DE694370C - Verfahren zur Umwandlung organischer, zur Bildung waessriger Dispersionen befaehigter Stoffe - Google Patents

Verfahren zur Umwandlung organischer, zur Bildung waessriger Dispersionen befaehigter Stoffe

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DE694370C
DE694370C DE1936F0081807 DEF0081807D DE694370C DE 694370 C DE694370 C DE 694370C DE 1936F0081807 DE1936F0081807 DE 1936F0081807 DE F0081807 D DEF0081807 D DE F0081807D DE 694370 C DE694370 C DE 694370C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J19/00Chemical, physical or physico-chemical processes in general; Their relevant apparatus
    • B01J19/06Solidifying liquids

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Description

  • Verfahren zur Umwandlung organischer, zur Bildung wäßriger Dispersionen befahigter Stoffe Gegenstand vorliegender Erfindung bildet ein Verfahren zur Umwandlung organischer, zur Bildung wäßriger Dispersionen hefähigter Stoffe, z. B. Fette, Öle, Wachse, Harze,' Erdölprodukte, Teere, Asphalte, in homogene, äußerst feine Pulver.
  • Es ist bereits ein Verfahren zur Herstellung von Trockenpräparaten aus tierischen und pflanzlichen Säften für Nahrungs-, Erfrischungs- und Arzneimittelzwecke bekannt, wobei diese Säfte mit vom I(ristallwasser befreiten Salzen in einem Verha.ltnis vermischt werden, daß der Wassergehalt des betreffenden tierischen oder pflanzlichen Saftes annähernd der Wassermenge entspricht, welche das Salz in Form von I(ristallwasser aufzunehmen vermag. Man erhält so eine feste Masse.
  • Es ist weiter ein Verfahren bekannt, Rizinusöl in die Form eines trockenen Pulvers überzuführen, dadurch, daß man das Öl und annähernd die gleiche Menge Magnesia in ebensoviel Wasser fein verteilt und die nach dem Verdunsten des Wassers zurückbleibende harte Masse zu Pulver zerreibt.
  • Weiter ist ein Verfahren zur Überführung von Ölen, Harzen, Wachsen, Balsanien, Extrakten in trockene Pulver bekamt, das darin besteht, daß inan I(ieselsaure in gallertartigem Zustand mit diesen Stoffen vermischt und die Mischung gegebenenfalls unter mäßiger Erwärmung trocknen läßt. Schließlich ist noch ein Verfahren bekannt, um flüssige, halbflüssige, feste Körper, Öle, Wachse, Balsame und llygroskopischte Stoffe in dauernd trokkene Form zu bringen, dadurch, daß man sie mit künstlicher kieselsaurer Magnesia vermischt.
  • Durchs das vorliegende Verfahren wird die Schwierigkeit behoben, die darin besteht, daß Fette, Öle, Wachse usw. mit einem absorbierenden Pulver sich nur schwierig oder gar nicht vermischen lassen. Insbesondere ist das der Fall, wenn ein viscoses Öl, z. B. Erdölrückstände oder Kohienteere, in dieser Weise behandelt werden soll. Nach der vorliegenden Erfindung werden die Stoffe zuerst in eine wäßrige Emulsion übergeführt, worauf diese Emulsion mit einer geeigneten Menge von Calciumoxyd in Form eines feinen Pulvers vermischt wird. Das läßt sich ohne Schwierigkeiten ausführen, da sogar die viscosesten Stoffe in der Art in flüssige Emulsionen übergeführt werden können, daß die Konsistenz des Gemisches durch Vermischen mit Calcimnoxyd diejenige eines Schlammes nicht übersteigt.
  • Die Umwandlung des erhaltenen Schlammes in das endgültige Pulver geschieht von selbst, und zwar nach wenigen Minuten infolge der Reaktion zwischen dem Calciumoxyd und dem Wasser aus der Emulsion. Das Calciumoxyd wandelt sich durch Volumenzunahme in pulverförmiges Calciumhydrat um, welches in seiner Masse die Ölteilchen aufnimmt und auf diese Weise ein äußerst feines und gleich förmiges Pulver bildet. Da der er,vähnte Vorgang stark exotherm verläuft, wird der Wasserüberschuß durch Verdampfen entfernt, so daß man zum Schluß ein vollkommen trokkenes Pulver enthält.
  • Durch das vorliegende Verfahren kann man aus ölartigen Substanzen Pulver mit bedeutend geringerem Gehalt an mingeralischien Substanzen als durch andere ähnliche Verfahren erhalten.
  • Beispiel 40 Teile Wasser werden in 100 Teile Teer dispergiert. Die erhaltene Emulsion wird hierauf mit 80 Gewichtsteilen Calciumoxyd zu einem Teig angerührt. Nach wenigen Minuten findet die Umwandlung der ganzen Masse in ein trockenes, äußerst feines und gleichförmiges Pulver statt.
  • Die erhaltenen Pulver können zu einer Reihe praktischer Anwendungen führen. Beispielsweise können durch fraktionierte Extraktion aus pulverförmigen Erdölrüdkständen durch geeignete Lösungsmittel, wie Alkohole, Ketone, Essigester, Butan, Propan usw., bei verschiedenen Temperaturen Schmieröle, Paraffine usw., erhalten werden, während die Asphaltstoffe im behandelten Pulver zurückbleiben. In gleicher Weise können durch selektive Lösungsmittel schädliche Anteile entfernt werden oder durch fraktionierte Extraktion verschiedene Stoffe gewonnen werden; Schmieröle können regeneriert werden, und schließlich können die erhaltenen Pulver auch als solche verwendet werden, z. B. durch Einverleibung in Baustoffe oder als Träger von Stoffen mit antiseptischem, fungizidem, insektizidem oder toxischem Charakter.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Umwandlung organischer, zur Bildung wäßriger Dispersionen be. fähigter Stoffe, z. B. Fette, Öle, Wachse, Harze, Erdölprodukte, Teere, Asphalte, in homogene, äußerst feine Pulver, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgangsstoffe in Wasser dispergiert und darauf die gebildeten Emulsionen oder Suspensionen mit pulverförmigem Calciumoxyd bebandelt werden.
DE1936F0081807 1935-11-18 1936-09-30 Verfahren zur Umwandlung organischer, zur Bildung waessriger Dispersionen befaehigter Stoffe Expired DE694370C (de)

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