DE69307367T2 - Verfahren zur Reextraktion von Metallen aus organischen Phasen - Google Patents

Verfahren zur Reextraktion von Metallen aus organischen Phasen

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Description

  • Die Erfindung betrifft ein chemisches Verfahren, und zwar insbesondere ein Verfahren zu Gewinnung von Metallen aus organischen Komplexen davon.
  • Die Verwendung von organischen Extraktionsmitteln zur hydrometallurgischen Gewinnung von Metallen aus Metallerzen wird seit einer Anzahl von Jahren kommerziell praktiziert. Im allgemeinen wird bei der Technik eine wäßrige Lösung eines Metallsalzes, die beispielsweise durch Behandlung des zermalmten Erzes mit Säure erhalten wurde, mit einem organischen Extraktionsmittel, das in einem nicht mit Wasser mischbaren organischen Lösungsmittel gelöst sein oder sich auf einem porösen Material befinden kann oder in Form eines chelatbildenden Harzes vorliegt, in Kontakt gebracht, um das Metall aus der wäßrigen Lösung in Form eines Komplexes aus dem Metall und dem Extraktionsmittel zu extrahieren.
  • Da die natürlich vorkommenden Erze wertvoller Metalle häufig andere weniger erwünschte Elemente enthalten, ist es erforderlich, ein Extraktionsmittel zu verwenden, das entweder das wertvolle Metall oder die kontaminierenden Elemente auf selektive Weise extrahiert. Ein Beispiel für ein Verfahren zur selektiven Lösungsmittelextraktion eines wertvollen Metalles wie Kupfer findet sich in GB-A-1421766, während die selektive Extraktion von kontaminierenden Elementen wie Antimon und Wismut aus Lösungen von Kupfersalzen beispielsweise in DE-A-2515862 und US-A-4834951 beschrieben wird. Die Verwendung von chelatbildenden Harzen zur selektiven Entfernung von Antimon und/oder Wismut aus Kupferelektrolyten wird beispielsweise in JP-A-59-157294, JP-A-59-162108 und JP-A-61-110800 beschrieben.
  • Wenn der Metallkomplex, in Lösung oder in fester Form, von der ursprünglichen wäßrigen Lösung abgetrennt worden ist, ist es erforderlich, den Komplex aufzuspalten, um das Metall zu gewinnen und das Extraktionsmittel zum Recycling zu regenerieren. In dem Verfahren nach der oben erwähnten GB-A-1421766 wird der Kupferkomplex aufgespalten, indem die organische Phase mit einer stark sauren Lösung in Kontakt gebracht wird, die beispielsweise 200 g Schwefelsäure/l enthält. DE-A-2515862 beschreibt die Behandlung der organischen Phase mit einer stark sauren Lösung und/oder einer wäßrigen Lösung einer komplexbildenden Hydroxycarbon- oder Dicarbonsäure, beispielsweise Wein-, Citronen- oder Oxalsäure, um das Extraktionsmittel und das Antimon und/oder das Wismut freizusetzen, während bei dem Verfahren von US-A-4834951 die in der organischen Phase enthaltenen kontaminierenden Elemente als Sulfide ausgefällt werden. Zur Gewinnung von Antimon, das an ein chelatbildendes Harz absorbiert ist, wurde die Elution mit 4 - 6 molarer Chlorwasserstoffsäure berichtet.
  • Bei Verfahren, bei denen eine stark saure Striplösung verwendet wird, wird die Säure gewöhnlich in großem Überschuß im Vergleich zu der Menge verwendet, die aufgrund der Stöchiometrie der Ionenaustauschreaktion erforderlich ist, um das chemische Gleichgewicht so zu verschieden, daß das meiste des Metalls freigesetzt wird. So beschreibt US-A- 4235713 ein dreistufiges Verfahren zur Entfernung von Eisen aus einer organischen Phase, die Di-2-ethylhexylphosphorsäure enthält, wobei in der ersten Stufe die organische Phase mit einer Ohloridionen enthaltenden Säurelösung behandelt wird. Lösungen, die Chlorwasserstoffsäure in einer Konzentration zwischen 4 und 6 molar enthalten, werden besonders empfohlen, und die niedrigste Säurekonzentration, die in den Beispielen verwendet wird, liegt nahezu immer 2 molar über dem zum Strippen des Eisens erforderlichen stöchiometrischen Wertes. Es wurde nun gefunden, daß solche Metalle auf einfache Weise aus ihren Komplexen gewonnen werden können, indem der Komplex mit einer schwach sauren Striplösung, die eine hohe Konzentration an Chloridionen enthält, behandelt wird. Mit schwach saurer Striplösungtl ist eine Lösung gemeint, die nur eine geringe Menge der obigen Säure enthält, die aufgrund der Stöchiometrie der Stripreaktion erforderlich ist.
  • Erfindungsgemäß wird ein Verfahren zur Gewinnung eines Metalls aus einem organischen Komplex davon bereitgestellt, wobei bei dem Verfahren der Komplex mit einer schwach sauren wäßrigen Lösung eines Alkalimetall- oder Erdalkalimetallchlorids mit einem Chlordid-Gehalt von mindestens 4 molar und einer Säurestärke, die bis zu 0,5 molar über dem zum Strippen des Metalls erforderlichen stöchiometrischen Wert liegt, behandelt wird, wodurch der Komplex abgebaut und die Metallionen in die wäßrige Lösung überführt werden.
  • Ein besonderer Vorteil des Verfahrens der Erfindung besteht darin, daß das Metall in einer schwach sauren wäßrigen Lösung erhalten wird, so daß es durch Neutralisation der geringen Menge Säure mit einer geringen Menge Alkali ausgefällt werden kann, beispielsweise als Hydroxid oder Oxid. Die sich durch die Ausfällung ergebende Mutterlauge kann dann wieder schwach sauer gemacht werden und für weitere Stripzyklen wiederverwendet werden.
  • Der organische Komplex kann in Form einer Lösung davon in einem mit Wasser unmischbaren organischen Lösungsmittel behandelt werden.
  • Somit stellt die Erfindung nach einem Aspekt ein Verfahren zur Gewinnung eines unter Antimon, Wismut, Quecksilber, Cadmium, Nickel, Zinn und Zink ausgewählten Metalls aus einer Lösung eines organischen Komplexes des Metalls in einem nicht in Wasser mischbaren organischen Lösungsmittel bereit, bei dem die Lösung mit einer schwach sauren wäßrigen Lösung eines Alkalimetall- oder Erdalkalimetallchlorids mit einem Chlorid-Gehalt von mindestens 4 molar und einer Säurestärke, die bis zu 0,5 molar über dem zum Strippen des Metalls erforderlichen stöchiometrischen Wert liegt, behandelt wird, wodurch der Komplex abgebaut und die Metallionen in die wäßrige Lösung überführt werden.
  • Der in dem mit Wasser nicht mischbaren organischen Lösungsmittel gelöste organische Komplex wird im allgemeinen gebildet, indem eine wäßrige Lösung des Metallsalzes mit einer Lösung des organischen Extraktionsmittels in dem mit Wasser nicht mischbaren organischen Lösungsmittel extrahiert wird. Geeignete Extraktionsmittel sind im Stand der Technik vollständig beschrieben (beispielsweise von M. J. Hudson, Hydrometallurgy, 9 (1982), 149 - 168) und umfassen alle solchen organischen Liganden, die über ein Metall- Protonen-Austauschgleichgewicht funktionieren (und gewöhnlich mit Ionenaustauscher bezeichnet werden), beispielsweise α-Hydroxyoxime, β-Diketone, 8-Sulfonamidochinoline, Hydroxamsäure, Carbonsäuren, Ester von Phosphor-, Thiophosphor-, Phosphon-, phosphoniger, Phosphin- und phosphinischer Säure und dgl.
  • Eine besonders nützliche Klasse von Extraktionsmitteln umfaßt Organophosphor-Verbindungen der Formel:
  • wobei R einen verzweigten Alkyl-Rest mit mindestens 12, vorzugsweise mindestens 16, Kohlenstoffatomen darstellt, der gegebenenfalls einen oder mehrere Substituenten tragen kann, die unter den Extraktionsbedingungen inert sind, und n 0 oder 1 ist.
  • Die Verbindungen der Formel I sind daher (wenn n = 0 ist) Alkylphosphonsäuren oder (wenn n = 1 ist) Monoalkylester von Phosphorsäure, wobei letztere bevorzugt sind. In einigen Fällen kann es vorteilhaft sein, ein Gemisch aus Verbindungen der Formel I oder, beispielsweise, ein Gemisch aus einem Monoalkylester von Phosphorsäure, nämlich wie in Formel I definiert, und dem entsprechenden Dialkylester zu verwenden.
  • Typische verzweigte Alkyl-Reste, die durch R in den Verbindungen der Formel I dargestellt werden, enthalten 12 bis 40, vorzugsweise 12 bis 30 und noch bevorzugter 16 bis 24 Kohlenstoffatome.
  • Besonders bevorzugte verzweigte Alkyl-Reste, die durch R in den Verbindungen der Formel I dargestellt werden, sind Reste, die von Guerbet-Alkoholen stammen, d.h. Reste der Formel:
  • wobei R¹ und R² geradkettige oder verzweigte Alkyl-Reste sind, die zusammen mindestens 14 Kohlenstoffatome enthalten, und wobei R¹ im allgemeinen 2 Kohlenstoffatome mehr als R² enthält. Bevorzugte Reste der Formel II sind beispielsweise Reste, bei denen R¹ Nonyl und R² Heptyl ist, insbesondere der 2-(1,31 3-Trimethylbutyl)-5,7,7- trimethyloctyl-Rest der Formel:
  • Weitere günstige verzweigte Alkyl-Reste, die in den Verbindungen der Formel I durch R dargestellt werden, stammen von Gemischen von höheren Alkoholen der Formel II, wobei R¹ und R² sich nicht notwendigerweise durch zwei Kohlenstoffatome unterscheiden. Derartige gemischte Alkohole (beispielsweise ISOFOL 18T, das von Condea Chemie GmbH vertrieben wird) sind erhältlich, indem eine Guerbet- Kondensation mit Gemischen verschiedener Alkohole durchgeführt wird.
  • Bei den inerten Substituenten, die sich an den verzweigten Alkyl-Resten befinden können, handelt es sich beispielsweise um Halogen, insbesondere Chlor und Brom, und Alkoxy, insbesondere Niederalkoxy, beispielsweise Methoxy und Ethoxy.
  • Die Verbindungen der Formel I sind nach Verfahren erhältlich, die im Stand der Technik zur Herstellung von Alkylphosphonsäuren und Monoalkylestern von Phosphorsäure bekannt sind.
  • Um beispielsweise Antimon und/oder Wismut aus einer wäßrigen Lösung zu extrahieren, in der eine oder beide dieser Elemente vorhanden sein können, kann eine organische Phase verwendet werden, die eine oder mehrere Verbindungen der Formel I enthält. Die Verwendung von Verbindungen der Formel I ist jedoch besonders praktisch zur selektiven Extraktion von Antimon und/oder Wismut aus den stark sauren Lösungen, die als Elektrolyte bei der Elektroraffination von Nicht-Eisenmetallen verwendet werden, und in denen eines oder beide der Elemente als Verunreinigung enthalten ist. Noch bevorzugter sind Verbindungen der Formel I zur selektiven Extraktion von Antimon- und/oder Wismut-Verunreinigungen aus den starken sauren Tankhauselektrolyt- Lösungen, die bei der Kupferraffination verwendet werden, verwendbar. Typische Lösungen können 35 bis 60 g/l Kupfer, 0,01 bis 0,6 g/l Antimon und 0,01 bis 0,5 g/l Wismut enthalten und eine Schwefelsäurestärke von 145 bis 210 g/l aufweisen.
  • Die Konzentration an der Organophosphor-Verbindung der Formel I in dem organischen Lösungsmittel kann so ausgewählt werden, daß sie an die bestimmte wäßrige Lösung, die extrahiert wird, angepaßt ist. Typische Konzentrationen betragen etwa 0,05 bis etwa 1,0 molar, insbesondere 0,1 bis 0,75 molar. Durch höhere Konzentrationen wird eine vollständigere Extraktion der Metall-Verunreinigungen gefördert, wodurch aber die Selektivität, mit der sie extrahiert werden, verringert wird.
  • Das mit Wasser nicht mischbare organische Lösungsmittel, welches den Metallkomplex enthält, ist ein gutes Lösungsmittel dafür und unter den Verarbeitungsbedingungen inert.
  • Beispiele für geeignete mit Wasser nicht mischbare inerte organische Lösungsmittel sind aliphatische, cycloaliphatische und aromatische Kohlenwasserstoffe, chlorierte Kohlenwasserstoffe wie Trichlorethylen, Perchlorethylen und Trichlorethan und Ether oder Gemische aus derartigen Verbindungen. Bevorzugte Lösungsmittel sind Kohlenwasserstoff- Lösungsmittel, beispielsweise Lösungsmittel mit hohem Flammpunkt und einem hohen Gehalt an Aromaten, beispielsweise SOLVESSO 150 und AROMASOL H, die im wesentlichen aus einem Gemisch aus Trimethylbenzolen bestehen und von Imperial Chemical Industries PLC im Handel erhältlich sind. Aufgrund der geringen Toxizität und der breiten Verfügbarkeit sind Kohlenwasserstoff-Lösungsmittel mit niedrigem Gehalt an Aromaten wie Kerosin, beispielsweise ESCAID 100, bei dem es sich um ein Petroleum-Destillat handelt, das 20 % Aromaten, 56,6 % Paraffine und 23,4 % Naphthene enthält und von Exxon im Handel erhältlich ist, besonders bevorzugt.
  • Die Extraktion einer wäßrigen Lösung eines Metallsalzes mit einer Lösung eines organischen Extraktionsmittels in einem mit Wasser nicht mischbaren organischen Lösungsmittel, kann unter Anwendung herkömmlicher Lösungsmittelextraktionstechniken durchgeführt werden, so daß sich die Lösung des Metallkomplexes in dem organischen Lösungsmittel ergibt. Typischerweise wird die wäßrige Lösung in einer einzelnen Stufe oder in mehreren Stufen mit der organischen Phase in innigen Kontakt gebracht (beispielsweise, indem die zwei Phasen zusammen in einem geeigneten Gefäß umgewälzt werden), und zwar so lange, daß die weitgehende Extraktion des Metalls aus der wäßrigen Lösung möglich ist, wobei die zwei Phasen dann auf beliebige herkömmliche Weise getrennt werden. Die Extraktion kann zweckmäßigerweise bei Raumtemperatur durchgeführt werden, wobei aber etwas höhere oder niedrigere Temperaturen angewendet werden können, falls dies erwünscht oder bequem ist. Falls erwünscht, können die organischen Lösungen Modifikatoren, beispielsweise Tridecanol, enthalten, die im Stand der Technik bekannt sind und die Löslichkeit und/oder die Geschwindigkeit der Phasentrennung in Lösungsmittelextraktionsverfahren verbessern.
  • Das Strippen der wertvollen Metalle aus der organischen Phase kann bewirkt werden, indem die organische Phase mit der wäßrigen Chloridlösung unter Anwendung herkömmlicher Flüssigkeit-Flüssigkeit-Extraktionstechniken in Kontakt gebracht wird, und zwar entweder in einer einzigen Stufe oder in mehreren Stufen, worauf sich eine herkömmliche Abtrennung anschließt. Das Strippen wird zweckmäßigerweise bei Umgebungstemperatur durchgeführt, wobei aber etwas höhere oder niedrigere Temperaturen angewendet werden können, falls die erwünscht oder bequem ist.
  • Bei einer Variante des Lösungsmittelverfahrens wird der organische Komplex in einem Polymerdfilm so eingekapselt, daß kleine sphärische Teilchen gebildet werden, nämlich wie in US-A-4500494 beschrieben, oder er befindet sich auf einem porösen Träger wie Aluminiumsilicat, Magnesiumsilicat, Magnesiumaluminiumsilicat, Aluminiumoxid oder Siliciumdioxid. Der Komplex wird im allgemeinen durch Behandlung des porösen Substrats mit einer Lösung eines organischen Liganden und anschließendes Kontaktieren des behandelten Trägers mit einer wäßrigen Lösung des Metallsalzes gebildet.
  • Bei einer weiteren Variante ist der organische Komplex ein Produkt der Behandlung einer wäßrigen Lösung eines Metallsalzes mit einem chelatbildenden Harz, beispielsweise Harzen, die im Stand der Technik bekannt sind. So wurde die selektive Entfernung von Wismut aus einer Kupferelektrolyt- Lösung, die Wismut, Antimon und Arsen enthielt, unter Verwendung eines stark basischen Anionenaustauscherharzes vom Styrol-Typ (Diaion 5A20A&sub1; von Mitsubishi Chemical Industries Ltd. erhältlich) in JP-A-59-157294 beschrieben. Die Verwendung eines chelatbildenden phenolischen Harzes (UR-3300) zur Entfernung von kontaminierenden Metallionen aus Kupferelektrolyt-Lösungen wurde in JP-A-59-162108 beschrieben. Die Verwendung eines chelatbildenden Harzes vom Phosphomethylamin-Typ zur Entfernung von Antimon und Wismut aus Kupferelektrolyten wurde in JP-A-61-110800 beschrieben. Beispiele für im Handel erhältliche chelatbildende Harze, die sich zur Entfernung von Antimon- und/oder Wismutionen aus Kupferelektrolyten eignen, sind beispielsweise Duolite C467 (ein Harz, das Gruppen der Formel RCH&sub2;NHCH&sub2;PO&sub3;H&sub2; enthält, wobei R ein langkettiges Polymer bedeutet, welches von Rohm und Haas S.A. erhältlich ist) und Eporous MX-2 (von Miyoshi Oil and Fat Co. Ltd. erhältlich). In anderen geeigneten Harzen kann es sich bei der chelatbildenden Gruppe beispielsweise um eine Phosphin-, Phosphonium-, Phosphonsäureester-, Aminoalkylenphosphat-Gruppe oder dgl. handeln. Beispiele für andere geeignete chelatbildende Harze sind Harze vom Carbonsäure-Typ, beispielsweise Dowex MWC-1 (Dow Chemical Company), vom Sulfonsäure-Typ, beispielsweise Dowex HCR-W2, Dowex C-350 oder Amberlyst 15 (Rohm und Haas), vom Aminocarbonsäure-Typ, beispielsweise Purolite A-520 (Purolite International Ltd.) und vom Hydroxychinolin-Typ, beispielsweise Schering TN 02328.
  • Das Strippen der wertvollen Metalle vom porösen Träger oder von dem chelatbildenden Harz kann durch Elution des Trägers oder des Harzes auf herkömmliche Weise mit der wäßrigen Chlorid-Lösung erfolgen.
  • Das Verfahren ist bei solchen Metallen besonders wirksam, die zusätzlich zu der Komplexbildung mit einem organischen Komplexierungsmittel, das mit wäßrige Säure gestrippt werden kann, Komplexe mit Chloridionen in wäßriger Lösung bilden, beispielsweise Zink, Cadmium, Zinn, Quecksiler und, insbesondere, Antimon und Wismut.
  • Die schwach saure wäßrige Lösung eines Alkalimetall- oder Erdalkalimetallchlorids hat vorzugsweise einen Chlorid- Gehalt von mindestens 5 M und zweckmäßigerweise eine Säurestärke von 0,1 M bis 0,5 M über dem zum Strippen des Metalls erforderlichen stöchiometrischen Wert, wobei Chlorwasserstoffsäure bevorzugt ist. Bevorzugte Metallchloride sind beispielsweise Calcium- und Magnesiumsalze.
  • Das Verfahren der Erfindung ist besonders günstig zum Strippen von Antimon und/oder Wismut von chelatbildenden Harzen, auf denen sie absorbiert wurden, oder aus Lösungen von organischen Komplexen der Metalle in mit Wasser nicht mischbaren organischen Lösungsmitteln, beispielsweise Lösungen von organischen Komplexen von Antimon und/oder Wismut mit Organophosphor-Verbindungen. Typische Organophosphor-Verbindungen sind beispielsweise die in DE-A- 2515862 beschriebenen Phosphorsäureester und Verbindungen der Formel I.
  • Das Antimon und/oder das Wismut können aus der wäßrigen chloridhaltigen Phase als Oxid und/oder Hydroxid durch Neutralisation der Säure gewonnen werden.
  • Die Erfindung wird nun ohne Beschränkung durch die folgenden Beispiele veranschaulicht.
  • Beispiel 1
  • Eine wäßrige Lösung (A), die 0,36 g/l Antimon in Form seines Sulfats Sb&sub2;(SO&sub4;)&sub3;, 112 g/l Magnesiumsulfat und 170 g/1 Schwefelsäure enthielt, wurde 1 h mit einem gleichen Volumen einer Lösung (B), die 0,1 M hinsichtlich des Extraktionsmittels Mono-2-(1,3,3-trimethylbutyl)-5,7,7- trimethyloctylphosphat in ESCAID 100-Lösungsmittel war, umgewälzt. Die Schichten wurden sich separieren und sich absetzen gelassen. Dann wurde jede Schicht separat auf den Antimon-Gehalt analysiert. Der Prozentsatz Antimon, der am Anfang in A vorhanden war und in B übergetreten war, betrug 96 %. Die sich ergebende beladene organische Lösung B wurde dann mit einem gleichen Volumen 5,0 M Chlorwasserstoffsäure gestrippt. Es wurde gefunden, daß das Antimon quantitativ von der beladenen organischen Lösung in die Striplösung übertritt.
  • Die Extraktion von Wismut mit dem gleichen Extraktionsmittel erfolgte aus einem wäßrigen Medium, das mit dem der Antimon-Lösung (A) identisch war, mit dem Unterschied, daß es 0,48 g/l Wismut in Form seines Sulfats Bi&sub2;(SO&sub4;)&sub3; enthielt. Der Prozentsatz Wismut, der in die organische Lösung B extrahiert wurde, betrug 50 %. Die beladene organische Lösung B wurde mit einem gleichen Volumen Chlorwasserstoffsäure (5,0 M) gestrippt. Es wurde gefunden, daß mehr als 99 % des in der beladenen organischen Lösung vorhandenen Wismuts in die wäßrige Lösung übertraten.
  • Bei einem weiteren Versuch wurde eine beladene organische Lösung (aus der organischen Zusammensetzung B), die Amtimon in einer Konzentration von 0,6 g/l enthielt, mit einem gleichen Volumen einer wäßrigen Lösung in Kontakt gebracht, die 222 g/l CaCl&sub2;, das in Form seines Dihydrats CaCl&sub2;.2H&sub2;O hinzugegeben wurde, und HCl, 36 g/l, enthielt, wodurch sich eine Gesamtkonzentration an Chioridionen von 5 M ergab. Es wurde gefunden, daß 88 % des in der organischen Lösung vorhandenen Antimons in die Striplösung übertraten.
  • Es ergab sich ein übergang des Antimons von 80 %, wenn ein Teil der gleichen beladenen organischen Lösung, nämlich wie oben, mit einem gleichen Volumen einer wäßrigen Striplösung in Kontakt gebracht wurde, die CaCl&sub2; (270 g/1) und HCl (3,6 g/l) enthielt.
  • Bei einem weiteren Versuch wurde eine beladene organische Lösung (aus der organischen Zusammensetzung B), die Wismut in einer Konzentration von 0,16 g/l enthielt, mit einem gleichen Volumen einer wäßrigen Lösung in Kontakt gebracht, die 222 g/l CaCl&sub2;, in Form seines Dihydrat CaCl&sub2;.2H&sub2;O hinzugegeben, und HCl, 36 g/l enthielt, wodurch sich eine Gesamtkonzentration an Chloridionen von 5 M ergab. Es wurde gefunden, daß mehr als 99 % des in der organischen Lösung vorhandenen Wismuts in die Striplösung übertraten.
  • Ein Übertritt des Wismuts von mehr als 99 % wurde auch gefunden, wenn ein Teil der gleichen beladenen organischen Lösung, nämlich wie oben, in Kontakt mit einem gleichen Volumen einer wäßrigen Striplösung in Kontakt gebracht wurde, die CaCl&sub2; (270 g/l) und HCl (3,6 g/l) enthielt.
  • Beispiel 2
  • Eine 0,5 molare Lösung von N-(2-Ethylhexynoyl)hydroxylamin in Kerosin wurde mit Antimon beladen, und zwar indem die organische Lösung mit einem gleichen Volumen einer wäßrigen Lösung in Kontakt gebracht wurde, die 193 Teile auf eine Million Teile Antimon in Form seines Sulfats, Sb&sub2;(SO&sub4;)&sub3;, 176 ppm Wismut in Form seines Sulfats, Bi&sub2;(SO&sub4;)&sub3;, und 170 g/l Schwefelsäure enthielt. Die Kontaktierung erfolgte durch kräftiges Rühren bei 60ºC eine Stunde lang. Dann wurden die Phasen separiert und die organische Phase analysiert, wobei sich ein Gehalt von 84 ppm Antimon und < 1 ppm Wismut ergab.
  • Portionen dieser mit Antimon beladenen organischen Lösung wurden dann separat mit gleichen Volumina wäßriger Striplösungen in Kontakt gebracht, die 0,5 molar Chlorwasserstoffsäure, 5,0 molar Chlorwasserstoffsäure oder 0,5 molar Chlorwasserstoffsäure und 2,75 mol Calciumchlorid enthielten. Die Kontaktierung erfolgte bei 60ºC und dauerte eine Stunde. Dann wurden die Phasen separiert und jeweils auf Antimon analysiert. Die Ergebnisse sind nachstehend angegeben:
  • Beispiel 3
  • Eine 0,25 molare Lösung von N-(2-Ethylhexanoyl)-N-methylhydroxylamin in Kerosin wurde mit Antimon und Wismut beladen, indem ein Teil der Lösung mit 5 Volumenteilen einer wäßrigen Lösung in Kontakt gebracht wurde, die 193 ppm Antimon, 176 ppm Wismut und 170 g/l Schwefelsäure enthielt, und zwar zweimal bei 60ºC eine Stunde lang. Die Phasen wurden separiert, und die organische Phase wurde analysiert, wobei sich ein Gehalt von 1203 ppm Antimon und 12 ppm Wismut ergab.
  • Portionen dieser mit Antimon beladenen organischen Lösung wurden dann separat mit gleiche Volumina wäßriger Striplösungen in Kontakt gebracht, die 0,5 mol Chlorwasserstoffsäure, 5,0 molar Chlorwasserstoffsäure oder 0,5 molar Chlorwasserstoffsäure und 2,75 mol Calciumchlorid enthielten. Die Kontaktierung erfolgte bei 60ºC eine Stunde lang. Die Phasen wurden dann separiert, worauf die wäßrigen Phasen auf Antimon und Wismut analysiert wurden. Die Ergebnisse sind nachstehend angegeben:
  • Die Ergebnisse zeigen, daß die mit Metall beladenen Hydroxamsäuren des allgemeinen Typs R³-C(O)NR&sup4;OH, wobei R³ ein Kohlenwasserstoff-Rest und R&sup4; Wasserstoff oder ein Kohlenwasserstoff-Rest ist, unter Verwendung von verdünnter Säure, die große Mengen an Chioridionen enthält, gestrippt werden können.
  • Beispiel 4
  • Wäßrige Lösungen, die 1 g/l Fe³&spplus;, Zn²&spplus;, Ni²&spplus; oder Cu²&spplus; enthielten und einen pH-Wert von 2,0 hatten, wurden hergestellt. Die Metalle wurden in Form ihrer Sulfate verwendet. Dann wurden mit Metall beladene organische Lösungen, die Fe³&spplus;, Zn²&spplus;, Ni²&spplus; oder Cu²&spplus; enthielten, separat davon hergestellt, indem ein 0,25 molare Lssung des Extraktionsmittels Mono-2-(1,3,3,-trimethylbutyl)-5,7,7- trimethyloctylphosphat mit einem gleichen Volumen einer der oben erwähnten wäßrigen Metall-Lösungen eine Stunde bei 25ºC rasch gerührt wurde. Die wäßrigen und organischen Phasen wurden separiert, und die organischen Lösungen wurden jeweils auf den Metallgehalt analysiert.
  • Jede der mit Metall beladenen organischen Lösungen wurde in zwei gleiche Portionen aufgeteilt. Dann wurde eine Portion jeder der verschiedenen mit Metall beladenen organischen Lösungen mit einem gleichen Volumen einer wäßrigen Striplösung in Kontakt gebracht, die 0,5 mol Chlorwasserstoffsäure enthielt, während die andere Portion mit einer Striplösung in Kontakt gebracht wurde, die 0,5 mol Chlorwasserstoffsäure und 2,75 mol Calciumchlorid enthielt. Die Kontaktierung erfolgte durch kräftiges Rühren bei 20 - 25ºC während eines Zeitraums von einer Stunde. Dann wurden die Phasen separiert und jeweils auf den Metallgehalt analysiert. Die Ergebnisse sind nachstehend angegeben.
  • Striplösung: A = 0,5 molar HCl
  • B = 0,5 molar HCl + 2,75 molar CaCl&sub2;
  • Beispiel 5
  • 30 g eines im Handel erhältlichen chelatbildenden Harzes, namlich Duolite C467 (von Rohm und Haas 5. A.) wurde mit Antimon und Wismut beladen, indem das Harz mit 5 l einer wäßrigen Lösung in Kontakt gebracht wurde, die 0,53 g/l Antimon in Form seines Sulfats Sb&sub2;(SO&sub4;)&sub3;, 0,46 g/l Wismut in Form seines Sulfats Bi&sub2;(SO&sub4;)&sub3; und 170 g/l Schwefelsäure enthielt, und zwar unter kräftigem Umwälzen bei 20 - 25ºC 24 h lang. Das mit Metall beladene Harz wurde separiert und zur Entfernung von Spuren der wäßrigen Beschickungslösung gründlich mit destilliertem Wasser gespült. Sieben gleiche Portionen, jeweils zu 1 g, des mit Metall beladenen Harzes wurden dann separat mit 15 ml Portionen wäßriger Striplösungen in Kontakt gebracht, die verschiedene Konzentrationen an Chlorwasserstoffsäure zwischen 0,5 und 6 molar enthielten. Weitere sieben Portionen des mit Metall beladenen Harzes wurden separat mit 15 ml Portionen wäßriger Striplösungen in Kontakt gebracht, die verschiedene Konzentrationen an Chloridionen zwischen 1,0 und 7,0 molar enthielten. Die Konzentration an Wasserstoffsäure in jeder Striplösung betrug 0,5 molar. Die Chloridionen-Konzentration wurde durch Zugabe der erforderlichen Menge CaCl&sub2; variiert. Die Strip-Versuche wurden bei 20 - 25ºC mit einer Kontaktzeit von 2 h durchgeführt. Die wäßrigen Striplösungen wurden jeweils unter Erhalt der nachstehend angegebenen Ergebnisse auf den Metallgehalt analysiert:
  • Die Ergebnisse zeigen, daß im Fall von Antimon verdünnte Säure, die zusätzlich Chloridionen enthält, wirksam metallbeladene Harze strippen kann, und zwar genauso wirksam wie starke Säurelösungen, und im Fall von Wismut sogar noch effizienter.
  • Beispiel 6
  • In weiteren Versuchen wurden 1 g-Portionen des wie in Beispiel 5 hergestellten mit Metall beladenen Harzes separat mit 15 ml-Portionen einer wäßrigen Striplösung in Kontakt gebracht, die 18 g/l HCl und entweder 320 g/l NaCl, Lösung A, oder 203 g/l MgCl&sub2;, Lösung B, enthielt. Die Striplösungen hatten eine Chloridionen-Gesamtkonzentration von 6 molar. Das Harz wurde wie in Beispiel 5 beschrieben in Kontakt gebracht, und die wäßrigen Striplösungen wurden auf den Metallgehalt analysiert. Die Ergebnisse sind in der Tabelle angegeben.
  • Die Ergebnisse zeigen, daß CaCl&sub2;, das als Quelle für Chloridionen in den Beispielen 1 - 5 verwendet wurde, zufriedenstellend durch ein Alkalimetallchlorid oder ein anderes Erdalkalimetallchlorid ersetzt werden kann.
  • Beispiel 7
  • Eine wäßrige Lösung, die bis zu 350 Teile pro Million Teile jedes der 13 verschiedenen Metalle oder Metalbide mit ausreichend Salpetersäure zum Erhalt eines pH-Wertes von 2,0 enthielt, wurde hergestellt. Die Metalle wurden in Form ihrer Nitrat- oder Acetatsalze verwendet, mit Ausnahme von Arsen, das in Form des Trioxids verwendet wurde. Diese Lösung wurde rasch mit einer 0,25 molaren Lösung des Extraktionsmittels Mono-2-(1,3,3-trimethylbutyl)-5,7,7- trimethyloctylphosphat in Kerosin-Lösungsmittel gerührt, und zwar eine Stunde bei 20 - 25ºC. Die wäßrigen und die organischen Phasen wurden separiert und jeweils auf den Metallgehalt analysiert, wobei sich die nachstehend angegebenen Ergebnisse ergaben.
  • Die Ergebnisse zeigen, daß bei einem Anfangs-pH-Wert bis 2,0 Eisen, Wismut, Arsen und Blei durch ein Extraktionsmittel der Formel I stark extrahiert werden.
  • Beispiel 8
  • Eine wäßrige Lösung (A), die 0,75 g/l Antimon, 0,135 g/l Wismut und 170 g/l Schwefelsäure enthielt, wurde wie in Beispiel 1 mit einer Lösung (B) in Kontakt gebracht, die 0,1 M in Bezug auf das Extraktionsmittel Monotridecylphosphat in Kerosin-Lösungsmittel war (die Tridecyl-Gruppe ist ein Gemisch aus verzweigten Alkyl-Gruppen, die von kommerziellem Tridecanol stammen, das ein komplexes Gemisch aus verzweigten primären Alkoholen ist). Die Phasen wurden separiert, und jede Schicht wurde auf den Metallgehalt analysiert. Es wurde gefunden, daß der Prozentsatz Antimon und Wismut, der anfänglich in (A) vorhanden war und in (B) übergetreten war, 89 % bzw. 41 % betrug. Die sich ergebende beladene organische Lösung (B) wurde dann mit einer wäßrigen Lösung gestrippt, die im Hinblick auf Chlorwasserstoffsäure 0,5 molar und im Hinblick auf Calciumchlorid 2,75 molar war. Es wurde gefunden, daß Antimon und Wismuth quantitativ von der beladenen Lösung (B) in die Striplösung übertreten.

Claims (5)

1. Verfahren zur Gewinnung eines unter Antimon, Wismut, Quecksilber, Nickel, Cadmium, Zinn und Zink ausgewählten Metalls aus einem organischen Komplex davon, bei dem der Komplex mit einer schwach sauren wässrigen Lösung eines Alkalimetall- oder Erdalkalimetallchlorids mit einem Chloridgehalt mit mindestens 4 molar und einer Säurestärke, die bis zu 0,5 molar über dem zum Strippen des Metalls erforderlichen stöchiometrischen Wert liegt, behandelt wird, wodurch der Komplex abgebaut und die Metallionen in die wässrige Lösung überführt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem eine Lösung des Komplexes in einem mit Wasser nicht mischbaren organischen Lösungsmittel behandelt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, wobei die Lösung des Komplexes in einem mit Wasser nicht mischbaren organischen Lösungsmittel ein Produkt der Extraktion einer wässrigen Metallsalzlösung mit einer Lösung eines organischen Extraktionsmittels in dem mit Wasser nicht mischbaren organischen Lösungsmittel ist.
4. Verfahren nach Anspruch 3, wobei das organische Extraktionsmittel eine Organophosphorverbindung der Formel
umfaßt, in der R einen mindestens 12 Kohlenstoffatome enthaltenden verzeigten Alkyl-Rest darstellt, der gegebenenfalls einen oder mehrere Substituenten tragen kann, die unter den Extraktionsbedingungen inert sind, und n 0 oder 1 ist.
5. Verfahren nach Anspruch 4, wobei R ein mindestens 16 Kohlenstoffatome enthaltender verzweigter Alkyl-Rest ist.
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