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Die Erfindung betrifft eine deckenbefestigte Ventilationssystemeinheitin einem
Operationssaal, von welcher Ventilationsluft nach unten zu einem
Arbeitsbereich hin gelenkt wird und wobei Luft der Ventilationssystemeinheit von
Innenluft und/oder von einer äußeren Ventilationseinrichtung zugeführt wird,
wobei die Ventilationssystemeinheit in wenigstens vier voneinander getrennte
Luftabschnitte geteilt ist, welche eine rechteckige Gesamt-Luftauslaßfläche der
Einheit ausbilden und wobei die Abschnitte jeweils unabhängig mit einem
Mittel zur Steuerung/Regelung des durch den Abschnitt strömenden
Luftvolumens, einem Mittel zur Steuerung/Regelung der Temperatur der aus dem
Abschnitt herausströmenden Luft und einem Mittel zur Sicherstellung einer
vorbestimmten Reinheit der abgegebenen Luft ausgerüstet sind.
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Die Erfindung kann insbesondere in Verbindung mit Operationssälen in
Krankenhäusern verwendet werden, obwohl sie nicht notwendigerweise auf
diese Anwendung begrenzt ist.
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Der Zweck der Ventilation in einem Operationssaal ist es, das Risiko zu
begrenzen, daß chirurgische Schnitte, die im Patienten bei einer Operation
ausgebildet werden, in der Luft befindlichen Verunreinigungen aus unsterilen
Quellen ausgesetzt werden. Luftventilation ist auch für die Entfernung von
etwaigen Anästhesiegasen wichtig, welche sich in der Luft des
Operationssaals verbreiten können.
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Verglichen mit einer konventionellen turbulenten Ventilation kann eine
vertikale, im wesentlichen parallel strömende, vorzugsweise in einer Richtung
nach unten gerichtete Luftströmung und mit einer mehr nach außen
gerichte
ten Luftströmung in großen Teilen der Randbereiche die Zahl an Infektionen zu
einem beträchtlichen Ausmaß reduzieren. Die Vorteile eines
Luftaustauschsystems für den ganzen Operationssaal haben sich als besonders vorteilhaft
erwiesen. Mit einer derartigen Luftströmung wird die gesamte Luftmasse in
einer Richtung zirkuliert und verdrängt die vorhandene Luft im Operationssaal.
Der erste wichtige Schritt für eine solche laminare Luftströmung findet statt,
wenn einströmende Luft gerade nach unten durch Mikrofilter über dem
Operationstisch ausgestoßen wird. Diese Luftströmung verhindert, daß
Luftmassen im Arbeitsbereich vermischt werden und die Luft wird in der
tatsächlichen Operationszone mehrere Hundert mal pro Stunde ausgetauscht
und etwas seltener im übrigen Bereich des Operationssaals.
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Ferner ist es üblich, daß ein Teil der gesamten Luft, z. B. 20% aus dem Raum
herausgefiltert wird und durch frische Luft ersetzt wird, während etwa 80%
der im Raum zirkulierenden Luft mit ausgetauschter Luft gefiltert und zurück
in den Raum ausgestoßen wird. Auf diese Weise werden keine erhöhte
Mengen an Frischluft benötigt, was im Vergleich zu herkömmlichen Systemen
energiesparend ist.
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Ventilationssysteme der oben erwähnten Art werden unter anderem von der
finnischen Gesellschaft Kojair geliefert.
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Ein zweites bekanntes System wird von der britischen Gesellschaft Ollerton
Laboratories unter der Marke "OMNIFLOW" geliefert. Gemäß diesem
bekannten System wird eine positive Luftströmung bereitgestellt, wobei in dem
Ventilationssystem ein negatives Ionisationssystem optional vorgesehen sein
kann, welches, durch Beeinflussung der aus dem Ventilationssystem
herausströmenden Luft eine Verminderung der Müdigkeit und eine Erhöhung
der Konzentrationskraft beim Personal im Operationssaal bewirkt. Ferner
offenbart dieses bekannte System, daß eine Verminderung der Luftströmung
eine Verminderung der Luftbehandlung an der Stelle der Operation zustande
bringt. Dies beruht auf der Konvektionswärme von chirurgischen Lampen, dem
Patienten usw.. Außerdem schaffen vier Ausblasquadranten Probleme mit der
Auftreffgenauigkeit bezüglich der Aktivitätszone auf dem Operationstisch.
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Zur weiteren Erläuterung des Stands der Technik wird auf das schwedische
Patent 419126 verwiesen, welches eine Lösung betrifft, bei der die Teilung in
Zonen keine variable Funktion erlaubt und zusätzlich die
Temperatursteuerung/regelung problematisch ist.
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Das britische Patent 1127793 betrifft die Verwendung eines "Luftvorhangs",
welcher in der Umgebung eines Operationssaals ein Risiko ist, da eine Gefahr
besteht, daß Partikel abgetrennt werden können und in Kontakt mit dem
chirurgischen Schnitt des Patienten kommen.
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Das schwedische Patent 34 53 18 betrifft eine Lösung, welche Ventilation in
der Bodenfläche benötigt. Dies bewirkt auch Probleme bezüglich der
Reinigung. Die technische Lösung umfaßt im wesentlichen einen Luftvorhang,
um eine Person in einem äußeren Bereich zu schützen.
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Das britische Patent 1186554 betrifft eine Lösung, bei der zwei Düsenreihen
im Außenbereich des Ventilationssystems verwendet werden. Diese Lösung
ist auch nicht besonders vorteilhaft in einer Umgebung eines Operationssaals.
Der Unterschied zwischen diesen zwei bekannten Techniken ist, daß das
britische Patent 1349717 eine Lösung beschreibt, durch welche eine
gleichmäßigere Verteilung der aus der Hauptkammer herausströmenden Luft
erreicht wird.
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Das britische Patent 1565952 beschreibt eine Technik, welche an die aus dem
schwedischen Patent 419126 offenbarte erinnert, aber es nicht schafft eine
Luftströmung mit einer Geschwindigkeit im Bereich von 0,5 m/s
bereitzustellen, um sich Konvektionsströmungen zu widersetzen. Die gezeigte Einheit hat
den Nachteil, daß sie gefährlich wird, da das System durch Verunreinigungen
verschmutzt wird.
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Das britische Patent 1474732 betrifft eine Technik im Zusammenhang mit
Farbbesprühen von Schuhen. Luftsauglüfter in der Bodenfläche werden
verwendet, welche im Zusammenhang mit einem Operationssaal nicht
anwendbar sind und die Luftaustauschrate beträgt etwa 60 mal pro Stunde.
In der Umgebung eines Operationssaals sollte die Lufterneuerung wenigstens
400 mal pro Stunde stattfinden. Die Verwendung von Mikrofiltern ist nicht
offenbart und dieses bekannte Design führt zu sehr unterschiedlichen
Temperaturzonen.
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Die deutsche Offenlegungsschrift 25 12 679 beschreibt die Verwendung von
örtlicher Luftreinigung und die Notwendigkeit einer sauberen Zone für
Instrumente außerhalb der Reinigungszone wird nicht in Betracht gezogen.
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Die deutsche Offenlegungsschrift 35 16 488 beschreibt eine
Luftkonditionieranlage für Operationssäle, wo der Luftaustausch mit einem zu niedrigen
Niveau stattfindet und wo zusätzlich eine Mischung der Innenluft und der
sauberen Luft stattfindet.
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Die EP-A-0 372 784 offenbart eine deckenbefestigte Ventilationssystemeinheit
für einen Operationssaal.
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Einer der hauptsächlichen Nachteile dieser bekannten Anlagen war jedoch, daß
die Temperatur im Operationssaal beispielsweise im Gebiet des
Operationstischs im Vergleich zu den den Operationstisch umgebenden Bereichen
unerwünscht hoch oder niedrig werden kann. Dies kann unmittelbare
Konsequenzen für den Patienten auf dem Operationstisch haben und darüber
hinaus die Effizienz des Personals in dem Operationssaal beeinflussen, was
wiederum für das Ergebnis der Operation Bedeutung haben kann. Insbesondere
kann übermäßiges Abkühlen des Patienten dramatische Konsequenzen haben,
die möglicherweise sogar zum Tod führen.
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Erfahrungsgemäß ist der Operationssaal die Quelle von mehr als 25% aller
Infektionen, mit denen ein Patient in Kontakt kommen kann, während er im
Krankenhaus ist. Dies hat eine Zunahme der Notwendigkeit einer medizinische
Behandlung, längere Krankenhausaufenthalte und größere Zahlungen von
Beihilfesysteme zur Folge. Folglich ist eine effiziente Luftkonditionierung in
einem Operationssaal eine der wichtigsten Präventivmaßnahmen, welche in
einem Krankenhaus angetroffen werden sollten, hinsichtlich sowohl der
Hygiene in dem Operationssaal als auch der Arbeitsbedingungen, unter
welchen das Personal arbeitet und welche für das Ergebnis der Operation
Bedeutung haben können. Die verwendete Operationstechnik und die
geeignete Verwendung von Antibiotika vor oder nach der Operation sind
natürlich zusätzliche Faktoren.
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Es ist sofort verständlich, daß eine Luftventilationstechnik speziell für die
Chirurgie in Verbindung mit Orthopädie, Neurochirurgie, Herzchirurgie und
Mikrochirurgie wichtig ist, wo außergewöhnlich sterile Bedingungen besonders
benötigt werden. Es hat sich herausgestellt, daß die direkte Berührung und in
der Luft befindliche Verunreinigungen nahezu 98% der Mikroorganismen
bilden, welche mit dem chirurgischen Schnitt während größerer Operationen
in Berührung kommen. Postoperative Infektionen und wo üblicherweise
weniger sterile Bedingungen angetroffen werden, werden durch
Mikroorganismen verursacht, welche keine Verbindung mit dem tatsächlichen
Operationssaal haben.
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Es wurde jedoch zunehmend erforderlich, nicht nur die Luftströmung, welche
den Patienten und den chirurgischen Schnitten, welche behandelt werden,
zugeführt wird, sondern auch die Luftströmung, welche dem Personal, das die
Operation durchführt, zugeführt wird, und die Innenluft allgemein in Betracht
zu ziehen.
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In Erkenntnis dieser Notwendigkeit wird gemäß der Erfindung vorgeschlagen,
daß ein Abschnitt oder Abschnitte dafür vorgesehen ist/sind, Luft zu einer
jeweilige Aktivitätszone hin abzugeben, daß eine Teil-Luftauslaßfläche der
Gesamt-Luftauslaßfläche mit einem im wesentlichen I, H, T oder Y-förmigen
Auslaßbereich unmittelbar über einem Operationstisch angeordnet ist und Luft
zum eigentlichen Operationstisch leitet, und daß einer oder mehrere Abschnitte
in einer Randzone der Einheit über einen Teil der gesamten Luftauslaßfläche
und von dieser stromabwärts mit mehreren Luftleitfinnen ausgerüstet ist/sind,
welche bei der gemeinsamen Bewegung aus einer Anfangsposition heraus
Mittel für unterschiedliche Winkelablenkung oder Abweichung voneinander
aufweisen, wobei die jeweilige Winkelablenkung oder Abweichung von den
Finnen von einer Finne zur nächsten zunimmt, wenn sich die Position der
Finnen einem äußeren Rand des Ventilationssystems nähert.
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Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Einheit sind drei oder mehr
Finnen vorgesehen, wobei benachbarte Finnen unterschiedliche Längen
besitzen und wobei die Projektion von jeder Finne in der Richtung des äußeren
Rands des Systems zunimmt.
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Es ist ein Vorteil, wenn die Finnen schwenkbar an Zahnrädern angebracht sind,
die in einer Richtung zu einem äußeren Rand der Einheit hin allmählich
reduzierenden Durchmesser besitzen und mechanisch z. B. durch einen
Zahnriemen miteinander verbunden sind. Die Winkelabweichung von den jeweiligen
Finnen nimmt von einer Finne zur nächsten allmählich derart zu, daß bei
Drehung einer Finne um 7,5º die nächste Finne eine Winkelabweichung von
15º besitzen kann und mit einer zusätzlichen Zunahme der Winkelabweichung
von 7,5º für jede weitere Finne. Es ist jedoch möglich, die Zunahme der
Winkelabweichung optional nur für zwei benachbarte Finnen zu variieren.
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Die mechanisch miteinander verbundenen Finnen können z. B. durch einen
Motor, vorzugsweise einen spannungsgesteuerten/geregelten Motor betätigt
werden, wobei die Betätigung des Motors manuell oder basierend auf
Parametern gesteuert/geregelt wird, ausgewählt aus der Gruppe von:
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Luftströmung in der nahen Zone der Ventilationssystemeinheit, Luftfeuchtigkeit
und Lufttemperatur.
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Es ist möglich, wenigstens eine manuell betätigbare Luftleitfinne vorzusehen,
welche stromabwärts der Teil-Luftauslaßfläche angeordnet ist.
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Gemäß weiteren Ausführungsformen der Einheit weist wenigstens einer der
Abschnitte Mittel auf, um im wesentlichen die Luftfeuchtigkeit der auf den
Bereich des Operationstischs geleiteten Luft zu erhöhen und zu regulieren.
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Wenn die Zone der Aktivität ein Operationstisch in einem Operationssaal ist,
ist es besonders wichtig, das Abkühlen des Patienten auf dem Operationstisch
zu reduzieren. Das Abkühlen eines Patienten beruht auf der Verdunstung vom
chirurgischen Schnitt/Operationsbereich. Durch das Zuführen
temperaturgesteuerter/geregelter und feuchtigkeitsgesteuerter/geregelter Luft wird eine
bisher nicht erreichte aktive Verhinderung von Hypothermieproblemen während
der Operationen erreicht.
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Ferner ist es vorteilhaft, daß wenigstens einer der Abschnitte eine Einrichtung
zur Biokonditionierung der ausgestoßenen Luft durch Bereitstellung sowohl
positiver als auch negativer Ionisation der Luft aufweist. Biokonditionierung
oder Bioklimatisierung sollte so verstanden werden, daß es eine plus/minus
Wechselsstromionisierung bedeutet, welche einen sterilisierenden Effekt
besitzt, z. B. in dem Operationssaal. Dies ist eine erfindungsgemäße Neuheit
im Bereich der Operationssaallufthygiene. Testergebnisse deuten darauf hin,
daß Biokonditionierung bei weitem effektiver als UV-Licht ist, zeitlich sogar
5- bis 6-mal effektiver. Der Grund dafür ist hauptsächlich die Tatsache, daß
Biokonditionierung keine Bereiche mit Schattenfelder besitzt, wie es für UV-
Licht üblich ist. Die üblichen Ionisierungssysteme z. B. Negativionisation sind
nur in der Lage, einige Bakterien in Verbindung mit einem bestimmten Grad an
erhöhter Extraktion an angehäuften Staub- und/oder Bakterienpartikeln zu
eliminieren. Biokonditionierung besitzt auch einen Sterilisationseffekt
unmittelbar auf die Schattenbereiche und in Ecken und Ritzen.
Biokonditionierungsausrüstung arbeitet mit speziellen Strahlungsfrequenzen zur
Ionisierung insbesondere von Sauerstoff.
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Ferner wäre es vorteilhaft, wenn wenigstens die von der Innenluft verwendete
Luft durch Schallabsorber/Druckverteilungsmatten zum für jeden Abschnitt
vorgesehenen Ventilatorgebläse strömen müßte und daß auf jeder Seite ein
scheibenförmiger Schallabsorber und Diffusor vorgesehen ist, der vom Auslaß
des Gebläses zum Ende von einer im wesentlichen horizontalen unter dem
Gebläse angeordneten Schallplatte geneigt ist. Die Luft, welche von dem
Gebläse ausgestoßen wird, strömt über die Schallplatte und wird um diese
herum auf dem Weg zur Auslaßöffnung des Abschnitts abgelenkt.
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Es ist vorteilhaft, wenn schallabsorbierendes Material an der Unterseite der
Schallplatte vorgesehen ist, und wenn vertikale Luftleitflächen vorgesehen
sind, welche sich von der Auslaßöffnung des Gebläses zu oder über das Ende
der Schallplatte hinaus erstrecken.
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Die Auslaßöffnung des Gebläses kann mit einem Mikrofilter auf eine an sich
bekannte Weise versehen sein. Neuartig in dieser Verbindung ist, daß die
spezielle und an die Bedürfnisse angepaßte Unterteilung auch die zweckmäßige
Unterteilung von verschiedenen Mikrofiltrationsgraden möglich macht, welche
zum Erhalt eines optimalen Luftvolumens und Filterökonomie vorteilhaft ist.
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Die von jedem Abschnitt ausgestoßene Luft ist mit einer Reinheit im Bereich
von 0,1 bis 10 cfu/m³ (cfu/cu.m) versehen, wobei der tatsächliche
Operationsbereich eine Reinheit im Bereich von 1 cfu/m³ (cfu(cu.m) besitzt.
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Auf eine an sich bekannte Weise ist ein sich vertikal erstreckender Einschnitt
in der Mitte des Ventilationssystems zur Befestigung einer Tragstütze für eine
Lampenarmatur vorgesehen.
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Die Erfindung wird nun detaillierter unter Bezugnahme auf die beigefügten
Zeichnungen beschrieben, welche nicht beschränkende Ausführungsformen
der Erfindung veranschaulichen.
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Fig. 1 veranschaulicht die erfindungsgemäße Einheit einer ersten
Ausführungsform, von oben gesehen, wobei die Deckplatte der
Einheit entfernt ist.
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Fig. 2 zeigt den Schnitt II-II in Fig. 1.
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Fig. 3 zeigt den Schnitt III-III in Fig. 1.
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Fig. 4 ist eine perspektivische Ansicht der Einheit gemäß der Erfindung,
von unten gesehen.
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Fig. 5 veranschaulicht die Montagemethode und Verwendung der
Einheit in einem Operationssaal.
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Fig. 6 ist eine schematische Abbildung einer Alternative der in Fig. 1
gezeigten Ausführungsform.
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Fig. 7 zeigt ein vergrößertes Detail der Ausführungsform in Fig. 2.
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Fig. 8 veranschaulicht eine typische Ausführungsform der mechanisch
miteinander verbundenen Luftsteuerfinnen.
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Fig. 1 veranschaulicht eine Ausführungsform der Einheit, wobei vier durch die
Bezugszahlen 1, 2, 3 und 4 bezeichnete Abschnitte vorgesehen sind. Jeder der
Abschnitte ist mit einem Gebläse ausgerüstet, das jeweils durch die
Bezugszahlen 5, 6, 7 und 8 bezeichnet ist. Die Gebläse sind an jeweiligen
Schallplatten 9, 10, 11 und 12 befestigt, wobei die Platten als Schalldämpfer bzw.
Schalfabsorber dienen. Optional können die Schallabsorber auch als Luftfilter
funktionieren.
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Gemäß dem vorgeschlagenen Beispiel sind die jeweiligen Abschnitte mit
Lufteinlaßöffnungen ausgerüstet, um die Ventilationseinheit mit Einlaßluft in
der Form von Luft vom umgebenden Raum zu versorgen. Die
Lufteinlaßöffnungen für den Abschnitt 1 sind durch die Bezugszahlen 13, 14, für den
Abschnitt 2 durch die Bezugszahlen 15, 16, für den Abschnitt 3 durch die
Bezugszahlen 17, 18 und für den Abschnitt 4 durch die Bezugszahlen 19 und
20 bezeichnet. Innerhalb der jeweiligen Lufteinlaßöffnungen 13-20 ist ein
Vorfilter vorgesehen, welcher als ein Grobfilter und/oder Fusselfilter dient und
für die jeweiligen Öffnungen durch die Bezugszahlen 21, 22, 23, 24, 25, 26,
27 bzw. 28 bezeichnet ist.
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Um in der Lage zu sein, eine gegenseitig unabhängige Temperatursteuerung/-
regelung der Luft sicherzustellen, welche aus jedem Abschnitt abgegeben
werden soll, sind gemäß der veranschaulichten Ausführungsform in
Verbindung mit den jeweiligen Luftzufuhröffnungen 13-20,
Temperatursteuerungs/-regelungselemente bereitgestellt, die jeweils durch die
Bezugszahlen 29, 30, 31, 32, 33, 34, 35 und 36 bezeichnet sind. Wie erwähnt wäre
es vorteilhaft, in Verbindung mit einem oder mehreren der Abschnitte, einen
Wechselstrom-Ionisationsbiokonditionierer bereitzustellen, um auf diese Weise
die Lufthygiene zu erhöhen, die Staubmenge zu verringern, die statischen
Elektrizitätsprobleme zu verringern und die Arbeitsbedingungen in einem
Operationssaal zu verbessern. Als ein Beispiel ist ein derartiger
Biokonditionierer in Verbindung mit Abschnitt 3 gezeigt und ist durch die
Bezugszahlen 37 und 38 bezeichnet.
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Wie in Verbindung mit den Abschnitten 3 und 4 gezeigt, sind jeweilige Gebläse
7 und 8 an jeweiligen Leitflächen 11 und 12 angebracht. Die Luft wird um die
jeweiligen Leitflächen 11 und 12 hinter eine Schallplatte 39 im Abschnitt 3
und eine Schallplatte 40 im Abschnitt 4 geleitet. Bevor die Luft aus den
Abschnitten 3 und 4 abgegeben wird, muß sie durch einen Mikrofilter 41
strömen. Ein Teil der Abschnitte 3 und 4 kann optional mit einem zusätzlichen
Temperatursteuerungs/Regelungselement ausgerüstet sein, das jeweils durch
die Bezugszeichen 42 und 43 bezeichnet ist.
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Ferner können Befeuchtungsmittel in der Form von Dampfaustragsverteilern 81
und 82 vorgesehen sein, wie in den Fig. 1, 2, 3 und 4 zu sehen ist.
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Die Abschnitte 3 und 4 sind auch mit Diffusorelementen oder
Schalldämpferelementen 44 und 45 bzw. 46 und 47 ausgerüstet und in ähnlicher Weise
werden solche Elemente auch in den Abschnitten 1 und 2 gefunden, die durch
die Bezugszahlen 52, 53 bzw. 54 bezeichnet sind. Normalerweise wäre es
ausreichend, eine Versorgung an Innenluft (RL) zu den Abschnitten 3 und 4 zu
besitzen, aber gemäß der vorliegenden Erfindung ist es auch möglich, Luft von
einem zentralen Ventilationssystem SA des Gebäudes zuzuführen und diese
Luft, die als SA bezeichnet ist, kann im Fall der Abschnitte 3 und 4 über
Verbindungsrohre 48 und 49 zugeführt werden. Diese Luft würde
normalerweise ein absolutes Minimum an Verunreinigungen aufweisen und kann durch
einen Filter 50, 51 für die Abschnitte 3 bzw. 4 hindurch strömen, bevor die
Luft in den Abschnitt strömt.
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Wie durch die unterbrochenen Linien in der Fig. 1 angedeutet ist, sind die
Verbindungsrohre 48 und 49 vorzugsweise über dem Gebläsegehäuse 7, 8
angeordnet, obwohl eine andere Anordnung für solche Verbindungsrohre
innerhalb des Schutzbereichs der Erfindung möglich wäre.
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In Verbindung mit den Abschnitten 2 und 3 sind, wie man sieht, auch
Diffusorplatten 52, 53 im Abschnitt 1 und in ähnlicher Weise Diffusorplatten
im Abschnitt 2 vorgesehen, die durch das Bezugszeichen 54 bezeichnet sind,
da nur eine der Platten durch ein Bezugszeichen bezeichnet ist. Zusätzlich
wäre es vorteilhaft, wenn in der Richtung der Luftströmung von dem Gebläse
vertikale Luftleitflächen 55 angeordnet wären, die sich von der Auslaßöffnung
des Gebläses zu oder über das Ende der Schallplatten 9 (im Fall des Abschnitts
1) oder 10 (im Fall des Abschnitts 2) erstrecken.
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Ein sich vertikal erstreckender Einschnitt 56 ist in der Mitte des
Ventilationssystems zur Befestigung einer Stütze für eine Lampenarmatur vorgesehen.
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Wie aus der Fig. 2 gesehen werden kann, wäre es vorteilhaft, über einen Teil
der Fläche der Auslaßöffnung flache Luftführungsfinnen 57, 58 für die
Abschnitte 3 bzw. 4 und Luftführungsfinnen 59, 59' z. B. in den Abschnitten
1 und 2 vorzusehen. Größere einzelne Finnen könnten auch manuell verwendet
werden, um die Verteilung zwischen den unterschiedlichen Zonen gemäß den
Wünschen des Benutzers anzupassen. Eine detailliertere Erklärung der
Verwendung der Finnen erfolgt in Verbindung mit den beigefügten Fig. 7
und 8.
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In dem vorliegenden Beispiel sind die Abschnitte 1 und 2 identisch und
bezüglich Fig. 3 werden diese Abschnitte detaillierter beschrieben. Die aus
dem Gebläse 5 herausströmende Luft strömt wie gezeigt um die Schallplatte
9. Die Schallplatte ist vorzugsweise mit einem schalldämpfenden Material an
dessen Unterseite versehen, das durch die Bezugszahl 60 bezeichnet ist. In der
veranschaulichten Ausführungsform werden vorzugsweise die Abschnitte 1
und 2 die zwei Abschnitte sein, welche den tatsächlichen Operationstisch mit
gereinigter Luft versorgen. Aus diesem Grund wäre es vorteilhaft, wenn der
Einlaß von Innenluft begrenzt wäre und evtl. auf der größtmöglichen
Versorgung der möglichst sauberen Luft vom Zentralsystem des Gebäudes,
d. h. einer Versorgung von Luft SL basiert, wie in Fig. 3 gezeigt ist. Diese Luft
SL wird in Abschnitt 1 über ein Verbindungsrohr 61 und einen Filter 62
eingeleitet. Es ist sofort verständlich, daß dasselbe für Abschnitt 2 gilt.
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Mit dem gemäß Fig. 1 offenbarten Aufbau ist es möglich, ein
Luftströmungsmuster wie z. B. in Fig. 2 gezeigt zu erreichen, wo verschiedene Arten von
Mikrofiltern vorgesehen werden können, die in der Figur von links nach rechts
zu sehen sind. Die Filtration wird in der veranschaulichten Ausführungsform
der kürzestmöglich Abstand zur linken und der weitestmögliche zur rechten
sein, wo die Zahl an Verunreinigungen pro Kubikmeter Luft z. B. 10 beträgt. In
einem angrenzenden Teil der Abschnitte 3 und 4 wird eine verbesserte
Filtration durchgeführt, z. B. insgesamt 5 Verunreinigungen pro Kubikmeter
Luft, da dieser Ventilationsbereich näher am Operationstisch ist. Über dem
tatsächlichen Operationstisch, d. h. unmittelbar unter den Abschnitten 1 und
2 sind die Mikrofilter und die den Abschnitten zugeführte Luft derart, daß die
aus den Sektionen ausströmende Luft z. B. zwischen 0,1 und 10
Verunreinigungen pro Kubikmeter Luft, sogenannten Kolonie-bildenden Einheiten pro
Kubikmetern (cfu/m³) besitzt.
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Es ist auch sofort verständlich, daß es möglich wäre, die Geschwindigkeit zu
steuern/regeln, mit der die Luft aus den einzelnen Abschnitten separat
herausströmt. Wegen der zusätzlichen
Temperatursteuerungs/regelungselemente 42, 43 in den Abschnitten 3 bzw. 4 wird die Luftgeschwindigkeit
geringer sein, auch in Verbindung mit der Tatsache, daß der diesem Element
benachbarte Mikrofilter eine größere Filterkapazität besitzt. Folglich entsteht
im Fall der Abschnitte 3 und 4 die Möglichkeit, mit Geschwindigkeiten V1 und
V2 bzw. V5 und V6 zu arbeiten, während man in den Abschnitten 1 und 2
mit Luftgeschwindigkeiten V3 bzw. V4 arbeiten kann. Es ist sofort
verständlich, daß die Geschwindigkeiten V1 und V6 und auch V2 und V5 ebenso
wie die Geschwindigkeiten V3 und V4 unterschiedlich sein können. Jedoch
können diese jeweiligen Geschwindigkeiten auch so ausgewählt sein, daß sie
im wesentlichen gleich sind. Die Geschwindigkeitsteuerung/Regelung für die
jeweiligen Luftgeschwindigkeiten wird möglich sein, welche bei der Erreichung
eines gewünschten Luftmusters in einem vorgegebenen Operationssaal unter
den darin vorherrschenden Operationsbedingungen hilfreich sein wird.
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Um in der Lage zu sein, eine zweckmäßige Befestigung der Mikrofilter mit
zugehörigen Rosten sicherzustellen, sind am oberen Ende der Mikrofilter
permanent mit dem Rahmen des Ventilationssystems verbundene Tragstützen
63, 64 so vorgesehen, daß die Mikrofilter 41 an den Trägern mit der Hilfe von
Befestigungsarmaturen unter Verwendung einer Schrauben/Bajonettverbindung
befestigt werden können.
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Wie aus der Fig. 1 gesehen werden kann, haben die zwei Abschnitte 1 und
2, welche Luft in den Bereich des tatsächlichen Operationstischs zuführen,
zusammen eine Luftauslaßfläche, welche eine I- oder eine H-Form bildet.
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Wie in der Fig. 6 gezeigt ist, haben die entsprechenden Abschnitte 1' und 2'
eine annähernde T- oder Y-Form. Die entsprechenden Abschnitte für Gebiete
außerhalb des Operationstischs in Fig. 6 sind durch die Bezugszahlen 3' bzw.
4' bezeichnet. Die Gebläse in den Abschnitten 1', 2', 3', 4' sind durch
Bezugszahlen 5', 6', 7' und 8' bezeichnet. Die Luftauslaßbereiche von den
jeweiligen Abschnitten sind durch die Bezugszahlen 1", 2", 3" und 4" in Fig.
6 bezeichnet. Wie detaillierter in Fig. 7 gezeigt ist, können in dem Abschnitt/-
Kammer über dem Operationstisch Dampfverteiler in einer Zahl, Größe und
Länge vorgesehen sein, derart, daß die im wesentlichen nach unten auf den
Bereich des chirurgischen Einschnitts des Patienten strömende Luft befeuchtet
ist, zusätzlich zur Lufttemperatur, die in einem bestmöglichen Optimalwert
vorliegt.
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Wie für die Ausführungsform in Fig. 1 gezeigt ist, wo Trennwände 65
zwischen den Abschnitten verwendet werden, werden zusätzlich zu der
äußeren Wand 66 des Ventilationssystems ähnliche Trennwände 65' und
äußere Wände 66' in der in Fig. 6 veranschaulichten Ausführungsform
verwendet. Die Gebläse 5', 6', 7', 8' sind auf Schallplatten 67, 68 und 69
befestigt. Es sollte jedoch verstanden werden, daß die in Fig. 6 gezeigte
Ausführungsform nur enthalten ist, um die zahllosen möglichen Variationen
des Aufbaus zu veranschaulichen, die im Schutzbereich der Erfindung liegen.
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In Fig. 4 ist das perspektivisch veranschaulichte Ventilationssystem von
unten zu sehen ohne eine befestigte chirurgische Lampenarmatur. In einer
bevorzugten aber für die Erfindung nicht begrenzenden Ausführungsform kann
eine Lichtleiste 70 einer an sich bekannten Art längs des Umfangs des
Ventilationssystems angeordnet sein. Diese Lichtleiste wird den Bereich um
den Operationstisch mit normaler Beleuchtung versehen, während der
tatsächliche Operationstisch und der Patient durch eine spezielle chirurgische
Lampenarmatur beleuchtet wird, die in Fig. 5 durch die Bezugszahl 71
bezeichnet ist. Die Armatur 71 ist von einer Tragstütze 72 getragen, welche
an der Decke in dem tatsächlichen Operationssaal befestigt ist. Die Armatur
wird über ein Kabel 73 mit Energie versorgt.
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Zentralluft (SL) vom zentralen Ventilationssystem des Gebäudes wird zur
Ventilationseinheit in dem Operationssaal über den Ventilationskanal 74 und
die besagten Verbindungsrohre 48, 49 und 61 geleitet. Diese Luft wird
bezüglich Temperatur und Volumen optimal gesteuert/geregelt. Das Volumen
der Luft wird auch ein wichtiges Mittel sein, das auf die richtige Menge,
bezüglich der Größe und Höhe des Raums unter der Decke, zu verändern ist,
wobei das effizienteste mögliche Luftmuster vorgesehen sein kann, d. h. die
größtmögliche saubere Zone bezüglich der Filterfläche. Luft vom
Operationssaal 75 wird teilweise als Rückluft RL zurück zu dem Ventilationssystem über
Einlaßöffnungen geleitet, die in Fig. 5 durch die Bezugszahlen 15 und 16
bezeichnet sind und teilweise durch einen Rückführungskanal 76, welcher
zurück zum zentralen Ventilationssystem SA des Gebäudes führt, um dort
gereinigt und rezirkuliert zu werden. Wenn das System ohne innere Gebläse
hergestellt wird, werden etwa 70% der Rückluft RL durch eine geschlossene
Kammer zum Kanal 76 strömen. In diesem Fall sind am oberen Ende der
Einheit Rückkehröffnungen vorgesehen, vorzugsweise eine oder zwei für jede
Seite, um auf diese Weise eine Neueinstellung der Verteilung zwischen den
unterschiedlich behandelten Luftvolumen in den einzelnen Abschnitten oder
Zonen möglich zu machen.
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In Fig. 5 bezeichnet das Bezugszeichen 77 einen Patienten, der auf dem
Operationstisch 78 liegt und sich einer durch einen Chirurgen 79
durchgeführten Operation unterzieht.
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Wie in Fig. 1 gezeigt, können Luftleitfinnen 80 (insbesondere durch 80', 80"
und 80''' bezeichnet) im Bereich der Aktivitätszone, d. h. z. B. einem
Operationstisch in einem Operationssaal vorgesehen sein. In dem Beispiel in Fig. 1
kann die Finne 80" manuell durch den Chirurgen betätigt werden. In ähnlicher
Weise wird die Finne 80' durch den Assistenten des Chirurgen betätigt,
während die Finne 80''' durch den Anästhesisten betätigt werden kann.
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Eine Finne im Zusammenhang mit der vorliegenden Anmeldung ist ein
aerodynamischer Körper in der Form einer Folie, eines Flügelprofils, einer
geformten, länglichen Platte oder dergleichen. Eine Finne dieser Art kann
optional in der Form eines extrudierten Profils hergestellt sein.
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Die Bezugszahlen 81 und 82 bezeichnen Dampfdüsen zur Befeuchtung der
Luft, die aus den jeweiligen Abschnitten in dem System (siehe auch Fig.
2 und 7) abgegeben werden soll. Ein Kondensationsschlauch 83 (siehe Fig.
7) kann optional an der Unterseite des Dampfverteilers vorgesehen sein.
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Wie in den Fig. 3 und 7 gezeigt ist, können die manuell betätigbaren Finnen
80 mit einem Handgriff 84 versehen sein. Im Zusammenhang mit einem
Operationssaal kann der Handgriff so gefertigt sein, daß er austauschbar ist,
so daß er für jede Operation steril ist.
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In Fig. 4 sind die besagten Finnen 80 oder präziser nur 80' und 80"
angezeigt, während der Deutlichkeit halber nur die Finne 80" in Fig. 5 gezeigt
ist.
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In Fig. 7, welche eine etwas vergrößerte und detailliertere Version der Fig.
3 ist, ist einer der Dampfverteiler gezeigt (Bezugszahl 81). Die
Luftführungs
finneneinheit 59 in der Randzone ist dargestellt, wie sie allmählich schmälere
Vorsprünge besitzt, wenn sich die Position der Finne dem äußeren Rand des
Ventilationssystems nähert. Dies wird detailliert in Verbindung mit Fig. 8
beschrieben. Eine Luftdetektoreinheit 85 kann an der Außenseite des Systems
mit beabstandeten Detektoren 86 angebracht sein. Die Detektoren können
dafür vorgesehen sein, z. B. die Luftströmung, die
Luftströmungsgeschwindigkeit, die Lufttemperatur und/oder die Luftfeuchtigkeit zu erfassen. Ein Kabel
87 verbindet die Einheit mit einem Signalprozessor, wie in Verbindung mit
Fig. 8 beschrieben ist.
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In Fig. 8 ist die Einheit 59 von Luftfinnen 88, 89, 90, 91, 92 und 93
veranschaulicht. Die Einheit würde natürlich in der Lage sein, mehr oder
weniger Finnen zu enthalten. In der vorliegenden Ausführungsform ist jede
Finne jeweils an einem drehbaren Zahnrad 88', 89', 90', 91', 92', 93'
angebracht. Um eine mechanische Verbindung zwischen den Zahnrädern
sicherzustellen, können entweder unmittelbare Zahnradverbindungen oder eine
Kette oder ein Zahnriemen 94, wie angedeutet, verwendet werden. Es ist
vorteilhaft, zusätzlich Druckräder 95, 96, 97, 98 und 99 zwischen
benachbarten Zahnrädern 88'-93' zu verwenden, um die Verbindung gespannt zu
halten und zu verhindern, daß sich die Finnen in Bezug aufeinander hin- und
herbewegen. Die Finnen 88-93 werden als eine Einheit 59 mittels eines
Motors 100 bewegt, welcher eine Antriebswelle 101 besitzt, die an einem
Zahnrad 102 angebracht ist. An der Welle des Zahnrads 93' ist ein weiteres
Zahnrad 103 angebracht und eine Kette oder ein Zahnriemen 104 bildet eine
Verbindung zwischen den Zahnrädern 102 und 103. Der Motor 100 kann eine
Umwandlungsschaltung 100' enthalten, welche bewirkt, daß der Drehwinkel
der Motorwelle eine Funktion der Spannung ist, welche der Schaltung 100'
zugeführt wird. Solche Motoren mit eingebauten Umwandlungsschaltungen
sind übliche Handelsprodukte. Alternativ kann der Motor 100 ein üblicher
Schrittmotor sein. Die zugeführte Spannung kann z. B. im Bereich von 0-10
Volt liegen, obwohl dies nicht als eine Beschränkung verstanden werden soll.
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Es kann zweckmäßig sein, den Motor durch einen Mikroprozessor 105 so zu
steuern/regeln, daß der Motor 100 entweder als ein Ergebnis der erfaßten
Parameter, welche von der Detektoreinheit 85 über das Kabel 87 übertragen
werden, automatisch zu steuern/regeln, oder von einem Steuerungskasten 106
aus manuell zu steuern.
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In der vorgeschlagenen Ausführungsform kann die Finne 93 um einen Winkel
v von 90º gedreht werden. Die Winkelablenkung der anderen Finnen 92-88
wird allmählich kleiner sein. In der veranschaulichten Position der Finnen haben
diese einen unterschiedlichen Winkel zueinander. Somit ist in einer
bevorzugten Ausführungsform, obwohl für die Erfindung nicht beschränkend, ein
Drehverhältnis zwischen den Finnen 88-93 entsprechend 7,5 : 15 : 22,5 : 30
: 32,5 : 40 ausgewählt.
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Der Zweck der Luftfinnen 88, 89, 90, 91, 92, 93 ist, das Eindringen von
unsauberer Luft in den Bereich sauberer Luft auf eine optimale Weise zu
verhindern, während der größtmögliche Bereich sauberer Luft erhalten wird.
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Obwohl die vorliegende Erfindung bezüglich der bevorzugten
Ausführungsformen veranschaulicht und beschrieben wurde, ist es sofort verständlich, daß
Modifikationen innerhalb des Schutzbereichs der zugehörigen Patentansprüche
und innerhalb des für einen Fachmann bei Betrachtung der durch die
vorliegende Anmeldung gelieferten Lehre offensichtlichen Schutzbereichs
durchgeführt werden können.