DE691180C - Einrichtung zum Erzielen einer gleichmaessigen Farbgebung an Druckmaschinen - Google Patents

Einrichtung zum Erzielen einer gleichmaessigen Farbgebung an Druckmaschinen

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DE691180C
DE691180C DE1937G0096801 DEG0096801D DE691180C DE 691180 C DE691180 C DE 691180C DE 1937G0096801 DE1937G0096801 DE 1937G0096801 DE G0096801 D DEG0096801 D DE G0096801D DE 691180 C DE691180 C DE 691180C
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rollers
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roller
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DE1937G0096801
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Fritz Naumann
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F31/00Inking arrangements or devices

Landscapes

  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

  • Einrichtung zum Erzielen einer gleichmäßigen Farbgebung an Druckmaschinen Bisher war es bei den meisten vorkommenden Druckarbeiten, insbesondere bei großen Satzformen von 8 bis 32 Seiten, sehr schwierig, die Farbgebung dauernd gleichmäßig zu halten. Der Farbüberschuß in den Stegen führte immer zu einer Anhäufung der Farbe an den seitlichen Rändern. Das Abriegeln der Farbzufuhr - zu den Stegen mittels Bleibacken brachte nicht die gewünschte Besserung, da diese niemals dicht genug abschließen, zum seitlichen Wandern neigen und mit Farbkruste beschmutzt werden, was eine dauernde Veränderung des Farbtones zur Folge hat. Auch das Abriegeln der Farbzufuhr mittels Zonenschrauben am Farbkasten führte zu keinem dauernden Erfolg, da trotz der engen Zwischenräume diese größtenteils nicht mit dem zu verdruckenden Format übereinstimmen und das Verstellen einer Zonenschraube größtenteils ein Nachstellen der danebenliegehden erfordert, wodurch wiederum die Gleichmäßigkeit der Farbgebung über die ganze Form ungünstig beeinflußt wird.. Das unvermeidliche Absetzen von Papierstaub während des Druckens geschieht erfahrungsgemäß am reichlichsten in der Mitte. Nach den Rändern zu ist das weniger der Fall; dies hat zur Folge, daß immer und immer Wieder die Zonenschrauben nachgestellt werden müssen. Müssen nun nach einigen tausend Drucken die Walzen gewaschen werden, so - tritt erfahrungsgemäß -immer das Gegenteil in der Farbgebung ein. Die Druckarbeit erhält dann einen Farbüberschuß nach der Mitte, und es -beginnt nun wieder ein zeitraubendes und langwieriges Nachregulieren der Zonenschrauben, bis die Gleichmäßigkeit der Farbgebung einigermaßen erreicht ist. Beim Verarbeiten von- Trockenstoffarben wird während des Druckens stets ein Auftrocknen der Farbe auf den Walzen. an den Stellen besonders stark auftreten, an denen durch die Form ein geringer Farbverbrauch bedingt ist. Beim Andrucken ist es unmöglich, die Farbgebung im voraus so einzustellen, daß sie sofort gleichmäßig ist. Bis zum Entdecken der Farbdifferenzen laufen oft bis zu hundert und mehr Bögen- durch die Maschine, die dann als Makulatur unbrauchbar sind.
  • Bei Maschinen, die mit selbsttätigen Bogenanlegern arbeiten, werden die geschildert. Schwierigkeiten. durch Auftreten von Störung i, noch erhöht. Großer Zeitverlust und Maten`-' verschwendung sind die Folgen der beschriebenen Mängel: Durch die allgemein im Gebrauch befindliche seitliche Verreibung allein ist beim Gange der Maschine ein gleichmäßiges Verreiben der Farbe nicht gewährleistet, weil durch das dauernde Aneinanderliegen der Verreibwalzen de einzelnen farbarmen -und -reichen Zonen auf allen Walzen stehenbleiben . und nur eine seitliche Schattierung erfahren. Es wäre eine größere seitliche Verschiebung nötig, die aber unmöglich ist, da die Massewalzen einer derartigen Beanspruchung nicht gewachsen sind und zerstört werden.
  • Es ist ferner unmöglich, durch die alleinige seitliche Verschiebung in kürzester Zeit den Farbfilm von einem bis zum anderen Ende der Verreibwalzen gleichmäßig zu gestalten. Die Praxis beweist täglich, daß hierfür stundenlange Arbeit bei größter Aufmerksamkeit nötig ist. Der ungleichmäßige Farbverbrauch durch die Druckform erschwert das Ergebnis der Gleichmäßigkeit noch dermaßen, daß letztere ohne das dauernde Stellen der Zonenschrauben durch den Drucker überhaupt nicht zu erreichen ist.
  • Die Erfindung bezweckt die Beseitigung der erwähnten Nachteile. Die Vorrichtung -nach der Erfindung kann an jeder Druckmaschine angebracht werden und besteht aus einer oder mehreren Walzen, die abwechselnd auf eine oder mehrere Reibwalzen in der Maschine wechselweise gesenkt und seitlich versetzt werden, so daß immer andere farbarme und farbreiche Stellen in wiederkehrendem Rhythmus überdeckt werden. Hierbei bleibt die seitliche Verreibung der Walzen in der bisher üblichen Weise bestehen. Der Hub zum seitlichen Versetzen der Walzen wird der Form entsprechend eingestellt. Wird beispielsweise eine Form von 32 Seiten verdruckt, so wird der Farbfilm der Verreibwalzen durch die Hubwalzen beispielsweise um 1/3 des Bogenformates seitlich versetzt. Durch das dauernde Versetzen der Hubwalze von der Mitte nach links, zur Mitte, nach rechts und umgekehrt, kann kein Farbüberschuß in den Stegen auftreten, da sich wechselnd immer andere farbarme und farbreiche Stellen in wiederkehrendem Rhythmus überdecken. Hierdurch wird eine gleichmäßige Feinheit der Farbgebung erreicht.
  • Weitere Vorteile der Erfindung sind folgende Der Farbkasten wird nur einmalig gleichmäßig eingestellt. Das dauernde Nachstellen der Zonenschrauben ist überflüssig. Es sind nur zwei Bleibrocken zum Abriegeln der Farbe notwendig, und zwar an den Außenseiten. Kommt Papierstaub auf die Walzen, so wird dieser "-gleichmäßig durch die Hubwalzen auf die vorhändenen Walzen verteilt. Ein Verstellen der ,@änenschrauben ist nicht nötig, lediglich ein Stellen am Schaltwerk, um im ganzen mehr l öder weniger Farbe zu geben. Trockenstoffarben bereiten nicht mehr die Schwierigkeiten, da auf den Stellen geringen Verbrauchs wechselnd frische Farbe hingebracht und weggehoben wird, wodurch das Trocknen der Farbe beträchtlich hinausgeschoben wird. Das zeitraubende Waschen der Walzen ist nicht mehr so oft nötig. Nach dem Waschen der Walzen erübrigt sich das sonst nötige Neueinstellen der Farbgebung. Bei Maschinen mit selbsttätig arbeitenden Anlegern kann diesen mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden. Alle diese Vorteile führen zu einer bedeutenden Material- und Zeitersparnis; zu einer größeren Betriebssicherheit und damit zu einer Qualitätssteigerung der Druckarbeiten.
  • Auf den Zeichnungen ist die Erfindung veranschaulicht; es zeigen: Abb. i eine Druckform auf normal eingefärbte Weise; die waagerechte Schraffur stellt die farbreichen, die senkrechte dagegen die farbarmen Stellen der Druckform dar; Abb. 2 eine Hubwalze in ihren verschiedenen sich rhythmisch wiederholenden Stellungen; Abb. 3 die durch das Auftragen der Hubwalze verändert eingefärbte Druckform; Abb. q. ein über - der Form ii aufgebautes Farbwerk, bestehend aus der Hubwalze i, den Reibwalzen 2 und den Auftragwalzen io, mit den farbarmen Stellen 3, den Bundstegen 4 und den Kreuzstegen 5 ; Abb. 5 eine Seitenansicht der Abb. 4; Abb. 6 bis ii je ein Bild des Farbfilmes nach ein-, bzw. zwei-, bzw. drei-, bzw. vier-, bzw. fünf-, bzw. sechsmaligem 'Umsetzen der Hubwalze i.
  • Der Vorgang beim Einfärben einer Form ist folgender: Die Form läuft bei einem Karrenweg unter den Auftragwalzen durch und erhält hier frische Farbe, und dann unter demDruckzylinder . durch, der die Farbe der Form entsprechend wieder abnimmt. Beim Rücklauf des Karrens gibt die Hebwalze frische Farbe-von der Doktorwalze an das Farbwerk, die aber noch nicht bis zu den Auftragwalzen gekommen ist, wenn die Form darunterweg läuft. Sämtliche Farbwalzen laufen also vor- und rückwärts. Die seitliche Verreibung sorgt für beste und gleichmäßige Verteilung der Farbe auf den Walzen. Da es nun - hauptsächlich bei Satzformen -auf den Farbwalzen schmalere und breitere Streifen - Kreuz- und Bundstege -- gibt, die wohl bei jedem Druckgang frische Farbe erhalten, aber keine an die Form abgeben, häuft sich an diesen Stellen die Farbe an, und es gibt dann nach kurzer Zeit farbreiche und farbarme Stellen auf den Walzen. Die Hubwalzen sollen nun die farbreichen Stellen arm und, umgekehrt, die farbarmen reich machen, damit ein gleichmäßiger Farbfilm auf den Walzen entsteht, den man durch Regulieren des Farbmessers niemals erreichen kann. Dies geschieht nun so, daß die Hubwalze in der einen Totpunktlage des Karrens auf eine Reibwalze aufgesetzt, wird,. sich während eines Karrenweges mit der Reibwalze dreht und in der anderen Totpunktlage des Karrens von der Reibwalze abgehoben wird, um während des Rücklaufs des Karrens in gehobener Stellung seitlich verschoben zu werden, beispielsweise um 1./3 der Formatbreite. In der nächsten Totpunktstellung senkt sich die Hubwalze wiederum auf die Verreibwalze und gibt die von den farbreichen Stellen der Reibwalze abgehobene Färbe an die farbarmen Stellen der Reibwalze ab, nimmt aber zugleich auch wiederum Farbe von den farbreichen Stellen der Reibwalze, die beim nächsten Hubwechsel-des Karrens wiederum auf eine andere Stelle der Reibwalze übertragen bzw. von einer anderen farbarmen Stelle abgenommen wird.
  • Durch die rhythmische Wiederholung dieses Vorganges bei jedem Druck und dem wechselseitigen Versetzen der Hubwalze entsteht ein Farbfilm von sonst nicht zu erreichender Gleichmäßigkeit.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einrichtung zum Erzielen einer gleichmäßigen Farbgebung an Druckmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß eine oder mehrere die Verreibewalzen berührende und diesen gegenüber heb- und senkbar sowie seitlich versetzbar angeordnete Hubwalzen (z) vorgesehen sind, die beim Leergang des Druckkarrens die Verreibewalzen berühren, vor jedem Druckgang des Karrens von den Verreibewalzen abgehoben und während des Druckganges seitlich derart versetzt werden, daß farbarme und -reiche Stellen der Verreibewalzen einander überdecken.
DE1937G0096801 1937-12-07 1937-12-07 Einrichtung zum Erzielen einer gleichmaessigen Farbgebung an Druckmaschinen Expired DE691180C (de)

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