Gebiet der Erfindung
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Die Erfindung betrifft einen Auslegerkran, aufweisend einen
ersten Auslegerabschnitt, der mit einem Tragpfosten durch
eine Hauptgelenkverbindung verbunden ist, und einen äußeren
Ausleger, der mit dem ersten Auslegerabschnitt verbunden und
relativ zu diesem mittels eines doppelt wirkenden
Hydraulikzylinders verschwenkbar ist, der auf der Oberseite des ersten
Auslegerabschnitts angeordnet ist, und dessen eines Ende,
beispielsweise das Zylinderende, mit dem ersten
Auslegerabschnitt durch eine erste Gelenkverbindung verbunden ist, und
dessen gegenüberliegendes Ende, beispielsweise das
Kolbenstangenende, mit dem äußeren Ausleger durch eine zweite
Gelenkverbindung verbunden ist, die um einen bestimmten Abstand
quer zu einer imaginären Längsachse durch die
Schwenkgelenkverbindung des äußeren Auslegers versetzt ist, um ein
Verschwenken des äußeren Auslegers zwischen unterschiedlichen
Positionen zu erlauben, und zwar nicht nur innerhalb eines
Arbeitsbereichs unterhalb einer imaginären
Verlängerungslinie, die ungefähr gerade ausgehend von oder unter einem
kleinen Winkel zu dem ersten Auslegerabschnitt gezogen ist,
sondern auch in einem Bereich, der oberhalb der
Verlängerungslinie benachbart zu einer Parkposition angeordnet ist.
Hintergrund der Erfindung
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Bei bestimmten Arten von Auslegerkränen ist es erwünscht, im
Umfang einer gegebenen maximalen Kranlänge den ersten
Auslegerabschnitt relativ zu dem äußeren Ausleger so lang wie
mög
lich zu machen. Dies trifft besonders zu in Verbindung mit
Waldarbeitkränen, die zum Laden von Baumstämmen auf
Straßenfahrzeuge verwendet werden, insbesondere auf einen
Lastenträger, der durch mehrere vertikale Pfähle festgelegt ist, die
entlang den Fahrzeugseiten angebracht sind und eine relativ
große Höhe aufweisen. Aus Gründen der Manövrierbarkeit ist es
erwünscht, mit gutem Freiraum bzw. Abstand das Vorderende des
ersten Auslegerabschnitts über die oberen Enden der Pfähle
bewegen zu können. Es trifft zu, daß die Last stets auf ein
Niveau über den Pfählen mit Hilfe des äußeren Auslegers
bewegt werden kann; wenn jedoch der erste Auslegerabschnitt
relativ kurz ist, gestaltet sich das Manövrieren kompliziert,
wodurch der gesamte Ladevorgang ausgesprochen zeitaufwendig
wird.
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Bei Krankonstruktionen gemäß dem Stand der Technik ist es
jedoch nicht möglich, den ersten Auslegerabschnitt relativ zu
dem äußeren Ausleger aufgrund der Anforderungen bezüglich der
Geometrie mit der gewünschten Länge herzustellen, die an den
Kran gestellt werden, wenn er geparkt werden soll. In
Verbindung mit dem Parken von zumindest auf einem Fahrzeug
angebrachten Auslegerkränen wird der erste Auslegerabschnitt
dabei in eine Position abgesenkt, in welcher er schräg abwärts
nach außen von der Hauptgelenkverbindung des Tragpfostens
herunterhängt, während gleichzeitig der äußere Ausleger
aufwärts in eine Position in der Nähe und ungefähr parallel zu
dem ersten Auslegerabschnitt geschwenkt wird. Der dann zur
Verfügung stehende Raum ist in der Praxis beschränkt und
bestimmt unvermeidlich die Maximallänge des ersten
Auslegerabschnitts. Aus diesem Grund werden der erste Auslegerabschnitt
und der äußere Ausleger mit ungefähr derselben Länge
vorgese
hen, um innerhalb des Arbeitsbereichs eine maximale
Kranreichweite bereitzustellen.
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In diesem Zusammenhang ist zu bemerken, daß im Fall von
Waldarbeitkränen es von größter, Bedeutung ist, daß der
Hydraulikzylinder zum Schwenken des äußeren Auslegers relativ zu dem
ersten Auslegerabschnitt auf der Oberseite des zuletzt
genannten angebracht ist. Auf diese Weise wird der
Hydraulikzylinder vor Stößen und Erschütterungen geschützt, die häufig
erzeugt werden, wenn der erste Auslegerabschnitt durch
unbeabsichtigtes Manövrieren gegen einen vertikalen Ladepfosten
stößt.
Aufgaben und Merkmale der Erfindung
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Die vorliegende Erfindung zielt darauf ab, eine
Krankonstruktion bereitzustellen, welche die vorstehend angesprochenen in
sich gegensätzlichen Anforderungen erfüllt, die an einen
Waldarbeitskran gestellt werden. Eine grundsätzliche Aufgabe
der Erfindung besteht demnach darin, eine Krankonstruktion zu
schaffen, bei welcher die effektive Länge des ersten
Auslegerabschnitts, d. h. der Abstand zwischen der
Hauptgelenkverbindung und der Gelenkverbindung des äußeren Auslegers
beträchtlich größer ist als die Länge des äußeren Auslegers,
wenn dieser sich innerhalb des Arbeitsbereichs bewegt,
während gleichzeitig dem Kran im Umfang eines gegebenes
Parkraums eine beträchtliche maximale Reichweite ermöglicht wird.
Eine weitere Aufgabe besteht unter Erfüllung dieser
Anforderungen darin, die Stellung des Zylinders des äußeren
Auslegers auf der Oberseite des ersten Auslegerabschnitts
beizubehalten" Eine noch weitere Aufgabe der Erfindung besteht
darin, die angezielte Krankonstruktion bereitzustellen, ohne
daß es notwendig wäre, zusätzliche Hydraulikzylinder zu dem
vorstehend genannten Zylinder des äußeren Auslegers zu
verwenden.
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In Übereinstimmung mit der Erfindung wird zumindest ihre
grundsätzliche Aufgabe durch die Merkmale gelöst, die im
Anspruch 1 angegeben sind. Bevorzugte Ausführungsformen der
Erfindung sind in den Ansprüchen 2 bis 10 angegeben.
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Durch Anordnen eines Gelenks zwischen zwei Anlenkpunkten
zwischen dem ersten Auslegerabschnitt und dem äußeren Ausleger
kann der eine, der äußere Anlenkpunkt in Übereinstimmung mit
der Erfindung dazu verwendet werden, den äußeren Ausleger zu
verschwenken, wenn dieser innerhalb des Arbeitsbereichs
angeordnet ist, während der ändere, der innere Anlenkpunkt
verwendet wird, den äußeren Ausleger innerhalb des Parkbereichs
zu verschwenken. Auf diese Weise kann der Kran mit sehr
großer effektiver Länge des ersten Auslegerabschnitts (d. h.
mit einem großen Abstand zwischen der Hauptgelenkverbindung
und dem äußeren Anlenkpunkt) relativ zur Länge des äußeren
Auslegers konstruiert werden, wenn der Kran innerhalb des
Arbeitsbereichs betrieben wird, während die Gesamtlänge des
Gelenks und des äußeren Auslegers so groß sein kann wie die
Länge des ersten Auslegerabschnitts, was bedeutet, daß der
Kran im Umfang eines gegebenen Raums mit maximaler Reichweite
versehen werden kann.
Kurze Beschreibung des Standes der Technik
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Das Konzept, ein Gelenk zwischen einem ersten
Auslegerabschnitt und einem äußeren Ausleger anzuordnen, ist an sich
durch eine Anzahl von Krankonstruktion bekannt.
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Gemäß der SE-B-315 089 ist ein äußerer Ausleger mit dem
ersten Ausleger mittels eines Schwenkgelenks verbunden. Der
erste Ausleger ist teleskopierbar und ein abbaubares dehn- bzw.
streckbares Gelenk zwischen den feststehenden Schwenkachsen
auf den ersten und zweiten Auslegern wirkt zusammen mit einer
Verlängerung des ersten Auslegers, um den äußeren Ausleger um
eine erste Achse in Richtung auf eine Parkposition zu
verschwenken. Ein doppelt wirkender Hydraulikzylinder, der unter
dem äußeren Ausleger angeordnet ist und zwischen dem
Schwenkgelenk und dem äußeren Ausleger in Verbindung vorgesehen ist,
wirkt dahingehend, eine Relativbewegung der Ausleger im
Arbeitsbereich um eine zweite Achse zu verursachen.
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Die. US-A-5 016 767 offenbart einen Kran mit einem äußeren
Ausleger, der durch ein erstes Schwenkgelenk mit einem Gelenk
verbunden ist, welches seinerseits mit einem zweiten
Schwenkgelenk mit dem ersten Ausleger verbunden ist. Ein Schwenken
der Ausleger relativ zu dem Gelenk wird durch jeweilige
doppelt wirkende Hydraulikzylinder bewirkt, die über den
Auslegern angeordnet und schwenkbar mit jeweiligen Punkten auf dem
Gelenk verbunden sind, das über den ersten und zweiten
Schwenkgelenken beabstandet ist. Die Zylinder sind
betätigbar, um den äußeren Ausleger zwischen einem Arbeitsbereich
und einer Parkposition zu verschwenken.
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Die SE-B-466 911 offenbart einen Kran mit einem äußeren
Ausleger, der direkt am ersten Ausleger schwenkbar ist, und mit
einem Hydraulikzylinder, der mit einem Ende an einem Punkt
über dem ersten Ausleger und mit dem anderen Ende an einem
schwenkbaren Gelenksystem verschwenkbar ist, welches
seinerseits schwenkbar mit dem äußeren Ausleger verbunden ist. Eine
Bewegung des äußeren Auslegers von dem Arbeitsbereich in
Richtung auf die Parkposition erfordert von außen zugeführte
Kraft, um den äußeren Ausleger durch eine Totpunktposition zu
bewegen.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
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In den Zeichnungen zeigen:
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Fig. 1 eine schematische Seitenansicht eines
erfindungsgemäßen Krans mit einem ersten Auslegerabschnitt in
ungefähr horizontaler Position und mit einem äußeren
Ausleger, der sich im wesentlichen in gerader
Verlängerung des ersten Auslegerabschnitts befindet,
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Fig. 2 eine ähnliche Seitenansicht der zwei Ausleger in
einer Parkposition,
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Fig. 3-10 Seitenansicht im kleineren Maßstab von
unterschiedlichen Positionen des äußeren Auslegers, wenn dieser
von einer in Fig. 3 gezeigten Parkposition auf der
Oberseite des ersten Auslegerabschnitts in eine
extrem rückgeschwenkte Position, die in Fig. 10 gezeigt
ist, innerhalb eines unteren Arbeitsbereichs des
äußeren Auslegers verschwenkt ist,
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Fig. 11 eine aufgeschnittene Seitenansicht der
Gelenkvorrichtung in vergrößertem Maßstab, welche den äußeren
Ausleger mit dem ersten Ausleger verbindet,
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Fig. 12 eine Draufsicht des Kranabschnitts in Fig. 11,
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Fig. 13-18 schematische Seitenansichten der Funktion einer
Sperrklinke zum Sperren des Gelenks relativ zu dem
äußeren Ausleger und dem ersten Auslegerabschnitt in
den unterschiedlichen Kranpositionen, die in Fig. 3
bis 8 gezeigt sind, und
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Fig. 19 eine Draufsicht von zwei Hydraulikzylindern zum
Drehen eines einen Teil des Krans bildenden
Tragpfostens.
Detaillierte Beschreibung der bevorzugten Ausführungsform
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Der in Fig. 1 und 2 gezeigte Kran umfaßt einen ersten
Auslegerabschnitt 1 und einen äußeren Ausleger 2. Der erste
Auslegerabschnitt 1 ist an einem Innenende mit einem Tragpfosten 4
durch eine Hauptgelenkverbindung 3 verbunden und kann relativ
zu dem Tragpfosten mittels eines Hydraulikzylinders 5, in der
Praxis mittels eines Hubzylinder genannten Zylinders
verschwenkt werden. Der Tragpfosten 4 ist auf einer Basis 6
angebracht, insbesondere über eine Drehkranzvorrichtung 7 mit
zwei Hydraulikzylindereinheiten 8,8' (siehe auch Fig. 19),
die zum Erzeugen einer Drehung des Tragpfostens in
unterschiedliche Drehpositionen relativ zu der Basis dienen. In
der Praxis kann die Basis 6 aus einem Stütz- bzw. Tragbalken
oder einem Teil desselben bestehen, der auf Beinen steht, die
in einem Fahrzeugrahmen enthalten sind.
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Bevorzugt besteht der Hauptteil des ersten Auslegerabschnitts
1 aus einem Kastenträger mit einer Oberseite 9 und einer
Unterseite 9'. In ähnlicher Weise besteht auch der Hauptteil
des äußeren Auslegers 2 aus einem Kastenträger mit einer
Oberseite 10 und einer Unterseite 10'. Am freien Ende bzw.
Vorderende des äußeren Auslegers 2 ist ein Werkzeugträger 11
vorgesehen, der entweder direkt auf dem äußeren Ausleger oder
auf einem ausfahrbaren teleskopischen Ausleger angebracht
sein kann, der darin enthalten ist. Der Werkzeugträger 11
kann beispielsweise eine Drehvorrichtung tragen, von welcher
ein Baumstammgreifer herunterhängt. Der Werkzeugträger 11
kann selbstverständlich ein beliebiges optionales Werkzeug
tragen.
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Der äußere Ausleger 2 ist relativ zu dem ersten
Auslegerabschnitt 1 mit Hilfe eines zweiten Hydraulikzylinders 12
drehbar, der in der Praxis als Außenauslegerzylinder bezeichnet
wird. Der Hydraulikzylinder 12 ist auf der Oberseite des
ersten Auslegerabschnitts angebracht und ist mit einem Ende, in
diesem Fall dem Zylinderende 12' mit dem ersten
Auslegerabschnitt durch eine erste Gelenkverbindung 13 verbunden, und
mit seinem gegenüberliegenden Ende, in diesem Fall dem
Kolbenstangenende 12", mit dem äußeren Ausleger 2 durch eine
zweite Gelenkverbindung 14 verbunden. Das Zentrum der
Gelenkverbindung 13 ist unter einem bestimmten Abstand von der
Oberseite 9 des ersten Auslegerabschnitts derart beabstandet,
daß das Zylinderende 12' eine Position unmittelbar benachbart
sowie parallel zu dieser Oberseite einnehmen kann (Fig. 3)
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In Übereinstimmung mit der Erfindung ist zwischen dem ersten
Auslegerabschnitt 1 und dem äußeren Ausleger 2 eine
Gelenkvorrichtung vorgesehen, die allgemein mit der Bezugsziffer 15
bezeichnet ist und in der Praxis zwei getrennte Gelenke oder
Gelenkplatten 15', 15" umfaßt (siehe Fig. 12), Diese
Gelenkvorrichtung ist mit dem ersten Auslegerabschnitt 1 durch eine
dritte Gelenkverbindung 16 und mit dem äußeren Ausleger durch
eine vierte Gelenkverbindung 17 verbunden, die von der
zweiten Gelenkverbindung 14 und der dritten Gelenkverbindung 16
beabstandet ist. Insbesondere ist die dritte Gelenkverbindung
16 unter größerem Abstand von der vierten Gelenkverbindung 17
als die zweite Gelenkverbindung 14 angeordnet.
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Wie aus Fig. 11 und 12 hervorgeht, besteht die
Gelenkverbindung 14 aus einer Querwelle bzw. einem Querstift, die bzw.
der sich zwischen zwei keilförmigen, verjüngt gebildeten
Seitenflanschen 18, 18' erstreckt, die unter einem Winkel von
dem Innenende des äußeren Auslegers 2 vorstehen. Der
Schwenkstift 14 ist an den freien Enden der Flansche 18, 18'
angeordnet, was bedeutet, daß diese Gelenkverbindung unter einem
bestimmten Abstand quer von einer imaginären Längsachse
versetzt zu liegen kommt, die parallel zum äußeren Ausleger
verläuft und dessen Gelenkverbindung 17 durchsetzt bzw.
schneidet. In der Praxis besteht die Gelenkverbindung außerdem aus
einer Durchgangswelle bzw. einem Durchgangsstift, obwohl in
Fig. 12 lediglich durch eine strichpunktierte Linie
dargestellt.
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Die Gelenkverbindung 16 besteht aus zwei voneinander
beabstandeten Schwenkstiften 16', 16", die in Flanschen 19, 19'
angebracht sind, welche auf dem freien äußeren Ende des
ersten Auslegerabschnitts befestigt sind, und schräg aufwärts
ausgehend von der Oberseite des erste Auslegerabschnitts
vorstehen. Auf diese Weise kann die Kolbenstange 12" des äußeren
Auslegerzylinders 12 im Raum zwischen den Schwenkstiften 16,
16" und den Flanschen 19, 19' aufgenommen werden. An ihrem
freien Ende weist die Kolbenstange 12" einen Verbindungsring
20 auf, welcher den Schwenkstift 14 umgibt. Die Breite des
Rings 20 ist beträchtlich kleiner als der Abstand zwischen
den Keilflanschen 18, 18', was bedeutet, daß der Schwenkstift
14 über einen bestimmten Abstand auf beiden Seiten des Rings
20 freiliegt.
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Jede der zwei Gelenkplatten 15', 15" ist allgemein winklig
gebildet und hat an einem Ende zwei Ränder 21, 22, die sich
unter einem Winkel zueinander erstrecken und in einem Punkt
23 zusammenlaufen, der unter einem Abstand von der vierten
Gelenkverbindung 17 angeordnet ist, welcher Abstand gleich
dem Abstand zwischen den Gelenkverbindungen 14 und 17 ist.
In der Praxis kann der Winkel zwischen den Rändern 21 und 22
im Bereich von 150 bis 160º liegen. Der Punkt 23 bildet eine
Anlage bzw. einen Anschlag für die zweite Gelenkverbindung
14. Optional kann eine teilkreisförmige Vertiefung
entsprechend der Zylinderform des Schwenkstifts 14 im Bereich dieses
Punkts vorgesehen sein.
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An ihrem Ende beabstandet von der vierten Gelenkverbindung 17
weist jede Gelenkplatte 15', 15" einen Endrand 24 auf, der
sich in Querrichtung, beispielsweise unter einem Winkel von
75 bis 85º zu der Längserstreckung des Gelenks erstreckt,
wobei die Schwenkstifte 16', 16" die dritte Gelenkverbindung
bilden, die im Bereich des einen Endes des Endrands 24 der
zwei Gelenkplatten angeordnet ist. Am gegenüberliegenden Ende
des Endrands 24 (siehe auch Fig. 2) ist eine geeignet
halbkreisförmige Vertiefung bzw. ein Sitz 25 vorgesehen, die bzw.
der dazu ausgelegt ist, mit einer Welle bzw. einem Stift 26
zusammenzuwirken, die bzw. der auf dem Vorderende des ersten
Auslegerabschnitts fest angebracht ist und als Anschlag für
die Gelenkvorrichtung dient.
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An dieser Stelle wird bemerkt, daß der äußere Ausleger 2 sich
in zwei grundsätzlich unterschiedlichen Bewegungsbereichen
bewegen kann, nämlich in einem Arbeitsbereich und einem
inaktiven Bereich bzw. Parkbereich. Diese zwei Bereiche sind
durch eine in Fig. 6 gezeigte Zwischenposition getrennt, in
welcher der äußere Ausleger in die Verlängerung des ersten
Auslegers vorsteht, optional unter einem bestimmten kleinen
Winkel relativ zu diesem. Wenn der äußere Ausleger ausgehend
von der in Fig. 6 gezeigten Zwischenposition abwärts in
Richtung auf die in Fig. 10 gezeigte Position geschwenkt wird,
ist er innerhalb des Arbeitsbereichs angeordnet, während
dann, wenn er aus der in Fig. 6 gezeigten Zwischenposition in
Richtung auf die in Fig. 3 gezeigte Parkposition geschwenkt
wird, er sich innerhalb des Parkbereichs bewegt.
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In Übereinstimmung mit einer bevorzugten Ausführungsform der
Erfindung umfaßt der Kran ein Mittel zum Sperren der
Gelenkvorrichtung relativ zu dem äußeren Ausleger 2, wenn dieser
sich in dem Bereich zwischen der in Fig. 3 gezeigten
Parkposition und der Zwischenposition gemäß Fig. 6 bewegt, d. h.
innerhalb des Parkbereichs.
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In Übereinstimmung mit noch einer weiteren bevorzugten
Ausführungsform umfaßt der Kran auch ein Mittel zum Sperren des
Gelenks relativ zu dem ersten Auslegerabschnitt 1, wenn der
äußere Ausleger 2 sich innerhalb des vorstehend genannten
Arbeitsbereichs bewegt.
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In Übereinstimmung mit einer besonders bevorzugten
Ausführungsform der Erfindung ist ein und dasselbe Sperrmittel
einerseits dazu ausgelegt, das Gelenk relativ zu dem äußeren
Ausleger zu sperren, wenn dieser sich innerhalb des
Parkbereichs bewegt und andererseits, es relativ zu dem ersten
Auslegerabschnitt zu sperren, wenn der äußere Ausleger sich
innerhalb des Arbeitsbereichs bewegt. Fig. 11 und 12 zeigen in
Kombination mit Fig. 13 bis 18 ein derartiges besonders
bevorzugtes Sperrmittel, welches in der Lage ist, die
Gelenkvorrichtung sowohl relativ zu dem äußeren Ausleger wie dem
ersten Auslegerabschnitt zu sperren. Diese Sperrvorrichtung
umfaßt zwei Klinken 27, 27', welche über eine
Gelenkverbindung 28 schwenkbar mit den zugeordneten Gelenkplatten 15, 15"
verbunden sind. Wie beispielsweise aus Fig. 14 hervorgeht,
weist die eine bzw. einzelne Klinke 27 ein erstes in
geeigneter Weise gabelförmiges eindringbares Element 29 auf, welches
beim Sperren dazu dient, den Schwenkstift 14 aufzunehmen. Die
Klinke umfaßt außerdem ein zweites eindringbares Element in
Form einer halbkreisförmigen Vertiefung 30, welche den als
Anschlag dienenden Stift 26 oder zumindest einen Teil von
diesem umschließen kann, Jede Sperrklinke wirkt mit einem
Führungselement 31, 31' zusammen, welches mit der Oberseite
des ersten Auslegerabschnitts im unmittelbaren Bereich des
Auslegervorderendes fest verbunden ist. Das Führungselement
ist im wesentlichen hakenförmig und weist einen äußeren,
gebogenen bzw. gekrümmten Hakenabschnitt 32 auf. Jedes
Führungselement 31 ist in derselben Ebene angeordnet wie die
zugeordnete Sperrklinke 27, so daß die Klinke auf dem
Führungselement zu reiten vermag.
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Die Funktion der Sperrklinken geht aus Fig. 13 bis 18 hervor.
Bevor auf Einzelheiten dieser Figuren eingegangen wird, wird
jedoch zunächst auf Fig. 3 bis 10 bezug genommen, welche
schematisch unterschiedliche Kranpositionen, von der
Parkposition bis zu einer unteren Arbeitsposition in
Übereinstimmung mit Fig. 10 zeigen, die in der Nähe einer Endposition zu
liegen kommt. Fig. 3 zeigt demnach, wie der äußere Ausleger 2
in seiner Parkposition benachbart und im wesentlichen
parallel zu dem ersten Auslegerabschnitt 1 angeordnet ist. In
dieser Position ist der Außenauslegerzylinder 12 auf minimale
Länge verkürzt, d. h. die Rolbenstange 12" ist maximal in den
Zylinder 12' rückgezogen. Darüber hinaus ist die
Gelenkvorrichtung 13 relativ zum äußeren Ausleger derart gesperrt, daß
die Gelenkvorrichtung und der äußere Ausleger gemeinsam eine
starre Einheit bilden. Wenn der äußere Auslegerzylinder
verlängert oder ausgefahren ist, sind der äußere Ausleger
gemeinsam mit der Gelenkvorrichtung auswärts und aufwärts von
dem ersten Auslegerabschnitt über die in Fig. 4 und 5
gezeigte Position hinauf in eine Zwischenposition geschwenkt,
die in Fig. 6 gezeigt. In dieser Position wird eine weitere
Schwenkbewegung der Gelenkvorrichtung 15 durch die Vertiefung
25 verhindert, welche im Eingriff mit dem zugehörigen
Anschlagstift 26 steht. Ein fortgesetztes Ausfahren des
Außenauslegerzylinders 12 erteilt bzw. verursacht dadurch ein
Umschalten des Anlenkpunkts des äußeren Anlegers von dem
vorausgehenden Anlenkpunkt 16 zu bzw. in den Anlenkpunkt 17, so
daß der äußere Ausleger beim weiteren Ausfahren des Zylinders
12 in die unterschiedlichen in Fig. 7 bis 10 gezeigten
Positionen innerhalb des Arbeitsbereichs mit dem Schwenkstift 17
als Gelenkpunkt betrieben wird. Wenn der Zylinder 12 verkürzt
ist, arbeitet der Kran in umgekehrter Weise. Solange der
äußere Ausleger sich noch innerhalb des Arbeitsbereichs unter
der in Fig. 6 gezeigten Zwischenposition befindet, dient der
Schwenkstift 17 weiterhin als Anlenkpunkt. Sobald der äußere
Ausleger die Zwischenposition gemäß Fig. 6 erreicht, wird der
Anlenkpunkt jedoch derart umgeschaltet, daß eine fortgesetzte
Schwenkbewegung des äußeren Auslegers hinauf in Richtung zur
Parkposition gemäß Fig. 3 um die Gelenkverbindung 16
stattfindet.
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Nunmehr wird erneut auf die Fig. 13 bis 18 bezug genommen,
welche die Funktion der Sperrklinken 27, 27' zeigen
(lediglich die Funktion der Sperrklinke 27 wird nachfolgend
erläutert, weil offensichtlich ist, daß die Klinke 27' in
ähnlicher Weise arbeitet). In der Parkposition des äußeren
Ausle
gers gemäß Fig. 13 (entsprechend Fig. 3), steht das
gabelförmige eindringbare Element 29 im Eingriff mit dem Schwenkstift
14, insbesondere durch Eingriff in den freiliegenden
Abschnitt des Stifts 14, der zwischen dem Verbindungsring 20
und dem Flansch 18 angeordnet ist. In dieser Position steht
der äußere Randabschnitt der Klinke 27 bzw. vorliegend ihr
unterer Randabschnitt im Eingriff mit der Oberseite des
Führungselements 31. Wenn der äußere Ausleger hinauf und über
die in Fig. 14 gezeigte Position hinaus verschwenkt wird,
wird das gabelförmige eindringbare Element 29 der Klinke in
kontinuierlichem Eingriff mit dem Schwenkstift 14 dadurch
gehalten, daß die Klinke mit dem Führungselement 31
kontinuierlich im Eingriff steht und auf diesem reitet, was bedeutet,
daß das Gelenk und der äußere Ausleger relativ zueinander
unter Bildung einer starren Einheit gesperrt bzw. blockiert
sind. Auch in der Position gemäß Fig. 15 ist der
Sperreingriff der Klinke relativ zu dem Schwenkstift 14 durch das
Führungselement 31 aufrecht gehalten, wodurch die Klinke
weiterhin daran gehindert wird, im Gegenuhrzeigersinn um die
Gelenkverbindung 28 zu verschwenken. In Fig. 16 ist die Klinke
andererseits außer Eingriff mit dem Führungselement 31
gelangt, wodurch sie zur Verschwenkung im Gegenuhrzeigersinn um
die Gelenkverbindung frei wird, woraufhin die Klinke
freikommt, wobei ihre eindringbare Vertiefung 30 in Eingriff mit
dem Anschlagstift 26 gelangt, der zu diesem Zeitpunkt bereits
in Eingriff mit der Vertiefung 25 im Endrand 24 des Gelenks
gelangt ist. Wenn daraufhin der äußere Ausleger bei
fortgesetztem Ausfahren des Außenauslegerzylinders 12 in die in
Fig. 17 gezeigte Position geschwenkt wurde, ist der
Schwenkstift 14 vollständig außer Eingriff mit dem gabelförmigen
Element 29 gelangt, wodurch die fortgesetzte Schwenkbewegung
des äußeren Auslegers um die Gelenkverbindung 17 stattfindet.
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Wenn der äußere Ausleger sich innerhalb des Arbeitsbereichs
bewegt, wird die Gelenkvorrichtung 15 stets durch ein
Drehmoment beeinflußt, daß dazu neigt, die Gelenkvorrichtung gegen
den Anschlag 26 in Anlage zu halten. Aus diesem Grund muß die
Gelenkverbindung relativ zu dem ersten Auslegerabschnitt
nicht gesperrt werden. Bei bestimmten Arten von
Verschiebungen kann der äußere Ausleger jedoch dazu neigen, aufwärts zu
verschwenken, und im Fall von ruckartigen Bewegungen in dem
Gelenk, sollte sich dieses relativ zum ersten
Auslegerabschnitt frei bewegen können. Durch Bereitstellen der
Sperrklinken 27, 27' können diese ruckartigen Bewegungen jedoch
verhindert werden, weil der Eingriff der eindringbaren
Vertiefung 30 mit dem zugeordneten Anschlagstift 26 verhindert,
daß die Gelenkvorrichtung um die Gelenkverbindung 16 im
Gegenuhrzeigersinn verschwenkt.
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Obwohl die zwei Sperrklinken 27, 27' in den Zeichnungen ohne
spezielle Hilfsmittel zum Bewegen in Eingriff mit den
zugeordneten Anschlagstiften 26 gezeigt sind, ist es
selbstverständlich möglich, sie beispielsweise mit einer Feder zu
kombinieren, welche die Klinke konstant im Gegenuhrzeigersinn um
die Gelenkverbindung 28 vorspannt, oder optional einen
speziellen Hydraulikzylinder, welcher die Bewegungen der
Sperrklinken steuert.
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In Übereinstimmung mit der Erfindung kann die Gesamtlänge des
äußeren Auslegers (berechnet als Abstand zwischen der
Gelenkverbindung 17 und dem Werkzeugträger 11) und dem Gelenk
(berechnet als Abstand zwischen den Anlenkungen bzw.
Gelenkverbindungen 16 und 17) im wesentlichen gleich oder optional nur
geringfügig kleiner sein als die Länge des ersten
Auslegerabschnitts 1 (berechnet als Abstand zwischen der
Hauptgelenk
verbindung 3 und der Gelenkverbindung 16). Die Länge des
äußeren Auslegers 2 relativ zur Länge der Gelenkvorrichtung
15 kann beträchtlich variieren. Indem in der Zeichnung
gezeigten Beispiel ist der äußere Ausleger etwa 3,5 Mal länger
als die Gelenkvorrichtung. Es ist jedoch auch möglich, den
Kran mit, relativ gesagt, beträchtlich längeren
Gelenkvorrichtungen zu versehen. Der äußere Ausleger sollte jedoch
stets zumindest so lang sein wie die Gelenkvorrichtung.
Bevorzugt sollte die Länge des äußeren Auslegers im Bereich des
1 bis Stachen oder bevorzugt des 2 bis 4fachen der Länge der
Gelenkvorrichtung liegen.
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Die Vorteile der Erfindung sind offensichtlich. Mittels der
zwischen dem äußeren Ausleger und dem ersten
Auslegerabschnitt vorgesehenen Gelenkvorrichtung schaltet der Kran,
wenn der äußere Ausleger die vorstehend erläuterte
Zwischenposition durchläuft, automatisch Anlenkpunkte um, wenn er
innerhalb des Arbeitsbereichs betrieben wird, um um einen
Anlenkpunkt zu verschwenken, der vergleichsweise fernab von der
Hauptgelenkverbindung des ersten Auslegerabschnitts liegt,
während dann, wenn er sich innerhalb des Parkbereichs bewegt,
er um einen Anlenkpunkt verschwenkt, der näher an der
Hauptgelenverbindung des ersten Auslegerabschnitts zu liegen
kommt. Mit anderen Worten ist die effektive Länge des ersten
Auslegerabschnitts während der Schwenkbewegung des äußeren
Auslegers innerhalb des Arbeitsbereichs beträchtlich größer
als die Länge des ersten Auslegerabschnitts selbst, was
bedeutet, daß der erfindungsgemäße Kran unter Nutzung eines
relativ kleinen Raums geparkt werden kann, während er
gleichzeitig im Betriebszustand bzw. im aktiven Zustand
problemloser betätigt werden kann, weil der äußere Ausleger um einen
Anlenkpunkt verschwenkbar ist, der unter großem Abstand von
der Hauptanlenkung des ersten Auslegerabschnitts angeordnet
ist.
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Bezug wird nunmehr auf Fig. 19 in Kombination mit Fig. 2
genommen. Wie vorstehend angeführt, ist der Tragpfosten 4 auf
einer Drehvorrichtung 7 angebracht, die zwei
Hydraulikzylindereinheiten 8, 8' umfaßt, die dazu dienen, die Drehung des
Tragpfostens um seine vertikale Mittenachse zu erzeugen. In
der Praxis besteht jede Einheit aus zwei miteinander
zusammenwirkenden, einzeln wirkenden Hydraulikzylindern, mit
welchen eine hin- und herlaufende gerade Zahnstange verbunden
ist, die mit einem Zahnkranz kämmt, der in die
Drehvorrichtung 7 integriert ist. Unter Verwendung von zwei
Zylindereinheiten wird der Vorteil erzielt, daß ein gleichmäßiges
Drehmoment auf den Tragpfosten übertragen werden kann, das
doppelt so groß ist wie das Drehmoment, das mit
ausschließlich einem Zylinder erzielbar ist. Ein Nachteil der
Verwendung von Doppelzylindereinheiten derart, wie sie in
Krankonstruktionen gemäß dem Stand der Technik parallel zueinander
verwendet werden, besteht jedoch darin, daß die Enden der
Zylindereinheiten, die von der Drehvorrichtung vorstehen,
verhindern, daß der erste Auslegetabschnitt abwärts, ähnlich wie
der äußere Ausleger in eine Parkposition verschwenkt ist bzw.
verschwenkbar ist, die nahe zu dem Tragpfosten angeordnet
ist.
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Bei dem in Fig. 19 gezeigten Aufbau sind die zwei
Hydraulikzylindereinheiten 8, 8' relativ zueinander derart geneigt,
daß zwei erste freie Enden der Zylinder 32, 32' beträchtlich
näher zueinander angeordnet sind als die gegenüberliegenden
Enden der Zylinder 33, 33'. Folglich ist zwischen den Enden
33, 33' ein Raum 34 gebildet, der so groß ist, daß der erste
Auslegerabschnitt 1 und der zugeordnete Außenausleger 2
dazwischen aufgenommen werden können.
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Obwohl die in Fig. 19 gezeigte erfindungsgemäße Lösung
besonders wertvoll in Verbindung mit der vorstehend erläuterten
Krankonstruktion ist, demnach der äußere Ausleger in seiner
Parkposition auf der Oberseite des ersten Auslegerabschnitts
angeordnet ist, ist sie auch auf andere Arten von Kränen
anwendbar, bei welchen es erwünscht ist, einen ersten
Auslegerabschnitt in der Nähe des Tragpfostens zu parken, wobei
außerdem die Möglichkeit besteht, den Tragpfosten mit großer
Kraft zu drehen.
Mögliche Modifikationen der Erfindung
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Es erübrigt sich darauf hinzuweisen, daß die Erfindung nicht
auf die vorstehend erläuterte und in den Zeichnungen gezeigte
Ausführungsform beschränkt ist. Es ist demnach möglich, die
einzige Sperreinrichtung in Form des Paars von Klinken 27,
27', die in der Lage sind, die Gelenkvorrichtung nicht nur
relativ zum äußeren Ausleger sondern auch relativ zum ersten
Auslegerabschnitt zu sperren, durch getrennte Sperrmittel zu
ersetzen, von denen eines die Gelenkeinrichtung relativ zum
äußeren Ausleger sperrt, während das andere die
Gelenkvorrichtung relativ zum ersten Auslegerabschnitt sperrt. Es ist
auch möglich, jedes spezielle Sperrmittel zum Sperren bzw.
Blockieren der Gelenkvorrichtung wegzulassen. Anstelle von
Stiften 26 ist es auch möglich, andere geeignete Mittel zum
Blockieren des Gelenks in der erläuterten Zwischenposition zu
verwenden, um den Anlenkpunkt des äußeren Auslegers
umzuschalten. Obwohl die erläuterte Gelenkvorrichtung zwei
getrennte parallele Gelenkplatten umfaßt, ist es auch möglich,
die Vorrichtung mit lediglich einem Gelenk bzw. einer
Gelenkplatte auszubilden.