DE693528C - Einrichtung zum Verdampfen von Laugen - Google Patents

Einrichtung zum Verdampfen von Laugen

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DE693528C
DE693528C DE1938M0142796 DEM0142796D DE693528C DE 693528 C DE693528 C DE 693528C DE 1938M0142796 DE1938M0142796 DE 1938M0142796 DE M0142796 D DEM0142796 D DE M0142796D DE 693528 C DE693528 C DE 693528C
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Germany
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spiral
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evaporation
steam
lye
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DE1938M0142796
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Inventor
Heinrich Koeppe
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SANGERHAUSEN AKT GES MASCHF
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SANGERHAUSEN AKT GES MASCHF
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D3/00Distillation or related exchange processes in which liquids are contacted with gaseous media, e.g. stripping
    • B01D3/06Flash distillation

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description

  • Einrichtung zum Verdampfen von Laugen Zum Eindicken von Laugen wurden bereits die verschiedenstenVerdampferkonstruktionen vorgeschlagen. So sind z. B. Röhrenverdampfer bekannt, bei denen die Lauge zwangsläufig geführt wird. Aus konstruktiven und physikalischen Gründen ist es jedoch bei diesen nicht möglich, den Heizdampf vollständig im Gegenstrom zur Lauge zu leiten.
  • Prinzipiell ist die zwangsläufige Gegenstromführung eines wärmeaufnehmenden mit einem wärmeabgebenden Mittel auf einem anderen Gebiete, nämlich durch die sogenannten Spiralwärmeaustauscher, bereits bekannt. Diese dienen hier jedoch nur als Vorwärmer oder Kondensatoren. In der Literatur wurde zwar schon der Vorschlag gemacht, ein Spiralsystem als Verdampfer zu verwenden, wobei die Entspannung des Dampfes (Trennung des Dampfes von der Flüssigkeit) innerhalb des Spiralkanals erfolgen sollte. Das hat zur Folge, daß oberhalb des Flüssigkeitsstandes in dem Spiralkanal ein Raum für die Dampfentspannung frei bleibt, der zum Austrittsende hin infolge der mehr und mehr zunehmenden Verdampfungsleistung sich vergrößern muß. Dieser obere Dampfansammelraum des Spiralkanals wird gleich dem unteren von dem Verdampfungsmittel umspült, das dadurch nicht konzentriert nur auf die Flüssigkeit, sondern auch auf den bereits getrennten Dampf einwirkt, so daß sich eine verminderte Wärmeausnutzung des Verdampfungsmittels ergibt.
  • Ein wesentlicher Nachteil, apparativ betrachtet, besteht auch darin, daß das für eine wirkungsvolle Wärmeübertragung so vorteilhafte, in der Herstellung jedoch verhältnismäßig teure Spiralheizkörpersystem für die eigentliche Verdampfung nur schlecht ausgenutzt wird, da ein beträchtlicher Rauminhalt für die Dampfentspannung benutzt werden muß.
  • Im Gegensatz zu diesen bekannten Einrichtungen besteht der Erfindungsgedanke darin, dieses an sich bekannte Spiralsystem mit einem Nachverdampfer (Entspannungsgefäß) zu verbinden, und zwar derart, daß die Austrittsstelle für das Laugen-Dampf-Gemisch gleichzeitig die tangentiale Eintrittsstelle in diesen Nachverdampfer darstellt.
  • Ein nach diesen Richtlinien gebauter Verdampfer vereinigt gegenüber den bekannten Einrichtungen wesentliche Vorteile; nachstehend einige Beispiele: Der Spiralraum wird weitest gehend für- die Wärmeübertragung auf die zu verdampfende Flüssigkeit nutzbar gemacht, da der Spiralkanal nicht gleichzeitig der Dampfentspannung dient, sondern fast auf seiner ganzen Höhe von der Flüssigkeit durchströmt werden kann. Da auf diese Weise eine Dampfentspannung nach oben hin kaum möglich ist, entsteht innerhalb des Spiralkanals ein Dampfflüss igkeitsgemisch, das, in dem Bestreben sich irgendwohin zu entspannen, dem Austrittsende zuströmt. Infolge der zum Austrittsende hin mehr und mehr zunehmenden Volumenvergrößerung wird das Dampf-Luft-Gemisch mit allergrößter Geschwindigkeit durch den tangentialen Anschluß an den Nachverdampfer (Entspannungsgefäß) geleitet, in welchem es die im Spiralsystem erhaltene Rotierbewegung unmittelbar fortsetzen kann.
  • Hierdurch bildet sich innerhalb des Entspannungsgefäßes ein Strudel, der eine vergrößerte Flüssigkeitsoberfläche schafft. Diese vergrößerte Flüssigkeitsoberfläche sowie auch die schnelle Rotierbewegung der Flüssigkeit gewährleisten eine intensive Nachverdampfung.
  • Bei dieser Arbeitsweise wird praktisch die ganze Höhe des Spiralkanals für die Wärmeübertragung ausgenutzt, d.h. es wird kein bzw. kein wesentlicher Raum für die Dampfentspannung vergeudet; außerdem kommt es nicht vor, daß das Verdampfungsmittel einen Teil des Spiralkanals umspült, in dem sich keine Flüssigkeit, sondern der bereits von der Flüssigkeit getrennte Dampf befindet, was .eine verringerte Wärmeausnutzung des Verdampfungsmittels zur Folge haben würde.
  • Hervorzuheben ist noch, daß infolge der hohen Geschwindigkeit der im Gegenstrom vorbeistreichenden Elemente der Wärmeübertragungskoeffizient sehr groß ist; daher kommt man mit einer kleinen Verdampfungsoberfläche aus. Im Zusammenhang hiermit ergibt sich auch ein geringer Platzbedarf; ferner kann die Eisenkonstruktion erspart werden, da der Verdampfer leicht im Erdgeschoß unterzustellen ist. Ein Inkrusten der Lauge innerhalb des Spiralkanals ist durch die große :Durchflußgeschwindigkeit der Lauge ausgeschlossen; ebenfalls kann die Ansammlung nichtkondensierbarer Gase innerhalb des Dampfraumes, die die Wärmeübertragung beeinträchtigen, durch die hohe Durchflußgeschwindigkeit mit Sicherheit vermieden werden.
  • In der Zeichnung ist der Erfindungsgedanke in einigen Ausführungsbeispielen erläutert; es zeigen: Abb. I die zweckmäßige Anordnung des Spiralsystems um den Nadwerdampfer im Seitenriß, Abb. 2 den Grundriß hierzu, Abb. 3 die Anordnung des Spiralsystems seitlich des Nachverdampfers im Seitenriß, Abb. 4 den Grundriß einer Ausführungsform, bei der der Spiralkanal für das Laugen-Dampf-Gemisch mehr und mehr erweitert ist.
  • Im einzelnen bedeuten a den Hauptverdampfer, der aus zwei spiralförmigen Kanälen b und c besteht. Die Dampfeinführung erfolgt bei d und die Zuleitung der Lauge bei e, so daß sich eine konsequente zwangsläufige Gegenströmung ergibt. Der eintretende, noch volle Heizkraft aufweisende Dampf wird zuerst auf die am höchsten erhitzte Lauge und bei fortlaufender gleichmäßiger Wärmeabgabe zuletzt auf die am niedrigsten erhitzte Lauge wirken. Während der Dampf bei t austritt, befindet sich bei g die tangentiale Eintrittsstelle für das Laugen-Dampf-Gemisch in den Nachverdampfer h (Entspannungsgefäß) Durch die hohe Eintrittsgeschwin,digkeit wird die Lauge hierin in eine strudelartige Bewegung versetzt, wodurch sich eine große und günstige Verdampfungsoberfläche ergibt.
  • Die gezeichneten Anlagen arbeiten im Kreislauf, in dem die in den Nachverdampfer gelangende Lauge über die Pumpe i wieder zum Hauptverdampfer zurückgelangt, während eine kleinere Menge in bekannter, nicht dargestellter Weise fortlaufend abgeführt und dafür eine entsprechende Menge Dünnlauge ständig zugeleitet wird. Die Umlaufpumpe i dient hierbei nicht nur der Förderung der Lauge zu und durch den Hauptverdampfer, sondern sie soll auch den Rückschlag der Lauge, die durch die Erwärmung und entstehenden Dampfblasen ein größeres Volumen bzw. einen höheren Druck erfährt, verhindern.
  • In dem Falle, daß infolge einer großen Verdampfungsleistung innerhalb des spiralförmigen Laugenkanals mit einer wesentlichen Volumen- bzw. Drucksteigerung gerechnet werden muß, ist es zweckmäßig, diesen Kanal düsenartig zu erweitern, wie das in Abb. 5 dargestellt ist. Diese düsenartige Erweiterung kann gleichfalls für den spiralförmigen Dampfkanal passend vorgesehen werden, und zwar entsprechend dem Volumen des Dampfes, so daß der Verdampfer auch zu einer Mehrkörperdampfanlage zusammengeschaltet werden kann, ganz gleich, ob die Eindampfanlage unter Druck oder Vakuum arbeitet.
  • Im Rahmen der Erfindung ist es natürlich möglich, bei seitlicher Anordnung entsprechend Abb. 3 und 4 an einen Nachverdampfer (Entspannungsgefäß)- mehrere Spiralverdampfer anzuschließen. Ebenfalls wird darauf hingel wiesen, daß sich die erfindungsgemäße Ein: richtung nicht nur für das Verdampfen von Laugen, sondern schlechthin für alle vorkommenden Flüssigkeiten eignet.
  • PATENTANSFRÜCHE: I. Einrichtung zum Eindicken von Laugen unter Anwendung des von Spiralwärmeaustauschern bekannten Spiralsystems, das aus je einem spiralförmigen Kanal für das wärmeabgebende und wärmeaufnehmende Mittel besteht, dadurch gekennzeichnet, daß dieses Spiralsystem mit einem Nachverdampfer (Entspannungs -gefäß) verbunden wird, und zwar derart, daß die Austrittsstelle für das Laugen-Dampf-Gemisch gleichzeitig die tangentiale Eintrittsstelle in diesen Nachverdampfer darstellt.

Claims (1)

  1. 2. Einrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß der spiralförmige Laugenkanal oderlund der spiralförmige Dampfkanal in der Durchströmrichtung düsenförmig erweitert ist.
DE1938M0142796 1938-09-16 1938-09-16 Einrichtung zum Verdampfen von Laugen Expired DE693528C (de)

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