DE684092C - Schaltungsanordnung fuer Meldeanlagen - Google Patents

Schaltungsanordnung fuer Meldeanlagen

Info

Publication number
DE684092C
DE684092C DEP70218D DEP0070218D DE684092C DE 684092 C DE684092 C DE 684092C DE P70218 D DEP70218 D DE P70218D DE P0070218 D DEP0070218 D DE P0070218D DE 684092 C DE684092 C DE 684092C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
circuit
loop
relays
earth
interruption
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEP70218D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEP70218D priority Critical patent/DE684092C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE684092C publication Critical patent/DE684092C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G08SIGNALLING
    • G08BSIGNALLING SYSTEMS, e.g. PERSONAL CALLING SYSTEMS; ORDER TELEGRAPHS; ALARM SYSTEMS
    • G08B25/00Alarm systems in which the location of the alarm condition is signalled to a central station, e.g. fire or police telegraphic systems
    • G08B25/01Alarm systems in which the location of the alarm condition is signalled to a central station, e.g. fire or police telegraphic systems characterised by the transmission medium
    • G08B25/04Alarm systems in which the location of the alarm condition is signalled to a central station, e.g. fire or police telegraphic systems characterised by the transmission medium using a single signalling line, e.g. in a closed loop
    • G08B25/045Alarm systems in which the location of the alarm condition is signalled to a central station, e.g. fire or police telegraphic systems characterised by the transmission medium using a single signalling line, e.g. in a closed loop with sensing devices and central station in a closed loop, e.g. McCullough loop

Landscapes

  • Business, Economics & Management (AREA)
  • Emergency Management (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Monitoring And Testing Of Exchanges (AREA)

Description

  • Schaltungsanordnung für Meldeanlagen Zusatz zum Patent 669 640 Das Hauptpatent bezieht sich auf Anlagen zur Sicherung von Lebens- und Sachwerten, z. B. Polizeiruf- und Feuermeldeanlagen, und zwar besonders auf solche Anlagen, bei denen die einzelnen Meldestellen in einer Ringleitung zusammengefaßt sind. Zur Erhöhung der Sicherheit derartiger Anlagen ist es erwünscht, daß sich jeder Melder selbsttätig auch dann meldet, wenn er abgeschnitten und kurzgeschlossen wird, und daß ferner die Art seiner Unterbrechung oder eines Kurzschlusses selbsttätig durch Angabe der Meldernummer und der Störungsart gekennzeichnet wird. Gemäß dem Hauptpatent werden diese Wirkungen dadurch erzielt, daß unter Verwendung bekannter synchroner Mittel die in einem Stromkreis liegenden Meldestellen nacheinander ständig durch jeweils eine mehrfache Zustandsänderung der Leitung bestimmte Stromzeichen senden, welche die Einrichtungen bei der Empfangsstelle zur Aufzeichnung der Nummer der Meldestelle und der Art der Meldung veranlassen, wenn sie durch eine Meldung von der Meldestelle beeinflußt oder durch einen Leitungsfehler unterdrückt oder in ihrem Ablauf verändert werden.
  • Bei der Einrichtung gemäß dem Hauptpatent besteht jedoch ein Nachteil darin, daß eine Einbruchs- und Gefahrmeldung bei Kurzschluß einer Meldestelle oder der Schleife nur gegeben werden kann, wenn gleichzeitig eine einseitige Unterbrechung besteht. Dieser Nachteil wird durch die vorliegende Erfindung beseitigt und damit die Sicherheit derartiger Anlagen weiter erhöht. Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß nach der Kurzschlußmeldung einer Meldestelle bei der nächsten regelmäßigen Prüfung dieser Meldestelle eine künstliche Unterbrechung der Schleife in der Hauptsammelstelle hervorgebracht wird.
  • Der Erfindungsgedanke wird an Hand der Zeichnung, die in Abb. i eine Ringleitung mit Sicherheitsschaltung und in Abb. 2 einen Synchrontypendrucker darstellt, näher erläutert.
  • Die Melderschleife in Abb. i wird von jedem Melder zuerst geerdet: Schaltung I, dann unterbrochen: Schaltung II. Diese Schaltungen verursachen bei normaler Schleife (keine Einbruchs-und Gefahrmeldung, keine Störung) eine ununterbrochene Folge abwechselnder Stromschließungen und -öffnungen Im Verlaufe der Beschreibung werden sowohl die Schaltungen bei den Meldestellen als auch die zum Empfang der Meldungen dienenden Schaltmittel übereinstimmend mit I und 1I bezeichnet.
  • In jedem Zweig der Schleife liegen zwei Linienrelais. Beide ziehen ihre Anker bei der Schaltung 1 an und lassen sie bei der Schaltung II los. Bei Einbruchs- und Gefahrmeldungen bringen die Melder bei der Erdung (Schaltung I) noch einen Widerstand in diese Verbindung und geben statt der Unterbrechung (Schaltung II) eiAe Stromschwächung. Dann zieht von den jü" einem Zweige liegenden Linienrelais nur eines: seinen Anker an.
  • Diese verschiedenen Stellungen der Kontakte sämtlicher vier Linienrelais verhindern oder verursachen die Meldungen, und zwar können mit ihnen außer den Einbruchs- und Gefahrmeldungen (Alarm) auch die selbsttätigen Meldungen für abgeschnittene und kurzgeschlossene Melder erfaßt werden.
  • Für die Schleifenstörungsmeldungen bedarf es noch einer zusätzlichen Einrichtung. Bekanntlich kommt bei einer einseitigen Unterbrechung oder einem einseitigen Erdschluß in einer Schleife eine Meldung auch nur einseitig an; d. h. sie wird nicht in beiden Zweigen gleichzeitig, sondern nur in dem ungestörten Zweige empfangen: Die Grenze zwischen dem a= und b-Zweig bildet der Leitungsfehler. Der letzte Melder im a-Zweig arbeitet also über den a=Zweig; der letzte Melder im b-Zweig über den b-Zweig. Dieser Übergang von den Linienrelais des einen Zweiges auf die des anderen wird dazu benutzt, um die Lage der Störung (Unterbrechung oder Erdschluß) festzuhalten. Zu dieseln Zwecke wirken die Kontakte der Linienrelais beider Zweige auf zwei polarisierte Differentialrelais. Das eine tritt bei Unterbrechungen; das andere bei Erdschlüssen in Tätigkeit. Beide sind so eingestellt, daß ihre Anker ständig am Ruhekontakt liegenbleiben, nicht nur wenn beide Wicklungen bei fehlerfreier Schleife, sondern auch wenn infolge einer Störung nur ihre oberen Spulen Strom erhalten. Sobald aber der Wechsel in den Linienrelais eintritt, erhalten die unteren Wicklungen allein Strom, und die Anker gehen in die 'Arbeitsstellung. Dieser Vorgang wird zur Auslösung der Störungsmeldung verwandt, und zwar gibt die gemeldete Nummer die Meldestelle an, vor der sich der Fehler befindet. Die Anker der Differentialrelais werden am Schlusse der Melderreihe in die Ruhelage geführt.
  • Zur Abgabe einer Meldung wirken die Kontakte der vier Linienrelais und die Kontakte zweier von den beiden Differentialrelais gesteuerten Störungsrelais über Schaltfedern I und II" die sich zeitlich entsprechend den Schaltungen I und II bei den Meldestellen schließen, unmittelbar auf die Druckmagnete, wenn die Schleifen bei der Empfangszentrale enden oder die Tätigkeit der Linienrelais hierhin übertragen wird. Je nach der Leistungsfähigkeit des Empfangsapparates können drei und mehr Schleifen auf einen Empfänger gelegt werden. Hierzu sind die Nocken der Meldescheiben bei den Meldestellen der Schleifen entsprechend versetzt: zuerst arbeitet die erste der ersten Schleife, dann die erste der zweiten Schleife usf., oder aber die Nocken aller Schleifen arbeiten gleichmäßig, und Sie Wirkungen auf ihre Linienrelais werden ;durch einen synchron umlaufenden Verteiler les Empfängers zerlegt: zuerst arbeiten die eisten Nocken aller Schleifen, dann die zweiten Nocken aller Schleifen usf. In diesem Falle steht der Empfänger nur während eines Bruchteils der Kontaktzeiten nacheinander mit den Linienrelais der Schleifen in Verbindung.
  • Das Typenrad des Empfangsapparates läuft synchron mit den Nockenscheiben der Meldestellen: Es trägt die Nummern der Meldestellen zweimal aufeinanderfolgend, damit sowohl bei Schaltung I als auch bei Schaltung II die Meldernummer gedruckt werden kann. Neben jeder Nummer, sowohl der ersten als auch der zweiten, steht das Alarmzeichen Mal, dagegen stehen die Störungszeichen Hab und Su nur neben der ersten Melderziffer, da sie nur bei Schaltung I gegeben werden können, die Störungszzeichen Mk und Se nur neben der zweiten Melderziffer, da sie nur bei Schaltung II gegeben werden können: z. B. 678 Mal; Mab, Su (= Schaltung I), 678 Mal, Mk, Se (_ Schaltung II), Die' Wiederholung von Mal ist nötig, weil der Alarm bei gestörter Schleife entweder über Schaltung I oder II erfolgt.
  • Beim Empfang einer Meldung werden stets zwei Magnete betätigt: der Nummernmagnet und ein Buchstabenmagnet. Beide lösen den Druckvorgang aus. Die hierfür zu benutzenden Einrichtungen sind aus der Telegraphentechnik hinreichend bekannt. Diese Einrichtung für den unmittelbaren Empfang wird als Synchrontypendrucker bezeichnet und ist in Abb. 2 dargestellt.
  • In größeren Netzen kann es erforderlich wer- i den oder zweckmäßig sein, die Schleifen nicht unmittelbar auf die Empfangszentrale wirken zu lassen, sondern sie in mehreren Meldezentralen zusammenzufassen. Bei den Meldezentralen arbeiten Verteiler synchron mit den Einrichtungen bei den Meldestellen. Sie übermitteln die von den Linienrelais aufgenommenen Zeichen an Relais, die jeder Meldestelle bei der Meldezentrale zugeordnet sind: Abweichungen von den normalen Betriebsverhältnissen führen zum Ansprechen dieser Relais; die in bereits bekanntgewordener Weise mit einem Zahlen und Buchstabengeber eine entsprechende Meldung an die Empfangszentrale gelangen lassen und auch die Überwachung jedes Anschlusses bei der Meldezentrale gestatten. Die Meldungen werden bei der Empfangszentrale mit einem bekannten dekadischen Typendrucker empfangen, der auch die Arten der Meldungen wiedergibt.
  • Die Wirkungsweise ist folgende: Abb. z: Die Kontakte il, i2 und i3 sowie i4 bei den Meldestellen x bis 3o werden von den Nocken- Scheiben Ni bis N3 betätigt, die von kleinen, wartungsfreien, aus dem allgemeinen Wechselstromnetz gespeisten Synchronmotoren Sm, z. B. Synchronuhrenmotoren, gedreht werden (s. Nebenzeichnung). -Zuerst schließt sich il und legt die Schleife bei der Meldestelle an Erde (Schaltung I). Der Strom aus den Linienbatterien LBa und LBb kann jetzt sowohl ohne als auch mit Erde in der Schleife fließen. Darauf öffnen sich gleichzeitig mit il die Kontakte i2 und i3 und unterbrechen den Schleifenstrom zu beiden Seiten der inzwischen aufgehobenen Erdverbindung (Schaltung II). Dann gehen i2 und i3 in Ruhe, und im selben Augenblick treten die Kontakte des nächsten Melders in Tätigkeit usf.
  • i4 öffnet sich kurz, nachdem il bis i3 tätig gewesen sind, und unterbricht den Haltestromkreis von A. Dieses Relais löst die Einbruchs-und Gefahrmeldung (Alarm) aus. Bei seinem Ansprechen öffnet sich a1. w1 liegt dann in der Erdverbindung von il. a2 und a3 legen w2 und w3 an die Schleifenleitung, w1 schwächt bei Schaltung I den Schleifenstrom bei einseitigen Unterbrechungen. w2 und w3 überbrücken i2 und i3. Der Schleifenstrom wird daher bei Schaltung II nicht unterbrochen, sondern nur geschwächt.
  • La, Lam sowie Lb und Lbm sind die Linienrelais. Alle vier Relais sprechen, wenn sich keiner der Widerstände w1 bis w3 in der Erdverbindung oder der Schleife befindet, also bei vollem Schleifenstrom an. Schalten sich aber w1 bis w3 ein und schwächen den Schleifenstrom, so werden nur die Anker des La- und Lb-Relais angezogen oder gehalten. Die Anker von Lam und Lbm fallen ab und lösen die Meldung aus.
  • Die Kontakte Il bis I3 und IIl werden im Anschluß an Schaltung II der MSt39 zeitlich wie die Kontakte il und i2, i3 bei den Meldestellen durch die Nockenscheiben eines bei der Zentrale befindlichen Synchromotors betätigt, und zwar zuerst alle I-Kontakte zusammen und dann der II-Kontakt. Hieran schließen sich wieder die Schaltungen der MSZ, bis MSt3o usf.
  • Il legt Erde an die b-Seite von Lb. I2 trennt den b-Zweig von Lb ab. I3 schließt den a-Zweig unmittelbar an den b-Zweig. Hierdurch kommen sämtliche L-Relais mit den L-Batterien an den Endpunkt beider Zweige der Schleife zu liegen und werden beim Vorhandensein eines Erdschlusses ansprechen.
  • IIl trennt, nachdem die I-Kontakte alle wieder zurückgegangen sind, die Erde von der Batteriemitte ab. Die L-Relais werden bei stromfähiger Schleifenleitung ihre Anker anziehen.
  • Nach Prüfung sämtlicher Meldestellen wird also die Schleifenleitung stets bei Schaltung I auf Erdschluß, bei Schaltung II auf Leitfähigkeit geprüft.
  • Der Kontakt ab, gehört zu einem in Abb. 2 dargestellten Relais Ab. Dieses Relais bewirkt bei seinem Ansprechen die erfindungsgemäße künstliche Unterbrechung, um bei Kurzschluß der Schleife oder einer Meldestelle Einbruchs-und Gefahrmeldungen auch dann empfangen zu können, wenn die Schleifenleitung fehlerfrei, d. h. nicht unterbrochen ist.
  • Der Kontakt s I' gehört zu einem in Abb. 2 dargestellten Differenzrelais S I. Dieses Relais spricht an, wenn in der Schleifenleitung bereits eine Unterbrechung besteht, und überbrückt mit seinem Kontakt s I' den Kontakt ab" wodurch die L-Relais des b-Zweiges wieder angeschaltet werden.
  • MAa und MAb sind Miniamperemeter. Schaltvorgang: I. Einbruchs- und -Gefahrmeldung (Alarm) A bei der MStl spricht an und hält sich über a und i4. a1 öffnet sich. a2 und a3 schließen sich. a. Bei fehlerfreier Leitung Schaltung I, d. h. sämtliche i-Kontakte geschlossen. Sämtliche L-Relais ziehen ihre Anker an über den Stromkreis: -LBa, Lam, La, MA a, a-Zweig, MSII : i2, i3, MSt, bis MSt29 : i2, i3, MSt3o : i3, i2, b-Zweig, MAb, I2, ab., Lb, Lbm, -E- LBb.
  • Außerdem bestehen noch folgende Stromkreise: MSt, Erde, w1, il und i2, a-Zweig, MAa, La, Lam, LBa bzw. MSt, Erde, w1, il, i3, MSt2 bis MSt29, MStso: i3, i2, b-Zweig, MA b, I2, ab" Lb, Lbm, LBb und 11I, h, Erde.
  • Schaltung II, d. h. Kontakte il, i2, i3 geöffnet, Kontakt i4 geschlossen: nur die Anker von La und Lb werden gehalten durch Erregung dieser Relais in folgendem Stromkreis: -LBa, Lam, La, MA a, a-Zweig, MStl : a2, w2, w3, a3, MSt2 bis MSt29, MSt39 : i3, i2, b-Zweig, MAb, 12, ab" Lb, Lbm, -f- LBb.
  • Die Relais Lam und Lbm fallen bei dem durch die Widerstände w2 und w3 geschwächten Schleifenstrom ab. Bei Schaltung II in fehlerfreier Schleife ist also nur der Schleifenstromkreis geschlossen, dagegen nicht der Stromkreis über Erde, da der Kontakt il schon wieder geöffnet ist.
  • b. Bei einseitiger Unterbrechung (Drahtbruch) Schaltung I: Je nach der Lage der Unterbrechung wird der Anker von La oder Lb angezogen. Liegt die Unterbrechung der Melderschleife z. B. zwischen den Meldestellen MSt, und MSt2, so wird La erregt über folgenden Stromkreis: Erde, Il, IIl, LBa, Lam, La, MAa, a-Zweig, MStl: i2, il, w1, Erde.
  • Liegt dagegen die Schleifenunterbrechung beispielsweise zwischen der Meldestelle MSt, und der Zentrale, so wird Lb erregt über folgenden Stromkreis: Erde, Il, III, LBb, Lbm, Lb, ab" I2, MA b, b-Zweig, MSt": i2, i3, MStz, bis MSt2, MStl: i3, il, wl, Erde: Die Relais Lam und Lbm bleiben unerregt, da in ihnen durch den Widerstand w1 geschwächter Strom fließt.
  • Schaltung II: Die Lam- und Lbm- sowie die La- und Lb-Relais erhalten infolge der Unterbrechung der Schleifenleitungkeinen Strom. Die Anker der angesprochenen La- und Lb-Relais fallen daher ab.
  • c. Bei einseitigem Erdschluß Schaltung I: Sämtliche Relais ziehen ihre Anker an wie unter a I. Parallel zur Erde bei der MStl liegt außerdem der Erdschluß in der Schleifenleitung.
  • Schaltung II: Der Anker von La(b)m in dem vom Erdschluß freien Zweige der Schleife fällt ab. Die Anker der übrigen L-Relais bleiben gehalten. Liegt beispielsweise der Erdschluß zwischen MSt, und MSt2, so werden die Relais La und Lam von geschwächtem Strom durchflossen in folgendem Stromkreis: Erde, Il, IIl, LBa, Lam, La, MAa, a-Zweig, a2, w2, w3, a3, Erde. Demzufolge hält La seinen Ankerangezogen und läßt Lam seinen Anker abfallen. Im anderen Zweig halten beide Relais Lb und Lbm ihre Anker angezogen, da sie mit ungeschwächtem Strom erregt werden über Erde, Il, II" LBb, Lbm, Lb, ab" I2, MAb, b-Zweig, MSt3ö bis MSt2; Erde.
  • d. Bei Kurzschluß des Melders oder der Schleife Der Kurzschluß eines oder mehrerer Melder wird in der Empfangsstelle bei Schaltung II gemeldet. In später näher erläuterter Weise spricht dann das Relais Ab an und unterbricht den b-Zweig. Diese Unterbrechung der Schleife wiederholt sich bei der nächsten regelmäßigen Prüfung der kurzgeschlossenen Meldestelle schon bei Schaltung I und ermöglicht so den Empfang von Einbruchs- und Gefahrmeldungen.
  • Die Schaltvorgänge bei Schaltung I und II sind dann die gleichen wie unter b. II. Störungsmeldungen a. Bei fehlerfreier Schleifenleitung Schaltung I: Die Anker sämtlicher L-Relais werden angezogen: -LBa, Lam, La, MAa, a-Zweig, MStl: i2, i3, MSt, bis MSt"; MSt": i3, i2, b-Zweig, MAb, I2, ab3, Lb, Lbm, -f- LBb; gleichzeitig: MStl Erde (bzw. MSt, bis MSt" Erde), a1, il und i2, ä-Zweig, MAa, La, Lam, LBa bzw. MStl Erde, a1, il, i3, MSt2 bis MSt23, MSt,o: i3, i2, b-Zweig, MAb, I2, ab" Lb, Lbm, LBb und IIi; Il, Erde.
  • Schaltung II: Die Schleifenleitung und somit alle L-Relais werden stromlos.
  • b. Bei doppelseitiger Unterbrechung einer oder mehrerer MSt Schaltung I: Die L-Relais können nicht ansprechen. Schaltung II: Sämtliche L-Relais bleiben schon durch die Schleifenunterbrechung stromlos.
  • c. Bei Kurzschluß einer oder mehrerer MSt Schaltung I: Sämtliche L-Relais sprechen an wie unter a I.
  • Schaltung II : Die Öffnung von i2 und i3 bleibt wirkungslos: Die Anker sämtlicher L-Relais bleiben angezogen.
  • d. Bei Erdschluß zu beiden Seiten einer oder mehrerer MSt Schaltung I: Die Anker sämtlicher L-Relais werden angezogen wie unter a I. Parallel zu der Erdung bei der MSt liegen die Erdschlüsse in der Schleifenleitung.
  • Schaltung II : Die Unterbrechung von i2 und i3 ist wirkungslos. Die Anker aller L-Relais bleiben angezogen: La, Lam: Erde, Il, II" LBa, Läm, La, MAa, a-Zweig; Erdschluß; Lb, Lbm: Erde, Il, Ih, ab" LBb, Lbm, Lb, I2, MAb, b-Zweig, Erdschlüß. e. Bei einseitiger Unterbrechung Schaltung I: Es arbeiten nur La und Lam oder Lb und Lbm. La, Lana: Erde, Il, II" LBa, Lam, La, MAa, a-Zweig, MSt: i2, il, a1, Erde oder Lb, Lbm: Erde, Il, II" LBb, Lbm, Lb, ab" I2, MAb, b-Zweig, MSt: i2; il, a1, Erde. Zwischen den beiden MSt, die den Fehlerort einschließen, findet ein Wechsel zwischen den L-Relais der Zweige statt.
  • Schaltung II: La, Lam bzw. Lb, Lbm werden sowohl durch die Störung als auch durch die Öffnung der i2- und i3 Kontakte stromlos.
  • f. Bei einseitigem Erdschluß Schaltung I: Sämtliche L-Relais ziehen ihre Anker an wie unter a I: Parallel zur MSt-Erde liegt der Erdschluß in der Schleifenleitung.
  • Schaltung. II: Durch die Öffnung der i2 und i3 Kontakte fallen die Anker der L-Relais des einen Zweiges ab, während die des anderen angezogen bleiben. Liegt z. B. der Erdschluß im A-Zweig; so sind La, Läm angezogen: Erde, Il, Ih, LBa, Lanz, La, MAa, a-Zweig, Erdschluß. Liegt dagegen der Erdschluß im B-Zweig, so werden Lb, Lbm erregt: Erde, Il, II" LBb, Lbm, Lb, ab" I2, MAb, b-Zweig, Erdschluß: Zwischen den beiden MSt, die den Fehlerort einschließen, tritt ein Wechsel zwischen den L-Relais der beiden Zweige ein (s. umstehende Tabelle).
  • Die Kontakte der L-Relais wirken auf den Synchrontypendrucker (Abb. a).
  • Abb: 2: Der Synchrontypendrucker erhält die Druckströme unmittelbar von den Kontakten der La- iznd Lb- sowie der den Fehlerort anzeigenden FO-Relais, die von den polarisierten Differentialrelais S gesteuert werden. VAI, Vab, Vk, Vu und Ve sind die erwähnten umlaufenden Verteiler, die die Stellungen der Linienrelaiskontakte sowie der FO-Kontakte von drei Schleifen auf die Druckmagnete DNy, DAI, Dab, Dk, Du und De wirken lassen.
  • Das (nicht gezeichnete) Typenrad, das mit den Nockenscheiben N der MSt synchron läuft, hat dementsprechend 3 # 2.# (30 -E- I) = 186 Teilungen. Drei Schleifen sind vorhanden, und in jeder Schleife liegen 30 Meldestellen. Um alle Arten von Meldungen geben zu können, sind für jeden der 3 X 30 Melder je zwei Schaltungen erforderlich. Nach Durchprüfung aller 30 Melder einer Schleife wird noch eine Gesamtprüfung der Schleife vorgenommen.
    Übersicht der Stellung der L-Relaisanker
    Schaltung I Schaltung II
    Bei
    La Lb I Lam Lbm La Lb Lam Lbrn
    I. Einbruchs- und Gefahrmeldung (Alarm)
    bei
    a) fehlerfreier Schleife.............. - - - - - - o o
    b) einseitiger Unterbrechung ........ - o 0 0 0 0 0 0
    oder......................... o - o' 0 0 0 0 0
    c) einseitigem Erdschluß ............ - - - - - - - o
    oder......................... - - - - - - 0 -
    d) Kurzschluß des Melders ......... - 0 0 o 0 0 0 0
    oder der Schleife.............. o - 0 0 0 0 0 0
    Il. Störungsmeldungen bei
    a) fehlerfreier Schleife.............. - - - - o o 0 0
    b) doppelseitiger Unterbrechung..... o 0 0 0 0 0 0 0
    c) Kurzschluß einer oder mehrerer MSt
    d) doppelseitigem Erdschluß ........ - - - - - - - -
    e) einseitiger Unterbrechung........ - o - 0 0 0 0 0
    oder.......................... o - o - 0 0 0 0
    f) einseitigem Erdschluß .. ... ...... - - - - - 0 - o
    oder......................... - - - - o - o -
    Es bedeutet: - Relaisanker in Arbeitsstellung,
    o Relaisanker in Ruhestellung.
    - - - - bei Schaltung I und o o o o bei Schaltung II unterbinden, Abweichungen hier-
    von verursachen die Meldung.
    Meldernummer Art der Meldung
    Schleife; MSt
    I oi MAI Mab Su
    I oi MAI Mk Se
    z 01 MAI Mab Su
    2 oi MAI Mk Se
    3 0I MAI Mab Su
    3 0i MAI Mk Se
    i 02 MAI Mab Su
    = 02 MAI Mk Se
    2 02 MAI Mab Su
    2 02 MAI Mk Se
    3 02 MAI Mab Su
    3 02 MAI Mk Se-
    i 30 MAI Mab ,Su
    I30 MAI Mk Se
    2 30 MAI Mab Su
    2 30 MAI Mk Se
    3 30 MAI Mab Su
    3 30 MAI Mk Se
    (frei) Schleife i Prüfung der
    (frei) Schleifen auf
    (frei) Schleife 2 Erdschluß
    (frei) und Strom-
    frei) Schleife 3 fähigkeit
    (frei) (Abb. i)
    Der Papierstreifen des Druckers wird beim Ansprechen eines der die Meldungsart angebenden Druckmagnete und des mit diesen in Reihe liegenden Magneten DNy mit großer Geschwindigkeit gegen die Nummern- undBuchstabentypedes umlaufenden Typenrades geschlagen. Die zur Erzielung des kurzen und kräftigen Druckstromes erforderlichen Mittel sind bekannt (Kondensatorladung oder -entladung) und daher in der Zeichnung nicht wiedergegeben worden. Die Kontaktringe der Verteiler VAll, VAl2, Vab, Vk, Vu und Ve sind nur 3 # z . (so -E- 1) = 93teilig. Sie haben also nur die Hälfte der Typenscheibenteilung, weil hier die Schaltungen I und II durch die Kontakte I und II unterschieden werden. Je 31 Kontakte, und zwar 1,4,7 . . . 9i, 2, 5, 8 ... 92 und 3, 6, g ... 93, sind zu einer Reihe verbunden. Reihe i tritt mit den L-Kontakten der Schleife z, Reihe 2 mit denen der Schleife? und Reihe 3 mit denen der Schleife 3 in Verbindung. Die la-, lb- und fo-Kontakte der Schleifen wirken über I- und II-Kontakte, die durch Nockenscheiben betätigt werden, entsprechend den Schaltungen I und II der MSt bei Schaltung I auf DAh, Dab, Die, bei Schaltung II auf Dal2, Dk, De.
  • Die V-Verteilerarme und die Nockenscheiben für die I- und II-Kontakte sitzen auf derTypenscheibenachse.
  • Die Differentialrelais S I und S II sind so eingestellt, daß ihre Anker nur dann in Arbeitsstellung gehen, sobald die L-Relaiskontakte an die Wicklungen b der Relais S I und S II allein Plus anlegen. s I ladet über F0 I und w"', s II über F0 II und w"" den Kondensator c' bzw. c" auf. Die Stufenrelais F0 I bzw. F0 II erhalten hierbei kurze Stromstöße, welche ausreichen, die Relais zuerst in erster Stufe und nach dem dann erfolgenden Kurzschluß der Widerstände w5' bzw. w5' durch die Kontakte fo 1Z bzw. fo IIl auch in zweiter Stufe zu erregen. Der Kontakt fo Is wirkt über den I7 Kontakt auf Du, fa IIs über den Ih-Kontakt auf De. Is' und Is" führen die Anker von S I und SII am Schlusse der Meldeweihe, also bei der 31. Meldung, in die Ruhelage zurück, und die Kondensatoren c' und c" entladen sich über w4 bzw. w4", MV, bis MV, sind Meldeverteiler mit Kontaktringen, wie sie die V-Verteiler besitzen. Ihre Kontaktarme sitzen ebenfalls auf der Typenradächse. Sobald der Druckmagnet DNy bei Störungsmeldungen Strom erhält, spricht das der meldenden Stelle fest zugeteilte Störungsüberwachungsrelais SÜ über dnv und MV, an. Es verhindert die Wiederholung gleicher Meldungen, bis deren Ursache behoben ist durch das gemeinsame Störungsabschalterelais Sab über MV, und sii2. Der Kontakt von Sab schaltet nur die Störungsmeldedruckmägnete Dab, Dk, Du und De ab: Es können also,Einbruchs- und Gefahrmeldungen (Alarm) von jeder Meldestelle in beliebiger Zahl hintereinander gegeben. werden.
  • Die aus den Kontakten der L-Relais und I und Il bestehende Kontaktkette hält den Strom für SÜ so lange; wie die Störung (Erdschluß oder Unterbrechung) anhält. I" und II2 öffnen sich bei der Schleifenleitungsprüfung. Sie arbeiten also wie die I- und II-Kontakte der Zentrale (Abb. i). Wie die Nockenscheiben der übrigen I- und II-Kontakte sitzen auch diese auf der Typenscheibenachse. Das jeder Meldestelle zugeteilte Kurzschlußüberwächungsrelais KÜ erhält zusammen mit Dk Strom. Sein Haltestrom wird, sobald der Arm MV, auf seinen Kontakt kommt, durch eine Unterbrechereinrichtung getrennt, kann aber bei weiter bestehendem Kurzschluß über die am VK-Verteiler liegenden Kontakte derL-Relais aufrechterhalten werden. Die (nicht gezeichnete) Unterbrechereinrichtung besteht aus einem auf der Typenradachse sitzenden Arm, der die im 3 - 31 = 93teiligen Kreise angeordneten 3 . 30 go IIu-Köntakte bei Schaltung II unterbricht. Der 31. Teil des Hu-Kontaktfederkranzes wird von den MSt nicht benötigt und bleibt daher frei.
  • Der Verteiler Vo sitzt ebenfalls auf derTypenradachse und dient dazu, das für die erfindungsgemäße Unterbrechung vorgesehene Relais Ab zu steuern. Der Verteiler ist 31teilig, seine festen Kontakte stehen mit Kontakten der Kurzschlußüberwachungsrelais KÜ in Verbindung. Erreicht der Verteiler einen Kontakt, an den über den Kontakt kü3 Erde angeschlossen ist, d. h. somit einen Melder, der seinen Kurzschluß gemeldet hat, so spricht das Relais Ab an, welches mit seinem Kontakt ab, den b-Zweig der Schleife unterbricht. Hierdurch werden sämtliche L-Relais stromlos.
  • Schaltvorgang: I,Einbruchs-undGefahrmeldung(Alarm) a. Bei fehlerfreier Schleife Schaltung II: DNr und DAh sprechen an: - i, DNy; DAl2, VAl2, II3 und lanal, lal sowie lbml, lbl, -}-.
  • b. Bei einseitiger Unterbrechung (Drahtbruch) Schaltung I: DNr und DAll sprechen an: - i, DNr, DAh, VAh, IS und lairal, lal oder lbml, lbl, +.
  • c. Bei einseitigem Erdschluß Schaltung II: DNy und DAl, sprechen an: - _; DNy; DAl2, VAl2, II3 und lbml, lbi oder laml, lal, -I-.
  • d. Bei Kurzschluß des Melders oder der Schleife Nach einer Kurzschlußmeldung sind, wie bereits erwähnt, Dk und KÜ erregt, so daß bei einer Einbruchs- und Gefahrmeldüng auch das Relais Ab zum Ansprechen kommen kann und die Unterbrechung der Schleife bewirkt.
  • Die Schaltvorgänge sind dann bei Schaltung I wie unter b.
  • II. Störungsmeldungen a. Bei - - -b. Bei doppelseitiger Unterbrechung Schaltung I : DNr und Dab , sprechen an - i, DNv, Dab, Vab, I6, 1b2, 1a2; sab, +. Es werden alle von der Störung betroffenen MSt gemeldet. Außerdem meldet sich dieUnterbrechung wie unter e.
  • c. Bei Kurzschluß einer oder mehrerer MSt Schaltung II: DNv und Dk sprechen an: - r, DNr, Dk, Vk, IIQ, tbm2, lam2, sab2 +.
  • Es werden alle von der Störung betroffenen MSt gemeldet.
  • d. Bei doppelseitigem Erdschluß Schaltung II: wie unter c. Außerdem meldet sich der Erdschluß wie unter f.
  • e. Bei einseitiger Unterbrechung Schaltung I : S I b erhält allein Strom: S I b, I9, lbm3, +. F0 I spricht kurz an, zuerst in erster, dann in zweiter Stufe: - 3', w"', F0 I, c', s I, -f- bzw. - 3', f o 11, F0 I, c', s I, -E-. DNr und Dat erhalten Strom: - z, DNr, Du, Vu, I7, foIs, sab, -f-.
  • f. Bei einseitigem Erdschluß Schaltung II: SIIb erhält allein Strom:-2", S II b, 117, lam3, +. F0 II spricht kurz an, zuerst in erster, dann in zweiter Stufe: -3", w5 ', F0 I I, c", s I I, + bzw. - 3", f o II 1, F0 II, c", s II, -E-. DNy und De erhalten Strom: - r, DNy, De, Ve, II" foIIs, sab, -E-.
  • Bei allen Störungsmeldungen spricht außerdem S Ü an: -4, SÜ, MV" dny, dal2, dall, und hält sich -4, SÜ, sül, I4 und I,2, -f- bis zur Beendigung eines Erdschlusses oder einer Unterbrechung. Wie bereits erwähnt worden ist, öffnen sich 14 und II2 am Ende jeder MSt-Reihe, und zwar wie die I- und II-Kontakte derZentrale (Abb. Z). Es wird also zuerst der Kontakt I4, dann der Kontakt II2 betätigt. Besteht der Erdschluß noch, so sind 1a7 und 1b7 geschlossen. Ist die Schleife noch unterbrochen, so sind la, und lb$ geschlossen. In diesen Fällen bleibt also die Öffnung von I4 und 112 wirkungslos und SÜ unter Strom. Andernfalls wird SÜ stromlos.
  • Bei einem Kurzschluß spricht mit Dk gleichzeitig KÜ an: -6, KÜ, MV3, 1,41 lbm2, lam2, sab, -f- und hält sich über Kiil und Hu.
  • Auch dieser Fehler wird bei jeder Umdrehung der MV-Arme geprüft. Öffnet sich der der MSt zugeordnete Hu-Kontakt der Unterbrechereinrichtung und sind lam2 und lbm, geöffnet, weil der Kurzschluß nicht mehr besteht, so fällt der Anker von KÜ ab.
  • Die sü2 und kü2 Kontakte der gemeldeten Stellen wirken bei jedem Umlauf auf Sab: -5, Sab, MV., sü, oder kill, -f-. Bei erregten Relais KÜ und SÜ und damit geschlossenen Kontakten kü2 und sü2 öffnet sich sab. Damit ist eine nutzlose Wiederholung der Störungsmeldung unterbunden.
  • Nach Beseitigung der Störungen sind sü, und kii2 geöffnet. Sab spricht nicht mehr an, sab bleibt geschlossen, und die MSt kann wieder eine Störung melden.
  • Die Störungsüberwachungslampe SÜL zeigt die gestörte MSt durch ihr Leuchten an: -7, SÜL, sü2, +.
  • Wenn im Falle einer Kurzschlußmeldung das Kurzschlußüberwachungsrelais KÜ erregt ist und das Relais Ab über den Verteiler Vo zum Ansprechen kommt, wird, wie bereits erwähnt, der b-Zweig der Schleife aufgetrennt. Die L-Relais fallen sämtlich ab. Dies führt bei der Schaltung II, die soeben den Kurzschluß gemeldet hatte, zu keiner weiteren Meldung, wie aus vorstehendem ohne weiteres ersichtlich ist. Beim nächsten Umlauf des Verteilers Vo spricht das Relais Ab schon bei Schaltung I an. Die damit verbundene Unterbrechung des b-Zweiges wird aber nicht gemeldet, weil, wie oben beschrieben, der Kontakt lam, stets auf die Spule a des Differenzrelais S I wirkt, so daß dieses Relais nicht zum Ansprechen kommt. Gibt eine Meldestelle in diesem Zustand eine Meldung, so spricht nur das Relais La an. Dieser Zustand führt dann, wie aus den oben angegebenen Schaltvorgängen ersichtlich ist, zur Meldung.
  • Besteht in der Schleifenleitung bereits eine Unterbrechung, so spricht, wie aus der erläuterten Wirkungsweise der Differenzrelais hervorgeht, das Relais S I an. Dieses Relais schließt seinen Kontakt s I', wodurch der Kontakt ab, überbrückt wird und die L-Relais über die wieder geschlossene Schleife erregt werden.
  • Der erfindungsgemäße Gedanke läßt sich auch dadurch verwirklichen, daß die künstliche Unterbrechung der Schleife durch Einführen einer dritten Schaltung bei den Meldestellen und der Zentrale bewirkt wird. Es ist dazu erforderlich, neben den Schaltungen I und II eine weitere Schaltung einzuführen. Die Schaltung I j wird bei den Meldestellen um die gleiche Dauer verlängert (Erdung). Darauf folgt die ursprüngliche Schaltung II, jetzt III (Unterbrechung). In der zweiten Hälfte der SchaltungI, also bei Schaltung II, bewirkt in der Zentrale i ein synchron arbeitender Kontakt dann die Unterbrechung eines Zweiges.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: x. Schaltungsanordnung für Meldeanlagen, insbesondere Polizeiruf- und Feuermeldeanlagen, bei der die in einer Schleife liegenden Meldestellen nacheinander ständig durch jeweils eine zweifache Zustandsänderung der Leitung bestimmte Stromzeichen senden, nach Patent 669 640, dadurch gekennzeichnet, daß nach der Kurzschlußmeldung einer Meldestelle bei der nächsten regelmäßigenPrüfung dieser Meldestelle eine künstliche Unterbrechung der Schleife in der Hauptsammelstelle hervorgebracht wird.
  2. 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daB die Schaltmittel, welche die künstliche Unterbrechung der Schleife in der Hauptsammelstelle bewirken, bei zusammenhängender Schleife diese künstliche Unterbrechung immer im gleichen Schleifenzweig hervorrufen,' dagegen bei unterbrochener Schleife diese künstliche Unterbrechung wieder aufheben (s I.).
DEP70218D 1934-11-01 1934-11-01 Schaltungsanordnung fuer Meldeanlagen Expired DE684092C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEP70218D DE684092C (de) 1934-11-01 1934-11-01 Schaltungsanordnung fuer Meldeanlagen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEP70218D DE684092C (de) 1934-11-01 1934-11-01 Schaltungsanordnung fuer Meldeanlagen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE684092C true DE684092C (de) 1939-11-22

Family

ID=7391580

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEP70218D Expired DE684092C (de) 1934-11-01 1934-11-01 Schaltungsanordnung fuer Meldeanlagen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE684092C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE684092C (de) Schaltungsanordnung fuer Meldeanlagen
DE251835C (de)
DE592529C (de) Selbsttaetige Feueralarmanlage
DE303642C (de)
DE669640C (de) Schaltungsanordnung fuer Polizeiruf-, Feuermelde- und aehnliche Anlagen
DE656843C (de) Einrichtung zum Fernanzeigen der Zuglagen auf Eisenbahnstrecken, der Stellungen von Weichen und Signalen o. dgl.
DE676568C (de) Schaltungsanordnung zur UEbermittlung von Meldungen
DE742659C (de) Schaltungsanordnung fuer Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechanlagen
AT127936B (de) Einrichtung und Schaltungsanordnung für Feuermelde- und Polizeimeldeanlagen.
AT106672B (de) Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen zur Anzeige von in Untervermittlungsstellen auftretenden Störungen in Hauptvermittlungsstellen.
DE703960C (de) ldeanlagen, insbesondere Fernsprechanlagen
DE694399C (de) Schaltungsanordnung fuer Meldeanlagen zur selektiven Ausloesung von Hauptmeldern
DE210729C (de)
DE738473C (de) Schaltungsanordnung fuer Polizeiruf-, Feuermelde- und aehnliche Anlagen
DE562579C (de) Feueralarmanlage
DE662174C (de) Einrichtung zur Sicherung der ungestoerten UEbertragung von Meldungen ueber die Stellung von fernverstellbaren Organen, insbesondere Schaltern einer elektrischen Energieverteilungsanlage
DE240636C (de)
AT221580B (de) Empfangseinrichtung für in periodischer Folge sich wiederholende Stromimpulse mit vorgegebener Dauer der Impulse und der Impulslücken
DE767214C (de) Schaltungsanordnung zur UEbertragung von Signalen ueber an sich anderen Zwecken dienende Fernmeldeleitungen, insbesondere fuer Luftschutzwarnanlagen
DE703905C (de) Einrichtung zur Fernsteuerung und Fernueberwachung
DE603437C (de) Feueralarmanlage mit mehreren die Zustandsaenderungen in den Feueralarmstromkreisen empfangenden und an eine gemeinsame UEberwachungsstelle weitermeldenden Ortssignalstellen
DE239737C (de)
DE713346C (de) Alarmzentrale fuer mehrere Alarmschleifen
DE700562C (de) Fernmeldeeinrichtungen fuer fernbetaetigte verstellbare Organe
DE681255C (de) Schaltungsanordnung fuer Alarmanlagen, insbesondere Feueralarmanlagen