-
Die Erfindung betrifft ein Transportfahrzeug mit einer
Anordnung, mit der während des Transports ein fahrzeugfester,
lasttragender Rahmen an einer ebenfalls lasttragenden
Strukturkomponente verriegelt werden kann, die während des Be- und
Entladens zur Seite geschwenkt werden kann und die beim Be- und
Entladen die seitlich verschwenkbare Strukturkomponente
abstützt, wobei die Anordnung einen Stützausleger aufweist, der
an den Rahmen des Fahrzeugs angelenkt ist und der unter der
Strukturkomponente angeordnet werden kann, die zur Seite
verschwenkt weden kann.
-
Insbesondere auf dem Gebiet das Eisenbahntransportwesens wurden
Anstrengungen unternommen, um Transportverfahren und
Transportsysteme zu entwickeln, so daß das Beladen und das Entladen
schnell durchgeführt werden kann, ohne daß massive Hebezeuge
zum Einsatz kommen müssen. Hierbei wurde besondere
Aufmerksamkeit auf das Beladen von Anhängern, Sattelaufliegern,
Containern und dergleichen gelegt. Für das Beladen dieser
Fahrzeuge per se wurde eine Anzahl unterschiedlicher Techniken
entwickelt, wobei in dieser Patentanmeldung nur diejenigen
Techniken diskutiert werden, bei denen die Last seitlich in den
Eisenbahnwaggon transportiert wird. Hierbei entstehen mehrere
Probleme, weil die äußeren Dimensionen des Frachtwaggons
weltweit genau begrenzt sind, während die Außendimensionen der
Last, in diesem Fall eines Anhängers, eines Sattelaufliegers
oder eines Containers, denjenigen Dimensionen nahekommen, die
für die Außenabmessungen des Frachtwaggons zugelassen sind. Es
ist also nicht möglich, die Strukturen eines Frachtwaggons
derart zu konstruieren, daß sie beim Beladen und beim Entladen
fest gemacht werden können. Die Abmessungen von Anhängern
beispielsweise gestatten lediglich einen sehr dünnen Boden und
dünne Seitenwände bei einem Frachtwaggon, wobei die Seitenwände
verhältnismäßig hoch sein müssen, um ausreichend stark zu sein.
In diesem Fall kann der Anhänger zwischen den Seitenwänden
angeordnet werden, wozu lediglich die Seitenwand oder die
Seitenwände aus dem Weg verschwenkt werden müssen. Bei derartigen
Strukturen erfolgt das Beladen und Entladen, indem lediglich
der Anhänger oder dergleichen längs einer Rampe auf den
Eisenbahnwaggon gefahren wird, wie dies beispielsweise in der
GB-A-2 179 311 beschrieben ist, oder indem der Anhänger oder
dergleichen seitlich in den Waggon eingeschoben wird. Wenn eine
zur Seite verschwenkbare Strukturkomponente und eine Fahrrampe
zum Beladen eines Anhängers benutzt werden, so gibt es einige
Probleme, die eine zusätzliche Ausrüstung notwendig machen. Die
Figuren 1 und 2 zeigen ein bekanntes System nach dem Stand der
Technik. Diese Figuren zeigen einen Frachtwaggon 31 und einen
Sattelauflieger 32, die in eine strukturelle Komponente 33
eingefahren sind. Die strukturelle Komponente verschwenkt sich um
ein Gelenk 37 zur Seite, das Teil des Rahmens 35 des
Frachtwaggons ist. Wenn die strukturelle Komponente sich in der Mitte
des Waggons befindet, so wird sie am Rahmen mit Hilfe eines
Verriegelungsmechanismus 36 verriegelt. Wenn die Komponente 33
sich in der seitlich verschwenkten Lage befindet, wie dies Fig.
1 zeigt, so muß sie mit Hilfe eines Stützauslegers 38
abgefangen werden. Danach ist es möglich, über Fahrbrücken 41 auf die
strukturelle Komponente 33 zu fahren. Bei dieser Struktur ist
es notwendig, zunächst den Stützausleger 38 um sein Gelenk in
die richtige Position aus dem Rahmen 35 herauszuschwenken, und
zwar bevor die strukturelle Komponente 33 zur Seite verschwenkt
wird, worauf der Stützausleger auf das Niveau der unteren
Fläche der seitlich verschwenkbaren strukturellen Komponente 33
abgesenkt werden muß, bis er auf dem Boden aufliegt. Danach ist
es möglich, die Verriegelungsvorrichtungen 36 zu öffnen und die
strukturelle Komponente 33 seitlich zu verschwenken. Zum
Verschließen müssen die vorstehend beschriebenen Schritte in
umgekehrter Reihenfolge durchgeführt werden. Diese bekannte
Anordnung hat den Nachteil, daß die Struktur kompliziert ist
sowohl weil der Ausleger in vertikaler Richtung bewegt werden
muß und auch weil der Ausleger für die Dauer des Transports
eine eigene Verriegelungsvorrichtung benötigt, und dies gilt
auch für die seitlich verschwenkbare Strukturkomponente. Die
komplizierte Natur der Struktur erhöht nicht nur den Preis,
sondern macht die Struktur auch anfällig für Beschädigungen.
-
Insbesondere das Gelenk 39 des Auslegers kann leicht beschädigt
werden, wenn unter dem Fuß 40 am anderen Ende des Auslegers
kein Boden ist. Auch die große Anzahl von Arbeitsschritten hat
als Konsequenz, daß das Beladen und das Entladen
verhältnismäßig lange dauern.
-
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Auslegerstruktur
Vorzuschlagen, die von der Transportlage in die Stützlage gebracht
werden kann, wobei mehrere Bewegungen stattf inden, die so
einfach wie möglich sind. Es ist ebenfalls Aufgabe der Erfindung,
eine Auslegerstruktur vorzuschlagen, bei deren Verwendung die
Vorbereitung eines Eisenbahnwaggons zum Beladen bzw. für den
Transport mit möglichst wenig Arbeitsschritten möglich ist, und
wobei möglichst wenige Mechanismen zum Einsatz kommen. Es ist
ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung, eine
Auslegerstruktur vorzuschlagen, die im Betrieb zuverlässig arbeitet und
die nicht beschädigt werden kann, auch nicht, wenn die
Beladungskapazität des Bodens an der Lade- bzw. Entladeseite nicht
sehr hoch ist.
-
Durch Verwendung der erfindungsgemäßen Anordnung können die
vorstehend beschriebenen Probleme gelöst werden, und die
vorstehend erläuterten Aufgaben werden ebenfalls gelöst. Zu diesem
Zweck sind die kennzeichnenden Merkmale von Patentanspruch 1
vorgesehen.
-
Der wichtigste Vorteil der Erfindung besteht darin, daß mehrere
vorher getrennte Vorrichtungen zu einer Betätigungsvorrichtung
kombiniert werden, wobei die Struktur einfach und
betriebssicher ist. Das Handhaben des Transportfahrzeugs zum Beladen und
zum Entladen erfolgt schnell und ist einfach Ein weiterer
Vorteil der Erfindung besteht darin, daß die Struktur auch bei
einem Überladen keinen Schaden nimmt.
-
Die Erfindung wird im folgenden im einzelnen und unter
Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert.
-
Die Figuren 1 und 2 zeigen eine Draufsicht bzw. eine
Seitenansicht einer bekannten
Stützauslegerstruktur.
-
Figur 3 zeigt eine Seitenansicht eines
Eisenbahnwaggons, wobei sich die
schwenkbare Seitenwand an Ort und Stelle
befindet und die einen erfindungsgemäßen
Stützausleger aufweist.
-
Figur 4 zeigt eine Draufsicht auf den
Eisenbahnwaggon nach Fig. 3.
-
Figur 5 zeigt eine Seitenansicht eines
Stützauslegers in geschlossener Lage,
gesehen von der Seite des Eisenbahnwaggons
her.
-
Figur 6 zeigt eine teilweise geschnittene
Ansicht des Stützauslegers nach Fig. 5.
-
Figur 7 zeigt eine Draufsicht des
Stützauslegers in der geöffneten Lage unterhalb
des offenen Frachtraumes.
-
Figur 8 zeigt eine geschnittene Seitenansicht
des Fußes des Stützauslegers.
-
Figur 3 zeigt als Ganzes einen Frachtwaggon 1, wie er
üblicherweise als Schienenfahrzeug eingesetzt wird. Auf dem
Frachtwaggon befindet sich ein Sattelschlpper oder Sattelauflieger 2.
Figur 4 zeigt dieselbe Struktur, wobei der Kasten 3 und die
lasttragende Seitenwand 4, die fest daran vorgesehen ist, in
ihrer seitlich verschwenkten Position strichpunktiert
eingezeichnet sind. In diesem Zustand kann ein Anhänger in den
Kasten längs einer Fahrbrücke 28 gefahren werden. In Figur 4
sind der Kasten 3 und die Seitenwand 4 in ihrer geschlossenen
Lage mit durchgehenden Linien eingezeichnet, die somit Figur 3
entspricht. Der Rest des Rahmens des Frachtwaggons, mit dem die
Räder und der Kalten mit dessen Seitenwänden befestigt sind,
ist als Ganzes bei Pos.5 angedeutet. In den Figuren 3 und 4 ist
die Öffnungsverbindung der Seitenwand, mit der der Kasten 3 am
Rahmen 5 für die Dauer des Transports verriegelt wird, bei
Position 6 gezeigt, und das Gelenk zwischen der Seitenwand 4
und dem Rahmen 5, um das der Kasten 3 zum Beladen verschwenkt
werden kann und um welches Gelenk der Kasten 3 wieder nach
innen in den Waggon 1 zum Transport verschwenkt werden kann,
ist als Ganzes bei Pos. 7 gezeigt. Der erfindungsgemäße
Stützausleger, der in Fig. 3 in der Transportlage gezeigt ist, und
zwar verschwenkt unter die Seitenwand 4, ist bei Pos. 8 als
Ganzes gezeigt. Der Stützausleger ist in Fig. 4 strichpunktiert
in der Stützlage gezeigt, verschwenkt unter den Kasten 3.
-
Figur 5 zeigt die Struktur des Stützauslegers 8 und dessen
Anlenkung 9 am Rahmen 5 des Frachtwaggons. Wenn der
Stützausleger unter die Seitenwadnd 4 verschwenkt ist, so wird der
Stützausleger mit Hilfe einer Rastklinke 10 verriegelt, die im
einzelnen nicht näher gezeigt ist. Der Stützausleger besteht
beispielsweise aus einem Arm 29 mit einem kastenförmigen
Querschnitt und aus einem Schwenkgehäuse 30, das an einem der Enden
des Armes vorsteht. In Figur 5 ist die Anlenkung 9 im
Querschnitt gezeigt. Sie weist eine vertikale Welle auf, die am
Rahmen 5 des Frachtwaggons befestigt ist, wobei ein
Schwenkstück 12 an der Innenseite des Schwenkgehäuses 30 montiert ist
und so verriegelt ist, daß es mit Hilfe einer
Befestigungsmutter 13 unbeweglich ist. Am Stützausleger ist ebenfalls zwischen
dem Schwenkgehäuse 13 und dem Schwenkstück 12 eine Federstütze
14 befestigt, die einen Stempel 16 aufweist, der beispielsweise
über Tellerfedern 15 vorgespannt ist, sowie eine Einstellmutter
17. Am freien Ende des Armes 29 des Stützauslegers 8 sind
Befestigungsmittel 21 für den Stützfuß 22 vorgesehen, der in
vertikaler Richtung einstellbar ist.
-
Figur 6 zeigt, wie das Schwenkstück 12 befestigt ist, und zwar
unter Verwendung von horizontalen Stiften 18, die am
Stützausleger 8 schwenkbar sind, so daß eine Struktur nach Buchsen-
Steckerart ausgebildet wird. Die Federstütze 14 bleibt am
Schwenkstück 12 und wird beispielsweise über eine
Einstellmutter 17 auf eine Länge D derart justiert, daß der Stützausleger
8 sich in einer im wesentlichen horizontale Lage befindet, wenn
ler um die Anlenkung 9 verschwenkt wird, d.h. um die vertikale
Mittellinie 42 der Welle 11. Die Federstütze 14 ermöglicht also
den Transport des Stützauslegers unter Last von seiner
horizontalen Lage, wobei ihre Länge D abnimmt, und zwar ohne
irgendeine Beschädigung der Anlenkung 9.
-
Figur 6 zeigt auch, daß der Stützausleger 8 mit Hilfe einer
Klinkennase 19 an der Außenwand des Schwenkgehäuses 30
verriegelt ist, wobei die Keilverbindung 20 entsprechend der
Patentanmeldung FI-882563 beispielsweise zwischen der Seitenwand
4 und dem Rahmen 5 des Frachtwaggons verriegelt wird. Die
Klinken 10 befinden sich wenigstens ungefähr im Abstand der Länge
L2 des Auslegerarms 29 von der Anlenkung 9 und von der
Mittellinie 42 der Schwenkwelle. Die Nase 19 ist ihrerseits in einem
kleinen Abstand L1 von dieser Mittellinie 42 angeordnet.
-
In Figur 7 ist der Arm 29 des Stützauslegers 8 nach außen
geschwenkt, in welchem Fall er sich auch unter dem Kasten 3
befindet, der zur Seite des Rahmens 5 des Frachtwaggons
geschwenkt ist. Der Begrenzer 23 besteht aus einer Stange 43, die
an den Auslegerarm angelenkt ist, wobei ein Ende der Stange
relativ zum Rahmen 5 gleiten kann, und zwar bis zum Anschlag
44. Am äußeren Ende des Arms 29 des Stützauslegers ist ein
Stützfuß 22 vorgesehen. Figur 8 zeigt eine Struktur für den
einstellbaren Stützfuß 22. Sie besteht aus einem Rahmenteil 24,
wobei ein Fuß fest darin installiert ist, und aus einem Schuh
27, der über einen Gewindekopf mit dem Fuß verbunden ist und
der durch Drehen justiert werden kann.
-
Beim Betrieb der Anlenkung 9 im Verschwenken in die Stützlage
für den Kasten, beim möglichen Aktivieren des Stützauslegers 8
während der Stützlage und beim Verriegeln des Kastens 3 am
Rahmen 5 des Waggons geschieht folgendes:
-
Wenn der Kasten in die seitlich verschwenkte Position bewegt
werden soll, d.h. in die Beladungsposition, dann wird der
Stützarm 29 um die vertikale Mittellinie 42 der Welle 11
verschwenkt,
weil das Schwenkstück 12 fest an der Welle 11
montiert ist. Wenn der Arm 29 des Auslegers 8 sich in der
gewünschten Stützlage befindet, dann kann der Kasten 3 heraus auf
den Arm 29 geschwenkt werden, wie in Figur 4 gezeigt. In diesem
Fall ist keine vertikale Bewegung des Auslegers 8 notwendig,
weil die Oberseite 45 des Arms 29 fortwährend sich in der
richtigen Position auf dem Niveau der entsprechenden Stützfläche 46
der unteren Seite des Kastens 3 befindet, wie dies in Figur 5
gezeigt ist. Bevor der Kasten 3 auf den Ausleger 8 geschwenkt
wird, der ausgezogen worden ist, wird der Stützfuß 22 in das
Befestigungsmittel 21 des Arms 29 geschoben, wobei der Stützfuß
mit Hilfe eines Gewindekopfes 26 auf die gewünschte Höhe
geschraubt wird, so daß der Schuh 27 fest auf dem Boden aufruht.
Jetzt stützt der Stützfuß das außere Ende des Arms 29
Anschließend kann der Kasten 3 normal in die Lade- bzw.
Entladeposition geschwenkt werden, in der die untere Stützfläche 46
des Kastens auf der Oberseite 45 des Auslegers aufliegt, um den
Kasten und die Last zu stützen.
-
Die horizontale Ausrichtung des Arms 29 wird unter Verwendung
der Federstütze 14 justiert, die gleichzeitig ein Aktivieren
der Anlenkung 9 ermöglicht, falls der Stützfuß 22
Bodenberührung hat. Das Schwenkgehäuse 30 des Auslegers ist
erfindungsgemäß mit Hilfe von Stiften 18 im Schwenkstück 12
montiert, so daß die Schwenkachse 47 sich zumindest im
wesentlichen horizontal erstreckt und zumindest im wesentlichen
senkrecht zur Länge L2 des Armes 29 und in einem Abstand H von der
Oberseite des Arms 29. Bei der in den Figuren gezeigten
Ausführungsform befindet sich die Federstütze 14 in einem Abstand S,
der größer ist als die Distanz H, von dem oberen Ende des Arms
29 und an der anderen Seite der Ebene, die von den Achsen 42
und 47 definiert wird, bezogen auf den Arm 29, und zwischen dem
Schwenkstück 12 und dem Schwenkgehäuse 30. Durch diese
Anordnung bewirkt beispielsweise ein Drücken auf den Auflegerarm von
demjenigen Ende, das das Befestigungsmittel 21 hat, daß die
obere Kante des Schwenkgehäuses 30, in dem sich die Federstütze
14 befindet, sich dem Schwenkstück 12 nähert, wobei die
Federstütze
14 aktiviert wird, aber trotzdem der Bewegung mit ihrer
Federkraft Widerstand leistet. Das Verschwenken erfolgt also
ohne eine Beschädigung und ohne Verlust der Funktionskapazität.
Bei umgekehrtem Betrieb durch Änderung der Länge D der
Federstütze kann der Ausleger um die Achse 47 verschwenkt werden,
worauf der Teil des Arms 29 mit dem Befestigungsmittel 21
entsprechend der jeweiligen Justierung angehoben oder abgesenkt
wird.
-
Das Verschwenken des Auslegers nach außen um die Achse 42 wird
durch einen Begrenzer 23 begrenzt, wenn das Gleitmittel,
beispielsweise eine Rolle 48, desjenigen Endes der Stange 43, das
vom Arm 29 hinweg weist, sich an einen Anschlag 44 anlegt,
wodurch verhindert wird, daß der Ausleger weiter vorsteht. Wenn
der Ausleger nach außen oder innen verschwenkt wird, so läuft
die Rolle 48 in Gleitstangen 49 im Rahmen.
-
Das Verriegeln des Kastens 3 am Rahmen des Waggons erfolgt
vorzugsweise auch mit Hilfe des Auslegers 8. Wenn der Ausleger
unter den Kasten 3 verschwenkt ist und wenn die Seitenwand 4
sich ebenfalls an Ort und Stelle im Rahmen 5 befindet, dann
dient der Ausleger als wirksamer Hebel, dessen Drehachse sich
auf der Achse 42 befindet. Der Arbeits-Hebelarm ist durch den
Abstand L1 der Nase 19 von der Achse 42 definiert, und der
Hebelarm der Kraft ist etwa gleich der gesamten Länge L2 des
Auslegers. Dadurch ist zum Beispiel die die Keilverbindung 20
schließende Kraft sehr hoch, nämlich gleich L2/L1 x F, wobei
die Kraft F die Schubkraft ist, die am Ende des Auslegers
wirksam ist. Die Struktur ist insbesondere zum Schließen einer
Keilverbindung entsprechend der früheren Patentanmeldung FI-
882563 geeignet, weil sie den dort verwendeten Schließhebel
ersetzt. Weil aber in der Praxis jede Verbindungsanordnung eine
beträchtliche Schließkraft und somit einen Hebel erfordert,
kann der Ausleger 8 nach der Erfindung als Schließhebel für
jeden beliebigen Schließmechanismus dienen. Die beschriebene
Ausführungsform hat einen einarmigen Hebel, aber gegebenenfalls
kann auch ein doppelarmiger Hebel konstruiert werden.
-
Wenn der Hebel 8 in seine Transportposition verschoben worden
ist, so befindet er sich außerhalb des Außenumrisses des
Waggons und in der Ebene des Bodens des Waggons. Der Hebel 8 nimmt
also keinen anderen Raum ein, der für andere Dinge benötigt
wird. Der Ausleger 8 wird an Ort und Stelle über den
Klinkenmechanismus oder Rastmechanismus 10 verriegelt, der per se von
jedwedem bekannten Typ sein kann.
-
Die Erfindung ist nicht auf die vorstehend beschriebene
Ausführungsform beschränkt. Zahlreiche Abänderungen der Struktur
können vorgenommen werden. Beispielsweise kann die Federstütze
14 auf dieselbe Seite der Ebene der Mittellinien 42 und 47
versetzt werden wie der Arm 29, wenn er sich unterhalb der
Unterseite 45 des Arms befindet. Durch Verwendung einer Feder
eines anderen Typs kann die Federstütze auch an der Seite des
Stützenauslegers von dieser Ebene aus angeordnet werden, und
zwar über der Ebene 45, oder alternativ auch an derjenigen
Seite dieser Ebene, die vom Auslegerarm 29 hinweg weist, und
zwar unterhalb der Ebene 45. Das Positionieren der Achse 42 und
der ihr entsprechenden Bauteile kann in entsprechender Weise
von derjenigen Position abweichen, die in seitlicher Richtung
des Waggons vorliegt. Auch das Positionieren der horizontalen
Achse 47 und der mit ihr verbundenen Bauteile kann in der
vertikalen Richtung beträchtlich von der bildlich dargestellten
Anordnung abweichen, in welchem Fall sie sich entweder über
oder unter den Ebenen 45, 46 befinden kann, abhängig vom Rest
der Waggonstruktur oder von den Raumerfordernissen. Die Achse
47 muß auch nicht notwendigerweise rechtwinklig zu der realen
Mittellinie des Armes 29 verlaufen, obgleich dies üblicherweise
bevorzugt wird. Bei der beschriebenen Ausführungsform werden
dann die Welle 11 und das Schwenkstück 12 zusammen mit den
Lagern zwischen diesen Teilen in dem Schwenkgehäuse angeordnet.
Es ist aber auch eine umgekehrte Struktur möglich, wobei dann
die strukturellen Teile, die dem Schwenkgehäuse und den
Schwenkstiften 18 entsprechen, innerhalb der Welle 11
angeordnet werden. In diesem Fall werden die Lager zwischen der
Außenfläche des Schwenkgehäuses und dem inneren Loch der Welle
11 ausgebildet.
-
Es ist auch möglich, die Federstütze 14 so anzuordnen, daß sich
ihre Arbeitslinie nicht horizontal erstreckt, wie beim
erläuterten Ausführungsbeispiel, sondern vertikal. In diesem Fall
kann sie sich beispielsweise an einem Fortsatz parallel zum Arm
29 an derjenigen Seite der Ebene befinden, die von den Achsen
42 und 47 ausgebildet wird, die vom Arm 29 hinweg weist.
Hierbei ist es wesentlich, daß der Arm 29 und die Federstütze
wirksame Punkte für die Kräfte eines Hebels ausbilden, dessen
Drehachse sich auf der Achse 47 befindet.