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Diese Erfindung betrifft einen Seitenwendemechanismus zum Wenden
der Seiten eines mehrseitigen Aufzeichnungsmediums.
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Die Erfindung findet insbesondere Anwendung beim Wenden der
Seiten eines in einem Geldinstitut verwendeten Kontobuches, wenn
das Kontobuch zum Aufzeichnen einer Finanztransaktion in eine
Büromaschine mit Drucker eingeführt wird (siehe z. B.
GB-A-2 103 585).
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Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen
kleinbauenden Seitenwendemechanismus zum Wenden der Seiten eines
mehrseitigen Aufzeichnungsmediums zu schaffen.
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Ein Seitenwendemechanismus zum Wenden der Seiten eines
mehrseitigen Aufzeichnungsmediums umfaßt eine Seitenwendestation
mit oberen und unteren drehbaren Walzen, die parallel zu einem
Förderweg für das Aufzeichnungsmedium unabhängig beweglich sind,
und erste und zweite Walzenmittel, die an jeweiligen Enden der
Seitenwendestation vorgesehen sind, wobei die oberen und unteren
Walzen zum Fördern des Aufzeichnungsmediums so angeordnet sind,
daß sie das Aufzeichnungsmedium erfassen und sich synchron
zueinander parallel zu dem Förderweg bewegen und zum Wenden
einer Seite des Aufzeichnungsmediums eines der ersten und
zweiten Walzenmittel so angeordnet ist, daß es das
Aufzeichnungsmedium erfaßt, die oberen und unteren Walzen auf
jeweils vorbestimmte, verhältnismäßig beabstandete Positionen
entlang dem Förderweg bewegt werden, die untere Walze auf das
Aufzeichnungsmedium zubewegt wird, um es in einen gewölbten
Zustand zu bringen und die obere Walze gedreht wird, um eine
Seite des Aufzeichnungsmediums aufzurichten.
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Es wird sich erweisen, daß in einem erfindungsgemäßen
Mechanismus ein kompakter Aufbau erreicht wird, weil die
Seitenwendevorrichtung auch bei der Förderung des
Aufzeichnungsmediums innerhalb des Mechanismus mitwirkt.
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Eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird nun
beispielsweise mit Bezug auf die begleitenden Zeichnungen
beschrieben, in denen:
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Fig. 1A eine Seitenansicht zur Darstellung des Gegenstandes
einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung ist;
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Fig. 1B eine Vorderansicht ausgehend von der Linie 1B-1B in
Fig. 1A ist;
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Fig. 2 eine schematische Seitenansicht zur Darstellung des
Kontobuch-Transportgerätes ist;
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Fig. 3A bis einschließlich 3E schematische Seitenansichten zur
Darstellung eines Kontobuch-Seitenwendevorgangs
vorwärts sind;
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Fig. 4A bis einschließlich 4E schematische Seitenansichten zur
Darstellung eines Kontobuch-Seitenwendevorgangs
rückwärts sind;
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Fig. 5A, auf demselben Blatt wie Fig. 2, eine schematische
Seitenansicht zur Darstellung eines herkömmlichen
Seitenwende-Apparates ist;
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Fig. 5B eine schematische Seitenansicht zur Darstellung eines
herkömmlichen Seitenwendevorgangs vorwärts ist; und
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Fig. 5c eine schematische Seitenansicht zur Darstellung eines
herkömmlichen Seitenwendevorgangs rückwärts ist.
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Es wird nun auf Fig. 1A, 1B und 2 Bezug genommen, wobei Fig. 2
eine Anordnung eines Druckmechanismus 10 und eines
Seitenwendeinechanismus 12 einer für Finanztransaktionen
verwendeten Büromaschine zeigt. Der Druckmechanismus 10 nimmt
einen Druckabschnitt an der Vorderseite der Maschine ein (in
Fig. 2 nach links gerichtet), und der Seitenwendemechanismus 12
nimmt einen Seitenwendeabschnitt oder -bereich an der Rückseite
der Maschine ein (in Fig. 2 nach rechts gerichtet). Der
Druckmechanismus 10 umfaßt einen Druckkopf 14 und eine
Platte 16, die zum Drucken auf ein Aufzeichnungsmedium 18 in
Form eines Kontobuches angeordnet sind, das durch eine
Einlaßöffnung 22 in Richtung des Pfeiles 20 in die Büromaschine
eingeschoben wird. Das Kontobuch 18 wird entlang eines
Förderweges 21 transportiert.
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Eine Aufzeichnungsmedium- oder Kontobuch-Greifeinrichtung 24
umfaßt ein Paar gegenüberliegender Walzen 26 und 28, die drehbar
gelagert und entlang des Förderweges des Aufzeichnungsmediums 18
auf den Druckmechanismus 10 zu beweglich sind. Ein Paar
gegenüberliegender Walzen 30 und 32 ist geeignet gelagert und am
linken Ende des Seitenwendeabschnitts oder -bereiches zwischen
dem Druckmechanismus 10 und dem Seitenwendemechanismus 12
angeordnet. Ein gleiches Paar gegenüberliegender Walzen 34
und 36 ist geeignet gelagert und am rechten Ende des
Seitenwendeabschnitts oder-bereiches angeordnet, der sich an der
Rückseite der Büromaschine befindet.
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Der Seitenwendemechanismus 12 umfaßt eine obere Walze 38, die
rotierbar gelagert und dementsprechend von einer Tragstruktur 42
abgestützt ist. Die Struktur 42 ist so angeordnet, daß sie
entlang des Förderweges des Aufzeichnungsmediums 18 zwischen den
linken Endwalzen 30 und 32 und den rechten Endwalzen 34 und 36
beweglich ist. Eine untere Walze 40 ist rotierbar gelagert und
dementsprechend von einer Tragstruktur 44 abgestützt. Die
Struktur 44 ist ebenfalls so angeordnet, daß sie entlang des
Förderweges des Aufzeichnungsmediums 18 beweglich ist und
außerdem so ausgelegt, daß sie die untere Walze 40 in vertikaler
Richtung auf die obere Walze 38 zu und von ihr weg bewegt. Die
obere Walze 38 hat einen größeren Durchmesser als die untere
Walze 40 und kann eine Reibbeschichtung (wie Gummi oder
dergleichen) auf nur ungefähr ihrem halben Umfang aufweisen, um
einen Seitenwendevorgang zu erleichtern.
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Es wird nun auf Fig. 1A und 1B Bezug genommen, die Einzelheiten
des Seitenwendemechanismus 12 darstellen. Eine Einfassung oder
ein Rahmen 46 umfaßt ein Unterteil 48, Abschlußrahmen oder
-teile 50 und 52 (Fig. 1A) und Seitenrahmen oder -teile 54
und 56 (Fig. 1B). Fig. 1A zeigt die gegenüberliegenden Walzen 30
und 32 auf der linken Seite und die gegenüberliegenden Walzen 34
und 36 auf der rechten Seite. Fig. 1B zeigt die eine auf einer
Achse 58 abgestützte Walze 30 nahe deren rechtem Ende und die
andere auf der Achse 58 abgestützte Walze 30 nahe dem linken
Ende. Die Achse 58 ist in den Seitenrahmen 54 und 56 an der
Vorderseite des Seitenwendebereiches des Druckers 10 geeignet
gelagert. Fig. 1B zeigt auch die Anordnung der Walzen 32 unter
den Walzen 30, und jede Walze 32 ist rotierbar gelagert und
jeweils von einem Arm 60 abgestützt. Eine Walze 34 ist auf einer
Achse 64 nahe am rechten Ende abgestützt (Fig. 1A), und eine
gleiche Walze 34 ist auf der Achse 64 nahe am linken Ende
abgestützt (Fig. 1B). Die Achse 64 ist in den Seitenrahmen 54
und 56 an der Rückseite des Seitenwendebereiches des Druckers 10
geeignet gelagert. Die Walzen 36 sind unter den Walzen 34
angeordnet, und jede Walze 36 ist rotierbar gelagert und jeweils
von einem Arm 62 abgestützt.
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Eine Riemenscheibe 66 (Fig. 1A) ist an einem Ende der Achse 64
an der Rückseite des Seitenwendebereiches befestigt, und eine
Riemenscheibe 68 ist an einem Ende der Achse 58 an der
Vorderseite dieses Seitenwendebereiches befestigt. Ein Riemen 70
ist um die Riemenscheiben 66 und 68 gespannt und in geeigneter
Weise von einem Schrittmotor oder dergleichen (nicht
dargestellt) angetrieben. Die Riemenscheiben 66 und 68 sind
außerhalb der Wand 54 angeordnet (Fig. 1B), damit sie sich
außerhalb des Förderweges des Aufzeichnungsmediums 18 befinden.
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Eine Feder 72 (Fig. 1A) ist mit einem sich nach unten
erstreckenden Abschnitt des Arms 62 und einem geeigneten
Abschnitt des Rahmens der Maschine verbunden, um die Walze 36
zum Eingreifen mit der Walze 34 nach oben vorzuspannen. Eine
gleiche Feder 74 ist mit einem sich nach unten erstreckenden
Abschnitt des Armes 60 und einem geeigneten Abschnitt des
Rahmens der Maschine verbunden, um die Walze 32 zum Eingreifen
mit der Walze 30 nach oben vorzuspannen. Eine Achswelle 76 ist
am Arm 60 befestigt (Fig. 1B), und eine Achswelle 78 ist am
Arm 62 nahe der rechten Seite des Druckers 10 befestigt. Eine
ähnliche Achswelle 76 ist an einem Arm 60 befestigt, und eine
ähnliche Achswelle 78 ist an einem Arm 62 nahe der linken Seite
des Druckers 10 befestigt. Der Arm 62 kann auf einer
Schwenkachse 80 von einem Solenoid oder einem ähnlichen
Betätigungselement (nicht dargestellt) im Uhrzeigersinn gedreht
werden (Fig. 1A). Das Wirken des Solenoids in Richtung des
Pfeiles 84 veranlaßt, daß die Walze 36 nach unten und von der
Walze 34 weg bewegt wird. Zu diesem Zeitpunkt wirkt keine Kraft
auf die Achswelle 76 des Armes 60, so daß der Arm 60 von der
Feder 74 in Uhrzeigerrichtung gedrückt wird (Fig. 1A), um die
Walze 32 in Eingriff mit der Walze 30 anzuheben. Wenn
andererseits der Arm 60 von einem Solenoid oder einem ähnlichen
Betätigungselement (nicht dargestellt) in die Gegenrichtung
gezogen wird, läuft der Vorgang umgekehrt ab, und die Walze 32
wird abgesenkt und die Walze 36 angehoben. Auf diese Weise
bewegen sich die Walze 32 und die Walze 36 bei den
Vertikalbewegungen dieser Walzen in entgegengesetzte Richtungen.
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Wie oben erwähnt, zeigt Fig. 2 die Gegenüberstellung der oberen
Walze 38 und der unteren Walze 40. Die obere Walze 38 ist
drehbar gelagert und entlang des Förderweges des
Aufzeichnungsmediums 18 beweglich. Die untere Walze 40 ist
ebenfalls drehbar gelagert und entlang des Aufzeichnungsmedium-
Förderweges beweglich und auch in eine Richtung auf die obere
Walze 38 zu und von ihr weg beweglich. Die obere Walze 38 und
die untere Walze 40 sind Teil der Aufzeichnungsmedium-Förder-
oder -Transportvorrichtung und Teil des
Seitenwendemechanismus 12, der im Seitenwendeabschnitt oder
-bereich der Büromaschine arbeitet. Die Walzen 38 und 40 sind so
angeordnet und betätigt, daß sie das Aufzeichnungsmedium 18
fassen und dieses Medium entlang dem Förderpfad fördern oder
transportieren. Die obere Fördervorrichtung umfaßt die Walze 38
und die Tragstruktur 42 sowie Mittel zum Bewegen der
Fördervorrichtung. Die Tragstruktur 42 weist einen rechten
Schlitten 86 (Fig. 1B) und einen linken Schlitten 88 auf, die L-
förmige Bügel 90 und 92 abstützen. Eine Querstrebe 94 ist mit
den Bügeln 90 und 92 verbunden, und ein L-förmiger Bügel 96 ist
annähernd mittig an der Strebe 94 befestigt und erstreckt sich
von dort nach unten.
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Ein L-förmiger Bügel 98 ist an der Seitenwand 54 an der
Vorderseite befestigt (Fig. 1B), und ein L-förmiger Bügel 100
ist an der Seitenwand 54 an der Rückseite befestigt (Fig. 1A).
Ein L-förmiger Bügel 102 ist an der Seitenwand 56 an der
Vorderseite befestigt, und ein L-förmiger Bügel (nicht
dargestellt, jedoch ähnlich wie Bügel 100) ist an der
Seitenwand 56 an der Rückseite befestigt. Eine Führungsstange
oder -achse 104 (Fig. 1A) ist an den Bügeln 98 und 100 auf der
rechten Seite der Einfassung 46 befestigt, und eine
Führungsstange oder -achse 106 (Fig. 1B) ist an den Bügeln auf
der linken Seite der Einfassung befestigt. Der rechte
Schlitten 86 ist entlang der Führungsachse 104 verschiebbar, und
der linke Schlitten 88 ist entlang der Führungsachse 106
verschiebbar. Ein Antriebsdraht oder Kabelseil 108 (Fig. 1A) ist
an einer an der Unterseite des rechten Schlittens 86
angebrachten Klemme 110 befestigt, und das Kabelseil wird
mittels eines Schrittmotors (nicht dargestellt) angetrieben, um
die Schlitten 86 und 88 in Längsrichtung entlang der jeweiligen
Führungsachsen 104 und 106 zu bewegen. Ein Zahnrad 112 (Fig. 1B)
ist am linken Ende einer Welle 114 befestigt, die in dem
Bügel 92 an der linken Seite der Einfassung 46 gelagert ist und
in dem L-förmigen Bügel 96 im Mittelbereich der Querstrebe 94
gelagert ist. Während in Fig. 2 eine einzelne Walze 38
dargestellt ist, ist in Fig. 1B ein Paar derartiger Walzen 38
beabstandet zueinander auf der Welle 114 dargestellt. Das
Zahnrad 112 ist zum Drehen der Welle 114 und des Walzenpaares 38
an einen geeigneten Antriebsmotor (nicht dargestellt)
angeschlossen.
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Die untere Fördervorrichtung umfaßt die Walze 40 und die
Tragstruktur 44 (Fig. 2). Die Tragstruktur 44 weist einen
rechten Schlitten 116 und einen linken Schlitten 118 auf
(Fig. 1B), wobei die Schlitten entlang jeweiliger
Führungsstangen oder -achsen 120 und 122 verschiebbar sind, die
an Abschlußwänden 50 und 52 befestigt sind (Fig. 1A). Die
Führungsstangen 120 und 122 verlaufen parallel zu den
Führungsstangen 104 und 106, und die Schlitten 116 und 188
werden entlang dieser Führungsstangen 104 und 106 von einem
Antriebsdraht oder Kabelseil 124 bewegt, das an einer Klemme
oder einem Verbinder 126 (Fig. 1A) auf der Seite des rechten
Schlittens 116 befestigt ist. Der Antriebsdraht 124 ist an einen
Schrittmotor (nicht dargestellt) angeschlossen und wird durch
dessen gesteuerten Antrieb betätigt. Ein U-förmiger Bügel 128
(Fig. 1B) ist an den Schlitten 116 und 118 befestigt und trägt
eine Achse 134. Ein Schwenkbügel 130 ist verschwenkbar auf einer
auf dem Bügel 128 gelagerten Achse 132 abgestützt. Eine
Druckwalze 136 (die der Walze 40 entspricht) und eine
Führungsrolle 138 sind jeweils am Ende des Schwenkbügels 130
befestigt. Die Druckwalze 136 ist auf der Achse 132 gelagert,
und die Führungsrolle 138 ist auf einer Achse 140 gelagert, die
von einem U-förmigen Bügel 142 verschwenkbar abgestützt ist. Die
Führungsrolle 138 kann mit einem Schaltblech 144 (Fig. 1A) in
Eingriff gehen, auf dessen Deckfläche sie abrollt, wenn die
Schlitten 116 und 118 entlang der Führungsstangen 120 und 122
gleiten. Das Schaltblech 144 ist parallel zu den
Führungsstangen 120 und 122 angeordnet. Eine Vielzahl von
Achswellen 146 ist auf dem Schaltblech 144 befestigt und über
die Länge der Platte beabstandet angeordnet. Ein Armpaar 148 ist
mit einem Ende mit den entsprechenden Achswellen 146 verbunden.
Ein an der rechten Seite der Arme 148 angeordneter Arm 150
(Fig. 1B) ist ebenfalls mit einer Achswelle 146 auf dem
Schaltblech 144 verbunden (Fig. 1A).
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Eine Achse 152 ist in einer Wandhalterung 154 gelagert und das
andere Ende des Armes ist auf der Achse 152 gelagert (Fig. 1A).
Ein Achsenpaar 156 ist in den Wandhalterungen 158 gelagert und
das andere Ende der Arme 148 ist jeweils auf den Achsen 156
gelagert. Die Arme 148 und 150 werden durch die Kraft einer
Feder 162 in Richtung des Pfeiles 160 gedreht, wobei die
Feder 162 mit einem Arm 164 und einem geeigneten Rahmenabschnitt
der Einfassung 46 verbunden ist. Das Schaltblech 144 wird durch
die Kraft der Feder 162 in die in Fig. 1A in Strichlinien
dargestellte Position angehoben.
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Wenn das Schaltblech 144 angehoben wird, wird die auf der
Deckfläche des Schaltbleches abrollende Führungsrolle 138
(Fig. 1A) angehoben, was eine Drehung im Uhrzeigersinn des
Schwenkbügels 130 um die Achse 132 bewirkt. Wenn der
Schwenkbügel 130 im Uhrzeigersinn gedreht wird, wird die
Druckwalze 136 am anderen Ende des Schwenkbügels angehoben. So
kann sich die Druckwalze 136 bewegen und gleichzeitig eine
vorbestimmte Höhe beibehalten oder einen vorbestimmten Druck auf
die Seitenwende-Walze 38 ausüben. Wenn die Seitenwende-Walze 38
der oberen Fördervorrichtung in Ausrichtung mit der Mitte der
Achse 134 kommt, erfaßt die Druckwalze 136 das
Aufzeichnungsmedium 18. Wenn die Seitenwende-Walze 38 sich nicht
in Ausrichtung mit der Mitte der Achse 134 bewegt, hebt die
Druckwalze 136 das Aufzeichnungsmedium 18 an. Eine Achswelle 166
ist am Arm 164 befestigt, und ein Solenoid (nicht dargestellt)
wird dazu verwendet, den Arm 164 zu betätigen und das
Schaltblech 144 auf die ursprüngliche Position zu bewegen
(Fig. 1A). Die Bewegung des Armes 164 erfolgt entgegengesetzt
zum Pfeil 160 und gegen die Kraft der Feder 162.
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Der Bewegungsabstand der oberen Fördervorrichtung und der
unteren Fördervorrichtung wird von der Schrittanzahl bestimmt,
die, ausgehend von einer Ausgangsstellung, von einem Sensor
(nicht dargestellt) gezählt wird. Die für jeden Bewegungsablauf
der Fördervorrichtung erforderliche Schrittanzahl wird von einem
Steuergerät (ebenfalls nicht dargestellt) auf einen
vorbestimmten Wert eingestellt.
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Ein Seitenwendevorgang unter Verwendung der Fördervorrichtung
und der Walzen 30 bis 40 wird mit Bezug auf Fig. 2, 3A bis 3E
und 4A bis 4E beschrieben. Wenn ein Aufzeichnungsmedium 18,
beispielsweise ein Kontobuch in offenem Zustand, an der
Einlaßöffnung 22 eingeschoben wird, wird es von der
Greifeinrichtung 24 entlang des Förderweges zum
Druckmechanismus 10 an der Druckstation gefördert. Das
Kontobuch 18 wird dann von den Walzen 30 und 32 übernommen, die
es zum Greifen durch die Walzen 38 und 40 positionieren. Das
Kontobuch 18 wird von den Walzen 33 und 40 transportiert, die es
erfassen und in die richtige Position bringen, damit der
Druckkopf 14 an der Druckstation eine oder mehrere Zeile(n)
drucken kann. Nach Beendigung des Druckvorgangs wird das
Kontobuch von den Walzen 30 und 32 und der Greifeinrichtung 24
zur Einlaßöffnung 22 befördert und aus der Maschine ausgestoßen.
Die Druckvorgänge werden in obiger Weise durchgeführt, bis alle
Zeilen auf einer Seite des Kontobuches gedruckt sind.
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Fig. 3A bis 3E stellen einen Seitenwendevorgang in schematischer
Form dar. Wenn die letzte Zeile auf einer Seite gedruckt ist und
zum Abschließen der Transaktion noch zusätzliches Drucken
erforderlich ist, muß zur nächsten Seite des Kontobuches 18
umgeblättert werden. Wie aus Fig. 3A ersichtlich, ist das
Kontobuch 18 in einer Position, in der der Druckkopf 14 zusammen
mit der Platte 16 das Bedrucken der letzten Zeile des
Kontobuches 18 abgeschlossen hat. Die Walzen 38 und 40 sind mit
Abstand von der Druckstation angeordnet und vertikal
ausgerichtet und erfassen ein Ende des Kontobuches 18, während
die Walzen 30 und 32 das Kontobuch 18 nahe an dessen anderem
Ende erfassen und direkt neben der Druckstation angeordnet sind.
Wenn die Fördervorrichtung oder Walzen 38 und 40 beim Erfassen
des Kontobuches 18 den letzten Anschlag oder die letzte
Zeilendruckposition erreichen, werden die Walze 30 und die
Walze 38 in Gegenuhrzeigerrichtung gedreht, wodurch das
Kontobuch 18 zu den Walzen 34 und 36 vorgeschoben wird. Die
Walzen 34 und 36 ergreifen das Ende des Kontobuches 18, um es
für einen Seitenwendevorgang in Position zu bringen. Die
Walze 40 wird von der Walze 38 wegbewegt oder versetzt, und die
Walzen 40 und 38 werden auf vorbestimmte Positionen für einen
Seitenwendevorgang bewegt (Fig. 3B).
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Wie in Fig. 3C dargestellt, wird die Walze 40 zur Verformung des
Kontobuches 18 nach oben bewegt. Da das Kontobuch 18 zum
Bedrucken der einzelnen Zeilen nach rechts bewegt wird, wird
daher der untere Abschnitt des Kontobuches zum Wenden einer
Seite 168 angehoben. Die Walze 38 wird um eine Umdrehung in
Gegenuhrzeigerrichtung gegen die Seite 168 gedreht, um das
Umblättern einzuleiten. Ein Andrückkissen oder ähnliches
Element 170 kann wahlweise zum Festhalten des Kontobuches an
seinem Falz 172 verwendet werden, wobei das Andrückkissen 170
auf den Falz 172 im Kontobuch 18 zu- und von ihm weggeschwenkt
wird, wie mit dem Pfeil dargestellt. Nach Aufrichten der
Seite 168 durch die Walze 38 wird die Walze 32 nach oben bewegt,
und die Walzen 30 und 32 ergreifen das Kontobuch 18. Wenn die
Seite 168 auf die mit Strichlinien dargestellte Position
hochgeschlagen ist (Fig. 3D), wird die Walze 40 nach unten
bewegt, und die Walzen 38 und 40 werden nach rechts bewegt, um
die Seite 168 über die Oberkante der Walze 34 zu legen. Die
Walze 30 wird im Uhrzeigersinn gedreht, um die Bewegung des
Kontobuches 18 nach links einzuleiten. Dann fassen die Walzen 38
und 40 das Ende des Kontobuches und werden nach links bewegt.
Das Kontobuch 18 wird auch von Walzen 26 und 28 ergriffen, die
sich ebenfalls nach links bewegen, um die Bewegung des
Kontobuches nach links in Fig. 3E für einen Druckvorgang zu
unterstützen, wobei die Walze 32 abgesenkt wird. Die Walzen 38
und 40 ergreifen das Kontobuch 18 während seiner Bewegung zur
Druckstation, und die Walze 36 wird nach oben gegen die Walze 34
bewegt, nachdem diese das Kontobuch freigegeben hat.
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Fig. 4A bis 4E stellen einen Rückwärts-Seitenwendevorgang in
schematischer Form dar. Wenn zu viele Seiten des Kontobuches 18
umgeblättert wurden oder das Drucken von Daten auf die vorherige
Seite erforderlich ist, ermöglicht der Aufbau der vorliegenden
Erfindung das Zurückblättern einer Seite des Kontobuches 18.
Eine Seitenkennzeichnung kann abgelesen werden, um anzuzeigen,
daß zu viele Seiten umgeblättert wurden und die vorliegende
Seite nicht die nächstfolgende Druckseite ist. Die Walzen 38
und 40 ergreifen das Kontobuch 18, wenn es zum Bedrucken der
letzten Zeile nach rechts bewegt wird. Wenn die Walzen 38 und 40
das Kontobuch 18 zum letzten Anschlag der Kontobuchposition
bewegt haben, ergreifen die Walzen 30 und 32 das Kontobuch, wie
in Fig. 4A dargestellt. Gleichzeitig werden die Walze 30 und die
Walze 38 in Gegenuhrzeigerrichtung gedreht, um das Kontobuch 18
für einen Rückwärts-Seitenwendevorgang anzuordnen.
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Die Walze 40 wird aus einer Position unter der Walze 38 um einen
vorbestimmten Abstand nach links in Fig. 4B versetzt und dann
zur Verformung des Kontobuches 18 nach oben bewegt. Da das
Kontobuch 18 von der Druckstation aus nach rechts bewegt wurde,
wird daher der obere Abschnitt des Kontobuches zum Wenden einer
Seite 174 angehoben. Wenn die Walze 38 zum Aufrichten der
Seite 174 in Gegenuhrzeigerrichtung gedreht wird, ergreifen die
Walzen 34 und 36 sofort das Kontobuch 18, um das Umblättern von
mehr als einer Seite zu verhindern. Wenn die Seite 174 auf die
mit Strichlinien dargestellte Position hochgeschlagen ist
(Fig. 4B), wird die Walze 40 abgesenkt, und die Walzen 38 und 40
werden nach links bewegt, und die Seite 174 wird über die
Oberkante der Walze 30 gelegt (Fig. 4C). Das Kontobuch 18 wird
von Walzen 34 und 36 um eine begrenzte Distanz nach rechts
bewegt, damit die Seite 174 unter der Walze 30 angeordnet werden
kann. Danach erfassen die Walzen 38 und 40 das Kontobuch 18, um
es an die Walzen 30 und 32 weiterzugeben (Fig. 4D). Die Walze 40
wird von der Walze 38 weg abgesenkt, und dann werden die
Walzen 38 und 40 auf die rechte Position bewegt und klemmen das
Kontobuch 18 ein (Fig. 4E). Danach bewegen die Walzen 38 und 40
das Kontobuch 18 für einen Druckvorgang zur Druckstation.
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Es sei angemerkt, daß der Betrag, um den die Walze 40 zur
Verformung des Kontobuches 18 nach oben bewegt wird, in
Abhängigkeit von der Biegesteifigkeit des Kontobuches
einstellbar sein kann. Auch kann die Drehung der Walze 38 zur
Einleitung eines Seitenwendevorgangs durchgeführt werden,
während die deshalb hochgehobene Walze 40 sich auf die Walze 38
zubewegt. Hinsichtlich des Seitenwendeschritts in Fig. 3D, wobei
die Walze 38 zum Niederlegen der Seite 168 verwendet wird, kann
alternativ dazu das Kontobuch 18 zur Druckstation bewegt und die
Seite 168 von der Walze 30 heruntergedrückt werden.
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Eine herkömmliche Seitenwendekonstruktion ist in Fig. 5A bis 5C
gezeigt und in der japanischen Offenlegungsschrift Nr. 20497/83
beschrieben. Die herkömmliche Konstruktion weist
Förderwalzen 180, 182, 184, 186, 188 und 190 auf, die entlang
einem Förderweg 192 für ein Kontobuch 194 angeordnet sind
(Fig. 5B). Ebenso ist eine Vielzahl von
Führungselementen 196, 198, 200, 202 und 204 entlang dem
Förderweg 192 für das Kontobuch 194 angeordnet. Das
Führungselement 200 ist entlang dem Förderweg 192 beweglich, um
die Strecke von einer Druckstation zu einer Seitenwendestation
während eines Druckvorgangs zu überbrücken und um die Strecke
von der Seitenwendestation zur Druckstation während eines
Seitenwendevorgangs zu überbrücken.
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Zwischen den Förderwalzen 180 und 184 ist ein Druckkopf 206
angeordnet (Fig. 5A), und ihm gegenüber an der Druckstation ist
eine Platte 208 angeordnet. Eine Seitenwende-Walze 210 ist an
der Seitenwendestation zwischen den Walzen 184 und 188
vorgesehen und am oberen Ende eines Schwenkhebels 212 befestigt.
Der Schwenkhebel 212 ist mit einer Antriebswelle 214 verbunden,
die den Hebel auf einer Schwenkbahn bewegt, wie mit dem
Pfeil 216 angedeutet. Ein Andrückkissen 218 ist zwischen den
Förderwalzen 186 und 190 vorgesehen und in vertikaler Richtung
von einer Position zu einer anderen, in Strichlinien
dargestellten Position beweglich.
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In Fig. 5B ist ein Vorwärts-Seitenwendevorgang dargestellt. Wenn
das Kontobuch 194 den Förderweg 192 entlanggefördert und von den
Führungselementen 196, 198 und 200 in offenem Zustand zur
Druckstation geführt wird, wird das Führungselement 200 bewegt,
um den Druckvorgang zu ermöglichen. Für den Fall, daß die letzte
Zeile auf einer Seite 220 gedruckt wurde und zusätzliche Daten
zum Abschließen der Transaktion auf die nächste Seite gedruckt
werden müssen, wird das Kontobuch 194 von einem
Führungselement 200 zur Seitenwendestation geführt.
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Wenn das Führungselement 200 zur Druckstation bewegt wird, wird
das Andrückkissen 218 angehoben und bewegt die Rück- oder
Unterseite des Kontobuches 194 in eine gewölbte Position, wobei
die zu wendende Seite 220 gegen die Walze 210 gepreßt wird. Die
Seitenwende-Walze 210 wird zum Aufrichten der Seite 220 in
Gegenuhrzeigerrichtung gedreht, und danach wird das Kissen 218
abgesenkt und das Kontobuch 194 zur Druckstation vorgeschoben.
Das Führungselement ist zur Bewegung gezwungen, um den
Druckvorgang zu ermöglichen.
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Für den Fall, daß eine Seite zuviel umgeblättert wurde, ist es
erforderlich, eine Seite zur richtigen Seite des Kontobuches 194
zurückzublättern. Das Kontobuch 194 wird zum
Seitenwendeabschnitt gefördert und so angeordnet, daß die
Vorder- oder Oberseite des Kontobuches über dem
Andrückkissen 218 liegt (Fig. 5C). Die Seitenwende-Walze 210
wird von dem Hebel 212 in eine Position verschwenkt, in der die
zurückzublätternde Seite gegen die Walze 210 gepreßt wird. Zum
Zeitpunkt des Verschwenkens des Hebels 212 und der Walze 210
wird das Andrückkissen angehoben, um die zu wendende Seite gegen
die Walze 210 anzuordnen. Die Seitenwende-Walze 210 wird zum
Aufrichten der Seite im Uhrzeigersinn gedreht, und das
Kontobuch 194 wird zum Abschließen des Zurückwendens der Seite
um eine begrenzte Distanz nach rechts bewegt. Danach wird das
Kontobuch 194 von den Walzen 184 und 186 zur Druckstation
vorgeschoben.
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Der herkömmliche Aufbau verwendet das Führungselement 200, das
auf die Druckstation oder die Seitenwendestation zu und davon
wegbewegt werden muß, um die jeweiligen Arbeitsgänge zu
ermöglichen. Dieser Aufbau ist kompliziert und kostspielig. Wenn
das Kontobuch 194 zum Zurückblättern einer Seite positioniert
ist, ist es zudem erforderlich, das Kontobuch um eine
ausreichende Distanz entsprechend der Länge des offenen Buches
vorzuschieben, um einen Seitenwendevorgang rückwärts zu
ermöglichen, so daß die Abmessungen der Konstruktion groß sein
müssen, um einen derartigen Arbeitsgang zu ermöglichen.
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Es ist daher ersichtlich, daß hiermit ein Seitenwendemechanismus
für Kontobücher gezeigt und beschrieben ist, der obere und
untere Transportwalzen aufweist, die das Kontobuch erfassen und
unabhängig voneinander beweglich sind, um eine Seite des
Kontobuches zu wenden und derartige Walzen bei dem Arbeitsgang
einen minimalen Raumanteil einnehmen.