-
Pogenzuführvorrichtung Die Erfindung bezieht sich auf eine Bogenzuführvorrichtung,
bei der die Bogentrennmittel an der Hinterkante des -Stapels angreifen und die verschiedenen
Einzelvorrichtungen, z. B. die Bogentrenn- und Fördermittel, der Stapeltaster und
gegebenenfalls auch noch die An- und Abstellmittel für die Blas-und Saugluft einschließlich
ihrer Steuerteile an einem gemeinsamen, in der Förderrichtung auf der Antriebswelle
verstellbaren Tragkörper angeordnet sind.
-
Bei einer bekannten Zuführvorrichtung dieser Art geht der Antrieb
der Hubmittel, welche die verschiedenen Vorrichtungen steuern, von der in der Zuführrichtung
sich erstreckenden Antriebswelle über ein Schraubengetriebe, dessen antreibender
Teil auf der Welle mittels Feder und Nut längs verschiebbar, aber undrehbar angeordnet
ist, auf eine mit den Steuerteilen besetzte Querwelle, die in dem mit dem Schraubengetriebe
zusammen verschiebbaren gemeinsamen Lagerkörper gelagert ist.
-
Die Erfindung besteht demgegenüber darin, daß die Steuerteile, z.
B. die Hubscheiben o. dgl., unmittelbar auf der parallel zur Bogenförderrichtung
verlaufenden Antriebswelle undrehbar, aber zusammen mit dem Tragkörper längs -verstellbar
angeordnet und derart geformt sind, daß die Bewegung der von ihnen angetriebenen.
und in der Bogenförderrichtung bewegten Teile entweder durch in axialer Richtung
erfolgendes Hin- und Herbewegen der Hubgestänge oder bei radialer Hubwirkung der
Steuerteile durch das Zwischenschalten entsprechender Gelenk- und Führungsteile
bewirkt wird.
-
Hierdurch wird gegenüber dem Bekannten ein besonderes Schraubenradgetriebe
und eine besondere quer zur Antriebswelle sich erstreckende Welle erspart, so daß
die Zahl der Bauteile vermindert, die Bauform des Anlegers vereinfacht und die Formateinstellung
erleichtert wird.
-
Zur Steuerung einer Einzelvorrichtung, nämlich des an der Bogenhinterkante
angreifenden Trennmittels allein ist -die längs ver= stellbare Anordnung eines Steuermittels
mit axial gerichteter Hubwirkung auf einer in der Zuführrichtung sich erstreckenden
Antriebswelle schon bekannt.
-
Die Zeichnungen. erläutern ein Ausführungsbeispiel einer Bogenzuführvorrichtung
gemäß der Erfindung.
-
Abb. z. ist eine Ansicht der Trenn- und Fördervorrichtung, in welcher
zum besseren
Verständnis der Bewegungsmechanismus zier Trenn- und
Fördermittel nicht dargestellt ist bzw. nur verschiedene Stellungen dieser Mittel
angedeutet sind: Die Bewegungsbahnen der mit den Bo ei' in Berührung kommenden Organe
sind strrb.. punktiert angedeutet.
-
Abb.2 bis 7 sind von der gleichen Seite gesehene Ansichten der in
Abb. i weggelassenen Teile, und zwar erläutern Abb. a die Mechanismen für die Trenndüsen
und für die Luftsteuerung, Abb.3 bis 5 verschiedene Stellungen des in Abb. 2 gezeigten
Trenndüsenmechanismus und der Steuerkurve, Abb.6 den Bogenfegthalter und Stapelhöhentaster
reit den zugehörigen Teilen und Abb. 7 den Mechanismus der Förderdüsen. Auf einer
Tragwelle i und einer Triebwelle 2 ist in der Richtung des Bogenlauf einstellbar
der Körper der Bogentrenn- und -fördervorrichtung 3 angeordnet. Zwischen den Lagerstellen
q., 5 der Keilnutwelle 2 ist der Kurvenkörper,6 gabelartig geführt, so daß eine
axiale Bewegung desselben gegenüber dem Gehäuse 3 verhindert wird, während ein Keil
7 die Mitdrehung des Kurvenkörpers 6 mit der Welle 2 bewirkt. Der Kurvenkörper 6
trägt vier Rollenlaufbahnen, von denen sich drei in axialer und eine in radialer
Richtung erstrecken. Die radiale Laufbahn 8 betätigt die Auf- und Abbewegung sowie
die Kippung der Trenndüsen 12. Die Laufbahn 9 bewegt den Bogenfesthalter und Stapelhöhentaster
13, die Laufbahn io, die Förderdüsen 14. Die Laufbahn ii ist für die Luftsteuerung
bestimmt. Sie ist auf kleinerem Umfänge untergebracht als die Bahn zo, um Platz
für die auf i-o laufende Rolle 15 zu lassen.
-
Die Bewegungsübertragung von den Rollenbahnen 8 und i i auf die Düsen
12 bzw. auf das Ventil. ist aus Abb.2 ersichtlich. An einem fest am Gehäuse angeordneten
Läger 16 ist mittels Bolzens 17 ein Rollenhebel i8 angelenkt, der die Rollen i9
und 2o trägt: Die Rolle i9 übernimmt die Bewegung von der Laufbahn 8, die Rolle
2o gibt sie weiter an den Flachschieber 21. Eine nicht dargestellte Feder zieht
die Rolle i9 gegen die Laufbahn B. Der Schieber 21 ist zwischen dem Gehäuse 3 und
Deckschienen 22 geführt. Er trägt am unteren Ende drei Bolzen 23, 24, 25. Bei 23
und 24 sind die Hebel 26 und 27 gelagert, die gemeinsam den Verbindungshebel
28 tragen. Der Hebel 28 ist fest bzw. einstellbar auf das Saugrahr 2.9 aufgeklemmt,
das zugleich den Gelenkbolzen zwischen Hebel 28 und 27 bildet. Auf dem Saugrohr
29 sind zwei oder mehrere Saugdüsen -1a befestigt. Ferner- ist eine Schlauchtülle
3o drehbar auf einer durchbrochenen Stelle des RohreS 29 gelagert und ein elastischer
Schlauch 31 stellt die Saugluftverbindung zwischen dem Ventilkörper 32 und
den Düsen 1ä her.
-
'-15 i- der Auf- und Abbewegung des Schiebers wird eine am Hebel 27
angeordnete Rolle 3@ -n. n der Laufbahn einer Rollenführung 34 entlang bewegt. Sobald
die Rolle 33 bei der Abwärtsführung die Schrägbahn 35 erreicht, wird der Hebel 27
um den Bolzen 24 geschwenkt und dadurch die Abwärtsbewegung der Düse 12 aufgehalten
bei ungehinderter Weiterbewegung des Schiebers 21. Es entsteht dabei durch die geeignete
Wahl der Hebelarme eine Kippung der Düse 12 um die Düsenkante 36. Die Tiefststellung
des Schiebers 21 entspricht der in Abb. 3 gezeigten Düsenstellung. Bei der anschließend
erfolgenden Abwärtsbewegung des Schiebers behält die Düse die gekippte Lage bei,
bis die Rolle 33 die Schrägbahn 37 der Rollenführung 34 erreicht und den Hebel 27
zurückschwenkt. Da die Rolle 33 nur einseitig an der Rollenbahn 34 anläuft, besitzen
die Hebel 26, 27, 28 eine freie Beweglichkeit: Um nun unbeabsichtigte Bewegungen
auszuschalten, ist das Gelenk 24 durch den Druck einer Rolle 38 gegen eine Laufbahn
39 des Hebels 27 gebremst. Die Rolle 38 befindet sich an einem Winkelhebel 4o; der
in 25 am Schieber 21 angelenkt ist und unter dem Zug einer am Schieber befindlichen
Feder 41 steht. Die Laufbahn 39 kann kreisförmig um den Punkt 24 verlaufen, sie
kann aber auch mit rastartigen Vertiefungen versehen sein und beispielsweise, wie
gezeichnet, in bezug auf den Punkt 24 im Abstand abnehmen, so daß durch die Rolle
38 ein Drehmoment auf den Hebel 27 ausgeübt wird, sobald dieser das kreisiörmige
Stück der Laufbahn verlassen hat.
-
Die Rollenbahn 34 ist in der Richtung senkrecht zur Stapelebene verstellbar
mittels einer Spindel 42; die in der am Gehäuse 3 befestigten Führung 43 durch die
Stellmutter q4. aufwärts und abwärts geschraubt werden kann. Als untere seitliche
Führung dient dabei der im Gehäuse feste Bolzen 45. Den Einfluß einer solchen Verstellung
der Rollenführung zeigt die Abb. 5. In Abb. 2 bis 5 ist der Gesamtweg des Schiebers
21 durch die Linie 46 angedeutet. Eine Marke 47 am Schieber 21 zeigt die jeweilige
Stellung des Schiebers an. Abb. 3 und 5 haben also die gleiche Schieberstellung;
die Stellung der Rollenbahn 34 ist dagegen, wie aus der Lage des Bolzens 45 ersichtlich
ist, verschieden. Dieser Unterschied hat zur Folge; daß die Rolle 33 die Schrägbahn
35 bei tiefgestellter Rollenführung 34 bei der Abwärtsbewegung später erreicht,
so daß die Kippung weiter unten einsetzt und entsprechend geringer ist als bei Abb.
3. Die Kippkante 36 der Düse
liegt also bei geringer Kippung näher
an der vom Taster 13 bestimmten Stapelebene, als bei starker Kippung; so daß durch
die Verstellung der Mutter 44 gleichzeitig Kippung und Kippebene eingestellt werden.
-
Aus Abb. 2 ist ferner die Steuerung der Saugluft ersichtlich. An der
Rollenbahn 1i läuft die Rolle 48 des Hebels 49 unter der Kraft der Feder 50. Mittels
der Zugstange 5 i wird der Hebel 52- bewegt, der auf dem Saugluftleitungsrohr 53
befestigt ist und dieses bei seiner Bewegung somit im Ventil 32
dreht, das
am Gehäuse 3 festsitzt. Bei dieser Bewegung wird ein Schlitz 54. des Rohres 53 einmal
mit der Trenndüsenleitung 55 und einmal mit der Förderdüsenleitung 56 verbunden.
Nach außen offene Kanäle 57 verbinden die jeweils von der Saugluft abgeriegelte
Leitung mit der Außenluft.
-
Aus Abb. 6 ist der Bewegungsmechanismus des Stapelhöhentasters ersichtlich,
der zugleich als Bogenfesthalter dient. Die Rollenbahn 9 bewegt entgegen der Feder
58 den mit -der Rolle 59 versehenen Hebel 6o um den Festpunkt 61. Eine Druckstange
62 überträgt die Bewegung auf einen Arm 63 der Schwinge 64 eines Gelenkvierecks,
das eine zweite Schwinge 65 und einen Koppelhebel 66 besitzt. Am Koppelhebel 66-
befindet sich der Tasterfuß 67, der die in Abb. 6 gezeigte Bewegungsbahn beschreibt.
An der Schwinge 65 ist ein Arm 68 angeordnet, der ein an sich bekanntes Stapeltransportventil
steuert. In der Stellung der Abb. 6 ist der Ventilkegel 69 angehoben, so daß die
Saugleitung mit der zur Transportsteuerung führenden Leitung 71
in Verbindung
tritt und eine Stapelaufwärtsbewegung bewirkt.
-
Die Förderdüsenbewegung ist in Abb. 7 gezeigt. Die Rollenbahn io bewegt
gegen die Feder 72 den mit der Rolle 15 versehenen Hebel 73. Dieser ist,
ebenso wie zwei aus Rohr gebildete Hebel 74, auf ein Rohr aufgeklemmt. In den beiden
Hebeln 74 ist ein Rohr 76 gelagert, auf das zwei Rohrhebel 77 und ein Lenkhebel
78 aufgeklemmt sind. Die Führung des Lenkhebels 78 übernimmt ein Schwinghebel 79,
der an dem am Gehäuse 3 gelagerten Träger 8o angelenkt'ist. Die Düsen 14 an den
Hebeln 77 können als Teile einer Koppel aufgefaßt werden, die aus den Hebeln 77
und 78 und dem Rohr 76 gebildet wird und mit den Schwingen 79 und 74 gemeinsam
ein Gelenkviereck darstellt. Die Kante der Düse 1d beschreibt dabei die in Abb.
7 gezeigte Koppelkurve.
-
Zum Vorlockern des Stapels 81 und zum Trennen des Bogens .vom Stapel
dienen die in Abb. i dargestellten Bläser 83 und 82, die in einem am Gehäuse 3 festen
Lagerarm 84 so angeordnet sind, daß sie durch Verschieben nach oben ausweichen können,
wenn dies besonderer Umstände halber erforderlich ist. Die Begrenzung der Bewegungsmöglichkeit
nach unten bildet. der Klemmkloben 85, der die beiden Bläserrohre 82 und 83 umfaßt.