-
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine in eine
Reifenkonfektioniermaschine einzubauende Wulstfestklemmvorrichtung und auf
ein Wulstfestklemmverfahren zum Festklemmen eines Wulstrings mittels der
Wulstfestklemmvorrichtung, und speziell auf ein Verfahren zum richtigen
Festhalten eines Wulstrings, ohne eine Verformung oder Exzentrizität des
Wulstrings hervorzurufen, wenn der Wulstring bei einer vorgegebenen
Position an einer Reifenformungstrommel befestigt wird.
-
Es sind sogenannte Wulstfestklemmvorrichtungen vom positiven oder
negativen Typ bekannt, die in eine Reifenkonfektioniermaschine eingebaut
sind, die auf einer Formungstrommel bei vorgegebenen Positionen Wulstringe
von den Wulstfestklemmvorrichtungen aufnimmt.
-
Die Wulstfestklemmvorrichtungen vom positiven und negativen Typ sind
auf diesem Fachgebiet gut bekannt. Beispielsweise ist eine
Wulstfestklemmvorrichtung vom positiven Typ in den Figuren 4 bis 7 von US-A-3950212
veranschaulicht, und eine Wulstfestklemmvorrichtung vom negativen Typ in
den Figuren 6a bis 6d von US-A-4190482 veranschaulicht.
-
Bei der Wulstfestklemmvorrichtung vom positiven Typ wird ein
zylindrisches Band nur bei dem Mittelbereich seiner Länge expandiert, und
dann wird ein von einem Wulstsetzer festgehaltener Wulstring bei der
Grenzposition zwischen dem expandierten Bereich und dem übrigen Bereich des
Bandes von dem Setzer auf das zylindrische Band aufgesetzt.
-
Bei der Wulstfestklemmvorrichtung vom negativen Typ wird andererseits
ein von einem Wulstsetzer festgehaltener Ring um die äußere
Umfangsoberfläche eines Bandes herum positioniert, das mit einem
gleichmäßigen Durchmesser auf einer Formungstrommel festgehalten wird, und
der Wulstring wird dann auf eine Vielzahl von Wulstfestklemmsegmenten
aufgesetzt die bei vorgegebenen Positionen ausfahrbar und einfahrbar sind.
-
Bei der Wulstfestklemmvorrichtung vom positiven Typ wird ein
Wulstring von dem Wulstsetzer festgehalten, der aus einer Vielzahl von
ausfahrbaren und einfahrbaren Klauenelementen besteht, die über den Umfang
in vorgegebenen Abständen voneinander angeordnet sind und die innere
Umfangsoberfläche des Wulstrings festklemmen. Daher hat dieser
Festklemmvorrichtungstyp den Vorteil, daß der Wulstring genügend gut
festgehalten werden kann, ohne daß eine Verformung hervorgerufen wird.
-
Wenn jedoch der Wulstring bei der Grenzposition zwischen dem
expandierten Bereich und dem übrigen Bereich des Bandes auf eine
Reifenkonfektioniermaschine aufgesetzt wird, ist es wahrscheinlich, daß der
Wulstring infolge von Falten, die bei der Grenzposition um das Band herum
auftreten, sich bewegt und exzentrisch zu der Achse einer Formungstrommel
wird. Außerdem werden Verstärkungscordfäden in dem Band infolge der Falten
ungleichmäßig in den Umfangsrichtungen, und es ist ein zusätzlicher
Prozeßschritt nötig, um das Band bei der Mittelposition der Länge zu
expandieren, was die Produktionsprozesse kompliziert macht.
-
Bei der Wulstfestklemmvorrichtung vom negativen Typ ist es, wenn ein
Wulstring auf ein Band aufgesetzt wird, das in einer zylindrischen Form von
gleichmäßigem Durchmesser festgehalten wird, andererseits möglich, die
Nachteile infolge der oben beschriebenen Expansion des Mittelbereichs zu
eliminieren.
-
Bei der Wulstfestklemmvorrichtung vom negativen Typ werden die
Wulstfestklemmsegmente jedoch in Eingriff mit der inneren Umfangsoberfläche
des Wulstrings gebracht, wozu die Wulstfestklemmsegmente ausgefahren
werden, um ihren Durchmesser zu vergrößern. Daher kann der Wulstring nicht
von den Wulstfestklemmsegmenten festgehalten werden, solange der Wulstring
von dem Wulstsetzer festgehalten wird, der im Eingriff mit der inneren
Umfangsfläche des Wulstrings steht. Folglich kann eine Verformung oder
Exzentrizität des Wulstrings nicht vermieden werden, wenn die
Wulstfestklemmsegmente in Eingriff mit dem Wulstring gebracht werden.
-
Weiterhin wird in EP-A-468718, bei dem angenommen wird, daß es den
neuesten Stand der Technik beschreibt, eine Wulstfestklemmvorrichtung
beschrieben, mit Wulsttragsegmenten, die in einer ringförmigen Anordnung
bei jedem der axial entgegengesetzten Enden einer auf einer drehbaren Welle
angebrachten Konfektioniertrommel angeordnet sind, wobei die Tragsegmente
in der radialen Richtung der Trommel nach außen oder innen beweglich sind,
einem elastischen Ring, der in einer ringförmigen Aussparung angebracht
ist, die in dem äußeren Rand der ringförmigen Anordnung von Segmenten
gebildet ist, einer Segmentantriebsvorrichtung, um die Wulsttragsegmente
radial nach außen zu bewegen, und einer Vorrichtung, um den elastischen
Ring unabhängig von den Segmenten in radialer Richtung zu vergrößern;
außerdem wird ein Wulstfestklemmverfahren beschrieben, bei dem der Wulst
zunächst durch den elastischen Ring primär festgeklemmt werden kann, und
dann durch die Segmente sekundär festgeklemmt werden kann.
-
Es ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung, eine
Wulstfestklemmvorrichtung und ein Wulstfestklemmverfahren vorzuschlagen, bei denen die
Nachteile des Standes der Technik beseitigt sind, und mit denen es möglich
ist, einen Wulstring von einem Wulstsetzer auf eine
Reifenkonfektioniermaschine aufzusetzen, während die Vorteile des Standes der Technik erhalten
bleiben.
-
Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine
Wulstfestklemmvorrichtung vorgeschlagen zum Übertragen eines Wulstrings von
einem ausfahrbaren und einfahrbaren Wulstsetzer, der die innere
Umfangsoberfläche des Wulstrings festklemmt, bei einer vorgegebenen
Position auf eine Reifenkonfektioniermaschine, mit einer Vielzahl von
ersten Wulstfestklemmsegmenten, die radial innerhalb von Klauenelementen
positioniert sind und mit diesen Klauenelementen übereinstimmen, die den
Wulstsetzer bilden, und über den Umfang in vorgegebenen Abständen
voneinander angeordnet sind, einer Vielzahl von zweiten
Wulstfestklemmsegmenten, die in der gleichen Ebene zwischen den ersten
Wulstfestklemmsegmenten positioniert sind und über den Umfang in vorgegebenen Abständen
voneinander angeordnet sind, und mit Antriebsmitteln zum Verschieben der
ersten bzw. zweiten Wulstfestklemmsegmente, um diese Segmente unabhängig
voneinander auszufahren und einzufahren.
-
Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein
Wulstfestklemmverfahren vorgeschlagen zum Übertragen eines Wulstrings von
einem Wulstsetzer auf eine Reifenkonfektioniermaschine, das die folgenden
Schritte aufweist: Positionieren des von dem Wulstsetzer festgehaltenen
Wulstrings, Festklemmen der inneren Umfangsoberfläche des Wulstrings bei
der Position um ein Band herum mittels des Wulstsetzers, gleichzeitiges
Ausfahren, um im wesentlichen gleiche Strecken, der zweiten
Wulstfestklemmsegmente, die in derselben Ebene zwischen den ersten
Wulstfestklemmsegmenten positioniert sind und über den Umfang in einem
vorgegebenen Abstand voneinander angeordnet sind, und daher nicht mit
Klauenelementen übereinstimmen, die über den Umfang in einem vorgegebenen
Abstand angeordnet sind, um den Wulstsetzer zu bilden, der den Wulstring
bei der Position um das Band herum mit im wesentlichen gleichen Kräften
festhält, Abnehmen des Wulstsetzers von dem Wulstring, und gleichzeitiges
Ausfahren der ersten Wulstfestklemmsegmente um im wesentlichen gleiche
Strecken, um den Wulstring bei der Position um das Band herum mit im
wesentlichen gleichen Kräften festzuhalten.
-
Bei der erfindungsgemäßen Wulstfestklemmvorrichtung wird ein
Wulstsetzer mit einem Wulstring in Eingriff gebracht, und zwar auf der
inneren Umfangsoberfläche des Wulstrings bei mehreren Positionen, die über
den Umfang in vorgegebenen Abständen angeordnet sind, so daß der Wulstring
konzentrisch oder koaxial zu dem Wulstsetzer gut festgehalten werden kann,
ohne daß eine unzulässige Verformung oder Exzentrizität des Wulstrings
hervorgerufen wird. Außerdem kann der Wulstring bei einer Position um den
äußeren Umfang eines Bandes herum auf einer Formungstrommel angeordnet
werden, wenn die Bedingung erfüllt ist, daß der Wulstring genau
konzentrisch oder koaxial zu der Achse der Formungstrommel ist.
-
Wenn der Wulstring bei der vorgegebenen Position in der gewünschten
Weise aufgesetzt wurde, wird die Formungstrommel so gedreht, daß die
zweiten Wulstfestklemmsegmente zwischen den Klauenelementen, die den
Wulstsetzer bilden, positioniert sind, und in diesem Zustand werden nur die
zweiten Wulstfestklemmsegmente mittels des damit verbundenen
Antriebsmittels um im wesentlichen die gleichen Strecken gleichzeitig
ausgefahren. Dies hat zur Folge, daß die zweiten Wulstfestklemmsegmente
über das Band in Eingriff mit der inneren Umfangsoberfläche des Wulstrings
gebracht werden. Folglich kann der Wulstring mittels der zweiten
Wulstfestklemmsegmente auch konzentrisch oder koaxial zu der Achse der
Formungstrommel festgehalten werden, ohne einen Zusammenstoß zwischen dem
Wulstsetzer und den zweiten Wulstfestklemmsegmenten hervorzurufen.
-
Danach wird der Wulstsetzer eingefahren und zurückgeschoben, so daß
das Festhalten des Wulstrings von dem Wulstsetzer vollständig auf die
zweiten Wulstfestklemmsegmente übertragen wird. Die ersten
Wulstfestklemmsegmente werden dann mittels des anderen damit verbundenen
Antriebsmechanismus ausgefahren, um die ersten Festklemmsegmente in
Eingriff mit der inneren Umfangsoberfläche des Wulstrings zu bringen.
Folglich wird der Wulstring mit der hohen Konzentrizität zu der Achse der
Formungstrommel festgehalten, während die Rundheit des Wulstrings in
genügendem Maße verbessert werden kann.
-
Bei der erfindungsgemäßen Wulstfestklemmvorrichtung kann der
Wulstring von dem Wulstsetzer, der in die innere Umfangsoberfläche des
Wulstrings eingreift, auf die Formungstrommel übertragen werden, während
das Band auf diese Weise bei seinem gleichbleibenden Durchmesser über seine
Länge gehalten wird. Daher kann eine Verformung, Exzentrizität oder
dergleichen des Wulstrings in genügendem Maße verhindert werden, und
gleichzeitig können Verstärkungscordfäden in dem Band in ihrer
Umfangsrichtung gleichmäßig gehalten werden. Außerdem kann auf den
Prozeßschritt zum Expandieren des Mittelbereichs der Länge des Bandes
verzichtet werden.
-
Die Erfindung wird nachstehend nur mittels eines Beispiels weiter
beschrieben, wobei auf die beigefügten Zeichnungen Bezug genommen wird, die
Folgendes darstellen:
-
die Figur 1 ist eine fragmentarische Schnittansicht, die mittels
eines Beispiels die erfindungsgemäße Wulstfestklemmvorrichtung
veranschaulicht;
-
die Figur 2 ist eine Schnittansicht gemäß der Schnittlinie II-II der
Figur 1;
-
die Figuren 3a, 3b, 3c, 3d und 3e sind schematische Ansichten, die
Schritte veranschaulichen, um einen Wulstring nach dem erfindungsgemäßen
Verfahren von einem Wulstsetzer auf eine Reifenkonfektioniermaschine zu
übertragen;
-
die Figuren 3f, 3g, 3h und 3i sind schematische Ansichten, die
weitere Schritte veranschaulichen, die auf die Schritte des
erfindungsgemäßen Wulstfestklemmverfahrens folgen.
-
Die Figur 1 ist eine fragmentarische Schnittansicht, die die
erfindungsgemäße Wulstfestklemmvorrichtung mittels eines Beispiels
veranschaulicht. Die in der Figur 1 wiedergegebene
Wulstfestklemmvorrichtung ist bei einer Reifenkonfektioniermaschine anwendbar, um alle
Prozesse auszuführen, beispielsweise vom Anbringen eines Bandes bis zum
Formen eines unvulkanisierten Reifenmantels auf einer Formungstrommel. Ein
Reifen hat im allgemeinen zwei Wulstringe, die auf den beiden Seiten
angeordnet sind. In der Praxis sind daher zwei Wulstfestklemmvorrichtungen
in eine Reifenkonfektioniermaschine eingebaut. Eine
Wulstfestklemmvorrichtung auf einer Seite wird nachstehend erklärt.
-
Eine solche Reifenkonfektioniermaschine umfaßt eine Formungstrommel
mit einer Welle, beispielsweise einer hohlen Welle 1, und zwei Hülsen 2,
die in axialer Richtung mit Zwischenraum angeordnet sind und auf der hohlen
Welle 1 angebracht sind. Die Reifenkonfektioniermaschine umfaßt weiterhin
sich hin- und herbewegende Antriebsmittel (nicht wiedergegeben), um zu
bewirken, daß sich diese zwei Hülsen 2 synchron zueinander hin und
voneinander weg bewegen.
-
In der Figur 1, die nur eine Wulstfestklemmvorrichtung
veranschaulicht, ist ein Zylinder 3 axial verschiebbar auf einer der Hülsen
2 angebracht, und eine Vielzahl von Hartkernflanschen ist mittels eines
Verbindungsmechanismus (nicht wiedergegeben) mit dem axial inneren Ende des
Zylinders 3 gelenkig verbunden. Weiterhin sind Antriebsverbindungen
vorgesehen, bei denen ein Ende mit den Hartkernflanschen gelenkig verbunden
ist, und das andere Enden mit der Hülse 2 gelenkig ist, um die
Hartkernflansche auszufahren und einzufahren.
-
Ein Wulstsetzer 5 besteht aus Klauenelementen 5a, die ausgelegt sind,
um einen Wulstring 4 bei seiner inneren Umfangsoberfläche bei mehreren
Positionen, die über den Umfang in vorgegebenen Abständen voneinander
angeordnet sind, festzuklemmen und zu tragen.
-
Die Wulstfestklemmvorrichtung weist eine Vielzahl (beispielsweise
sechs) von ersten Wulstfestklemmsegmenten 6 auf, die radial verschiebbar
sind und radial innerhalb der Klauenelemente 5a des Wulstsetzers 5
angeordnet sind und mit diesen Klauenelementen übereinstimmen, und über den
Umfang in vorgegebenen Abständen voneinander angeordnet sind, und eine
Vielzahl (beispielsweise sechs) von zweiten Wulstfestklemmsegmenten 7 auf,
die radial verschiebbar sind und zwischen den ersten
Wulstfestklemmsegmenten 6 so angeordnet sind, daß sie nicht mit den Klauenelementen 5a
des Wulstsetzers 5 übereinstimmen, und über den Umfang in vorgegebenen
Abständen voneinander angeordnet sind. Außerdem sind Antriebsmittel 8 und
9 vorgesehen, um die ersten und zweiten Wulstfestklemmsegmente 6 und 7
unabhängig voneinander auszufahren und einzufahren.
-
Weiterhin sind Führungsplatten 10 und 11 vorgesehen, die in der
axialen Richtung des Zylinders 3 in einem gewissen Abstand voneinander
angeordnet sind. Wenn die ersten und zweiten Wulstfestklemmsegmente 6 bzw.
7 ausgefahren und eingefahren werden, werden sie dadurch geführt, daß die
Führungsplatten in Kontakt mit Oberflächen der ersten und zweiten
Wulstfestklemmsegmente 6 bzw. 7 gebracht werden.
-
Das Antriebsmittel 8 für die ersten Wulstfestklemmsegmente 6 weist
auf: einen Zylinder, der innere und äußere zylindrische Elemente 3a und 3b
hat, einen Kolben 12, der das innere zylindrische Element 3a verschiebbar
berührt, und gekrümmte oder gebogene Verbindungsglieder (bei der
wiedergegebenen Ausführungsform gekrümmte Verbindungsglieder) 13 auf, bei
denen je ein Ende mit dem axial inneren oder vorderen Ende des Kolbens 12
gelenkig verbunden ist, und das andere Ende mit dem Zwischenbereich von
einem der ersten Wulstfestklemmsegmente 6 gelenkig verbunden ist.
-
In dem in der Figur 1 wiedergegebenen Zustand ist der Kolben 12 des
Zylinders 3 in seiner zurückgeschobenen Position, und die auf der hinteren
Seite des Kolbens 12 vorgesehene Fluidkammer 14 ist in ihrem geöffneten
Zustand. Wenn in diesem Zustand ein unter Druck stehendes Fluid,
beispielsweise Druckluft, über den in dem inneren zylindrischen Element 3a
vorgesehenen Fluiddurchgang 16 in die auf der vorderen Seite des Kolbens
12 vorgesehene Fluidkammer 15 einströmt, wird der Kolben vorgeschoben, was
zur Folge hat, daß die ersten Wulstfestklemmsegmente 6, die über die
gekrümmten Verbindungsglieder 13 mit dem Kolben 12 verbunden sind, mittels
der gekrümmten Verbindungsglieder 13 gleichzeitig um gleiche Strecken
radial nach außen verschoben werden. Das Ausfahren der ersten
Wulstfestklemmsegmente 6 wird auf diese Weise ausgeführt.
-
Wenn andererseits bei geöffneter Fluidkammer 15 die Druckluft über
den in dem inneren zylindrischen Element 3a vorgesehenen Fluiddurchgang 17
in die Fluidkammer 14 einströmt, wird der Kolben 12 in die in der Figur 1
wiedergegebene Position zurückgeschoben, und folglich werden die ersten
Wulstfestklemmsegmente 6 gleichzeitig um gleiche Strecken radial nach innen
verschoben. Das Einfahren der ersten Wulstfestklemmsegmente 6 wird auf
diese Weise ausgeführt.
-
Das Antriebsmittel 9 für die zweiten Wulstfestklemmsegmente 7 weist
einen Kolben 18 auf, der einen kleineren Durchmesser als der Kolben 12 hat
und das innere zylindrische Element 3a verschiebbar berührt und am vorderen
Ende des Kolbens 12 positioniert ist, und gekrümmte Verbindungsglieder 19
auf, bei denen ein Ende mit dem vorderen Ende des Kolbens 18 gelenkig
verbunden ist, und das andere Ende mit dem Zwischenbereich von einem der
zweiten Wulstfestklemmsegmente 7 gelenkig verbunden ist.
-
Wenn die Druckluft über den Fluiddurchgang 21 in die Fluidkammer 20
auf der hinteren Seite des Kolbens 18 einströmt bzw. aus dieser Fluidkammer
20 ausströmt, und die Druckluft aus der Fluidkammer 15, die auch für den
Kolben 12 vorgesehen ist, ausströmt bzw. in diese Fluidkammer 15 einströmt,
wird durch den Druckunterschied zwischen den Fluidkammern 15 und 20 das
Antriebsmittel 9 betätigt. Die zweiten Wulstfestklemmsegmente 7 werden im
wesentlichen auf die gleiche Weise wie die ersten Wulstfestklemmsegmente
6 ausgefahren oder eingefahren.
-
Bei der obigen Anordnung ist die hintere Fluidkammer 14 zwischen dem
Kolben 12 und einer zwischen den Kolben 12 und 18 vorgesehenen, stationären
Barriere gebildet, und die Zwischenfluidkammer 20 ist zwischen der
stationären Barriere und dem zweiten Kolben 18 gebildet. Die vordere
Fluidkammer 15 ist zwischen dem Kolben 18 und dem vorderen Ende des Kolbens
12 gebildet.
-
Bei den wie oben beschrieben gebauten Antriebsmitteln 8 und 9 ist der
außerhalb des Kolbens 18 gelegene Kolben 12 mit Aussparungen 12a gebildet,
um einen Zusammenstoß mit den gelenkig verbundenen Bereichen der
Verbindungsglieder 19 zu vermeiden, die auf dem innen positionierten Kolben
18 vorgesehen sind, wie dies in der Figur 2 gezeigt ist. Daher können die
mit den Kolben 12 bzw. 18 gelenkig verbundenen Bereiche der
Verbindungsglieder 13 und 19 ohne Zusammenstoß mit dem Kolben 12 bzw. 18
auf dem gleichen Umfang angeordnet werden. Die Kennziffer 22 in der Figur
1 bezeichnet eine Blase, die dazu dient, einen Rand eines Bandes 23 zu
falten.
-
Die Funktionsweise der wie oben beschrieben gebauten
Wulstfestklemmvorrichtung wird nun unter Bezugnahme auf die Figuren 3a bis 3i
beschrieben. Gleiche Komponenten sind dabei mit den gleichen Kennziffern
wie in den Figuren 1 und 2 bezeichnet. In den Figuren 3a bis 3i ist die
linke Hälfte der Reifenkonfektioniermaschine wiedergegeben, und es wird die
Funktionsweise auf der linken Seite erklärt.
-
Ein vorher zylindrisch geformtes Band 23 wird auf dem äußeren Umfang
einer Reifenkonfektioniermaschine angeordnet, die die in der Figur 3a
wiedergegebenen Wulstfestklemmvorrichtungen umfaßt (nur eine
Wulstfestklemmvorrichtung ist wiedergegeben). Danach wird ein Wulstring 4,
der von einem Wulstsetzer 5 festgehalten wird, der die innere
Umfangsoberfläche des Wulstrings 4 festklemmt, um den äußeren Umfang des
Bandes 23 herum bei der vorgegebenen Position in der axialen Richtung
angeordnet, wie dies in der Figur 3b gezeigt ist.
-
In diesem Fall wird der Wulstring 4 von dem Wulstsetzer 5
festgehalten, dessen Vielzahl von Klauenelementen 5a, die über den Umfang
in vorgegebenen Abständen angeordnet sind, die innere Umfangsoberfläche des
Wulstrings 4 festklemmen. Daher wird eine Verformung des Wulstrings 4 durch
die Klauenelemente 5a in genügendem Maße verhindert, ungeachtet des
Gewichts des Wulstrings 4. Außerdem wird der Wulstring 4 mit Hilfe der
synchron ausfahrbaren und einfahrbaren Klauenelemente 5a genau konzentrisch
oder koaxial zu dem Wulstsetzer 5 festgehalten.
-
Wenn der von dem Wulstsetzer 5 festgehaltene Wulstring 4 um den
äußeren Umfang des Bandes 23 herum angeordnet und positioniert ist, wie
dies oben beschrieben wurde, ist er folglich genau konzentrisch oder
koaxial zu der Reifenkonfektioniermaschine angeordnet.
-
Durch Betätigen des Antriebsmittels 9, nachdem die
Reifenkonfektioniermaschine vorher oder jetzt gedreht wurde, werden danach die
zweiten Wulstfestklemmsegmente 7, die so positioniert sind, daß sie nicht
mit den Klauenelementen 5a des Wulstsetzers übereinstimmen, gleichzeitig
um gleiche Strecken verschoben, um ihren Durchmesser zu vergrößern. Dies
hat zur Folge, daß die Wulstfestklemmsegmente 7 über das Band 23 bei im
wesentlichen gleichen Kräften in Eingriff mit der inneren Umfangsoberfläche
des Wulstrings 4 gebracht werden, wie dies in der Figur 3c gezeigt ist.
-
Folglich wird der Wulstring 4 durch die zweiten
Wulstfestklemmsegmente 7 genügend konzentrisch oder koaxial zu der
Reifenkonfektioniermaschine
festgehalten, und eine Verformung des Wulstrings 4 wird wirksam
verhindert.
-
Es ist nicht erforderlich, daß der Wulstring 4 durch den Wulstsetzer
5 festgehalten wird, nachdem die sechs Wulstfestklemmsegmente 7 in die
innere Umfangsoberfläche des Wulstrings 4 eingegriffen haben. Daher wird
der Wulstsetzer 5 unmittelbar danach von dem Wulstring 4 weggenommen.
-
Die Figur 3d veranschaulicht den Zustand nach der Wegnahme des
Wulstsetzers 5 in einem Schnitt gemäß einer Ebene, die eines der ersten
Wulstfestklemmsegmente 6 enthält, die entsprechend dem Wulstsetzer 5
positioniert wurden, und deren Durchmesser nun vollständig reduziert ist.
-
Danach wird das Antriebsmittel 8 betätigt, um die ersten
Wulstfestklemmsegmente 6 gleichzeitig um die gleiche Strecke auszufahren,
um ihren Durchmesser zu vergrößern.
-
Bei der Vergrößerung des Durchmessers der ersten
Wulstfestklemmsegmente 6 wird in diesem Fall der Druck der Druckluft, die in die
Fluidkammer 20 einströmt, um den Kolben 18 des Antriebsmittels 9
vorzuschieben, ein wenig niedriger als der Druck der in die Fluidkammer 15
einströmenden Druckluft gemacht. Wenn der Druck der zugeführten Luft so
gesteuert wird, werden die ersten Wulstfestklemmsegmente 6 so ausgefahren,
daß sie die innere Umfangsoberfläche des Wulstrings 4 festklemmen, wodurch
ermöglicht wird, daß die zweiten Wulstfestklemmsegmente 7, die vorher die
innere Umfangsoberfläche des Wulstrings 4 festgeklemmt haben, eingefahren
werden, wenn sie radial nach innen gerichteten Kräften unterworfen werden.
-
Die radial nach innen gerichtete Bewegung der zweiten
Wulstfestklemmsegmente 7, bei der der Durchmesser dieser Segmente reduziert wird, geht
weiter, bis die mit dem Kolben 12 gelenkig verbundenen Punkte der
Verbindungsglieder 13 und die mit dem Kolben 18 gelenkig verbundenen Punkte
der Verbindungsglieder 19 auf demselben Kreis liegen, und die
Antriebsmittel 8 und 9 mechanisch aneinander angrenzen. In dem angrenzenden
Zustand liegen die vorderen Oberflächen der Wulstfestklemmsegmente 6 und
7 ebenfalls auf demselben Kreis.
-
Der Wulstring 4 wird von den ersten und zweiten
Wulstfestklemmsegmenten 6 und 7, die den Wulstring 4 festklemmen, festgehalten, und auf
diese Weise nach außen gerichteten, gleichmäßigen Kräften von diesen
Segmenten 6 und 7 unterworfen. Folglich wird der Wulstring 4 in einer gut
konzentrischen oder koaxialen Position bezüglich der
Reifenkonfektioniermaschine festgehalten, und seine Rundheit wird wesentlich verbessert. In
diesem Fall wird der Druck, der den Wulstring in dem bevorzugten Zustand
hält, von dem pneumatischen Druck in der Fluidkammer 20 bestimmt.
-
Nach Beendigung der Wulstfestklemmung können im Zusammenhang mit
Funktionen der Reifenkonfektioniermaschine verschiedene restliche Schritte
ausgeführt werden. Diese Schritte sind Expandieren der Hartkernflansche,
Umstülpen eines Endes des Bandes durch die Wirkung der Blase, Befestigen
der ersten Elemente, Aufblasen eines unvulkanisierten Mantels, und
Befestigen eines Gürtels und einer Lauffläche, wie dies in den Figuren 3f
bis 3i gezeigt ist.
-
Obwohl die erfindungsgemäße Wulstfestklemmvorrichtung unter
Bezugnahme auf die in den Zeichnungen wiedergegebene Ausführungsform
erklärt wurde, ist die vorliegende Erfindung natürlich bei
Reifenkonfektioniermaschinen anderer Arten anwendbar. Außerdem kann die Anzahl
der ersten und zweiten Wulstfestklemmsegmente in Abhängigkeit von dem
Formungstrommeldurchmesser oder dergleichen geändert werden.
-
Wie aus der obigen Erklärung ersichtlich ist, ist es gemäß der
Erfindung möglich, die Expandierprozesse des Mittelbereichs eines Bandes
und die dadurch hervorgerufenen Probleme vollständig zu eliminieren.
Außerdem ist es gemäß der Erfindung möglich, Wulstringe mit sehr hoher
Genauigkeit auf eine Reifenkonfektioniermaschine zu übertragen, ohne eine
Verformung oder Exzentrizität der Wulstringe hervorzurufen.