DE69236C - Sicherheitsschaltung für Meldeapparate mit Runestrombetrieb - Google Patents
Sicherheitsschaltung für Meldeapparate mit RunestrombetriebInfo
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- DE69236C DE69236C DENDAT69236D DE69236DA DE69236C DE 69236 C DE69236 C DE 69236C DE NDAT69236 D DENDAT69236 D DE NDAT69236D DE 69236D A DE69236D A DE 69236DA DE 69236 C DE69236 C DE 69236C
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- morse
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- signaling devices
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G08—SIGNALLING
- G08B—SIGNALLING SYSTEMS, e.g. PERSONAL CALLING SYSTEMS; ORDER TELEGRAPHS; ALARM SYSTEMS
- G08B25/00—Alarm systems in which the location of the alarm condition is signalled to a central station, e.g. fire or police telegraphic systems
Landscapes
- Business, Economics & Management (AREA)
- Emergency Management (AREA)
- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Alarm Systems (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die für Feuer- und sonstige Signaltelegraphen angewendeten Schaltungen haben noch einige
Uebelstände im Gefolge, welche durch die nachstehend beschriebene Vorrichtung und
Schaltung der selbstthätigen Feuermelder und Signalgeber vermieden werden.
Die auf beiliegender Zeichnung dargestellte Schaltung hat den Zweck, die von den selbstthätigen
Meldern und Signalgebern abgegebenen Meldungen unter allen Umständen sicher und zuverlässig nach der Centrale zu senden; mag
nun die Leitung an einer Stelle zerrissen und so. ganz unterbrochen sein oder Nebenschlufs
bezw. Erdschlufs haben oder mögen gleichzeitig von zwei Stellen in einer Leitung nach
der Centrale Meldungen abgegeben werden. In letzterem Falle kommen beide Meldungen
sicher auf den Morse-Apparaten der Centrale an. Die selbstthätigen Feuermelder und Signalgeber
besitzen ein Stromschlufsrad a, welches in bekannter Weise durch Aufziehen oder
Auslösen des Laufwerkes in Umdrehung versetzt wird. Auf dem Umfang dieses Stromschlufsrades
schleifen zwei Nasenfedern b und c. Das Stromschlufsrad ist mit einem Excenter d
fest verbunden, auf dessen Umfang die Feder e beim Umgang des Stromschlufsrades schleift.
In der Ruhestellung des Stromschlufsrades greift die Feder e in eine Vertiefung des Excenters
d ein und liegt auf dem isolirten Stift f auf. Die eine Hälfte des Stromschlufsrades
α trägt "am Umfang eine Anzahl den Morse-Zeichen entsprechende Auskerbungen. Die
Signalgeber werden alle hinter einander mit ihren Federn b und c in eine Schleifenleitung
eingeschaltet, welche von der Centralstation aus nach sämmtlichen Signalgebern und zurück
nach der Centrale führt. Die Federn e werden mit der Erde in Verbindung gebracht.
Die Centrale erhält aufser den erforderlichen Nebenapparaten (Blitzableiter B u. s. w.) zwei
Morse-Apparate Af1 und M2 mit Selbstauslösung
und zwei Batterien B1 und B2. Batterie B1
ist mit dem Kohlepol, B2 mit dem Zinkpol an Erde gelegt, beide Batterien hinter einander
geschaltet.
Da in der Ruhelage keine der Federn e in den Signalgebern mit den Excentern d der
Stromschlufsräder a in Verbindung steht, somit die Erdleitungen in allen Signalgebern isolirt
sind, so nimmt der galvanische Strom folgenden Weg:
Kohlepol, Batterie B2, Morse-Apparat M2,
Blitzableiter B, Leitung, Signalgeber S1, Stromschlufsfeder
b, Stromschlufsrad a, Stromschlufsfeder c, Leitung.
Von hier aus geht der Strom durch alle Signalgeber bis Sn, Stromschlufsfeder blf Stromschlufsrad
U1, Stromschlufsfeder C1, Leitung
zurück zur Centrale, Blitzableiter B, Morse-Apparat M1 , Zinkpol der Batterie B1, Kohlepol
derselben, Zinkpol der Batterie B2. In der Leitung kreist ein Ruhestrom, beide Morse-Apparate
haben ihre Anker angezogen. Sobald einer der Signalgeber, z.B. S1, in Thätigkeit
gesetzt wird, beginnt das Stromschlufsrad a sich mit dem Excenter d in der Pfeilrichtung
zu drehen. Die Feder e schleift hierbei mit ihrer Nase über das Excenter d und stellt so
die Verbindung des Stromschlufsrades a mit der Erde während des ganzen Umganges her.
Es entstehen nunmehr zwei Stromkreise, und zwar i. Kohlepol der Batterie B27 Morse-Apparat
Af2, Blitzableiter B, Leitung, Signalapparat
1S1, Feder b, Stromschlufsrad a, Excenter
d, Feder e, Erde, Erde der Centrale, Zinkpol der Batterie .B2, und 2. Kohlepol
der Batterie B1, Erde der Centrale, Erde des
Signalgebers S1, Feder e, Leitung, Blitzableiter B,
Morse-Apparat Af1, Zinkpol der Batterie B]. Bei
der ersten halben Umdrehung schleift die Feder b über den mit Morse-Auskerbungen
versehenen Theil des Stromschlufsrades α und
unterbricht dementsprechend den ersten Stromkreis, wodurch der Morse-Apparat M0 in der
Centrale die entsprechende Meldung aufnimmt, bei der zweiten halben Umdrehung des Stromschlufsrades
α schleift jedoch die Feder c über den mit Morse-Auskerbungen versehenen Theil
des Stromschlufsrades α und unterbricht diesen Auskerbungen entsprechend den zweiten Stromkreis.
Hierbei nimmt der Morse-Apparat Af1 die Meldung auf.
Die Meldung erscheint also auf beiden Morse-Apparaten. Ist die Leitung z. B. bei y unterbrochen,
so wird diese Unterbrechung durch Ablaufen der Morse-Apparate oder durch etwa
eingeschaltete Galvanoskope in der Centrale sofort angezeigt, eine etwa abgegebene Meldung
vom Signalgeber S1 würde aber doch richtig in der Centrale einlaufen, und zwar
auf den nicht unterbrochenen Leitungszweig, also hier auf Morse-Apparat Ai2, während eine
Meldung vom Signalgeber Sn auf Morse-Apparat AT1 einläuft. Ebenso würde sich sofort
ein Neben- oder Erdschlufs in der Centrale anmelden, und zwar würde die bis dahin
stromlose Erdleitung an Galvanoskop G Strom anzeigen, aber auch dann würde in gleicher
Weise eine etwa einlaufende Feuermeldung auf einem der beiden Morse-Apparate richtig
einlaufen.
Werden zwei Signalgeber gleichzeitig in Betrieb gesetzt, so wird der erste Theil der Meldung
z. B. von S1 auf Morse-Apparat Af2, der
zweite Theil der Meldung von Signalgeber Sn aber auf Morse-Apparat M1 einlaufen. Es wird
also bei jeder Leitungsstörung, ob Unterbrechung oder Erdschlufs, und beim Abgeben
der Meldung von zwei Signalgebern gleichzeitig immer ein Theil der Meldungen richtig
in der Centrale einlaufen, so dafs die denkbar gröfste Sicherheit für derartige Anlagen durch
diese Schaltung erreicht ist.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine Schaltungsweise für Meldeapparate mit Ruhestrombetrieb, bei welcher das richtige Einlaufen von Feuer- und anderen Meldungen in das Hauptamt auch bei Leitungsstörungen und beim gleichzeitigen Melden von zwei Signalgebern aus dadurch gesichert wird, dafs die hinter einander geschalteten Geber beim Melden gleichzeitig an Erde gelegt werden, so dafs der Stromschlufs sowohl durch die Leitung über die Geber, als auch durch die Erde bewirkt wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE69236C true DE69236C (de) |
Family
ID=342720
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT69236D Expired - Lifetime DE69236C (de) | Sicherheitsschaltung für Meldeapparate mit Runestrombetrieb |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE69236C (de) |
-
0
- DE DENDAT69236D patent/DE69236C/de not_active Expired - Lifetime
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