HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Die vorliegende Erfindung betrifft eine
Druckwandler-Vorrichtung oder einen Druckverstärker (booster) entsprechend
dem Oberbegriff von Anspruch 1 zum Erhöhen des Drucks von ihr
bzw. ihm zugespeistem Arbeitsfluid zwecks Austragens des
letzteren mit einem höheren Druck. Eine solche Vorrichtung ist
z.B. aus der SU-A-1 488 596 bekannt.
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Eine herkömmliche Druckwandlervorrichtung zum Erhöhen des
Drucks eines ihr zugespeisten Arbeitsfluids zum Austragen des
letzteren mit einem höheren Druck ist z.B. in der
JP-Patentveröffentlichung (Kokoku) 62-21994 of fenbart.
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Diese bekannte Druckwandlervorrichtung umfaßt im
wesentlichen einen niederdruckseitigen Zylinder, einen
hochdruckseitigen Zylinder, der in Reihe mit den niederdruckseitigen
Zylinder angeordnet und mit ihm gekoppelt (joined) ist, einen
in den niederdruckseitigen Zylinder hin- und hergehend
eingesetzten niederdruckseitigen Kolben, einen in den
hochdruckseitigen Zylinder hin- und hergehend eingesetzten
hochdruckseitigen Kolben, ein an einem ruckseitigen Deckel vorgesehenes,
vorsteuerventilbetätigtes Richtungs (um) steuerventil zum
abwechselnden Zuspeisen von Arbeitsfluid zu vorderen und hinteren
Kammern des niederdruckseitigen Zylinders, ein Vorsteuerventil
zum Betätigen des Richtungssteuerventils und einen in einem
Raum, der in einer Kolbenstange geformt ist, vorgesehenen
Begrenzer zum Betätigen des Vorsteuerventils. Der
niederdruckseitige Kolben und der hochdruckseitige Kolben sind an der
Kolbenstange montiert.
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Da bei obiger Konstruktion der Begrenzer zum Betätigen des
Vorsteuerventils in der Kolbenstange aufgenommen ist, wird bzw.
ist der Durchmesser der Kolbenstange groß; dementsprechend sind
auch die Durchmesser von nieder- und hochdruckseitigem
Zylinder, welche die Kolbenstange hin- und herverschiebbar
aufnehmen, groß. Diese Druckwandlervorrichtung besitzt daher ziemlich
große Abmessungen.
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Die vergleichsweise große Druckwandlervorrichtung
unterliegt Einschränkungen bezüglich der Einbauart und benötigt
einen großen Einbauraum.
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Da sie ferner mit hin- und hergehenden Plungern oder
Tauchkolben auf jeweiligen gegenüberliegenden Seiten des durch
das Vorsteuerventil betätigten Richtungssteuerventils versehen
ist, kann diese Druckwandlervorrichtung in manchen Fällen nicht
in Betrieb gesetzt werden, wenn der Druck des Arbeitsfluids
beide Tauchkolben beaufschlagt.
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Eine andere Druckwandlervorrichtung nach dem Stand der
Technik ist aus der SU-A-1 488 596 bekannt. Bei dieser
bekannten Vorrichtung sind zwei sekundäre Zylinder koaxial auf
beiden Seiten eines primären Zylinders angeordnet, und sie
besitzen einen kleineren Innendurchmesser als der primäre
Zylinder. Ein Niederdruckseiten-Kolben mit einer vorderen und
einer hinteren Kolbenstange, die sich zu entgegengesetzten
Seiten erstrecken, ist axial verschiebbar im primären Zylinder
positioniert und unterteilt damit letzteren in eine vordere und
eine hintere Kammer. Jede der abstehenden Kolbenstangen reicht
in einen der die Hochdruckseite bildenden sekundären Zylinder
hinein und ist darin bei einer Axialverschiebung des
Niederdruckkolbens axial verschiebbar. Ein Umsteuerventil des
Zylinders wird durch zwei als Vorsteuerventile dienende Hilfsventile
betätigt und verbindet abwechselnd einen Einlaß, dem unter
Druck stehendes Arbeitsfluid zugespeist wird, mit den vorderen
und hinteren Kammern. Die Vorsteuerventile sind andererseits
auf gegenüberliegenden Seiten des primären Zylinders
positioniert und werden durch Schiebe- oder Schaltstangen betätigt,
die koaxial in den Ventilen angeordnet sind und in vordere bzw.
hintere Kammern des primären Zylinders hinein reichen.
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Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Schaf fung
einer Druckwandlervorrichtung, welche die Nachteile der
herkömml ichen Druckwandlervorrichtungen ausräumt, mit kleinen
Abmessungen ausgestaltet und in der Konstruktion vereinfacht
sein kann und gleichmäßig oder ungehindert in Betrieb setzbar
ist.
ABRISS DER ERFINDUNG
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Zusammenfassend ist Gegenstand dieser Erfindung eine
Druckwandlervorrichtung, umfassend einen primären Zylinder,
einen in Reihe mit dem primären Zylinder angeordneten
sekundären Zylinder mit einem Innendurchmesser, der kleiner ist als
derjenige des primären Zylinders, einen
Niederdruckseiten-Kolben mit einer vorderen Kolbenstange und einer hinteren
Kolbenstange, wobei der Niederdruckseiten-Kolben im primären
Zylinder axial (hin- und hergehend) verschiebbar angeordnet ist
und das Innere des primären Zylinders in eine vordere Kammer
(A) und eine hintere Kammer (B) unterteilt, einen am Vorderende
der vorderen Kolbenstange montierten Hochdruckseiten-Kolben,
der zusammen mit dem Niederdruckseiten-Kolben axial (hin- und
hergehend) verschiebbar im sekundären Zylinder angeordnet ist,
ein an einer Rückwand des primären Zylinders vorgesehenes
Richtungs(um)steuerventil zum abwechselnden Verbinden eines
Einlasses (P) mit der vorderen Kammer (A) und der hinteren
Kammer (B) des primären Zylinders, so daß ein Arbeitsdruckfluid
abwechselnd der vorderen Kammer (A) und der hinteren Kammer (B)
zuspeisbar ist, (und) ein in der Rückwand des primären
Zylinders vorgesehenes Vorsteuerventil zum Betätigen des
Richtungssteuerventils, wobei das Vorsteuerventil konzentrisch eine
Schaltstange, die das Vorsteuerventil zu betätigen vermag,
aufnimmt, wobei der Hochdruckseiten-Kolben das Innere des
sekundären Zylinders in eine vordere Kammer (C) und eine hintere
Kammer (D) unterteilt, von denen die hintere Kammer (D) mit
einer Hochdruck-Austragöffnung kommuniziert, ein
Rückschlagventil in einer Speiseleitung zum Zuspeisen eines Teils des vom
Richtungssteuerventil ausgetragenen Arbeitsfluids zur vorderen
Kammer (C) des sekundären Zylinders vorgesehen ist, ein
Rückschlagventil in einer Hochdruckseiten-Leitung, welche die
vordere Kammer (C) und die hintere Kammer (D) des sekundären
Zylinders verbindet, vorgesehen ist und die mit dem hinteren
Ende der hinteren Kolbenstange verbundene Schaltstange das
Vorsteuerventil entsprechend der (hin- und hergehenden)
Verschiebung der hinteren Kolbenstange, die sich hinter den
Niederdruckseiten-Kolben erstreckt, zu betätigen vermag.
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Die Druckwandlervorrichtung gemäß einer anderen
Ausführungsform dieser Erfindung ist auch dadurch gekennzeichnet, daß
an der einen Seite des Steuerschiebers des
Richtungssteuerventils eine den Steuerschieber in der einen Richtung
vorbelastende Feder und an der anderen Seite des Steuerschiebers ein
Tauchkolben, um den Steuerschieber bei Zuspeisung von
Arbeitsdruckfluid in die entgegengesetzte Richtung zu drücken,
vorgesehen sind.
KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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In den Zeichnungen zeigen:
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Fig. 1 und 2 Schnittansichten einer Druckwandlervorrichtung
gemäß der bevorzugten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung in verschiedenen Betriebsarten,
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Fig. 3 eine Draufsicht auf einen wesentlichen Teil der
Druckwandlervorrichtung nach den Fig.1 und 2, längs
der Linie I-I in Fig. 1 gesehen,
Fig. 4 einen Schnitt längs der Linie II-II in Fig. 3 und
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Fig. 5 und 6 schematische Darstellungen von Hydraulikkreisen
zum Betätigen der Druckwandlervorrichtung in
verschiedenen Betriebsarten.
GENAUE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORM
(Konstruktion)
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Eine Druckwandlervorrichtung gemäß einer bevorzugten
Ausführungsform der Erfindung ist nachstehend anhand der
beigefügten Zeichnung beschrieben.
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Gemäß den Fig. 1 und 2 ist ein sekundärer Zylinder (ein
Hochdruckseiten-Zylinder) 2 über eine Trennwand 3 koaxial mit
einem primären Zylinder (einem Niederdruckseiten-Zylinder) 1
verbunden. Der Innendurchmesser des sekundären Zylinders 2 ist
kleiner ausgebildet als der des primären Zylinders 1. Das
hintere Ende des primären Zylinders 1 ist durch eine hintere
Wand oder Rückwand 4 verschlossen.
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Innerhalb der Rückwand 4 an der hinteren Verlängerung des
primären Zylinders 1 ist ein Vorsteuerventil 5 vorgesehen; an
der Oberseite der Rückwand 4 ist ein vorsteuerventilbetätigtes
Richtungs(um)steuerventil 6 montiert, das durch das
Vorsteuerventil 5 gesteuert wird.
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In den primären Zylinder 1 ist ein
Niederdruckseiten-Kolben 7 hin- und hergehend verschiebbar so eingesetzt, daß er
im primären Zylinder 1 eine vordere Kammer A und eine hintere
Kammer B festlegt. Eine materialeinheitlich mit dem
Niederdruckseiten-Kolben 7 geformte Kolbenstange 8 erstreckt sich in
Vorwärtsrichtung. In den sekundären Zylinder 2 ist ein
Hochdruckseiten-Kolben 9 hin- und hergehend verschiebbar eingesetzt
und an der vorderen Kolbenstange 8 montiert.
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Das Innere des sekundären Zylinders 2 ist durch den
Hochdruckseiten-Kolben 9 in eine vordere Kammer C und eine hintere
Kammer D unterteilt.
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Eine materialeinheitlich mit dem Niederdruckseiten-Kolben
7 geformte hintere Kolbenstange 10 erstreckt sich vom
Niederdruckseiten-Kolben 7 rückwärts. In das hintere Ende der
hinteren Kolbenstange 10 ist koaxial zu dieser eine Schaltstange
11 eingeschraubt.
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Am hinteren Ende der Schaltstange 11 ist ein Flansch 12
angeformt. Auf der Schaltstange 11 ist ein mechanischer
(Steuer-)Schieber (spool) 13 so montiert, daß er axial
verschiebbar ist, wobei ein innerer Flansch 13-1 desselben mit der
hinteren End- oder Stirnfläche 10-1 der hinteren Kolbenstange
10 oder dem Flansch 12 der Schaltstange 12 (bzw. 11) in
Berührung steht. Ein den mechanischen (Steuer-)Schieber 13 darin
aufnehmendes (Steuer-)Schiebergehäuse 14 weist Ventilkammern a,
b, c und d auf.
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Die Schaltstange 11, der mechanische (Steuer-)Schieber 13
und das (Steuer-)Schiebergehäuse 14 stellen die Bauteile des
Vorsteuerventils 5 dar.
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Der mechanische (Steuer-)Schieber 13 ist in seinem
Außenumf ang mit einer Ringnut 15 versehen. Das hintere Ende des
Vorsteuerventils 5 ist mittels eines hinteren Stopfens 16
verschlossen.
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Der Hochdruckseiten-Kolben 9 ist längs seiner Achse mit
einem Hochdruckseiten-Durchgang 17 versehen. Am hinteren Ende
des Hochdruckseiten-Durchgangs 17 ist ein aus einer Kugel 18
und einer Feder 19 bestehendes Rückschlagventil 20 vorgesehen.
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Fig. 1 veranschaulicht außerdem einen Kugelstopper 21 zum
Stoppen bzw. Anhalten der Kugel 18 des Rückschlagventils 20,
einen die hintere Kammer D des sekundären Zylinders 2 mit dem
Hochdruckseiten-Durchgang 17 verbindenden Verbindungsdurchgang
22, einen die hintere Kammer D mit einem Hochdruckseiten-Auslaß
24 verbindenden Hochdruckseiten-Austragdurchgang 23 zum
Austragen des Hochdruckarbeitsfluids aus der hinteren Kammer D
über den Hochdruckseiten-Auslaß 24, ein innerhalb der oberen
Wand des sekundären Zylinders 2 vorgesehenes Rückschlagventil
25 und einen unter dem Rückschlagventil 25 verlaufenden
Durchgang 26 zum Zuspeisen des Arbeitsfluids zur vorderen Kammer C
des sekundären Zylinders 2.
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Das Rückschlagventil 25 umfaßt eine Kugel 27, eine Feder
28, einen Ventilsitz 29 und eine Kappe 30.
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Ein Speisedurchgang 31 ist durch die Umfangswand des
sekundären Zylinders 2, die Trennwand 3 und die Umfangswand des
primären Zylinders 1 (hinurch) und in der Rückwand 4 geformt,
um das Rückschlagventil 25 mit einem in der Rückwand 4
ausgebildeten Austragdurchgang 32 zu verbinden.
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Ein vorderer Speisedurchgang 33 ist durch die Trennwand 3
und die Umfangswand des primären Zylinders 1 (hindurch)
ausgebildet, um die vordere Kammer A des primären Zylinders l mit
dem Richtungssteuerventil 6 zu verbinden. Ein durch die
Rückwand 4 hindurch ausgebildeter hinterer Speisedurchgang 34 dient
zum Verbinden der hinteren Kammer B des primären Zylinders 1
mit dem Richtungssteuerventil 6.
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Das Richtungssteuerventil 6 weist einen gleitenden
Steuerschieber 35 auf, der materialeinheitlich mit Feldflächen 36 und
37 versehen ist.
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Der Steuerschieber 35 ist in ein Steuerschiebergehäuse 38
mit Ventilkammern e, f, g, h und i, die in dieser Reihenfolge
von links nach rechts angeordnet sind, eingesetzt.
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Eine im rechten Ende des Steuerschiebergehäuses 38
angeordnete Feder 39 bewirkt eine ständige Vorbelastung des
Steuerschiebers 35 nach links. Bei 40 ist ein Federsitz, bei 41 ein
Stopfen angedeutet.
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An der linken Seite des Steuerschiebers 35 ist ein Plunger
bzw. Tauchkolben 42 vorgesehen. Das Arbeitsfluid beaufschlagt
den Tauchkolben 42, um den Steuerschieber 35 nach rechts zu
drücken. Bei 43 ist ein Tauchkolben-Führungszylinders, bei 44
eine Tauchkolben-Betätigungskammer, bei 45 ein
Tauchkolbengehäuse und bei 46 ein Stopfen angedeutet. Die Ventilkammer e
des Richtungssteuerventils 6 ist über einen Durchgang E mit dem
Austragdurchgang 32 verbunden.
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Die Ventilkammer e mündet in einen Auslaß T. Die
Ventilkammer f ist über einen Durchgang F mit dem hinteren
Speisedurchgang 34 verbunden. Die Ventilkammer g ist über einen
Durchgang G mit der Ventilkammer c des Vorsteuerventils 5 und
auch mit einem Einlaß P zum Aufnehmen des Arbeitsfluids
verbunden.
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Gemäß den Fig. 1, 3 und 4 ist die Ventilkammer h über
einen Durchgang H mit dem vorderen Speisedurchgang 33
verbunden. Die Ventilkammer i ist mit dem Speisedurchgang 31 über
einen Durchgang J verbunden. Die Tauchkolben-Betätigungskammer
44 ist über einen Durchgang 47 sowie einen Durchgang 48 mit der
Ventilkammer b des Vorsteuerventils 5 verbunden. Die
Ventilkammer a des Vorsteuerventils 5 steht über einen Durchgang 49
und den Durchgang E mit dem Auslaß T in Verbindung.
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Gemäß den Fig. 1 und 2 ist der mechanische Steuer-Schieber
13 mit einer durchgehenden Bohrung 50 versehen.
Dichtungspackungen 51, 52, 53 und 54 sind jeweils in eine im Umfang des
Niederdruckseiten-Kolbens 7 ausgebildete Ringnut, eine im
Innenumf ang der Trennwand 3 ausgebildete Ringnut, eine im
Umfang des hinteren Endes der Trennwand 3 geformte Ringnut bzw.
eine im Außenumf ang des Hochdruckseiten-Kolbens 9 geformte
Ringnut eingesetzt.
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In die Bohrung des Hochdruckseiten-Kolbens 9 ist ein
rohrförmiger Ventilsitz 55 eingepaßt.
(Betriebsart)
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Die Art und Weise der Betätigung der erfindungsgemäßen
Druckwandlervorrichtung ist nachstehend anhand der Fig. 5 und
6, welche den Hydraulikkreis der Druckwandlervorrichtung
veranschaulichen, sowie anhand der Fig. 1 und 2 beschrieben.
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Wenn der Niederdruckseiten-Kolben 7 und der mit diesem
verbundene Hochdruckseiten-Kolben 9 gemäß den Fig. 2 und 5
rückwärts (gemäß den Fig. 1 und 2 nach links) verschoben
werden, kommt das hintere Ende 10-1 der hinteren Kolbenstange
10 in Berührung oder Anlage mit dem inneren Flansch 13-1 des
mechanischen Schiebers 13, um letzteren rückwärts zu
verschieben.
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Infolgedessen werden die Ventilkammern b und c des
Vorsteuerventils 5 voneinander getrennt, so daß sie die Stellung
gemäß Fig. 6 einnehmen.
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In diesem Zustand kann das über den Einlaß P in das
Richtungssteuerventil 6 eingespeiste Arbeitsfluid nicht über
die Ventilkammer c hinausströmen, und der Steuerschieber 35
wird durch die Feder 39 in Rückwärtsrichtung gedrückt (vgl.
Fig. 1 und 6).
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Das über den Einlaß P zugespeiste Arbeitsfluid strömt
somit über die Ventilkammern g und f, den Durchgang F und den
hinteren Speisedurchgang 34 in die hintere Kammer B des
primären Zylinders 1.
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Infolgedessen wird der Niederdruckseiten-Kolben 7 durch
das Arbeitsfluid vorwärts (gemäß den Fig. 1 und 2 nach rechts)
gedrückt. Die in Vorwärtsrichtung auf den
Niederdruckseiten-Kolben P (bzw. 7) wirkende axiale Kraft W&sub1; läßt sich ausdrücken
zu:
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W&sub1; = (Q&sub1; - Q&sub2;) x P&sub1;
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Darin bedeuten: Q&sub1; = Querschnittsfläche des Niederdruckseiten-
Kolbens 7; Q&sub2; = Querschnittsfläche der hinteren Kolbenstange
10; und P&sub1; = Druck des Arbeitsfluids.
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Der Hochdruckseiten-Kolben 9 wird somit durch die axiale
Kraft W&sub1; im sekundären Zylinder 2 vorwärts verschoben, um einen
Druck auf das die vordere Kammer C füllende Arbeitsfluid
auszuüben, so daß demzufolge der Druck des Arbeitsfluids erhöht
wird. Der Austragdruck P&sub2; des aus dem sekundären Zylinder 2
ausgetragenen Arbeitsfluids läßt sich ausdrücken zu:
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P&sub2; = W&sub1; / Q&sub4;
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Darin bedeutet: Q&sub4; = Querschnittsfläche des Hochdruckseiten-
Kolbens 9.
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Das Hochdruckarbeitsfluid strömt durch den
Hochdruckseiten-Durchgang 17, das Rückschlagventil 20, die hintere
Kammer D und den Hochdruckseiten-Austragdurchgang 23 und wird
über den Hochdruckseiten-Auslaß 24 ausgetragen.
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Während sich der Niederdruckseiten-Kolben 7 in
Vorwärtsrichtung verschiebt, wird die mit der hinteren Kolbenstange 10
verbundene Schaltstange 11 allmählich in Vorwärtsrichtung
verschoben, so daß der mechanische Schieber 13 vorwärts verschoben
wird, wobei der Flansch 12 der Steuer- bzw. Schaltstange 11 am
hinteren Ende 13-2 des inneren Flansches 13-1 anliegt.
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Infolgedessen wird der Zustand des Vorsteuerventils 5 zur
Einnahme einer in Fig. 5 gezeigten Stellung umgeschaltet, 59
daß die Ventilkammern b und c miteinander kommunizieren können.
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Sodann strömt das Arbeitsfluid über den Durchgang G, das
Vorsteuerventil 5 und den Durchgang 48 in die
Tauchkolben-Betätigungskammer 44.
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Das Arbeitsfluid drängt dabei den Tauchkolben 42 gegen die
Elastizitätskraft der Feder 39 nach rechts, um den
Steuerschieber 35 nach rechts zu verschieben, so daß das
Richtungssteuerventil 6 in einen in Fig. 2 gezeigten Zustand
gebracht wird. Sodann strömt das Arbeitsfluid über den vorderen
Speisedurchgang 33 in die vordere Kammer A des primären
Zylinders 1, so daß der Niederdruckseiten-Kolben 7 rückwärts bzw. in
Rückwärtsrichtung verschoben wird.
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Infolgedessen wird das die hintere Kammer B des primären
Zylinders 1 füllende Arbeitsfluid über den hinteren
Speisedurchgang 34 und die Ventilkammer f des Richtungssteuerventils
6 zur Ventilkammer c zurückgeführt.
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Zwischenzeitlich drückt das Arbeitsfluid im sekundären
Zylinder 2 das Rückschlagventil 25 in die Offenstellung, und es
strömt in die vordere Kammer C ein, so daß demzufolge das in
der hinteren Kammer D vorhandene Arbeitsfluid durch den
Hochdruckseiten-Kolben 9 zusammengedrückt bzw. mit Druck
beaufschlagt wird. Die den Hochdruckseiten-Kolben 9 rückwärts
drängende Kraft W&sub2; läßt sich ausdrücken zu:
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W&sub2; = (Q&sub1; - Q&sub3;) x P&sub1;
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Darin bedeuten: Q&sub1; = Querschnittsfläche des Niederdruckseiten-
Kolbens 7; Q&sub3; = Querschnittsfläche der vorderen Kolbenstange 8;
und P&sub1; = Druck des Arbeitsfluids.
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Der Hochdruckseiten-Kolben 9 wird demzufolge durch die
Kraft W&sub2; im sekundären Zylinder 2 rückwärts verschoben, so daß
durch den Hochdruckseiten-Kolben 9 ein Druck auf das in der
hinteren Kammer D befindliche Arbeitsfluid ausgeübt wird. Der
Austragdruck P&sub3; des aus dem sekundären Zylinder 2 ausgetragenen
(oder auch ausgetriebenen) Arbeitsfluids läßt sich ausdrücken
zu:
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P&sub3; = W&sub2; / (Q&sub4; - Q&sub3;)
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Darin bedeuten: Q&sub4; = Querschnittsfläche des
Hochdruckseiten-Kolbens 9; Q&sub3; = Querschnittsfläche der vorderen Kolbenstange 8;
und W&sub2; = die den Hochdruckseiten-Kolben 9 rückwärts drängende
Kraft.
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Das Hochdruckarbeitsfluid durchströmt den Hochdruckseiten-
Austragdurchgang 23 und wird über den Hochdruckseiten-Auslaß 24
ausgetragen.
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Der Niederdruckseiten-Kolben 7 und der Hochdruckseiten-
Kolben 9, die einstückig miteinander verbunden sind,
wiederholen somit ihre jeweilige Hin- und Herbewegung im primären
Zylinder 1 bzw. im sekundären Zylinder 2, so daß das
Hochdruckarbeitsfluid kontinuierlich über den Hochdruckseiten-Auslaß 24
ausgetragen (oder ausgetrieben) wird.
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Die vorstehend beschriebene Druckwandlervorrichtung gemäß
dieser Erfindung bietet die folgenden Vorteile:
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(a) Bei der beschriebenen Druckwandlervorrichtung gemäß
dieser Erfindung ist die Scha1tstange zur Betätigung des
Vorsteuerventils konzentrisch im Vorsteuerventil untergebracht.
Aufgrund dieser Ausgestaltung kann die hintere Kolbenstange mit
einem kleinen Durchmesser ausgebildet sein, so daß sowohl der
primäre Zylinder als auch der sekundäre Zylinder mit kleinen
Abmessungen ausgeführt sein können und demzufolge die
Druckwandlervorrichtung insgesamt mit kleinen Abmessungen
konstruiert sein kann. Die vergleichsweise kleine
Druckwandlervorrichtung erleichtert somit die Wahl eines Einbauraums dafür und
vereinfacht auch ihren Einbau.
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(b) Da weiterhin der Steuerschieber des Richtungs(um)-
steuerventils durch die an der einen Seite des Steuerschiebers
vorgesehene Feder ständig in der einen Richtung vorbelastet
ist, während der Tauchkolben an der anderen Seite des
Steuerschiebers vorgesehen ist, kann das Richtungssteuerventil
lediglich durch Zuspeisung des Arbeitsfluids zum Steuern des
Tauchkolbens gesteuert werden, wodurch die Konstruktion des
Richtungssteuerventils und die Zerspanungsvorgänge zur
Ausbildung der Durchgänge im Richtungssteuerventil vereinfacht
werden, die Steuerung des Richtungssteuerventils begünstigt
wird und zudem zuverlässiger Betrieb des Richtungssteuerventils
gewährleistet wird.
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(c) Darüber hinaus führt die an der einen Seite des
Steuerschiebers des Richtungssteuerventils vorgesehene Feder
den Steuerschieber beim Anhalten oder Abschalten der
Druckwandlervorrichtung in seine Ausgangsstellung zurück, so daß die
Druckwandlervorrichtung gleichmäßig bzw. ungehindert in Betrieb
gesetzt werden kann.