DE690835C - Verfahren zur Herstellung von luftdurchlaessigen, lostwiderstandsfaehigen Geweben - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von luftdurchlaessigen, lostwiderstandsfaehigen GewebenInfo
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Classifications
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- D—TEXTILES; PAPER
- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06M—TREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
- D06M15/00—Treating fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made from such materials, with macromolecular compounds; Such treatment combined with mechanical treatment
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Description
- Verfahren zur Herstellung von luftdurchlässigen, lostwiderstandsfähigen Geweben Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Hierstellung von luftdurchlässigen, für Dichlordiäthylsulfid (Lost, Yperit, Gelbkreuz) jedoch ündurchläss@gen Geweben,. in denen Zellen: vorgesehen sind, von denen einige durch Acetyloellulose abgeschlossen worden. sind, während die übrigen Zickzackförmmg verlaufende, möglichst lange Lind schräg liegende Kanäle bilden deren Wände mit Stoffen überzogen worden sind, die auf Dichlordiäthyl@suafid zersetzend einwirken.
- Erfindungsgemäß wird :ei Dickstoffgewebe, das im wesentlichen aus Wolle besteht, webtechnisch so heilgestellt, daß möglichst schräg verlaufende Zellen durch Einweben einer Anzahl. unigebundener Schußfäden aus Aeeitatkunstseide entstehen, die ziakzackfönmig verlaufen. Hierauf läßt man auf die fertigen Gewebe zuexsit kurze Zeit Qwellmittel für Acetylcelluloseeinwirken, schleudert das Gut und schließt eine Behandlung mit wäßrigen Dispersionen von Albumin, Leinöl und Paraffin unter Zusatz von Metalloxyden, wie Eisenoxyd, an, wonach der Stoff getrocknet, anschließend gedämpft und dann längere Zeit der Luft ausgesetzt wird. -Durch die Anordnung langer Kanäle in denk Gewebe nach dex Erfindung muß das eindringende Dichlordiäthylsulfid ,einen mög-.-.lichsit langen Weg zurücklegen, um das Ge---w:ebe zu durchdringen. Auf diesem, langen Weg kommt das I-ampfmittel mit den *Stoffen in Berührung, die !es fast vollständig zersetzen. Durch die Kanäle kann andemerseits Luft ungehindert ein-oder austreten.
- Auf der Zeichnung ist als Ausführungsbeispiel ein Schnitt durch das Gewebe wiedergegeben. .
- Durch Kettenfäden z und Schußfäden 2 aus Wolle wird ein Gewebe Hergestellt, das mehrere Zellen aufweist. In den auf der Zeichnung schraffierten Zellen sind Schußfäden 3 aufs Acetyloellulose vorgesehen. In denn Gewebe können auch einige der S.chußfäden q., nämlich' die auf der Zeichnung durch einen Punkt wiedergegebenen, aus Aoetylcellulos,e bestehen. Das Gewebe wird sodann bei q.0° C 2 Minuten lang mit einer yväßrigen Lösung von Aceton oder ähnlichen Quellmitteln für Acetyloellul os,e (i :2) behandelt, , durch )die die Aoetylcellulosefädenerweicht weiden, darauf in .einer Schleudermaschine geschleudert und :schließlich mit Wasser gespült und abgequetscht. In den von Acetyloellulose freien Zellen können. noch ungebundene Schußfäden 5 aus Wolle vorgesehen sein. Diesefre%en Zellen bilden, wie sich aus der Zeichnung klar ergibt, zickzackförmig; schräg firn Gewebe verlaufende, lange Kanäle.
- Das Gewebe wird sodann mit einer Emu1-sion aus zoo Teilen Albuminlösung (i : i), i Teil Eisenoxyd, i 5o Teilen Paraffin, i 5o Teilen Leinöl und 499 Teilen Waise behandelt und abgequetscht, worauf es noch ein oder ,mehrere Male imprägniert und abgequetscht werden kann. Nach dein. Entwässern wird dass Gewebe getrocknet und i o Minuten lang feucht gedämpft. Hierauf wird es bei. 40°C einige Tage zum teilweisen Oxydieren des Leinöls der Luft ausgesetzt.
- Die das Dichlordiäthylsulfid vernichtenden Stoffe werden sich hauptsächlich an den Schußfäden 5 absetzen; an denen das erstere vorbeistreichen muß.
- Das Gewebe dient hauptsächlich zur Hers,tellung von Bekleidungsstücken, um den Körper des Trägers von dein. vernichtenden Einfiwß der Kampfstoffe zu schützen, die im Gaskrieg Verwendung finden. Dichlordiäthylsulfid dringt durch die bekannten Textilgewebe hindurch, jedoch nicht z. B. durch Cellulosefilme. Letztere eignen sich jedoch deshalb nicht zur Herstellung von Bekleidungs-und Ausrüstungsstücken, weil sie luftundurchlässig sind.
- Exändungsgemäß wird ferner oder Vorteil .erreicht, daß alle Teile des Gewebes dem Gasschutz dienen und nicht nurr etwa die Oberfläche. Der lange Weg, den das DichlordiäthyIsulfid durch den Zickzackverlauf der Kanäle in dem Gewebe zurücklegen muß, bietet die größte Sicherheit für die Zersetzung der Kampfstoffe.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von luftdurchlässigen, lostwiderstandsfähigen Geweben, dadurch gekennzeichnet, daß man Dickgewebe, im wesentlichen aus Wolle, mit schräg verlaufenden: Zellen unter Einweben einer Anzahl ungebundener Schußfäden in zickzackförmig verlaufenden Zellen aus Acetatkunstseide herstellt, auf die fertigen Gewebe zuerst kurze Zeit Quellmittel für Aoetylcellu@lase einwirken läßt, das Gut schleudert, dann finit wäßrigen Dispersionen vin Albumin, Leinöl und Paraffin unter Zusatz von Metalloxyden, wie Eisenoxyd, behandelt und hierauf trocknet, dämpft und längere Zeit der Luft aussetzt.
Priority Applications (1)
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Applications Claiming Priority (1)
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