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Vorrichtung zum selbsttätigen Ein- und Ausschalten eines Rundfunkempfängers
Einrichtungen an Rundfunkempfängern, die selbsttätig: ein- und ausschalten, sind
bereits bekannt.
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Derartige Einrichtungen bestehen aus einer Uhr, auf deren Zifferblatt
eine größere Anzahl von Schaltstiften in entsprechende Bohrungen eingeschraubt werden,
so daß der Empfangsapparat an den Stellen, an denen der Stift jeweils eingeschraubt
wurde, selbsttätig ein- oder ausgeschaltet wird.
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Da das Einschrauben der erwähnten Stifte jedoch zeitraubend und umständlich
ist, wurden diese Apparate dadurch verbessert, daß man an Stelle der Schaltstifte
einen Skalenring auf dem Zifferblatt anbrachte, der mit einem Einstellpfeil versehen
ist. Der Skalenring ist ferner mit einem Druckstift zum Einschalten und einem solchen
zum Ausschalten ausgestattet.
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Beim Einstellen wird. der Pfeil auf die gewünschte Zeit gedreht und
dann an dieser Stelle der Einschaltknopf bzw. -stift niedergedrückt: Hierdurch wird
einer der in der Uhr angebrachten 72 Reiter umgelegt, der zu gegebener Zeit den
-Schaltmechanismus betätigt. Wie bereits bemerkt, ist die Schalteinrichtung mit
72 Reitern versehen, so daß die Uhr, auf 12 Stunden verteilt, alle zo Minuten schaltet.
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Ein- und Ausschaltungen folgen abwechselnd aufeinander. Durch den
erwähnten zweiten Druckstift am Skalenring kann der jeweilig eingeschaltete Reiter
wieder ausgeschaltet werden. Dieser verbesserte Schaltapparat ist jedoch, so gut
er auch ist, infolge der vielen im Uhrwerk angebrachten Reiter in Verbindung mit
dem mit zwei Schaltstiften versehenen Skalenring äußerst empfindlich und vor allem
mit hohen Fertigungskosten verknüpft. Allein die 72 Reiter in Präzisionsausführung
und deren genaue Montage im Uhrwerk erfordern einen hohen Fertigungswert.
Durch
eine geringfügige Hemmung einer der Reiter kann ferner schon eine Betriebsstörung
entstehen. Der wesentlichste Nachteil dieser Einrichtung besteht jedoch darin, daß
das Schaltwerk nur in Zeitabständen von io zu io Minuten schaltet. Die Zwischenzeiten,
in welchem gerade eine Sendung gewünscht werden könnte, sind nicht einschaltbar.
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Anders ist dies bei der Schalteinrichtung nach der Erfindung: Sie
besteht aus nur wenigen Teilen, an deren Genauigkeit keine hohen Anforderungen gestellt
werden. Sie ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß auf der Vorderseite
des Uhrwerksgehäuses zwei Scheiben um die Zeigerachse drehbar angeordnet sind. Von
diesen besteht die außenliegende Scheibe aus Isolierstoff, und sie weist einen radial
verlaufenden Schlitz auf, durch den die ändere, aus Metall bestehende und radial
gespaltene Scheibe schraubenartig bewegbar ist. Um die Scheiben ist ein auf dem
Uhrwerksgehäuse isoliert befestigter Metallring angeordnet, über den das eine Ende
einer am Uhrzeiger isoliert angebrachten, den Stromkreis schließenden Kontaktfeder
schleift, deren anderes Ende auf der Isolierscheibe und auf dem von ihr freigegebenen
Kreissektor der Metallscheibe schleift. Durch Drehen der Isolierscheibe ist der
Einschaltpunkt und durch Ändern der Größe des Kreissektors der Metallscheibe der
Ausschaltzeitpunkt mittels auf der Rückseite des Uhrwerkes befindlicher Einstellorgane
einstellbar.
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In der Einfachheit dieser Einrichtung, die aus nur zwei gestanzten
Scheiben, einem Metallschleifring, einer Kontaktfeder und einigen Isolierbuchsen
besteht und keinerlei Teile von mechanischer Feinheit aufweist, liegt ein wesentlicher
technischer Fortschritt gegenüber dem Bekannten. Hiermit sind äußerst geringe Fertigungskosten,
vor allem jedoch höchste Betriebssicherheit gewährleistet.
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Ein zweiter technischer Fortschritt liegt darin, daß jede beliebige
Rundfunksendung in einfachster Weise durch das Verdrehen der Scheiben genau auf
Sendungsbeginn und Ende eingestellt werden kann.
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Besonders wichtig ist es; daß diese Einrichtung an jede Stand=, Wand-,
Tisch- oder Weckeruhr leicht anzubringen ist.
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Auf der Zeichnung ist die Schalteinrichtung nach der Erfindung schematisch
veranschaulicht.
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Abb. i ist die Ansicht und Abb.2 der Grundriß derselben. Abb. 3 und
4 zeigen die einzelnen Steuerscheiben, während Abb.5 bis 8 einige Einstellbeispiele
veranschaulichen.
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Die Zeitauslösung besteht aus einer für diesen Sonderzweck eingerichteten
Uhr, die in oder außerhalb desEmpfängers angebracht sein kann und durch Leitungsdrähte
mit dem Empfänger in Verbindung steht.
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An einer Uhr 3 (Abb. z und a) mit Zifferblatt i o; Zeiger q. und Zeigerachse
ii ist um die Zeigerachse lose, mit entsprechendem Abstand isoliert, eine Lagerbüchse
12 zur Aufnahme der Steuerscheiben am Zifferblatt befestigt. Auf dieser Buchse sind
die beiden Steuerscheiben i und 2 mit Zwischenscheibe 13 drehbar gelagert. Sie können
nach ihrer Einstellung durch eine Übermutter 15 festgeklemmt werden. Von den Steuerscheiben
ist die vorn hinter dem Uhrzeiger gelagerte Scheibe i (Abb. 3) aus Zelluloid oder
einem sonst geeigneten Isolierstoff hergestellt, mit Zeiger 6, Lagerloch 16 und
Durchgangsschlitz 8 für die radial gespaltene Scheibe z versehen. Die Scheibe 2
(Abb: 4) ist aus Metall hergestellt; sie besitzt gleichfalls eine mittlere Lagerbohrung
17, einen Zeiger 7 und außerdem einen Spaltschlitz 9, der bis zum Zeiger 7 durchläuft,
so daß sich diese Scheibe als Kreisringläche schraubenartig durch den Schlitz 8
der Scheibe i hindurch bewegen kann.
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An der Rückseite des Uhrzeigers ist, dem Zifferblatte zugekehrt, ein
Kontaktstift 5 vorgesehen, der eine Schleifkontaktfeder i8 trägt. ! Diese radial
zum Zifferblatt am Uhrzeiger isoliert befestigte Feder schleift mit dem der Zeigerachse
zugekehrten Ende i 9 über die Steuerscheiben i und 2 und mit dem nach außen zeigenden
Ende 2o über einen auf dem Zifferblatte befestigten, isoliert angebrachten Metallschleifring
2,1.
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Der Schleifring 2 1 und die Lagerbuchse 12 für die Steuerscheiben
sind mit elektrischen Leitungsdrähten der verschiedenen Pole versehen und mit dem
Empfänger verbunden.
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Soll die Einrichtung auf eine bestimmte Sendung eingestellt werden,
so wird wie folgt verfahren.
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Zunächst wird die Übermutter 15 leicht gelöst. Nun wird die Scheibe
i im Sinne des Uhrzeigers auf den Beginn der- Sendung, beispielsweise 4 Uhr, eingestellt.
Soll die Sendung beispielsweise 112 Stunden dauern; so wird der Zeiger 7 der Scheibe
,2 durch den Schlitz der Scheibe r hindurch auf 4 -1- 11/2 = 512 eingestellt und
beide Scheiben durch die Übermutter 15 festgeklemmt. Nach dieser Einstellung steht
der Zeiger 6 auf 4 Uhr und Zeiger 7 auf 51/2 Uhr, so daß ab 4. Uhr die Metallscheibe
2, über welche das Ende 2o der Kontaktfeder schleift, auf die Dauer von 11/2 Stunden
freigegeben ist. Sobald der Stundenzeiger mit der Kontaktfeder über diese Scheibenfläche
läuft, ist auf die Dauer von 11/2 Stunden von :a: bis 51/2 Uhr der Empfänger eingeschaltet.
In
gleicher Art kann jede beliebig gewünschte Sendung zu jeder beliebigen Zeit auf
Beginn und Ablauf der Sendung eingestellt werden, so daß die Sendung automatisch
beginnt und endet.
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In Abb. 5 ist beispielsweise bei der Uhrzeigerstellung io Uhr 3o Min.
eine Sendung eingestellt, die um 4Uhr beginnt und 5'/,Uhr endet.
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Abb. 6 zeigt das gleiche Beispiel,' in' welchem der Uhrzeiger bis
zum Anfang der Sendung fortgeschritten ist. Abb. 7 zeigt die Zeigerstellung genau
bei Beendigung der Sendung und Abb. 8 die Stellung i Stunde nach Beendigung der
Sendung.