DE69108019T2 - Bohrwerkzeug. - Google Patents

Bohrwerkzeug.

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Description

  • Die Erfindung befaßt sich mit einem Bohrwerkzeug gemäß dem einleitenden Teil des Patentanspruchs 1, welches ein zylindrisches Schneidwerkzeug hat, welches als eine Lochsäge oder als ein Kernbohrwerkzeug bezeichnet wird.
  • Ein Bohrwerkzeug der vorstehend genannten Art ist in US-A- 4 385 853 beschrieben. Die darin beschriebene Lochsägeeinheit ist derart beschaffen und ausgelegt, daß sie an einer Antriebsspindel eines Elektromotors angebracht werden kann. Die Lochsägeeinheit umfaßt ein steuerbares Auswerferteil, welches einen länglichen, zylindrischen Körper hat, der gleitbeweglich in einer Bohrung aufgenommen ist, und einen Schneidwerkzeugschaft. Das untere Ende dieses steuerbaren Auswerferteilkörpers hat ein daran ausgebildetes spitzes Ende. Das steuerbare Auswerferteil arbeitet bei der üblichen Bedienungsweise in der Form, daß eine aus einem Werkstück ausgeschnittene Scheibe aus dem Innenraum des ringförmigen Lochschneiders nach der Beendigung eines Lochschneidvorgangs ausgeworfen wird. Eine dem steuerbaren Auswerferteil zugeordnete Feder arbeitet derart, daß ein zwangsweises Auswerfen der Scheibe aus dem Schneidwerkzeugkörper sichergestellt wird. Ein Anschlagteil für ein Gleitstück ist integral an einem Halterteil ausgebildet, und die Feder und das Gleitstück müssen von der oberseitigen Öffnung der Haltereinheit her eingebaut werden, wodurch eine derartige Haltereinheit zum Einsatz mit einer Handantriebseinheit ungeeignet wird.
  • In DE-A-3 807 225 ist ein Bohrwerkzeug der eingangs genannten Art angegeben, welches ein zylindrisches Schneidwerkzeug hat, welches in einem Teil des Werkzeugkörpers angebracht ist, und ein Halter des Bohrwerkzeugs ist in einen zylindrischen Abschnitt des Werkzeugkörpers eingesetzt. Daher sind das zylindrische Schneidwerkzeug und das Bohrwerkzeug unabhängig an dem Werkzeugkörper angebracht und sie sind nicht zur Bildung einer Einheit verknüpft. Die Antriebseinrichtung dieses Bohrwerkzeugs umfaßt einen Schaft des Bohrwerkzeugs, welcher einen Stift hat, welcher in einen Schlitz des Werkzeugkörpers eingeführt wird. Das Bohrwerkzeug oder der Bohrereinsatz wird mit Hilfe einer Schraube des Schafts befestigt, um die Antriebskraft von dem Körper auf das Bohrwerkzeug oder den Bohrereinsatz zu übertragen.
  • Ein übliches Bohrwerkzeug oder eine Lochsäge umfaßt ein zylindrisches Schneidwerkzeug, um eine relativ große, runde Öffnung in einem Werkstück, wie einer Eisenplatte, auszubilden. Die Lochsäge hat einen Schaft, welcher an einer Handantriebseinheit, wie einem Elektromotor, anbringbar und hierdurch antreibbar ist.
  • Eine Bedienungsperson hält die Handantriebseinheit, um das zylindrische Schneidwerkzeug gegen ein Werkstück während einer Bohrbearbeitung zu drücken. Es ist jedoch nicht einfach, eine gewünschte, runde Öffnung genau an einer vorbestimmten Position zu erstellen. Dies ist darauf zurückzuführen, daß eine Reaktionskraft erzeugt wird, wenn das zylindrische Schneidwerkzeug in Kontakt mit dem Werkstück kommt, während dem das zylindrische Schneidwerkzeug eine Drehbewegung ausführt. Dies führt zu einer Verschiebung des Schneidwerkzeugs an dem Werkstück. Auch wenn das zylindrische Schneidwerkzeug nicht in eine Richtung senkrecht zu dem Werkstück bewegt wird, kann dies dazu führen, daß die erhaltene Öffnung eine ellipsenförmige Gestalt an Stelle einer runden bekommt.
  • Auch ist es an sich bekannt, ein Bohrwerkzeug mittig an einem zylindrischen Schneidwerkzeug derart anzubringen, daß das proximale Ende über das zylindrische Schneidwerkzeug vorsteht. Bei der üblichen Auslegung wird das Bohrwerkzeug zuerst in ein Werkstück eingeführt und dient als eine Führung. Das zylindrische Schneidwerkzeug wird dann in Richtung auf das Werkstück bewegt. Hierdurch erhält man eine genau Positionierung des Werkzeugs und eine genaue Ausbildung einer gewünschten runden Öffnung.
  • Wenn eine Eisenplatte als ein Werkstück relativ dünn ist, kann das übliche Werkzeug eine gewünschte Öffnung ausbilden, während dem zugleich eine Führung durch das Bohrwerkzeug erfolgt. Jedoch kann das Bohrwerkzeug in nachteiliger Weise den Bohrvorgang beeinflussen, wenn eine Eisenplatte als Werkstück relativ dick ist.
  • Wenn sowohl das Bohrwerkzeug als auch das zylindrische Schneidwerkzeug arbeiten, um Öffnungen in einem dicken Werkstück auszubilden, wirkt an dem Bohrwerkzeug ein beträchtlicher Widerstand ein. Dies kann dazu führen, daß eine Handantriebseinheit kein ausreichendes Drehmoment mehr aufbringen kann. Es wird daher beträchtlich viel Zeit benötigt, um einen Bohrvorgang abzuschließen.
  • Eine Bedienungsperson muß das Bohrwerkzeug mit großem Kraftaufwand gegen das Werkstück drücken, um eine ausreichende Druckkraft zur Überwindung der beträchtlichen Widerstandskraft aufzubringen. Dies führt zu einer harten Arbeit und somit zur Ermüdung der Bedienungsperson. Auch kann das Bohrwerkzeug leicht beschädigt werden oder brechen, wenn das Bohrwerkzeug sich verschiebt, während dem es in das dicke Werkstück eingetrieben wird.
  • Wenn zusätzlich ein gewünschtes Werkstück eine gekrümmte Oberfläche, wie ein Rohr, hat, ist es schwierig, eine Handantriebseinheit unbeweglich während eines Bohrvorgangs derart zu halten, daß eine Verschiebung des Bohrwerkzeugs in die Richtung verhindert wird, in welcher das Bohrwerkzeug vorgetrieben wird. Das Bohrwerkzeug wird in unvermeidbarer Weise hin- und herbewegt und es tritt häufig eine Verschiebung auf, welche zu einem Bruch des Bohrwerkzeugs führt, was voranstehend erwähnt worden ist.
  • Die Erfindung zielt hauptsächlich darauf ab, die vorstehend genannten Schwierigkeiten beim Stand der Technik zu überwinden und ein Bohrwerkzeug mit einer Lochsägeeinheit bereitzustellen, welche in Verbindung mit einer Handantriebseinheit in geeigneter Weise einsetzbar ist und welches ermöglicht, daß auf einfache Weise eine gewünschte runde Öffnung genau in einer vorbestimmten Position ausgebildet werden kann.
  • Nach der Erfindung wird hierzu ein Bohrwerkzeug mit einer Lochsägeeinheit angegeben, welches im Patentanspruch 1 umrissen ist.
  • Bei dem Bohrwerkzeug nach der Erfindung kann der Mittelstift ein Bohrwerkzeug oder ein Positionierstift ohne eine Schneide sein, und das Bohrwerkzeug und der Positionierstift können wechselweise in die Lochsägeeinheit eingebaut werden. Ferner ist eine Sperreinrichtung vorgesehen, um den Schaft an dem Befestigungsteil ohne eine Gleitbewegung und drehfest festzuhalten.
  • Wenn nach der Erfindung eine Eisenplatte als ein Werkstück relativ dünn ist, wird das Mittelbohrwerkzeug des Bohrwerkzeugs auf dieselbe Weise wie bei einem üblichen Werkzeug betrieben. Wenn das Mittelbohrwerkzeug den Bohrvorgang nachteilig beeinflussen könnte, kann das Bohrwerkzeug in das zylindrische Schneidwerkzeug derart zurückgefahren werden, daß es keinen Einfluß auf die Bohrbearbeitung hat.
  • Wenn ferner nach der Erfindung ein Werkstück eine relativ dicke Eisenplatte ist, oder ein Werkstück in Form eines Rohrs vorliegt, welches eine gekrümmte Oberfläche hat, erfüllt das Mittelbohrwerkzeug nicht seine Funktion und wirkt dann als ein Positionierstift. In diesem Fall kann das Mittelbohrwerkzeug in Form eines hin- und hergehend beweglichen Stifts ausgelegt sein. Um den selektiven Einsatz von Bohrwerkzeug und Positionierstift zu ermöglichen, und um Einweg-Komponenten an Stelle von haltbaren Komponenten als eine Einheit bereitzustellen. Um ein einfaches Auswechseln zu ermöglichen, weist die Bohreinheit nach der Erfindung eine haltbare Haltereinheit auf, welche lösbar an einer Antriebseinheit anbringbar ist, und eine Einweg-Lochsägeeinheit auf, welche lösbar an der Haltereinheit anbringbar ist, und ein zylindrisches Schneidwerkzeug und einen Mittelstift umfaßt.
  • Bevorzugte Ausführungsformen nach der Erfindung sind in den Ansprüchen 2 und 3 wiedergegeben.
  • KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNG
  • Fig. 1 ist eine auseinandergezogene Vorderansicht eines Bohrwerkzeugs gemäß einer bevorzugten Ausführungsfrom nach der Erfindung in Teilschnittdarstellung;
  • Fig. 2 ist eine Vertikalschnittansicht des Bohrwerkzeugs nach der Erfindung im Einsatz in Verbindung mit einer ersten Lochsägeeinheit, welche an einer Haltereinheit angebracht ist, und einem Bohrwerkzeug, welches fest an einem Befestigungsteil eines zylindrischen Schneidwerkzeugs angebracht ist;
  • Fig. 3 ist eine Vertikalschnittansicht des Bohrwerkzeugs nach der Erfindung im Einsatz in Verbindung mit einer ersten Lochsägeeinheit, welche an der Haltereinheit angebracht ist, und einem Bohrwerkzeug, welches gleitbeweglich an dem Befestigungsteil des zylindrischen Schneidwerkzeugs angebracht ist; und
  • Fig. 4 ist eine Vertikalschnittansicht des Bohrwerkzeugs nach der Erfindung im Einsatz in Verbindung mit einer zweiten Lochsägeeinheit, welche an der Haltereinheit angebracht ist.
  • BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN
  • Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung werden nachstehend unter Bezugnahme auf die Zeichnung erläutert.
  • Unter Bezugnahme auf Figur 1 weist ein Bohrwerkzeug eine Haltereinheit A auf, welche lösbar an einer Handantriebseinheit anbringbar ist, und eine Lochsägeeinheit B, welche lösbar an der Haltereinheit A anbringbar ist. Es sind zwei auswechselbare Lochsägeeinheiten gezeigt, nämlich eine erste Lochsägeeinheit B1 und eine zweite Lochsägeeinheit B2. Die vorliegende Erfindung kann nur eine dieser Einheiten umfassen, während die jeweils andere Einheit dann nicht wesentlich ist.
  • Die Haltereinheit A umfaßt einen Schaft 1, welcher derart beschaffen und ausgelegt ist, daß er lösbar in einem Spannfutter der Antriebseinheit anbringbar ist, und ein Gehäuse 2, welches sich von dem Schaft 1 aus weg erstreckt. Das Gehäuse 2 umfaßt ein zylindrisches Halterteil 3, welches ein offenes Ende hat, und ein zylindrisches Teil 4, welches einteilig mit dem Halterteil 3 verbunden ist.
  • Ein Gleitstück 5 ist gleitbeweglich in dem zylindrischen Teil 4 angeordnet. Auch eine Feder 6, wie eine Spiralfeder, ist in dem zylindrischen Teil 4 angeordnet, um das Gleitstück 5 in Richtung auf das Halterteil 3 zu drücken.
  • Das Gleitstück 5 hat einen durchmessergroßen Abschnitt 5a, welcher gleitbeweglich an dem zylindrischen Teil 4 aufgenommen ist, einen durchmesserkleinen Federaufnahmeabschnitt 5b, welcher von dem durchmessergroßen Abschnitt 5a in Richtung nach oben vorsteht, und einen durchmesserkleinen Arbeitsabschnitt 5c, welcher von dem durchmessergroßen Abschnitt 5a in Richtung nach unten vorsteht.
  • Die Feder 6 hat ein Ende, welches an dem Boden 4a des zylindrischen Teils 4 abgestützt ist, und das andere Ende ist um den Federaufnahmeabschnitt 5b angeordnet und an dem durchmessergroßen Abschnitt 5a abgestützt. Das Gleitstück 5 wird mittels eines Anschlagringes 7 festgesetzt, welcher an einem stufenförmig abgesetzten Abschnitt zwischen dem Halterteil 3 und dem zylindrischen Teil 4 angeordnet ist. Der Anschlagring 7 ist zwischen dem stufenförmig abgesetzten Abschnitt und einem Schnappring 8 gehalten. Wenn der Arbeitsabschnitt 5c in den Anschlagring 7 eingeführt ist und in Richtung zu dem Halterteil 3 freiliegt, und der durchmessergroße Abschnitt 5a in Kontakt mit dem Anschlagring 7 kommt und durch diesen angehalten wird, wird das Gleitstück 5 gleitbeweglich in dem zylindrischen Teil 4 entgegen der Wirkung der Feder 6 bewegt.
  • Eine Befestigungseinrichtung 9 ist radial beweglich an dem Halterteil 3 vorgesehen und umfaßt eine Schraube mit einem Sechskantkopf.
  • Die Lochsägeeinheit B weist ein zylindrisches Schneidwerkzeug 10 und einen Mittelstift 11 auf. Das zylindrische Schneidwerkzeug 10 hat beabstandete Schneiden 13 um einen offenen Rand desselben. Eine Scheibe 14 wird gebildet, um das obere Ende eines zylindrischen Abschnitts 12 des Schneidwerkzeugs 10 zu schließen. Ein Befestigungsabschnitt 15 verläuft zentrisch und von der Scheibe 10 in Richtung nach oben. Eine Mitteldurchgangsöffnung 16 ist koaxial durch den Befestigungsabschnitt 15 und die Scheibe 14 ausgebildet. Der Befestigungsabschnitt 15 ist lösbar in das Halterteil 3 in der Haltereinheit A einführbar. Der Befestigungsabschnitt 15 ist fest mit dem Halterteil 3 durch Anziehen der Befestigungseinrichtung 9 verbunden.
  • Der Mittelstift 11 ist gleitbeweglich in die Mitteldurchgangsöffnung 16 eingesetzt und hat einen Kopf 11a am proximalen Ende, welcher mit der Oberseite des Befestigungsabschnitts 15 zusammenarbeitet. Der Mittelstift 11 hat ein distales Ende 11b, welches sich über das vordere Ende des zylindrischen Schneidwerkzeugs 10 hinaus erstreckt.
  • Die erste Lochsägeeinheit B1 und die zweite Lochsägeeinheit B2 sind beide im wesentlichen übereinstimmend zu der voranstehend beschriebenen Lochsägeeinheit B ausgelegt, sie unterscheiden sich aber gemäß der nachstehenden Ausführungen.
  • Insbesondere hat bei der ersten Lochsägeeinheit B1 der Mittelstift 11 eine Meißelspitze 17a und Schneidkanten 17b und bildet ein Bohrwerkzeug 17. Das Bohrwerkzeug 17 hat einen Schaft 11c, welcher gleitbeweglich in der Mitteldurchgangsöffnung 16 aufgenommen ist. Die erste Lochsägeeinheit B1 umfaßt eine Sperreinrichtung 18, um den Schaft 11c ohne Gleitbewegung und drehfest festzulegen. Die Sperreinrichtung 18 weist eine Innengewindeöffnung auf, welche radial in dem Befestigungsabschnitt 15 ausgebildet ist, und eine Schraube, welche einen Kopf mit einem Innensechskant aufweist. Die Schraube wird in die Innengewindeöffnung geschraubt, um den Schaft 11c des Bohrwerkzeugs 17 fest mit dem Befestigungsabschnitt 15 zu verbinden. Wenn die Schraube gelöst oder entfernt wird, kann das Bohrwerkzeug 17 frei eine Gleitbewegung und Drehbewegung in der Mitteldurchgangsöffnung 16 ausführen.
  • Bei der zweiten Lochsägeeinheit B2 bildet der Mittelstift 11 einen Positionierstift 19 an Stelle des Bohrwerkzeugs, und dieser hat ein spitzes Ende 19a, welches sich über das vordere Ende des zylindrischen Schneidwerkzeug 10 hinaus erstreckt.
  • Bei dieser Auslegung wird der Befestigungsabschnitt 15 in das Halterteil 3 der Haltereinheit A eingeführt und an Ort und Stelle mit Hilfe der Befestigungseinrichtung 9 gehalten, um die erste Lochsägeeinheit B1 oder die zweite Lochsägeeinheit B2 an diesem anzubringen. Dies bedeutet, daß die erste Lochsägeeinheit B1 und die zweite Lochsägeeinheit B2 selektiv an dem Halterteil 3 der einzigen Haltereinheit A angebracht werden können.
  • Auch können das Bohrwerkzeug 17 und der Positionierstift 19 selektiv entweder bei der ersten Lochsägeeinheit B1 oder der zweiten Lochsägeeinheit B2 eingesetzt werden. Beispielsweise hat das Werkzeug nur die erste Lochsägeeinheit B1 und das Bohrwerkzeug 17 und der positionierstift 19 werden selektiv eingesetzt und sind in das zylindrische Schneidwerkzeug 10 der Einheit B1 eingebaut.
  • Nachstehend wird die Arbeitsweise des Werkzeugs nach der Erfindung an einem Beispiel näher erläutert.
  • Die Figuren 2 und 3 verdeutlichen die Arbeitsweise der ersten Lochsägeeinheit B1, welche an der Haltereinheit A angebracht ist. Obgleich nicht gezeigt ist, ist der Schaft 1 der Haltereinheit A mit Hilfe des Spannfutters einer Handantriebseinheit gehalten und er wird hierdurch drehangetrieben. Der Befestigungsabschnitt 15 der Lochsägeeinheit B1 wird in das Halterteil 3 der Haltereinheit A eingeführt. Die Befestigungseinrichtung 9 wird angezogen, um die Lochsägeeinheit B1 an dem Halterteil 3 festzulegen.
  • Figur 2 zeigt die Art und Weise, mit der eine Öffnung in einem relativ dünnen Werkstück W, beispielsweise einer Eisenplatte, ausgebildet wird, welche eine Dicke von weniger als 4 mm hat, wobei das Bohrwerkzeug nach der Erfindung zum Einsatz kommt. In diesem Falle ist der Schaft 11c des Bohrwerkzeugs 10 in die Mitteldurchgangsöffnung 16 eingeführt und an Ort und Stelle mit Hilfe der Sperreinrichtung 18 festgelegt. Die Antriebseinheit liefert eine Antriebskraft, um die Haltereinheit A und die Lochsägeeinheit B1 zusammen drehanzutreiben. Hierdurch wird bewirkt, daß die Haltereinheit A und die Lochsägeeinheit B1 zusammen eine Drehbewegung ausführen. Wenn eine Bedienungsperson die Antriebseinheit hält und die Lochsägeeinheit B1 gegen das Werkstück W drückt, dann wird die Meißelspitze 17a des Bohrwerkzeugs 17 in das Werkstück W eingetrieben und dient als eine Positioniereinrichtung, um eine Öffnung in dem Werkstück auszubilden. Die Schneiden 13 des zylindrischen Schneidwerkzeugs 10 werden anschließend in das Werkstück W zur Ausbildung einer Öffnung H eingetrieben. Ein ausgebohrtes Teil P wird aus der Öffnung H mit dem Bohrwerkzeug 17 herausgenommen. Bei diesem Beispiel arbeitet das Bohrwerkzeug 17 vollständig auf die übliche Art und Weise als eine Lochsäge mit einem zugeordneten Bohrwerkzeug gemäß der voranstehenden Beschreibung, da das Bohrwerkzeug 7 ohne Gleitbewegung und drehfest an dem Befestigungsabschnitt 15 mit Hilfe der Sperreinrichtung 18 festgehalten ist.
  • Figur 3 zeigt die Art und Weise, mit der eine Öffnung in einem relativ dicken Werkstück W, beispielsweise einer Eisenplatte, ausgebildet wird, welche eine Dicke von größer als 4 mm hat, oder an einem Werkstück mit einer runden Oberfläche, wie einem Stahlrohr, ausgebildet wird. In diesem Fall wird die Sperreinrichtung 18 gelöst oder entfernt, um zu ermöglichen, daß der Schaft 11c des Bohrwerkzeugs 17 in der Mitteldurchgangsöffnung 16 eine Gleitbewegung ausführen kann. Wenn die Bedienungsperson die Antriebseinheit hält, um die Lochsägeeinehit B1 gegen das Werkstück W zu drücken, dann wirkt die Meißelspitze 17a des Bohrwerkzeugs 17 als eine Positioniereinrichtung, um eine Öffnung in dem Werkstück W zu erstellen. Wenn jedoch die Antriebseinheit weiter in Richtung auf das Werkstück W bewegt wird, wird der Kopf 11a des Bohrwerkzeugs 17 mit dem Gleitstück 5 zurückgezogen. Im speziellen führt das Bohrwerkzeug 17 keine Drehbewegung mit dem zylindrischen Schneidwerkzeug 10 aus, sondern gleitet in der Mitteldurchgangsöffnung 16, um zu ermöglichen, daß der Kopf 11a das Gleitstück 5 entgegen der Wirkung der Feder 6 in Richtung nach oben drückt. Hierdurch wird bewirkt, daß das distale Ende 11b des Bohrwerkzeugs 17 in das zylindrische Schneidwerkzeug 10 zurückgefahren wird. Während das Bohrwerkzeug 17 daran gehindert wird, daß es in das Werkstück W eingetrieben wird, werden die Schneiden 13 des zylindrischen Schneidwerkzeugs 10 fortgesetzt eingetrieben, um eine Öffnung auszubilden. Wenn bei dieser Auslegung eine Öffnung in einem dicken Werkstück W erstellt wird, ist das Bohrwerkzeug einem Schneidwiderstand nur durch das zylindrische Schneidwerkzeug 10 ausgesetzt und nicht sowohl dem Schneidwiderstand eines Bohrwerkzeugs als auch eines zylindrischen Schneidwerkzeugs, wie dies bei einer üblichen Lochsäge bisher der Fall war. Somit kann die Antriebseinheit ein ausreichendes Drehmoment aufbringen, und mit Hilfe des Bohrwerkzeugs läßt sich schnell eine Öffnung erstellen. Nach von dem Erfinder der vorliegenden Erfindung ausgeführten Untersuchungen war das Bohrwerkzeug gemäß dieser Beispiele geeignet, schnell Öffnungen in einer Eisenplatte ohne Schwierigkeiten auszubilden, welche eine Dicke von 12 mm hatte. Selbst wenn die Antriebseinheit eine Vibrationsbewegung während eines Bohrvorgangs ausführt, tritt kein Brechen des Bohrwerkzeugs 17 in Abweichung von einem üblichen Bohrwerkzeug auf. Selbst wenn die Hand einer Bedienungsperson durch die Antriebseinheit in Vibration versetzt wird, wodurch eine Schwingungsbewegung des Bohrwerkzeugs hervorgerufen wird, während dem eine Öffnung in einem runden Werkstück W oder einem Rohr erstellt werden soll, ist bei den Untersuchungen kein Brechen des Bohrwerkzeugs 17 festgestellt worden.
  • Figur 4 verdeutlicht die Arbeitsweise der zweiten Lochsägeeinheit B2, welche an der Haltereinheit A angebracht ist. Wie bei dem voranstehenden Beispiel ist der Schaft 1 der Haltereinheit A mit Hilfe des Spannfutters einer Handantriebseinheit gehalten und wird hierdurch drehangetrieben. Der Befestigungsabschnitt 15 der Lochsägeeinheit B2 ist in das Halterteil 3 der Haltereinheit A eingeführt und fest mit dem Halterteil 3 verbunden, nachdem die Befestigungseinrichtung 9 angezogen ist.
  • Bei diesem Beispiel kann eine Öffnung in einem beliebigen Werkstück W, wie einer dünnen Eisenplatte, einer dicken Eisenplatte oder in einem Rohr ausgebildet werden. Wenn die Bedienungsperson die Antriebseinheit hält, um die Lochsägeeinheit B2 gegen das Werkstück W zu drücken, wird das Spitzenende 19a des Positionierstifts 19 in Kontakt mit dem Werkstück W gebracht und wirkt als eine Positioniereinrichtung bei der Bohrbearbeitung einer Öffnung. Die Antriebseinheit wird dann weiterbewegt, um den Positionierstift 19 in der Mitteldurchgangsöffnung 16 gemäß einer Gleitbewegung zu bewegen. Hierdurch wird bewirkt, daß der Kopf 11a das Gleitstück 5 entgegen der Wirkung der Feder 6 in Richtung nach oben drückt. Das distale Ende 11b des Positionierstifts 19 wird dann in das zylindrische Schneidwerkzeug 10 eingerückt. Andererseits werden die Schneiden 13 des zylindrischen Schneidwerkzeugs 10 vorgetrieben, um eine Öffnung in dem Werkstück W zu erstellen. Wie bei dem Beispiel in Figur 3 ist das Bohrwerkzeug einem Schneidwiderstand nur durch das zylindrische Schneidwerkzeug 10 während der Bohrbearbeitung ausgesetzt. Die Antriebseinheit kann somit ein ausreichendes Drehmoment erzeugen, und mit Hilfe des Bohrwerkzeugs läßt sich schnell eine Öffnung erstellen.
  • Obgleich nicht gezeigt ist, kann der Positionierstift 19 in der ersten Lochsägeeinheit B1 eingebaut sein. In diesem Fall wird die Sperreinrichtung 18 des Befestigungsabschnitts 15 gelöst oder entfernt, und der Positionierstift 19 ist gleitbeweglich in der Mitteldurchgangsöffnung 16 angeordnet. Diese alternative Auslegungsform wird eingesetzt und arbeitet auf die gleiche Weise, wie dies im Zusammenhang mit Figur 4 erläutert worden ist, um eine Öffnung zu erstellen.
  • Bei allen voranstehend erläuterten bevorzugten Ausführungsformen ist die Lochsägeeinheit B1 einem Verschleiß und einer Ermüdung ausgesetzt, wenn Bohrbearbeitungen wiederholt ausgeführt werden. Die Schneiden 13 des zylindrischen Schneidwerkzeugs 10 können nach dem Stumpfwerden geschärft werden, aber ihre Standzeit ist nach einem wiederholten Einsatz begrenzt. Dies trifft auch auf die Meißelspitze 17a und die Schneidkanten 17b des Bohrwerkzeugs 17 sowie auf das Spitzenende 19a des Positionierstifts 19a zu. Die Lochsägeeinheit B muß dann ersetzt werden. Nach der Erfindung wird eine gebrauchte Lochsägeeinheit B durch eine neue ersetzt, aber die Haltereinheit A ist weiterhin brauchbar. Das Bohrwerkzeug ist somit wirtschaftlich und kann während langen Zeiträumen zum Einsatz gebracht werden.
  • EFFEKTE DER ERFINDUNG
  • Nach der Erfindung kann der Mittelstift 11, das heißt das Bohrwerkzeug 17 oder positionierstift 19, von dem Werkstück W wegbewegt werden, wenn es das Gleitstück 5 in Richtung nach oben drückt. Hierdurch wird ein übermäßiger Schneidwiderstand während einer Bohrbearbeitung vermieden, und es wird ermöglicht, daß mit Hilfe des Werkzeugs schnell eine Öffnung unter Einsatz einer Handantriebseinheit ausgebildet werden kann. Ein spezielles Merkmal nach der Erfindung ist darin zu sehen, daß das zylindrische Schneidwerkzeug 10 und der Mittelstift 11 als Einweg- Komponenten als eine Einheit ausgebildet sind, das heißt, daß diese die Lochsägeeinheit B bilden. Die Haltereinheit A ist eine langfristig einsetzbare Komponente und kann während langen Zeiträumen eingesetzt werden. Somit wird jede dieser Einweg- Komponenten durch eine neue ersetzt, wenn deren Standzeit abgelaufen ist. Das Bohrwerkzeug nach der Erfindung läßt sich somit wirtschaftlich einsetzen. Das Auswechseln ist äußerst einfach und macht nur erforderlich, daß der Befestigungsabschnitt 15 der Lochsägeeinheit B an dem Halterteil 3 der Haltereinheit A angebracht wird. Wenn die Lochsägeeinheit B neu angebracht ist, wird der Mittelstift 11 automatisch in Kontakt mit dem Gleitstück 5 gebracht, um eine hin- und hergehende Bewegung des Mittelstifts 11 sicherzustellen.
  • Auch kann nach der Erfindung die Sperreinrichtung 18 derart betrieben werden, daß der Mittelstift 11 gesperrt wird oder gesperrt ist. Hierdurch erhält man zwei unterschiedliche Betriebsarten. Insbesondere wenn das Bohrwerkzeug 17 mit Hilfe der Sperreinrichtung 18 gesperrt ist, wirkt der Mittelstift 11 (Bohrwerkzeug 17) als ein Bohrwerkzeug und er arbeitet auf die gleiche Weise wie bei einer üblichen Lochsägeeinheit mit einem Bohrwerkzeug. Wenn andererseits das Bohrwerkzeug 17 durch die Sperreinrichtung 18 nicht gesperrt ist, wirkt sie nicht mehr als ein Bohrwerkzeug, sondern der Mittelstift 11 (Bohrwerkzeug 17) wirkt als ein Positionierstift und wird auf eine solche Weise betrieben, daß man die Zielsetzung nach der Erfindung verwirklichen kann. Eine gewünschte Betriebsart wird in zweckmäßiger Weise nach Maßgabe der Art der Werkstücke, wie eine dünne Eisenplatte, eine dicke Eisenplatte oder ein Rohr mit einer runden Oberfläche, gewählt.

Claims (3)

1. Bohrwerkzeug, welches eine Haltereinheit (A) aufweist, welche derart beschaffen und ausgelegt ist, daß sie lösbar an einer Antriebseinheit anbringbar ist, und eine Lochsägeeinheit (B1) aufweist, welche lösbar an der Halteeinheit (A) anbringbar ist, bei dem die Haltereinheit (A) ein Halterteil (3), welches lösbar die Lochsägeeinheit (B1) hält, ein zylindrisches Teil (4), welches sich von dem Halterteil (3) wegerstreckt, ein Gleitstück (5), welches axial gleitbeweeglich in dem zylindrischen Teil (4) angeordnet ist, und eine Feder (6) umfaßt, welche derart angeordnet ist, daß sie das Gleitstück (5) in Richtung auf das Halterteil (3) mit einer Druckkraft beaufschlagt, wobei die Lochsägeeinheit (B) ein zylindrisches Schneidwerkzeug (10) umfaßt, welches einen Befestigungsabschnitt (15) hat, welcher lösbar in dem Halterteil (3) gehalten ist und eine Mitteldurchgangsöffnung (16) umfaßt, sowie einen Mittelstift (11), welcher gleitbeweglich in die Mitteldurchgangsöffnung (16) eingesetzt ist, und bei dem der Mittelstift (11) ein proximales Ende (11a) hat, welches dem Gleitstück (5) zugewandt ist, wenn die Lochsägeeinheit (B) an der Haltereinheit (A) angebracht ist, und ein distales Ende (11b) hat, welches sich über das zylindrische Schneidwerkzeug (10) hinauserstreckt, gekennzeichnet durch folgendes:
- das Bohrwerkzeug ist derart beschaffen und ausgelegt, daß es in Verbindung mit einer Hand-Antriebseinheit einsetzbar ist;
- die Haltereinheit (A) hat einen Schaft (1), welcher derart ausgelegt ist, daß er lösbar an der Hand-Antriebseinheit anbringbar ist;
- ein Paar von Mittelstiften (11, 11), welche selektiv in die Lochsägeeinheit (B) einsetzbar sind;
- die Haltereinheit (A) ein Anschlagringteil (7) umfaßt, welches an dem Teil zwischen dem zylindrischen Teil (4) und dem Halterteil (3) fest angebracht ist, um zu verhindern, daß das Gleitstück (5) sich aus dem zylindrischen Teil (4) herausbewegt;
- die Mitteldurchgangsöffnung (16) sich axial durch das Befestigungsteil (15) erstreckt, in welches der jeweils gewählte Mittelstift (11, 11) gleitbeweglich eingesetzt ist;
- die Lochsägeeinheit (B1) eine Sperreinrichtung (18) umfaßt, welche derart angeordnet ist, daß ermöglicht wird, daß der jeweils gewählte Mittelstift (11) wechselweise in der Mitteldurchgangsbohrung (16) gesperrt oder ungesperrt sein kann;
- jeder der Mittelstifte (11, 11) einen Schaft (11c) hat, welcher durch die Mitteldurchgangsöffnung (16) durchgeführt ist;
- das proximale Ende (11a) jedes Mittelstifts (11, 11) derart ausgelegt ist, daß es dem Gleitstück (5) zugewandt ist, wenn der Mittelstift (11) in die Lochsägeeinheit (B1) eingesetzt ist;
- einer der Mittelstifte ein Positionierstift (19) ist, welcher ein spitzes Ende (19a) am distalen Ende (11b) hat, wobei der Schaft (11c) hiervon ungesperrt sein kann, um zu ermöglichen, daß dieser eine Gleit- und Drehbewegung in der Mitteldurchgangsöffnung (16) ausführen kann; und
- der andere der Mittelstifte ein Bohrwerkzeug (17) hat, bei dem der Schaft (11c) gesperrt werden kann, um eine Gleit- und Drehbewegung in der Mitteldurchgangsöffnung (16) zu verhindern.
2. Bohrwerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gleitstück (56) einen durchmessergroßen Abschnitt (5a), welcher gleitbeweglich passend in dem zylindrischen Teil (4) angeordnet ist, und einen durchmesserkleinen Arbeitsabschnitt (5c) umfaßt, welcher von dem durchmessergroßen Abschnitt (5a) nach unten vorsteht,
das Anschlagringteil (7) einen Anschlagring aufweist, welcher mit Hilfe einer Befestigungseinrichtung (8) an dem Teil zwischen dem Halterteil (3) und dem zylindrischen Teil (4) befestigt ist, wobei der Arbeitsabschnitt (5c) in den Anschlagring (7) einführbar ist, und in Richtung zu dem Halterteil (3) freiliegt, wenn der durchmessergroße Abschnitt (5a) in Kontakt mit dem Anschlagring (7) ist und von diesem gehalten wird.
3. Bohrwerkzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Bohrwerkzeug eine weitere, zweite Lochsägeeinheit (B2) aufweist, welche lösbar an der Haltereinheit (A) an Stelle der ersten Lochsägeeinheit (B1) anbringbar ist,
die zweite Lochsägeeinheit (B2) ein zylindrisches Schneidwerkzeug (10) umfaßt, welches einen Befestigungsabschnitt (15) hat, welcher lösbar in dem Halterteil (3) der Haltereinheit (A) gehalten ist, und die Mitteldurchgangsöffnung (16) axial durch den Befestigungsabschnitt (15) geht, in welchem der Mittelstift (11), welcher als ein Positionierstift (19) ausgebildet ist, gleitbeweglich ohne jegliche Sperreinrichtung einsetzbar ist.
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