regelbar oder in seiner Menge begrenzbar ist. ' 14. Vorrichtung nach Anspruch i i, dadurch gekennzeichnet, daß die Menge des zusätzlich in das Druckgas eingespritzten Brennstoffes in Abhängigkeit von der Drehzahl der durch das Druckgas angetriebenen Turbine (3) regelbar oder begrenzbar ist. -15. Vorrichtung nach Ansprueh 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Regelung in Abhängigkeit von der Drehzahl der Turbine (3) ihrerseits in Abhängigkeit von der Flughöhe derart veränderlich ist, daß die Grenzgeschwindigkeit der Turbine (3) mit der - Flughöhe zunehmen kann. 16. Vorrichtung nach Anspruch i i, dadurch gekennzeichnet, daß bei nicht andauernder Einspritzung des zusätzlichen Brennstoffes der Einspritzzeitpunkt veränderlich ist 17. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer zeitweiligen Leistungserhöhung, insbesondere während des Startens, mit Hilfe der Einspritzung einer zusätzlichen Brennstoffmenge in das Druckgas oder mit Hilfe ,einer Erhöhung des Druckes des Druckgases ;gleichzeitig Wasser in das Druckgas eingespritzt wird.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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WO2008065078A3 (de) * 2006-11-27 2008-07-17 Jung Nadine Energiewandlersystem
DE102012206123A1 (de) * 2012-04-13 2013-10-17 Mtu Aero Engines Gmbh Wärmekraftmaschine mit Freikolbenverdichter

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DE102012206123B4 (de) * 2012-04-13 2020-06-25 MTU Aero Engines AG Wärmekraftmaschine mit Freikolbenverdichter

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