DE69424699T2 - Ein mit Melamin überzogenes Ammoniumpolyphosphat sowie ein Verfahren zu dessen Herstellung - Google Patents

Ein mit Melamin überzogenes Ammoniumpolyphosphat sowie ein Verfahren zu dessen Herstellung

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Description

    1. Fachgebiet der Erfindung
  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein pulverförmiges, mit Melamin überzogenes Ammoniumpolyphosphat und auf ein Verfahren zur Herstellung desselben. Sie bezieht sich insbesondere auf ein pulverförmiges, mit Melamin überzogenes Ammoniumpolyphosphat, das als Komponente von Flammschutzmitteln, welche thermoplastischen Harzen, Anstrichmitteln, usw. oder Papier, usw. zugesetzt werden oder zur Imprägnierung der genannten dienen, verwendet wird, und auf ein Verfahren zur Herstellung desselben.
  • 2. Stand der Technik
  • Ammoniumpolyphosphat wird aufgrund seiner chemischen Struktur sehr leicht hydrolisiert; wenn es als Komponente von Flammschutzmitteln verwendet wird, indem thermoplastische Harze, Anstrichmittel, usw. oder Papier, usw. damit versetzt oder imprägniert werden, treten daher die Nachteile auf, daß sich verschiedene Merkmale des resultierenden Produktes wie z. B. die Eigenschaften der elektrischen Isolierung, die mechanisch-physikalischen Eigenschaften und das Flammhemmvermögen aufgrund der Hygroskopizität, Wasserlöslichkeit und hydrolytischen Eigenschaften deutlich verschlechtern.
  • Um diese Nachteile zu überwinden, wurde bisher eine Reihe von Vorschlägen in Bezug auf eine Verbesserung der Wasserlöslichkeit und der hydrolytischen Eigenschaften von Ammoniumpolyphosphat gemacht. Die japanische Patentveröffentlichung Nr. Sho 53-15478 offenbart ein Verfahren, in dem 5 bis 50 Gew.-% Melamin oder Melaminphosphat als Melaminkomponente, Ammoniumphosphat und Harnstoff oder kristallines Harnstoffphosphat vermischt werden, worauf eine Wärmekondensation folgt, um ein modifiziertes Ammoniumpolyphosphat zu produzieren. Allerdings hat das dort offenbarte modifizierte Ammoniumpolyphosphat eine hohe Löslichkeit in Wasser; von daher wirft seine Verwendung als Komponente von Flammschutzmitteln ein Problem auf.
  • Die japanische Patentveröffentlichung Nr. Sho 52-39930 offenbart ein Verfahren, in dem Ammoniumpolyphosphat-Pulver (100 Gewichtsteile) gleichmäßig mit Melaminpulver (60 Gewichtsteile) vermischt wird, worauf sich ein Erwärmen des Gemisches bei 320ºC, Abkühlen und Mahlen der resultierenden Schmelze unter Erhalt von Pulver eines mit Melamin versetzten Ammoniumpolyphosphats anschließt. Allerdings ist bei dem Pulver aus mit Melamin versetzten Ammoniumpolyphosphat, das nach dem in der oben genannten Veröffentlichung offenbarten Verfahren erhalten wird, die Oberfläche der Ammoniumpolyphosphat-Teilchen, da die Schmelze gemahlen wird, nicht einheitlich mit Melamin beschichtet; das Produkt ist hinsichtlich der Hygroskopizität, Wasserlöslichkeit und der hydrolytischen Eigenschaften noch ungenügend, und darüber hinaus erfordert es ein Mahlen der Schmelze.
  • Darüber hinaus offenbaren die japanischen Patentanmeldungs- Offenlegungsschriften Nr. Sho 59-207819 und Nr. Sho 61-103962, daß Ammoniumpolyphosphat in Mikrokapseln eingeschlossen wird, wobei ein wärmehärtbares Harz wie z. B. Melamin/Formaldehyd-Harz verwendet wird, um die Hygroskopizität, Wasserlöslichkeit und die hydrolytischen Eigenschaften zu verbessern. Da nach einem solchen Verfahren eine nasse Aufschlämmung Herstellungsbedingung ist, und da außerdem ein wärmehärtbares Harz verwendet wird, entsteht, wenn das Ammoniumpolyphosphat einem thermoplastischen Harz oder dergleichen zugesetzt wird, der Nachteil, daß das resultierende Produkt aufgrund der Wärmebeeinträchtigung des wärmehärtbaren Harzes verfärbt wird.
  • Problem, das durch die Erfindung gelöst wird.
  • Die Erfinder der vorliegenden Erfindung haben ausgedehnte Untersuchungen durchgeführt, um ein pulverförmiges Ammoniumpolyphosphat zu erhalten, das nicht hygroskopisch, in Wasser schwer löslich und kaum anfällig für Hydrolyse ist; als Resultat haben sie festgestellt, daß ein pulverförmiges, mit Melamin überzogenes Ammoniumpolyphosphat, das durch ionische Bindung von Melamin und Adsorbieren von Melamin an der Oberfläche von pulverförmigen Ammoniumpolyphosphat- Teilchen durch Sublimieren erhalten wird, ein pulverförmiges Ammoniumpolyphosphat darstellt, das mit den oben genannten Eigenschaften ausgestattet ist, und gleichzeitig, daß, wenn das so erhaltene pulverförmige, mit Melamin überzogene Ammoniumpolyphosphat als Komponente eines Flammschutzmittels einem thermoplastischen Harz oder dergleichen zugesetzt wird, kein Ammoniakgas durch Zersetzung auftritt, selbst wenn das Produkt der Formungstemperatur des thermoplastischen Harzes ausgesetzt ist, und Melamin durch Sublimieren des Melamins an der Oberfläche der Ammoniumpolyphosphat-Teilchen ionisch gebunden und adsorbiert wird; und daß nach dem oben beschriebenen Herstellungsverfahren die pulverförmigen Ammoniumpolyphosphat-Teilchen während des Verfahrens des Überziehens mit Melamin fast nicht agglomerieren, so daß das dadurch erhaltene, mit Melamin überzogene Ammoniumpolyphosphat seine ursprüngliche Teilchengröße beibehält; von daher ist es unnötig, das Ammoniumpolyphosphat noch zu mahlen. Die vorliegende Erfindung wurde auf der Basis der oben angeführten Feststellungen vollendet.
  • Wie aus dem Vorstehenden klar wird, besteht eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung in der Bereitstellung eines mit Melamin überzogenen Ammoniumpolyphosphats, das nicht hygroskopisch, in Wasser schwierig zu lösen und gegenüber Hydrolyse kaum anfällig ist und das in Form von Pulver vorliegt, selbst wenn es nicht gemahlen wird.
  • US 4,515,632 offenbart ein aktiviertes Ammoniumpolyphosphat, das bei Temperaturen im Bereich von 300 bis 600ºC eine Zersetzung mit erhöhter Geschwindigkeit eingeht; das Ammoniumpolyphosphat wird durch Umsetzen mit Melamin und/oder Dicyandiamid oder seinen Derivaten bei 100 bis 200ºC erhalten.
  • EP-A-241 605 offenbart eine Stickstoff enthaltende Phosphorverbindung, die durch Vermischen von 100 Gewichtsteilen einer kondensierten Phosphorsäureverbindung mit 10 bis 100 Gewichtsteilen einer Triazin-Verbindung und Erhitzen des Gemisches bei 100 bis 200ºC und dadurch Schmelzen des Ammoniumpolyphosphats unter homogener Reaktion der Phosphorsäureverbindung mit der Triazin-Verbindung zu einer Masse erhalten wird.
  • Die vorliegende Erfindung liegt in den folgenden Abschnitten 1) bis 6):
  • 1) Pulverförmiges, mit Melamin überzogenes Ammoniumpolyphosphat, das durch die Formel
  • dargestellt wird, worin n eine ganze Zahl von 20 oder mehr ist,
  • aus dem Ammoniak partiell eliminiert wurde, das gleichmäßig mit 0,5 bis 20 Gew.-% Melamin, bezogen auf das Gewicht des Ammoniumpolyphosphats, überzogen ist, wobei der Überzug durch Sublimieren des Melamins und ionische Bindung von Melamin an der Oberfläche des Ammoniumpolyphosphats erhältlich ist.
  • 2) Verfahren zur Herstellung eines pulverförmigen, gleichmäßig mit Melamin überzogenen Ammoniumpolyphosphats, das partielles Eliminieren von Ammoniak aus dem Ammoniumpolyphosphat und Sublimieren von Melamin und ionische Bindung und Adsorption von Melamin an der Teilchenoberfläche des pulverförmigen Ammoniumpolyphosphats bei einer Temperatur von mindestens 250ºC, bei der das pulverförmige Ammoniumpolyphosphat nicht schmilzt, umfaßt.
  • 3) Das obige Verfahren zur Herstellung eines pulverförmigen, mit Melamin überzogenen Ammoniumpolyphosphats, wobei die Menge an Melamin, die aufgetragen wird, 0,5 bis 20 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht des pulverförmigen Ammoniumpolyphosphats, beträgt.
  • 4) Das obige Verfahren zur Herstellung eines pulverförmigen, mit Melamin überzogenen Ammoniumpolyphosphats, wobei die Wärmebehandlungs-Temperatur für das pulverförmige Ammoniumpolyphosphat und Melamin 250 bis 300ºC ist.
  • KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
  • Fig. 1 zeigt das FT-IR-Spektrum der Teilchenoberfläche des in Beispiel 1 erhaltenen, mit Melamin überzogenen Ammoniumpolyphosphats.
  • Fig. 2 zeigt das FT-IR-Spektrum der Oberfläche der mit Melamin überzogenen, feinverteilten Ammoniumpolyphosphat- Teilchen, Typ II.
  • DETAILLIERTE BESCHREIBUNG BEVORZUGTER AUSFÜHRUNGSFORMEN
  • Das pulverförmige Ammoniumpolyphosphat, das in der vorliegenden Erfindung verwendet wird, ist ein Ammoniumpolyphosphat, das durch die Formel
  • worin n eine ganze Zahl von 20 oder mehr darstellt, dargestellt wird; es kann ein im Handel erhältliches Produkt verwendet werden. Beispiele für solche im Handel erhältlichen Produkte sind Sumi Safe-P (Marke, Produkt von Sumitomo Chemical Co., Ltd.), Exolit-422 (Marke, Produkt von Höchst Co., Ltd.), Exolit-700 (Marke, Produkt von Höchst Co., Ltd.), Phos-Check P/40 (Marke, Produkt von Monsanto Co., Ltd.), usw. Außerdem können auch feinverteilte Ammoniumpolyphosphat- Teilchen, Typ II verwendet werden. Das Ammoniumpolyphosphat, Typ II, kann beispielsweise nach dem folgenden Verfahren erhalten werden:
  • Äquimolare Mengen an Diammoniumhydrogenphosphat und P&sub2;O&sub5; werden vermischt, anschließend wird das Gemisch unter Rühren auf 290º bis 300ºC erwärmt; es wird eine wäßrige Harnstofflösung mit einer Konzentration von 77 Gew.-% durch Versprühen zugesetzt; das resultierende Material wird sukzessive in Ammoniakatmosphäre bei 250º bis 270ºC für einige Stunden erwärmt.
  • Als das für die vorliegende Erfindung eingesetzte Melamin kann ein handelsübliches Melaminmonomer verwendet werden.
  • Im folgenden werden bevorzugte Verfahren zur Herstellung des pulverförmigen, mit Melamin überzogenen Ammoniumpolyphosphats der vorliegenden Erfindung beschrieben.
  • Erstens, als erster Schritt wird ein Ammoniumpolyphosphat, das durch die oben beschriebene Formel (I) ausgedrückt wird, in eine Wärmeknet-Apparatur, z. B. ein vorher erwärmter Kneter, gegeben, worauf ein Erwärmen über 0,5 bis 5 Stunden bei einer Temperatur von 300ºC oder niedriger, vorzugsweise von 200º bis 300ºC folgt, bei welcher die Ammoniumpolyphosphat-Teilchen nicht schmelzen und Ammoniak, das an das Ammoniumpolyphosphat gebunden ist, einfach eliminiert wird, um dadurch einen Teil des Ammoniaks, das ursprünglich stöchiometrisch an Ammoniumpolyphosphat gebunden war, (z. B. 5 bis 10 Gew.-%, bezogen auf stöchiometrisch gebundenes Ammoniak) zu eliminieren und anschließend ein Ammoniumpolyphosphat mit einem Zustand zu bilden, in dem der pH einer 1 Gew.-%-igen Suspension wegen des Ammoniakmangels 4,0 bis 6,0 ist. Alternativ ist Ammoniumpolyphosphat in einem Zustand, in dem die Menge an gebundenem Ammoniak geringer als die stöchiometrische Menge ist, auch aus bekannten Herstellungsverfahren für Ammoniumpolyphosphat bekannt. Als zweiter Schritt wird das resultierende Ammoniumpolyphosphat in derselben Apparatur auf eine Temperatur von 250º bis 300ºC, bei der die Ammoniumpolyphosphat-Teilchen nicht schmelzen und Melamin sublimiert werden kann, erwärmt, worauf sich ein Zuführen von Melamin und ionische Bindung des Melamins und Adsorbieren des Melamins an sauren Hydroxylgruppen, die durch Eliminierung von Ammoniak gebildet werden, an der Teilchenoberfläche von Ammoniumpolyphosphat anschließt. Der zugesetzte Anteil an Melamin ist zu dieser Zeit im allgemeinen 0,5 bis 20 Gew.-%, vorzugsweise 2 bis 10 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht des Ammoniumpolyphosphats. Zugeführtes Melamin wird fast in der gesamten Menge an das Ammoniumpolyphosphat ionisch gebunden und adsorbiert, wobei das mit Melamin überzogene Ammoniumpolyphosphat der vorliegenden Erfindung erhalten wird.
  • Alternativ wird in der vorliegenden Erfindung, ohne daß der oben beschriebene erste Schritt eines Erwärmens von Ammoniumpolyphosphat, das eine ursprünglich stöchiometrische Menge an Ammoniak enthält, zu einem Zustand mit Ammoniakmangel durchgemacht wird, Melamin zu Ammoniumpolyphosphat gegeben und mit diesem geknetet, und zwar bei einer Temperatur von 250º bis 300ºC, bei der die Ammoniumpolyphosphat-Teilchen nicht schmelzen und Melamin sublimiert, wodurch eine Eliminierung von Ammoniak und gleichzeitig eine ionische Bindung und Adsorption von sublimiertem Melamin auftritt. Dann wird Melamin in einem Reaktionsbehälter erwärmt, der auf eine Temperatur von mindestens 250ºC, bei welcher Melamin sublimiert werden kann, erwärmt wird, um eine Sublimation von Melamin zu bewirken. Eine ionische Bindung, auf die in der vorliegenden Erfindung Bezug genommen wird, bezeichnet einen Zustand, in dem Melamin ionisch an saure Hydroxylgruppen, die von Ammoniumpolyphosphat stammen, gebunden ist, und in dem es, selbst wenn das zugesetzte Melamin erwärmt wird, stabil ist und nicht wieder entfernt wird. Außerdem bezieht sich die Adsorption auf einen Zustand, bei dem Melamin an der Oberfläche der Ammoniumpolyphosphat-Teilchen adsorbiert ist und bei fortgesetzten Erwärmen Melamin, das an der Teilchenoberfläche des Ammoniumpolyphosphats adsorbiert ist, wiederholt sublimiert und adsorbiert wird, wodurch es ionisch an die sauren Hydroxylgruppen von Ammoniumpolyphosphat gebunden wird. Wie oben beschrieben wurde, werden die Sublimation und/oder Adsorption von Melamin kontinuierlich an der Teilchenoberfläche von Ammoniumpolyphosphat wiederholt, wobei ein pulverförmiges, mit Melamin überzogenes Ammoniumpolyphosphat erhalten wird.
  • BEISPIEL
  • Die vorliegende Erfindung wird anhand von Beispielen und Vergleichsbeispielen detaillierter beschrieben; allerdings sind diese nicht zur Beschränkung darauf aufgebaut. Die in den Beispielen und Vergleichsbeispielen angegebenen Teile beziehen sich auf Gewichtsteile, wenn nichts anderes angegeben ist.
  • Das feinverteilte Ammoniumpolyphosphat, Typ II (in den Tabellen feinverteilte Teilchen, Typ II, abgekürzt), wurde nach dem folgenden Verfahren hergestellt:
  • In einen Tischkneter mit einer Kapazität von 5 l, der auf 290º bis 300ºC erwärmt worden war, wurde ein Gemisch aus Diammoniumhydrogenphosphat (660 g, 5 mol) und P&sub2;O&sub5; (710 g, 5 mol) gefüllt, während eine Stickstoffgasatmosphäre aufrecht erhalten wurde; es folgte ein Erwärmen unter Rühren, Zusetzen einer 76,9 Gew.-%-igen wäßrigen Harnstofflösung (195 g) bei 80ºC im Verlauf von 20 Minuten durch Versprühen und danach Erwärmen bei 250º bis 270ºC für 2,5 Stunden in Ammoniakatmosphäre, wobei Ammoniumpolyphosphat erhalten wurde (1460 g). In diesem Ammoniumpolyphosphat waren einzelne Teilchen und zum Teil Aggregate im Gemisch vorhanden. Um diese in einzelne Teilchen zu trennen, wurden sie in Ammoniakatmosphäre mit Hilfe einer Mühle (AP-B-Typ (Handelsbezeichnung), hergestellt von Hosokawa Micron Corporation Ltd.) gemahlen. Nach der Röntgenbeugung war der Kristalltyp der Teilchen der Typ II; die durchschnittliche Teilchengröße der Teilchen war 6,4 um. Im übrigen wurde als Melamin ein handelsübliches Produkt (hergestellt von Tokyo Kasei Kogyo Co., Ltd.) verwendet.
  • Die Messung der Gesamtphosphor-Konzentration (T-P), der Ammoniakstickstoff-Konzentration (NH&sub3;-N) und der Gesamtstickstoff-Konzentration (T-N) des resultierenden feinverteilten Ammoniumpolyphosphats wurden nach dem folgenden Verfahren durchgeführt:
  • (1) Messung der Gesamtphosphor-Konzentration:
  • Sie wurde nach dem kolorimetrischen Vanadium-Ammonium- Molybdat-Verfahren als offizielles Analyseverfahren für Düngemittel durchgeführt. Es wurde nämlich eine Probe (2 g) mit Königswasser (40 ml) über 30 Minuten thermisch zersetzt, worauf ihre definierte Menge in einen Meßkolben gegeben wurde, eine wäßrige Salpetersäurelösung (20 ml), die Ammonium-Metavanadat und Ammonium-Molybdat gelöst enthielt, als Farbe entwickelnde Flüssigkeit zugesetzt wurde, die Extinktion bei einer Wellenlänge von 420 nm gemessen wurde und die Gesamtphosphor-Konzentration aus der Eichkurve errechnet wurde, welche aus einer wäßrigen Monokaliumphosphatlösung als Standardflüssigkeit aufgestellt worden war.
  • (2) Messung der Ammoniakstickstoff-Konzentration
  • Diese wurde nach dem Destillationsverfahren als offizielles Analyseverfahren für Düngemittel durchgeführt. Die Probe (1 g) und destilliertes Wasser wurden in einen Kjeldahl- Kolben (500 ml) gegeben, anschließend wurde MgO (2 g) und Silikonöl (2 Tropfen) zugefügt, eine Dampfdestillation durchgeführt, das Destillat in 0,5 N Schwefelsäure (35 ml) gesammelt und die resultierende Lösung einer Rücktitration mit einer wäßrigen 0,5 N NaOH-Lösung unterworfen, um die Ammoniakstickstoff-Konzentration zu errechnen.
  • (3) Messung der Gesamtstickstoff-Konzentration
  • Diese wurde nach dem Schwefelsäureverfahren als offizielles Analyseverfahren für Düngemittel durchgeführt. Die Probe (1 g) wurde in einen Kjeldahl-Kolben gegeben, anschließend wurden konzentrierte Schwefelsäure (20 ml), Kupfersulfat (1 g) und Kaliumsulfat (9 g) zugesetzt, das Gemisch einer Verbrennungszersetzung unterworfen, abgekühlt, NaOH zugesetzt, um das Gemisch alkalisch zu machen, eine Dampfdestillation durchgeführt, das Destillat in 0,5 N Schwefelsäure (35 ml) gesammelt und das resultierende Material einer Rücktitration mit einer wäßrigen 0,5 N NaOH- Lösung unterworfen, um die Gesamtstickstoff-Konzentration zu errechnen.
  • (4) Messung der prozentualen Extraktion von Melamin
  • Das mit Melamin überzogene Ammoniumpolyphosphat (10 g), das in den jeweiligen Beispielen und Vergleichsbeispielen erhalten worden war, wurde einer Melaminextraktion mit Ethylenglycol (150 g) unterzogen; das Verhältnis des Gewichts von extrahiertem Melamin zu dem Gewicht von Melamin, das in der einer Extraktion unterworfenen Probe enthalten war, wurde als prozentuale Extraktion definiert.
  • (5) Meßverfahren für den elektrischen Oberflächenwiderstand
  • Die jeweiligen in den entsprechenden Beispielen und Vergleichsbeispielen erhaltenen Ammoniumpolyphosphate (je 20 Teile) wurden mit einem Polypropylenpulver (80 g) mit Hilfe eines Kochmischers (Handelsbezeichnung) für eine Minute vermischt, danach wurde die Mischung mit Hilfe eines CSI-Max Misch-Extruders (Modell CS-194a) (Handelsbezeichnung) zu Pellets verarbeitet; die Pellets wurden einem Heißpreßformen unter Herstellung eines Teststücks mit 100 · 100 · 1,6 mmt (t: dick), einer Messung des elektrischen Oberflächenwiderstands des Teststücks vor einem Eintauchen in heißes Wasser, danach einem Eintauchen des Teststücks in heißes Wasser mit 95ºC für 4 Stunden, Herausnehmen des resultierenden Teststücks, Abwischen von daran haftenden Wassertropfen mit einem Wischpapier und Messen des Wertes des elektrischen Oberflächenwiderstands nach dem Eintauchen in heißes Wasser unterworfen. Im Fall von Ammoniumpolyphosphat, das gegenüber Hydrolyse stabil ist und eine geringe Wasserlöslichkeit hat, wird keine Reduzierung des Wertes des elektrischen Oberflächenwiderstands beobachtet.
  • BEISPIEL BEISPIEL 1
  • Feinverteiltes Ammoniumpolyphosphat, Typ II, (2000 Teile) mit einem durchschnittlichen Teilchendurchmesser von 6,4 um, das nach dem obigen Verfahren hergestellt wurde, wurde in einen Kneter eingeführt, der im voraus auf 280ºC erwärmt worden war; danach folgte für 3 Stunden ein Mischen in der Wärme in Stickstoffgasatmosphäre oder Inertgasatmosphäre, um dadurch Ammoniak zu vertreiben. Zu der Zeit hatte eine 1 Gew.-%-ige wäßrige Suspension von Ammoniumpolyphosphat in einem Zustand, in dem die Ammoniakmenge stöchiometrisch unzureichend war, einen pH von 4,0. Dem pulverförmigen Ammoniumpolyphosphat, das bezüglich der Ammoniakmenge unzureichend war, wurde Melamin (200 Teile) zugesetzt. Zu diesem Zeitpunkt war die obere Abdeckung des Kneters geschlossen, und in diesem Zustand wurde über 4 Stunden ein Vermischen in der Wärme bei 280ºC durchgeführt. Das Vermischen in der Wärme wurde ohne eine Veränderung der Form des Ammoniumpolyphosphats durchgeführt, wobei ein mit Melamin überzogenes, feinverteiltes Ammoniumpolyphosphat erhalten wurde (2100 Teile). Als es mit einem Elektronenmikroskop betrachtet wurde, wurde bestätigt, daß das feinverteilte Ammoniumpolyphosphat gleichmäßig mit Melamin überzogen war.
  • BEISPIEL 2
  • Das Vermischen in der Wärme wurde in der gleichen Weise wie in Beispiel 1, außer daß die zugesetzte Menge an Melamin in 100 Teile (5 Gew.-%) geändert wurde, durchgeführt, wobei ein mit Melamin überzogenes, feinverteiltes Ammoniumpolyphosphat (1990 Teile) erhalten wurde. Als Resultat einer Beobachtung mit einem Elektronenmikroskop wurde bestätigt, daß das feinverteilte Ammoniumpolyphosphat gleichmäßig mit Melamin überzogen war.
  • BEISPIEL 3
  • In der gleichen Weise wie in Beispiel 1, außer daß die zugesetzte Menge an Melamin in 40 Teile (2 Gew.-%) geändert wurde, wurde ein Vermischen in der Wärme durchgeführt, wobei ein mit Melamin überzogenes, feinverteiltes Ammoniumpolyphosphat (2020 Teile) erhalten wurde.
  • BEISPIEL 4
  • Ein feinverteiltes Ammoniumpolyphosphat, Typ II, das eine durchschnittliche Teilchengröße von 6,4 um hatte (2000 Teile), und das nach dem obigen Verfahren hergestellt worden war, wurde in einen Kneter gefüllt, der im voraus auf 230ºC erhitzt worden war; darauf folgte ein Vermischen in der Wärme in Stickstoffgasatmosphäre oder Inertgasatmosphäre über 4 Stunden, um Ammoniak zu entfernen. Zu dieser Zeit hatte eine 1 Gew.-%-ige wäßrige Suspension von Ammoniumpolyphosphat mit stöchiometrisch ungenügendem Ammoniakgehalt einen pH von 5,8. Dem Ammoniumpolyphosphat in dem Zustand, in dem die Ammoniakmenge unzureichend war, wurde Melamin (200 Teile) (10 Gew.-%) zugesetzt, worauf die obere Abdeckung des Kneters geschlossen wurde; die Temperatur des Kneters wurde weiter bis auf 250ºC erhöht und das Ganze über 4 Stunden in der Wärme vermischt. Selbst als ein Vermischen in der Wärme durchgeführt wurde, war die Gestalt des Ausgangsmaterials Ammoniumpolyphosphat unverändert, wobei ein mit Melamin überzogenes, feinverteiltes Ammoniumpolyphosphat erhalten wurde (2050 Teile). Als Ergebnis einer Beobachtung mit einem Elektronenmikroskop wurde bestätigt, daß das feinverteilte Ammoniumpolyphosphat gleichmäßig mit Melamin überzogen war.
  • BEISPIEL 5
  • Ein feinverteiltes Ammoniumpolyphosphat, Typ II, das eine durchschnittliche Teilchengröße von 6,4 um hatte (2000 Teile), und das nach dem oben beschriebenen Verfahren hergestellt worden war, wurde in einen Kneter, der vorher auf 280ºC erwärmt worden war, gefüllt; danach wurde Melamin (200 Teile) (10 Gew.-%) zugesetzt, die obere Abdeckung des Kneters verschlossen und das Ganze in diesem Zustand 4 Stunden lang in der Wärme vermischt. Selbst als das Vermischen in der Wärme durchgeführt wurde, war die Gestalt des Ammoniumpolyphosphats unverändert, wobei ein mit Melamin überzogenes, feinverteiltes Ammoniumpolyphosphat erhalten wurde (2100 Teile). Als Resultat der Beobachtung mit einem Elektronenmikroskop wurde bestätigt, daß das feinverteilte Ammoniumpolyphosphat gleichmäßig mit Melamin überzogen war.
  • BEISPIEL 6
  • Das Vermischen in der Wärme wurde in der gleichen Weise wie in Beispiel 1, außer daß das feinverteilte Ammoniumpolyphosphat, Typ II, durch ein feinverteiltes Ammoniumpolyphosphat, Typ I (in Tabelle 1 als feinverteilte Teilchen, Typ I bezeichnet), ersetzt wurde, durchgeführt, wobei ein pulverförmiges, mit Melamin überzogenes Ammoniumpolyphosphat erhalten wurde (2160 Teile). Das feinverteilte Ammoniumpolyphosphat, Typ I, wurde nach dem folgenden bekannten Verfahren hergestellt:
  • Anmoniumphosphat (1314 g, 11,4 mol) und Harnstoff (686 g, 11,4 mol) wurden gleichzeitig in einen Tischkneter mit einer Kapazität von 5 l, der im voraus auf 150º bis 200ºC erwärmt worden war, gefüllt; danach folgte ein Zuführen von Ammoniakgas in einer Strömungsmenge von 5 l/min (25ºC, 1 atm), Durchführen einer Kondensationsreaktion in Ammoniakatmosphäre über 2 Stunden, danach Erwärmen auf 200º bis 250ºC für 2 Stunden, während Ammoniak mit 2 l/min (25ºC, 1 atm) zugeführt wurde, Abkühlen, grobes Vermahlen auf 50 um oder weniger, erneutes Einführen des grob vermahlenen Ammoniumpolyphosphats in einen Kneter, der auf 280º bis 300ºC erwärmt war, Erwärmen für 3 Stunden, während Ammoniak mit 2 l/min (25ºC, 1 atm) zugeführt wurde, Kühlen und erneutes Vermahlen unter Erhalt von feinverteiltem Ammoniumpolyphosphat, Typ I.
  • Die kristalline Form, die durch Röntgenbeugung betrachtet wurde, war Typ I. Die durchschnittliche Teilchengröße der Teilchen war 8,2 um.
  • BEISPIEL 7
  • Das Vermischen in der Wärme wurde in der gleichen Weise wie in Beispiel 1 durchgeführt, allerdings mit der Ausnahme, daß Exolit-422 (Marke eines Produktes, hergestellt von Hoechst Co., Ltd.) als Ammoniumpolyphosphat verwendet wurde. Selbst als das Vermischen in der Wärme durchgeführt wurde, war die Gestalt des Ammoniumpolyphosphats unverändert, wobei ein feinverteiltes, mit Melamin überzogenes Ammoniumpolyphosphat erhalten wurde (2060 Teile). Als Resultat der Betrachtung durch ein Elektronenmikroskop wurde bestätigt, daß das feinverteilte Ammoniumpolyphosphat gleichmäßig mit Melamin überzogen war.
  • BEISPIEL 8
  • Das Vermischen in der Wärme wurde in der gleichen Weise wie in Beispiel 1 durchgeführt, außer daß Exolit-700 (Marke eines Produktes, hergestellt von Hoechst Co., Ltd.) als Ammoniumpolyphosphat verwendet wurde. Selbst als das Vermischen in der Wärme durchgeführt wurde, war die Gestalt des Ammoniumpolyphosphats unverändert, wobei feinverteiltes, mit Melamin überzogenes Ammoniumpolyphosphat erhalten wurde (2030 Teile).
  • VERGLEICHSBEISPIEL 1
  • Ein Ausgangsmaterial zum Erwärmen, das durch Vermischen von Ammoniumphosphat, Harnstoff und Melamin in Mengen von 10 mol, 10 mol bzw. 5 mol erhalten worden war, wurde in einen Kneter, der bei 260º bis 270ºC gehalten wurde, gegeben; dann folgte ein Erwärmen des Gemisches für 1,5 Stunden auf 270ºC in Ammoniakatmosphäre, wobei ein modifiziertes Ammoniumpolyphosphat (1540 g) gleich dem, das in der japanischen Patentveröffentlichung Nr. Sho 53-15478 offenbart ist, erhalten wurde.
  • VERGLEICHSBEISPIEL 2
  • Pulver eines im Handel erhältlichen Ammoniumpolyphosphats (Sumi Safe-P, Marke eines Produktes, hergestellt von Sumitomo Chemical Co., Ltd.) (100 Teile) und Melaminpulver (60 Teile) wurden gleichmäßig vermischt, danach folgte Einfüllen des Gemisches in einen Autoklaven, 30-minütiges Erwärmen bei 320ºC, Kühlen und Vermahlen der resultierenden Schmelze, wobei ein mit Melamin versetztes Ammoniumpolyphosphat erhalten wurde (150 Teile).
  • VERGLEICHSBEISPIEL 3
  • Ein feinverteiltes Ammoniumpolyphosphat, Typ II, das eine durchschnittliche Teilchengröße von 6,4 um hatte (2000 Teile) und das nach dem obigen Verfahren hergestellt worden war, wurde in einen Kneter, der im voraus auf 150ºC erwärmt worden war, gefüllt, anschließend wurde in Stickstoffgasatmosphäre oder Inertgasatmosphäre in der Wärme 6 Stunden lang gemischt, um Ammoniak zu entfernen. Zu dieser Zeit hatte eine 1-Gew.-%-ige wäßrige Suspension des Ammoniumpolyphosphats einen pH von 6,2. Melamin (200 Teile, 10 Gew.-%) wurde dem Ammoniumpolyphosphat in einem Zustand, in dem die Ammoniakmenge leicht unzureichend war, zugesetzt, dann wurde die obere Abdeckung des Kneters geschlossen und 4 Stunden lang ein Mischen in der Wärme bei 150ºC durchgeführt. Selbst als das Mischen in der Wärme durchgeführt wurde, war die Form des Ammoniumpolyphosphats unverändert.
  • VERGLEICHSBEISPIEL 4
  • Das feinverteilte Ammoniumpolyphosphat, Typ II, das eine durchschnittliche Teilchengröße von 6,4 um hatte (2000 Teile) und das nach dem obigen Verfahren hergestellt worden war, und Melamin (200 Teile) wurden in einen Kneter gefüllt, anschließend wurde 3 Stunden lang ohne Erwärmen gemischt. Als Resultat einer Beobachtung des resultierenden pulverförmigen Ammoniumpolyphosphats mit einem Elektronenmikroskop wurde bestätigt, daß Melamin teilweise an der Teilchenoberfläche des Ammoniumpolyphosphats haftete.
  • VERGLEICHSBEISPIEL 5
  • Als das feinverteilte Ammoniumpolyphosphat, Typ II, hergestellt wurde, wurde Melamin (162 Teile, entspricht 10 Gew.-% des hergestellten Ammoniumpolyphosphats) außerdem mit P&sub2;O&sub5; (710 Teile, 5 mol) und Diammoniumhydrogenphosphat (660 Teile, 5 mol) als Ausgangsmaterialien vermischt, worauf sich die Herstellung von pulverförmigem Ammoniumpolyphosphat nach dem obigen Verfahren zur Herstellung von Ammoniumpolyphosphat, Typ II, anschloß.
  • Für das mit Melamin überzogene Ammoniumpolyphosphat, das in den Beispielen und Vergleichsbeispielen erhalten wurde, sind die Meßwerte für die Gesamtphosphor-Konzentration (T-P), die Ammoniakstickstoff-Konzentration (NH&sub3;-N) und die Gesamtstickstoff-Konzentration (T-N) sowie die durchschnittlichen Teilchengrößen desselben vor und nach Überziehen mit Melamin in Tabelle 1 angegeben.
  • Die durchschnittlichen Teilchengrößen wurden mit Hilfe einer Teilchen-Verteilungsgrad-Meßvorrichtung (CAPA-500, Marke, hergestellt von Horiba Ltd.) gemessen.
  • Wie in den jeweiligen Beispielen zu erkennen ist, wurde keine bedeutende Zunahme bei der durchschnittlichen Teilchengröße beobachtet. Dies zeigt, daß während des Schritts der ionischen Bindung und der Adsorption von sublimiertem Melamin keine sekundäre Agglomeration von Teilchen unter einander auftrat. Was das mit Melamin überzogene Ammoniumpolyphosphat gemäß der vorliegenden Erfindung und ein Verfahren zur Herstellung desselben angeht, so wird erkannt, daß keine Sekundäragglomeration von Teilchen untereinander durch Melamin, das als Bindemittel fungiert, auftritt; allerdings ist es möglich, Ammoniumpolyphosphat, das mit Melamin überzogen ist, im Zustand von Einzelteilchen zu erhalten.
  • Außerdem ist die Löslichkeit von Ammoniumpolyphosphat in einer 10 Gew.-%-igen wäßrigen Suspension bei Raumtemperatur für mit Melamin überzogenes Ammoniumpolyphosphat, das in den entsprechenden Beispielen und Vergleichsbeispielen erhalten wird, und der pH einer 1-Gew.-%-igen wäßrigen Suspension bei Raumtemperatur in Tabelle 2 angegeben. Für die Löslichkeit wird Ammoniumpolyphosphat (10 g) in destilliertem Wasser (90 g) bei Raumtemperatur suspendiert, worauf sich ein Rühren der resultierenden Suspension bei Raumtemperatur über eine Stunde anschließt; das Verhältnis des Gewichts des resultierenden aufgelösten Ammoniumpolyphosphats zu dem ursprünglichen Ammoniumpolyphosphat (10 g) wird als die Löslichkeit bezeichnet.
  • Tabelle 3 zeigt die prozentuale Extraktion von Melamin aus den mit Melamin überzogenen Ammoniumpolyphosphaten, die in den jeweiligen Beispielen und Vergleichsbeispielen erhalten wird. Im Fall des mit Melamin überzogenen Ammoniumpolyphosphats gemäß der vorliegenden Erfindung ist die Menge an Melamin, die an Ammoniumpolyphosphat-Teilchen haftet, gering; außerdem wird gezeigt, daß der größte Teil davon anstelle des ursprünglich gebundenen Ammoniaks ionisch gebunden ist.
  • Die Oberflächenanalyse des mit Melamin überzogenen Ammoniumpolyphosphats, das in Beispiel 1 erhalten wurde, wurde nach einer FT-IR-Messung nach der Remissionsgrad- Methode durchgeführt; das resultierende Spektrum ist in Fig. 1 dargestellt. Außerdem ist das gleiche Spektrum des feinverteilten Ammoniumpolyphosphats, Typ II, vor dem Überziehen in Fig. 2 dargestellt. Da das mit Melamin überzogene Ammoniumpolyphosphat gemäß der vorliegenden Erfindung seine Oberfläche mit Melamin überzogen hat, wird die Absorption des 1320 cm&supmin;¹-Ammoniumions sehr schwach beobachtet, und die Absorption von NH&sub3;&spplus; des primären Aminsalzes, das durch die Melaminaddition verursacht wird, wird bei 1570 cm&supmin;¹ beobachtet.
  • WIRKSAMKEIT DER ERFINDUNG
  • Das pulverförmige, mit Melamin überzogene Ammoniumpolyphosphat der vorliegenden Erfindung hat weder Hygroskopizität noch Wasserlöslichkeit und ist gegenüber einer Hydrolyse kaum empfindlich; daher wird, selbst wenn es als Komponente von Flammschutzmitteln thermoplastischen Harzen zugesetzt wird, keine Verringerung des elektrischen Oberflächenwiderstands der Harze, die aus der Hydrolyse von Ammoniumpolyphosphat resultiert, beobachtet; selbst wenn die Harze einer Verarbeitung unterworfen werden, tritt das Phänomen, daß Ammoniumpolyphosphat durch Wärme unter Bildung von Ammoniak zersetzt und dadurch die Arbeitsumgebung verschlechtert wird, nicht auf; wenn es Anstrichmitteln oder dergleichen zugesetzt wird, wird außerdem keine Schädigung aufgrund der Auflösung von Ammoniumpolyphosphat verursacht; daher kann das Ammoniumpolyphosphat vorteilhafterweise für Gebrauchsanwendungen von Flammschutzmitteln eingesetzt werden. Nach dem Herstellungsverfahren der vorliegenden Erfindung schmelzen außerdem die Ammoniumpolyphosphat- Teilchen im Schritt der ionischen Bindung und Adsorption von Melamin an der Oberfläche der Ammoniumpolyphosphat-Teilchen nicht; und Melamin beteiligt sich nicht an der Kondensation von Ammoniumpolyphosphat; demnach agglomerieren Ammoniumpolyphosphat-Teilchen fast nicht und behalten die ursprüngliche Teilchengröße bei; somit ist ein Mahlschritt unnötig, und selbst wenn sie vermahlen werden, wird die Melaminüberzugsschicht nicht gebrochen. Dementsprechend ist das Verfahren als Herstellungsverfahren für mit Melamin überzogenes Ammoniumpolyphosphat vorteilhaft. TABELLE 1 TABELLE 2 TABELLE 3 TABELLE 4

Claims (4)

1. Pulverförmiges Ammoniumpolyphosphat, das durch die Formel
dargestellt wird, worin n eine ganze Zahl von 20 oder mehr ist,
aus dem Ammoniak partiell eliminiert wurde, das gleichmäßig mit 0,5 bis 20 Gew.-% Melamin, bezogen auf das Gewicht des Ammoniumpolyphosphats, überzogen ist, wobei der Überzug durch Sublimieren des Melamins und ionische Bindung von Melamin an der Oberfläche des Ammoniumpolyphosphats erhältlich ist.
2. Verfahren zur Herstellung eines pulverförmigen, gleichmäßig mit Melamin überzogenen Ammoniumpolyphosphats, das durch die Formel
dargestellt wird, worin n eine ganze Zahl von 20 oder mehr darstellt, das partielles Eliminieren von Ammoniak aus dem Ammoniumpolyphosphat und Sublimieren von Melamin und ionische Bindung von Melamin an der Teilchenoberfläche des pulverförmigen Ammoniumpolyphosphats bei einer Temperatur von mindestens 250ºC, bei der das pulverförmige Ammoniumpolyphosphat nicht schmilzt, umfaßt.
3. Verfahren nach Anspruch 2, wobei die Menge an Melamin, die aufgetragen ist, 0,5 bis 20 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht des pulverförmigen Ammoniumpolyphosphats, beträgt.
4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, wobei die Temperatur zwischen 250 und 300ºC liegt.
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