-
Glasformmaschine Die Erfindung betrifft eine Glasformmaschine. Es
ist bekannt, bei Glasformmaschinen den Glasposten der Form unter der Wirkung der
Schwerkraft zuzuführen und den Zeitpunkt für das Abschneiden des Glaspostens mittels
einer besonderen Einrichtung zu regeln. Weil diese Maschinen einen starken Materialverschleiß
haben und starken Schwingungen ausgesetzt sind, ist das Nachstellen verhältnismäßig
häufig nötig, damit die verschiedenen Arbeitsgänge der Maschine genau aufeinander
abgestimmt sind. Aus den gleichen Gründen ist es erforderlich, daß die Einstellvorrichtung
fest verblockt ist, da andernfalls die Maschine schwer beschädigt werden könnte.
-
Bei der vorbekannten Maschine ist das Einstellen nur bei stillstehender
Maschine möglich, und die beabsichtigte Einstellung läßt sich nur durch eine Anzahl
von Versuchen ermitteln, zu deren Durchführung die Maschine jeweils in Gang gesetzt
werden muß. Weil bei der bekannten Einrichtung zwei Ventile vorhanden sind, werden
die Schwierigkeiten des Nachstehens noch erhöht.
-
Nach der Eriuidung wird zum Nachstellen nur ein Ventil gebraucht.
Dieses kann -bedient werden, ohne daß dazu die Maschine angehalten werden muß. Es
besteht auch nicht die Gefahr, daß das Ventil seine Stellung infolge der Maschinenerschütterungen
ändert. Das nach der Erfindung für den vorgenannten Zweck verwendete Mittel besteht
aus einem von einem umlaufenden Maschinenteil mittels einer Nockeneinrichtung gesteuerten,
zum Steuern des Lufteinlasses für die pneumatisch betätigte Abschneideeinrichtung
dienenden Schieber, der zum umlaufenden Teil mittels eines von Hand, zum- Beispiel
über einen Schneckentrieb drehbaren Zahnsektors verstellbar ist.
-
Auf der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung beispielsweise
dargestellt; es zeigen: Fig. z eine Draufsicht, Fig. a einen senkrechten Mittelschnitt
durch einen Einzelteil; Fig. 3 eine Seitenansicht zum Teil im Schnitt und Fig. 4
schaubildlich die Ansicht der Abschneidvorrichtung.
-
"Das Glas tritt am- Boden eines Behälters F üblicher Art durch eine
Z)ffnung 163 unter der Wirkung der Schwerkraft und eines hin und her gehenden Kolbens
164 .aus. Die Scheren 165 schneiden jeweils einen Glas-Posten 338 (Fig. 3) ,ab,
der meinen Trichter 339 fällt. 312 ist ein Konsol, in dem eine-Welle 313
gelagert ist, auf der ein Zahnrad 314 aufgekeilt ist.. Dieses kämmt mit einem
Zahnrad
316 des Vorformtisches. An der Unterseite hat das Zahnrad 314 in der Nähe des Randes
einen Nocken 315. Am Konsol 312 ist auf der Welle 313 ein Schneckenradsektor 317
drehbar, zu dem ein Luftschieber 318 senkrecht angeordnet ist, der nach unten zeigt.
Der Luftschieber 31& besteht aus einem Zylinder 31g, einem Schieber 32o und
Öffnung 32o A und 3:2o B des Schiebers. Eine Platte 321 ist mittels Bolzen
an der Oberseite des Sektors befestigt. Eine Feder 322 legt sich gegen die untere
Endfläche des Schiebers und wird durch eine Kappe 323 gehalten. Ferner gehören dazu
ein Zuleitungsrohr 324 und eine Rohrverbindung 325.
-
Mit dem Sektor 317 steht eine Schnecke 326 in Eingriff, die von Hand
mittels eines Handrades 327 bedient werden kann.
-
Ein Führungsglied 328 ist in einem Tisch 329 verschiebbar, der mittels
einer Kurvenplatte 330 und einer Hülse 331 gehalten wird.
-
Im Betriebe dreht der Vorformtisch 316 das Zahnrad 31q.. Infolgedessen.
drückt der Nocken 315 den Schieber 320 gegen den Druck der Feder 322 nach
unten und bringt die Öffnung 32oA in Deckung mit den Öffnungen des Zylinders 319.
-
Es ist ersichtlich, daß die Dauer, währendder der Schieber 32o in
der unteren punktiert gezeichneten Stellung 342 ist (Fig. 2), nur einen Bruchteil
einer halben Umdrehung beträgt, und daß der Schieber dann infolge der Kraft der
Feder 32:2, in die Normalstellung nach Fig.3 zurückkehrt. In dieser Normalstellung
steht die Öffnung 32oB gegenüber der Öffnung im Zylinder 319, die zur Rohrverbindung
325 führt. Infolgedessen kann der Rohrkanal mit der Atmosphäre durch eine Öffnung
der Kappe 323 in Verbindung treten. Der Glasposten 338 fällt senkrecht nach unten
vom Behälter F, der im richtigen radialen Abstand von der Achse der Führung 328
und ebenso vom Führungstisch 329 angeordnet ist.
-
Zum Herstellen fehlerloser Flaschen ist es wesentlich, daß der Glasposten
338 in der Mitte des Trichters 339 liegt. Die Beschleunigungsdauer und auch
die Viskosität des geschmolzenen Glases sind dabei zu berücksichtigen. Aus Fig.
Z ist es ersichtlich, daß mittels des Handrades 327 der Schnecke 326 und des Sektors
317 der Luftschieber 318 um die Achse des Konsols 3.12 v erschwenkt werden kann.
Der Augenblick der Trennung des Glaspostens 338 vom Behälter F kann zeitlich so
eingestellt werden, daß er von einem sich bewegenden Trichter zentral aufgenommen
wird. In der angegebenen Weise kann man eine genaue Einstellung in einfacher und
leichter Weise erzielen.