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Die vorliegende Erfindung betrifft eine Rollblendeneinheit
für ein Fenster oder dergleichen.
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Eine Rollblendeneinheit des Typs mit automatischer
Aufwicklung ist beispielsweise aus der US-A-4 345 636 bekannt, bei
welcher dann, wenn das Blendenelement von der Rolle gezogen
wird, Torsionsenergie in einer in einer Rollenhülse
befestigten Spiralfeder gespeichert wird, um das nachfolgende
Wiederaufwickeln des Blendenelements auf der Rolle zu erleichtern.
Das Blendenelement kann ein Vorhang, eine Jalousie, ein
leichtgewichtiger Fensterladen oder ein Projektionsschirm
von der Rollenhülse sein.
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Bei diesen herkörnmlichen Rollblendeneinheiten ist ein Ende
der Spiralfeder am Inneren der an dem Blendenelement
angebrachten Rollenhülse befestigt und ihr anderes Ende ist mit
einem Lagerschalenelement verbunden, das mit der Rollenhülse
drehbar ist, so daß die Spiralfeder ihre Torsionskraft
speichert, wenn das Blendenelement herausgezogen und ausgebreitet
wird, und das Blendenelement durch Freisetzen der
Torsionskraft der Spiralfeder auf die Rollenhülse aufgerollt wird. Es
ist bei diesen Rollblendeneinheiten ferner möglich, die
Rollenhülse in einer beliebigen Stellung anzuhalten.
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Das Herausziehen/Ausbreiten und Aufwickeln/Aufnehmen des
Blendenelements und dessen Anhalten in einer gewünschten
Stellung werden durch einen Kupplungsmechanismus erzielt,
der an der Rollblendeneinheit vorgesehen ist.
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Die herkömmlich bekannten Kupplungsmechanismen umfassen
beispielsweise einen des Ratschen-Typs, bei welchem die Kupplung
durch den Zentrifugaleffekt freigegeben wird, der sich aus
einer Drehbewegung während des Herausziehens und Aufwickelns
des Blendenelements ergibt, wohingegen während des Anhaltens
eine von einem Rotorelement getragene Eingriffsklinke mit dem
an einem Statorelement vorgesehenen Verzahnungsabschnitt in
Eingriff gebracht wird, um ein schwerkraftbedingtes
Nachunten-Fallen zu bewirken, wobei das Statorelement drehbar mit
dem Rotorelement in Eingriff ist. Die herkömmlich bekannten
Kupplungsmechanismen umfassen ferner beispielsweise einen des
Kugel-Typs, bei welchem eine Leistungsrolle oder eine
Leistungskugel, welche derart belastet wird, daß sie zwischen
die Innen- und Außenumfangsflächen eines Statorelements und
eines Rotorelements gelangt und mit diesen greift, während
des Herausziehens und Aufwickelns des Blendenelements
zentrifugal freigegeben wird und während des Anhaltens durch freien
Fall zwischen dem Statorelement und dem Rotorelement
festgeklemmt wird.
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Die vorstehend erwähnten, den Zentrifugaleffekt nutzenden
Kupplungsmechanismen sind jedoch dahingehend nachteilig, daß
Vorgänge wie Herausziehen/Ausbreiten, Aufwickeln/Aufnehmen
und Anhalten des Blendenelements und dessen erneutes
Herausziehen/Ausbreiten nach Anhalten durch feinfühlige Handhabung
und Timing der Betätigung durch den Bediener geändert werden
muß. In Abhängigkeit van der manuellen Betätigung hält daher
das Blendenelement manchmal nicht in der vorgeschriebenen
Stellung an, und das Blendenelement kann plötzlich auf die
Rollenhülse aufgerollt werden, und diese Bedienungsfehler
sind bei diesen Typen von herkömmlichen Kupplungsmechanismen
unvermeidbar. Zum Zwecke der Lösung dieser Nachteile wurde
ein Typ entwickelt, der eintach zwischen EIN und AUS
umschaltet, wie ein mechanischer Kupplungsmechanismus, aber dieser
Typ erfordert häufiges Umschalten zwischen EIN und AUS, was
somit zu äußerst lästiger Bedienung führt.
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Zusätzlich wird bei einer Rollblendeneinheit während des
Aufwickelns und Aufnehmens des Blendenelements auf der
Rollenhülse das Blendenelement schnell auf die Rollenhülse
aufgerollt. Um diese Schwierigkeit zu vermeiden, wurden
Bremsmittel mit verschiedenen eingebauten Untersetzungsmechanismen
verwendet, um die Aufwickelgeschwindigkeit des
Blendenelements herabzusetzen.
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Als derartiges Bremsmittel ist beispielsweise eine
Zentrifugalbremse des Beschleunigungs-Typs bekannt, welche auf
Reibung mit der Innenumfangsfläche einer festen Trommel basiert,
sowie ein Bremsmittel des Öldämpfer-Typs.
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Die Zentrifugalbremse des Beschleunigungstyps weist jedoch
solche Probleme auf, wie die Größenbeschränkung des
Bremselements und Geräuschentwicklung beim Bremsen. Das Bremsmittel
des Öldämpfer-Typs ist dahingehend nachteilig, daß eine
Änderung der Umgebungstemperatur eine Änderung der Viskosität des
Bremsfluids hervorruft und dies wiederum eine Änderung des
Bremsverhaltens bewirkt.
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Bei der herkömmlichen Rollblendeneinheit besteht ferner eines
der zu lösenden technischen Probleme in der Anbringung des
Blendenelements an der Rollenhülse.
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Es ist als herkömmliche Praxis beispielsweise bekannt, Kerben
und Vorsprünge der Rollenhülse vorzusehen, an einem an dem
Blendenelement befestigten Halterungsteil Nuten auszubilden,
die Seitenränder des Halterungsteils in die Kerben der
Rollenhülse einzuführen und die Vorsprünge der Rollenhülse mit
den Nuten am Halterungsteil in Eingriff zu bringen: Dies ist
eine der bekannten Anbringungsanordnungen des Blendenelements
an der Rollenhülse, und es ist eine einfachere
Anbringungsanordnungen bekannt, die das Einführen des an dem
Blendenelement
befestigten Halterungsteils in die an der Rollenhülse
vorgesehene Kerbe umfaßt.
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Da das Ende des Blendenelements ebenfalls in die Kerbe an der
Rollenhülse eingeführt wird, steht jedoch lediglich eine sehr
begrenzte Freiheit für die Dicke des Blendenelements zur
Verfügung. Die Arten und die Dicke des anbringbaren
Blendenelements waren in großem Maße durch die Größe der an der
Rollenhülse ausgebildeten Kerbe beschränkt. Diese Beschränkung
führt zu einem lästigen Anbringungsvorgang des
Blendenelements an der Rollenhülse, und das Blendenelement wäre bei
einer Dicke des Blendenelements außerhalb eines bestimmten
Bereichs instabil, was somit zu einer Beschädigung des
Blendenelements führen würde.
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Von der US -A-4 345 635 wird eine Rollblendeneinheit
bereitgestellt, umfassend ein Blendenelement, das von einer Rolle
abgezogen und auf diese aufgewickelt werden kann, umfassend
einen Kupplungsmechanismus mit einem Statorelement, das auf der
Außenumfangsfläche Eingriff snuten aufweist, einem
Rotorelement, das auf der Innenumfangsfläche Nuten aufweist und mit
dem Statorelement in Dreheingriff ist, und mit Kugeln, die
mit den Nuten des Rotorelements in Eingriff sind.
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Die vorliegende Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß das
Statorelement an einem Ende einen Eingriffsabschnitt umfaßt,
der in nur einer Drehrichtung greift, und daß die
Rollblendeneinheit ein Ratschenelement umfaßt mit einem zylindrischen
Abschnitt, der sich an einem Ende zwischen den mit Nuten
versehenen Flächen des Statorelements und des Rotorelements
erstreckt, wobei diese Erstreckung Schlitze darin aufweist,
sowie mit Eingriffsabschnitten an entsprechenden Enden, die in
nur einer Drehrichtung greifen; sowie ein Drehelement umfaßt
mit einem Reibteil an der Außenumfangsfläche, das mit der
Innenwandung des Rotorelements in Kontakt steht, und mit einem
Vorsprung an der Innenumfangsfläche, der mit einer von den
Eingriffsnuten des Statorelements verschiedenen Nut beweglich
in Eingriff ist, sowie mit einem Eingriffsabschnitt an einem
Ende, der in nur einer Drehrichtung greift, wobei das
Drehelement gegen das Ratschenelement vorgespannt ist und sich
innerhalb eines begrenzten Winkels drehen kann.
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In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung weist die Rollblendeneinheit einen Bremsmechanismus auf,
umfassend ein zweites Rotorelement, das auf einem zweiten
Statorelement drehbar angebracht ist und das sich in Kontakt
mit der Innenfläche der Rolle dreht, einen Halter und ein
Sonnenrad mit Planetenzahnrädern, die sich bei Drehung des
Rotorelements drehen und über einen an der Innenumfangsfläche
des Rotorelements vorgesehenen Verzahnungsabschnitt
miteinander verbunden sind, ein oberes Element, das mit einem
Gewichtsausgleichselement versehen ist, mit der
Innenumfangsfläche des Rotorelements zentrifugal in Kontakt steht, und
die Drehung des Rotorelements steuert; und ein das obere
Element tragendes zweites Drehelement.
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Vorzugsweise ist das Blendenelement mit einem
Verbindungsabschnitt versehen, der mit einer Verbindungsnut in Eingriff
ist, welche in der Längsrichtung der Rolle vorgesehen ist.
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Im folgenden wird eine Ausführungsform der Erfindung als
Beispiel und mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen
beschrieben werden, in welchen:
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Figur 1 eine teilweise aufgeschnittene Schnittansicht zeigt,
die eine Ausführungsform des Kupplungsmechanismus in
der erfindungsgemäßen Rollblendeneinheit darstellt;
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Figuren 2(a), (b) und (c), 3(a), (b) und (c) und 4(a), (b)
und (c) jeweils teilweise aufgeschnittene linke
Seitenansichten, teilweise aufgeschnittene
Vorderansichten und teilweise aufgeschnittene rechte
Seitenansichten zeigen, die den Betrieb des
Kupplungsmechanismus in der erfindungsgemäßen Rollblendeneinheit
darstellen;
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Figuren 5(a) und (b) und 6(a) und (b) jeweils teilweise
aufgeschnittene linke Seitenansichten und teilweise
aufgeschnittene rechte Seitenansichten zeigen, welche
den Betrieb des Kupplungsmechanismus in der
erfindungsgemäßen Rollblendeneinheit darstellen;
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Figur 7 eine teilweise aufgeschnittene Schnittansicht zeigt,
welche eine Ausführungsform des Bremsmechanismus in
der erfindungsgemäßen Rollblendeneinheit zusammen mit
einem Stoppermechanismus zum Anhalten der Drehung des
Rotorelements darstellt;
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Figur 8 eine Perspektivansicht zeigt, welche das obere
Element des in Figur 7 gezeigten Bremsmechanismus
darstellt;
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Figur 9 eine Schnittansicht zeigt, welche die
Anbringungsanordnung des Blendenelements an der Rollenhülse in der
erfindungsgemäßen Rollblendeneinheit darstellt; und
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Figuren 10 und 11 jeweils eine Schnittansicht und eine
Perspektivansicht zeigen, welche eine weitere mögliche
Anbringungsanordnung des Blendenelements darstellen.
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Wie in Figur 1 gezeigt, erreicht die Rollblendeneinheit das
Herausziehen/Ausbreiten und Aufwickeln/Aufnehmen der
verschiedenen Blendenelemente, indem sie die Torsionskraft einer
integralen Spiralfeder (1) durch Spannen/Speichern und
Freigeben/Wiederabgeben derselben verwendet.
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Ein Rotorelement (3), ein Ratschenelement (4) und ein
Drehelement (5) stehen mit dem Außenumfang eines festen
Statorelements (3) in Dreheingriff. Der Drehwinkel des Drehelements
(5) ist jedoch auf einen bestimmten Bereich begrenzt, wie
weiter unten beschrieben werden wird.
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Mehrere, beispielsweise vier, Eingriffsnuten (6) sind in
vorgeschriebenen Positionen an der Außenumfangsfläche des
Statorelements
(2) vorgesehen, und an der Innenumfangsfläche des
Rotorelements (3) sind Freigangnuten (7) vorgesehen. Kugeln
(8) greifen in diese Freigangnuten (7) frei beweglich ein.
Die Eingriffsnuten (6) und die Freigangnuten (7) sind durch
in einem Zylinderabschnitt (9) ausgebildete Schlitze
intermittierend verbunden, wobei der Zylinderabschnitt (9) an der
Verlängerung eines Endes des Ratschenelements (4) vorgesehen
ist. Wenn die Eingriffsnuten (6) zu den Freigangnuten (7)
ausgerichtet sind, werden die Kugeln (8) durch die
Eingriffsnuten (6), die Schlitze und die Freigangnuten (7) gehalten,
um eine Drehung des Rotorelements (3) zu verhindern. In dem
in Figur 1 dargestellten Zustand sind die Kugeln (8) nicht
gehalten.
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Lediglich in einer Richtung greifende Eingriffsabschnitte
(10a) und (11a) sind an beiden Enden des Ratschenelements (4)
ausgebildet, und andere Eingriffsabschnitte (10b) und (11b)
sind an einem Ende des Statorelements (2) und an einem Ende
des Drehelements (5) den Eingriffsabschnitten (10a) und (11a)
gegenüberliegend ausgebildet. Jeder der Eingriffsabschnitte
(10a), (10b), (11a) und (11b) kann beliebige
Flächeneingriffsmittel umfassen, wie den Eingriff von Klauen an den
Innen- und Außenumfangsflächen, oder andere Eingriffsarten.
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Das Drehelement (5) weist ein Reibteil (12) auf, das mit der
Innenwandung des Rotorelements (3) an dessen
Außenumfangsfläche in Kontakt ist, und weist auf seiner Innenumfangsfläche
einen Vorsprung (14) auf, der in eine von den Eingriffsnuten
(6) des Statorelements (2) verschiedene Nut (13) beweglich
eingreift. Dieses Drehelement (5) wird durch die
Torsionskraft einer Feder (15) gegen das Ratschenelement (4)
gedrückt. Das Drehelement (5) ändert die Drehrichtung bei
Drehen und Anhalten des Rotorelements (3) intermittierend,
um das Umschalten zwischen Herausziehen/Ausbreiten und
Aufwickeln/Aufnehmen des Blendenelements durch die Kugeln (8)
zu steuern.
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Der den vorstehend beschriebenen Aufbau umfassende
Kupplungsmechanismus arbeitet beispielsweise wie folgt.
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Figur 2 stellt den Anhaltezustand des Rotorelements (3) dar.
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Die Eingriffsnuten (6) des Statorelements (2) stimmen mit den
Schlitzen (16) des Zylinderabschnitts (9) des
Ratschenelements (4) überein. Die Eingriff snuten (6) und die Schlitze
(16) sind in 90º-Intervallen angeordnet. Es ist eine maximale
Phasendifferenz von 45º zwischen einer Eingriffsnut (6) und
einem Schlitz des Zylinderabschnitts (9) vorhanden. Die
Kugeln (8) können frei in die Eingriffsnuten (6) fallen, die
Nuten (6), Schlitze (16) und die Freigangnuten (7) des
Rotorelements (3) sind zueinander ausgerichtet und durch diese
Eingriffsnuten (6), die Schlitze (16) und die Freigangnuten
(7) gehalten. Zu diesem Zeitpunkt befindet sich der Vorsprung
(14) an der Innenumfangsfläche des Drehelements (5) relativ
zur Nut (13) des Statorelements (2) in der Anhaltestellung,
wie in Figur 2(c) dargestellt. Der Winkel α beträgt in diesem
Fall beispielsweise etwa 45º.
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Das Blendenelement wird von diesem Zustand ausgehend
herausgezogen und ausgebreitet, und das Rotorelement (3) wird zu
Drehung in Richtung A veranlaßt.
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Die Drehung des Rotorelements (3) wird durch das Reibteil
(12) auf das Drehelement (5) übertragen, was zu einer Drehung
des Drehelements (5) führt. Der Eingriffsabschnitt (11a) des
Ratschenelements (4) greift mit dem Eingriff sabschnitt (11b)
des Drehelements (5), und das Ratschenelement (4) dreht sich
mit der Drehung des Drehelements (5). Der Eingriffsabschnitt
(10a) des Ratschenelements (4) andererseits löst sich von dem
Eingriffsabschnitt (10b) des Statorelements (2) und schlupft
auf letzterem Eingriffsabschnitt (10b). Der Zylinderabschnitt
(9) bewegt sich ferner zusammen mit der Drehung des
Ratschenelements (4). Diese Bewegung ist in Figur 3 unter der Annahme
eines Winkels α von angenähert 25º gezeigt. Zu diesem
Zeitpunkt ist der Eingriff der Kugeln (8) freigegeben.
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Wenn die Drehung ausgehend von dem in Figur 2 dargestellten
Zustand um etwa 45º bis zu einem Winkel α von 0º fortgesetzt
wird, wird der in Figur 4 dargestellte Zustand erreicht. Zu
diesem Zeitpunkt bewirkt die Bewegung des Zylinderabschnitts
(9) um etwa 45º, daß der Zylinderabschnitt (9) die
Eingriffsnuten (6) vollständig blockiert. Wie andererseits aus Figur
4(c) klar ist, wird eine Bewegung des Vorsprungs (14) durch
die Nut (13) ungeachtet einer Drehung des Rotorelements (3)
in Richtung A verhindert, und somit dreht sich das
Drehelement (5) nicht. In diesem Zustand führt eine Drehung des
Rotorelements (3) nicht zu einer Bewegung der Kugeln (8) in die
Eingriffsnuten (6). Das Rotorelement (3) dreht sich, während
es auf dem Reibteil (12) schlupft. Das Blendenelement kann
durch die Drehung des Rotorelements (3) herausgezogen und
ausgebreitet werden.
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Dann, wenn das Herausziehen/Ausbreiten von Hand des
Blendenelements nicht fortgesetzt wird, wird unter der Wirkung der
Torsionskraft der Spiralfeder (1) in einer zur Richtung A
entgegengesetzten Richtung mit dem Aufwickeln/Aufnehmen des
Blendenelements begonnen, wie vorstehend beschrieben. Die
Reibungskraft zwischen dem Reibteil (12) und dem Rotorelement
(3) bewirkt, daß sich das Drehelement (5) dreht und in eine
Stellung bewegt, in der der Vorsprung (14) einen Winkel α von
etwa 45º aufweist. Insbesondere wird der in Figur 5
dargestellte Zustand erreicht. In diesem Zustand stehen die
Eingriffsabschnitte (11a) und (11b) des Ratschenelements (4) und
des Drehelements (5) nicht in Eingriff miteinander, aber das
Drehelement (5) dreht sich, während es auf dem
Ratschenelement (4) schlupft. Der Eingriffsabschnitt (10a) des
Ratschenelements (4) steht mit dem Eingriffsabschnitt (10b) des
Statorelements (2) in Eingriff. Das Rotorelement (3) dreht sich
ferner, während es auf dem Reibteil (12) schlupft, und so
wird das Aufwickeln/Aufnehmen des Blendenelements
bewerkstelligt.
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Um das Blendenelement in einer gewünschten Stellung
anzuhalten, wird dieses Aufwickeln unterbrochen, und das
Blendenelement wird leicht wiederum in Richtung A herausgezogen und
ausgebreitet. Dann löst sich der Eingriffsabschnitt (10a) des
Ratschenelements (4) von dem Eingriffsabschnitt (10b) des
Statorelements (2), und gleichzeitig gelangt der andere
Eingriffsabschnitt (11a) mit dem Eingriffsabschnitt (11b) des
Drehelements (5) in Eingriff. Die Reibungskraft zwischen dem
Rotorelement (3) und dem Reibteil (12) bewirkt eine Drehung
des Drehelements (5) durch Drehung des Rotorelements (3), bis
die Stellung mit einem Winkel α von 0º erreicht ist, während
sich das Ratschenelement (4) ebenfalls dreht. Wenn die
Bedingung α = 0º erreicht ist, bewegt sich der Zylinderabschnitt
(9) des Ratschenelements (4) ausgehend von dem in Figur 5
dargestellten Zustand um 45º, und somit stimmen die
Eingriffsnuten (6) mit den Schlitzen (16) überein. Dieser
Zustand ist in Figur 6 dargestellt. Wenn der Vorgang des
Herausziehens/Ausbreitens des Blendenelements von Hand in
diesem Zustand unterbrochen wird, drehen sich das
Rotorelement (3) und das Drehelement (5) unter der Wirkung der
Torsionskraft der Spiralfeder (1) in entgegengesetzter Richtung
und erzielen wiederum den Zustand mit einem Winkel α von etwa
45º, wie er in Figur 2 dargestellt ist. In diesem Zustand
sind die Kugeln (8) durch die Eingriffsnuten (6), die
Schlitze (16) und die Freigangnuten (7) gehalten, um das
Rotorelement (3) anzuhalten. Während sich das Drehelement (5) um etwa
45º dreht, schlupft der Eingriffsabschnitt (11b) des
Drehelements (5) auf dem Eingriffsabschnitt (11a) des
Ratschenelements (4) und ruft somit keine Drehung des Ratschenelements
(4) hervor. In der Folge behält der Zylinderabschnitt (9) des
Ratschenelements (4) die in Figur 6 dargestellte Stellung
bei, um einen Eingriff der Kugeln (8) in die Eingriffsnuten
(6) zu ermöglichen.
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Mit einem Kupplungsmechanismus in der Rollblendeneinheit, wie
er vorstehend beschrieben wurde, wird ausgehend von einer
angehaltenen Stellung (Figur 2) das Herausziehen/Ausbreiten des
Blendenelements und dessen Anhalten in einer gewünschten
Stellung gemäß einem Zyklus erreicht, bestehend aus:
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[I] Herausziehen des Blendenelements (Figur 3),
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[II] Freigabe des Herausziehens, spontanes
Wiederaufwickeln (Figur 4) (Figur 5),
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[III] Herausziehen des Blendenelements (Figur 6) und
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[IV] Freigabe des Herausziehens, Anhalten (Figur 2).
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Dieser mechanisch schrittweise Zyklus ist einfach
durchzuführen. Man erhält einen auf dem Zentrifugaleffekt und einem
mechanischen Ratschenmechanismus basierenden
Kupplungsmechanismus. Die vorliegende Erfindung stellt somit eine einfach zu
verwendende Rollblendeneinheit bereit, die einfache Bedienung
ermöglicht, ohne von Handhabung und Timing des Bedieners
abzuhängen, wie bei den herkömmlichen Bedienungen.
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Wie in Figur 7 dargestellt, umfaßt die Rollblendeneinheit
ferner einen Bremsmechanismus.
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Der Bremsmechanismus weist einen Halter (19) und ein
Sonnenrad (20) als Drehteile auf mit Planetenzahnrädern (18), die
durch die Drehung eines von dem vorstehend erwähnten
verschiedenen Rotorelements (17) von dem Verzahnungsabschnitt
der Innenumfangsfläche des Rotorelements (17) gedreht werden,
welches sich in Kontakt mit der Innenfläche der Rollenhülse
dreht. Eine besondere Kombination der Gruppe von
Planetenzahnrädern und des Sonnenrads macht eine große Bremskraft mit
einem kleinen Drehmoment verfügbar. Das Sonnenrad (20) kann
vielfältigen Aufbau haben, um eine größere Bremskraft mit
einem kleineren Drehmoment hervorzubringen.
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Ein von dem vorstehend beschriebenen verschiedener
Kupplungsmechanismus (22) ist zwischen dem Halter (19) und einem
weiteren, von dem vorstehend erwähnten verschiedenen
Statorelement (21) zur positiven/negativen Dreheinstellung vorgesehen.
Als dieser Kupplungsmechanismus (22) kann eine beliebige
zahlreicher Anordnungen mit einem Kugelkupplungsmechanismus
eingesetzt werden.
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Ein von dem vorstehend beschriebenen verschiedenes
Drehelement (26), das ein oberes Element (24) umfaßt, ist von dem
Statorelement (21) drehbar gehalten. Das obere Element (24)
ist mit einem Stift (25) gehalten, mit einem
Gewichtausgleichselement (23) angebracht, und steuert die Drehung des
Rotorelements (17) mittels einer Reibungskraft, die sich aus
dem Zentrifugalkontakt mit der Innenumfangsfläche des
Rotorelements (17) durch die Drehung des Planetenzahnrads (18) des
Sonnenrads (20) ergibt. Das Statorelement (21), das durch
einen rechteckigen Stift (27) gesichert ist, dreht sich nie.
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In dem Bremsmechanismus mit dem vorstehend beschriebenen
Aufbau wird das Rotorelement (17) beim Aufrollen des
Blendenelements nach Freigabe der Torsionskraft der beispielsweise in
Figur 1 gezeigten Spiralfeder (1) von seiner Innenseite her
mittels der durch den Zentrifugaleffekt des oberen Elements
(24) bewirkten Reibungskraft zum Zwecke des Abbremsens der
Drehbeschleunigung der Drehung des Rotorelements (17) mit
hoher Drehzahl gebremst.
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Die Drehung des Rotorelements (17) wird durch das
Planetenzahnrad (18) und das Drehelement (26) auf das obere Element
(24) übertragen. Dann wird das obere Element (24) mit dem
Stitt (25) als Zentrum nach außen gelenkt. Die
Zentrifugalkraft wird zu diesem Zeitpunkt durch das Vorhandensein des
Gewichtsausgleichselements (23), beispielsweise eines
Kugelelements, erhöht und somit wird die Reibungskraft mit der
Innenumfangsfläche des Rotorelements (17) erhöht.
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Eine Anordnung des oberen Elements (24) und des Drehelements
(26) ist in Figur 8 dargestellt.
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Bei dieser Anordnung ist das obere Element (24) jeweils mit
zwei kugelartigen Gewichtsausgleichselementen (23) versehen.
Das obere Element (24) verlagert sich um den Stift (25) in
Richtung B und drückt das Rotorelement (17) in Kontakt mit
dessen Innenumfangsfläche.
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Der in Figur 7 dargestellte Bremsmechanismus ist mit einem
Stoppermechanismus zum Anhalten der Drehung des Rotorelements
(17) versehen.
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Der Stoppermechanismus wird durch die horizontale Bewegung
eines Ansatzelements (30) in Richtung C erzielt, der sich
mittels eines Eingriffsabschnitts (29) dreht, wobei der
Eingriffsabschnitts (29) an der Innenumfangsfläche einer
Keilverzahnung (28) vorgesehen ist, die sich mit der Drehung des
Rotorelements (17) dreht. Dieses Ansatzelement (30) bewegt
sich durch die Verzahnungsabschnitte der Welle des festen
Statorelements (21). Unter der Wirkung der Keilverzahnung
(28), die sich beim Aufrollen des Blendenelements dreht,
bewegt sich das Ansatzelement (30) in Richtung C und gelangt
in Kontakt mit dem festen Abschnitt (31) des Statorelements
(21), insbesondere mit dessen mit einem O-Ring (32)
versehener Endfläche. In diesem Zustand kann das Ansatzelement (30)
nicht länger bewegt werden. Eine Bremskraft wirkt dafür auf
das Rotorelement (17), um dessen Drehung anzuhalten. Der O-
Ring (32) spielt in diesem Fall die Rolle eines Stoßdämpfers.
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Bei dem Bremsmechanismus der Rollblendeneinheit,
beispielsweise in den vorstehend beschriebenen Anordnungen, kann die
Bremskraft in einfacher Weise durch Einstellung des am oberen
Element (24) vorgesehenen Gewichtsausgleichselements (23)
gesteuert werden, und es ist möglich, dessen Auslegung und
Herstellung in Antwort auf das Ausmaß und das Verhalten der
Rollblendeneinheit in geeigneter Weise zu ändern. Das
Ansatzelement (30) kann eine kleinere Teilung und/oder einen
kleineren Durchmesser aufweisen, um eine kompaktere Größe der
Einheit zu erzielen.
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Durch Verwendung des vorstehend beschriebenen
Kupplungsmechanismus zusammen mit diesem Bremsmechanismus wird eine
Rollblendeneinheit mit ausgezeichnetem Bedienungskomfort
bereitgestellt,
die einfache und leichte Bedienung des
Herausziehens/Ausbreitens und Aufwickelns/Aufnehmens des
Blendenelements und Umschaltens zwischen diesen Vorgängen erlaubt und
ein genaues Anhalten des Blendenelements ermöglicht. Der
Kupplungsmechanismus und der Bremsmechanismus können
beispielsweise jeweils an beiden Enden der Rollenhülse
vorgesehen sein. Es braucht nicht erwähnt zu werden, daß die Art des
Vorsehens dieser Mechanismen keinerlei Beschränkung
unterliegen.
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Zusätzlich weist die Rollblendeneinheit, wie vorstehend
beschrieben, einen Aufbau zum Anbringen des Blendenelements an
der Rollenhülse auf.
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Wie beispielsweise in Figur 9 gezeigt, ist in einem harten
Flachteil (36) mit einem Vorsprung (33) und
Seitenrandumstülpungen (34) (35) ein Blendenelement (37) an einer der
Seitenrandumstülpungen (34) befestigt, und die andere
Seitenrandumstülpung bildet eine gekrümmte Fläche, die mit der
Außenumfangsfläche der Rollenhülse (38) identisch ist.
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Das harte Flachteil (36) kann beispielsweise aus hartem
Vinylchloridharz gefertigt sein.
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Die Seitenrandumstülpung (34), die das Blendenelement (37)
sichert, kann andererseits aus weichem Vinylchloridharz
gefertigt sein. Das Befestigen des Blendenelements (37) kann
dadurch erreicht werden, daß es mit einem Kleber oder einem
beidseitig beschichteten Klebeband oder durch thermisches
Anheften oder Annähen befestigt wird.
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Die Anbringung des das Blendenelement (37) sichernden harten
Flachteils (36) an der Rollenhülse (38) wird durch Einführen
der vorauslaufenden Enden der Seitenrandumstülpung (34) und
des harten Flachteils (36) in eine an der Rollenhülse (38)
ausgebildete Kerbe (39) und Eingriff des Vorsprungs (33) des
harten Flachteils (36) mit einer an der Rollenhülse (38)
vorgesehenen Nut (40) bewerkstelligt. Dies ermöglicht einen
einfacheren
Anbringungsvorgang mit einem einzigen Griff. Da
dieser Anbringungsaufbau des Blendenelements (37) an der
Rollenhülse (38) nicht das Einführen des Blendenelements (37) in
die Kerbe (39) erfordert, ist darüber hinaus die Anbringung
des Blendenelements (37) niemals durch dessen Dicke
beschränkt. Sofern die Dicke der vorauslaufenden Enden des
harten Flachteils (36) und der Seitenrandumstülpung (34) der
Dicke der Kerbe (39) entsprechen, kann das Blendenelement
(37) beliebiger Dicke an der Rollenhülse (38) angebracht
werden.
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Die Anbringung des Blendenelements an der Rollenhülse kann
ferner auf einer beliebigen der in den Figuren 10 und 11
dargestellten Strukturen basieren.
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Es wird ermöglicht, das Blendenelement (37) an der
Rollenhülse (38) durch Einführen eines mit Wulsten versehenen
Abschnitts (42), der an einem Ende des Blendenelements (37)
vorgesehen ist, in eine Nut (41), die an der Rollenhülse (38)
der Rollblendeneinheit vorgesehen ist, anzubringen.
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Das Blendenelement (37) wird niemals in die Nut (41) der
Rollenhülse (38) eingeführt, und die Rollenhülse (38) wird
lediglich an dem Wulstabschnitt (42) befestigt. Die Dicke des
Blendenelements (37) beeinflußt die Anbringung daher niemals
negativ.
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Bei der Anbringung des Blendenelements (37) an der
Rollenhülse (38), wie in Figur 11 dargestellt, ist der
Wulstabschnitt (42) von dem Ende der Rollenhülse (38) in Richtung D
in die Nut (41) eingeführt. Somit kann das Blendenelement
(37) an der Rollenhülse (38) befestigt werden. Beim Entfernen
des Blendenelements (37) genügt es, den Wulstabschnitt (42)
in Richtung E zu ziehen.
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Der Wulstabschnitt (42) kann durch Betestigen einer
fadenartigen Schnur an einem Ende eines Gewebes (43) und Verbinden
dieses Gewebes (43) mit dem Blendenelement (37) durch Kleben,
Anheften oder Annähen erzielt werden, wobei die fadenartige
Schnur beispielsweise aus einem Harz, einem Metall oder einem
Keramikmaterial gefertigte Wulste miteinander verbindet.
Vorzugsweise kann dies beispielsweise dadurch erhalten werden,
daß das Gewebe (43) mit Thermohaftgarn als Schuß und/oder
Kette gewebt und die durch Verbinden der Wulste mit der
fadenartigen Schnur gefertige Wulstkette mit dem Gewebe (43)
durch thermisches Befestigen an einem Ende des
Blendenelements (37) befestigt wird. Zusätzlich ist es ebenso möglich,
die Wulstkette direkt an einem Ende des Blendenelements (37)
vorzusehen. Verschiedene Abwandlungen sind hinsichtlich der
Gestalt und der Größe dieser Wulstkette anwendbar.
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Die Anbringungsstruktur des Blendenelements an der
Rollenhülse, wie sie vorstehend beschrieben wurde, ermöglicht
einfache und leichte Anbringung des Blendenelements an der
Rollenhülse selbst mit einem einzigen Griff. Somit wird eine von
jeglicher Beschränkung hinsichtlich der Arten und der Dicke
des Blendenelements freie Rollblendeneinheit bereitgestellt.
Ferner ermöglicht das Fehlen einer Instabilität des
Blendenelements nach der Anbringung die Vermeidung von Beschädigung
an dem Ende des Blendenelements.