DE68880C - Ofen zur Injprägnirung von Schuhwerk - Google Patents

Ofen zur Injprägnirung von Schuhwerk

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DE68880C
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DE
Germany
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footwear
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DENDAT68880D
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g. dienstbach in Bockenheim, N. gutmann und S. flegenheimer in Frankfurt a. M
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43DMACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
    • A43D11/00Machines for preliminary treatment or assembling of upper-parts, counters, or insoles on their lasts preparatory to the pulling-over or lasting operations; Applying or removing protective coverings
    • A43D11/003Applying or removing protective coverings
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43DMACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
    • A43D95/00Shoe-finishing machines
    • A43D95/12Devices for conditioning, tempering, or moistening

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  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTA
KLASSE 71: Schuhwerk.
-in FRANKFURT a. M.
Ofen zur Imprägnirung von Schuhwerk.
Die bis jetzt gebräuchliche Art der Imprägnirung von Schuhwerk bestand darin, dafs man irgend ein OeI oder Thran recht stark erhitzte und mit dem Pinsel ein oder mehrere Male hinter einander auftrug; hierbei wurde meistens der Fehler gemacht, dafs man das OeI bezw. den Thran zu stark erhitzte und dadurch das Leder oft verbrannte.
Fabrikationsmä'fsig und nach einer gewissen Methode wurde die Imprägnirung von fertigem Schuhwerk bis jetzt überhaupt noch nicht vorgenommen, und da diese Behandlungsweise des Schuhwerkes nicht nur die Haltbarkeit desselben erhöht, sondern auch hygienisch von gröfster. Wichtigkeit ist, so ist der Ofen nach vorliegender Erfindung construirt worden, mit Hülfe dessen man Schuhwerk auf das Vollkommenste imprä'gnirt.
Der vordere Theil dieses Ofens ist mit einer beliebigen Heizung versehen — in beifolgender Zeichnung ist eine Kohlenfeuerung angenommen —, welche das Wasser im Gefäfs A erhitzt. Dasselbe giebt Wärme an die beiden Schmiereerwärmungsgefäfse E und F ab. Der kastenförmige Raum C trägt oben als Decke einen Rost G, auf welchen das geschmierte Schuhwerk gestellt wird, um sowohl durch den von unten aus Kasten C tretenden heifsen Luftstrom ·— welcher einestheils durch· Abgabe der Wärme der entweichenden Rauchgase im Rohr B, anderenteils durch einen in C befindlichen kleinen Petroleumbrenner P1 entsteht — zu trocknen, als auch die zuviel daran haftende Schmiere zum Abtropfen zu bringen. Diese überflüssige Schmiere wird von dem im Gefalle liegenden Tropf blech H aufgenommen.
Zur Imprägnirung der Sohle und des Absatzes, aber nicht des dazwischen liegenden Gelenkes, werden 2 Gewichtstheile Leinölfirnifs mit 4 Gewichtstheilen Rindertalg und 1 Gewichtstheil japanisches Wachs in das Gefäfs E gebracht und auf 80 bis 870C. erhitzt, durch Umrühren innig gemengt und auf der Temperatur durch Ueberwachen der Heizung erhalten. Hierauf wird diese Schmiere mittelst eines Pinsels auf die Sohle, zwischen Sohle und Oberleder und auf den Absatz des Schuhwerkes aufgetragen und dasselbe dann zum Abtropfen und Trocknen auf den Rost G gestellt.
Ist der Rost mit so imprägnirtem Schuhwerk voll besetzt, so fängt man mit der oben beschriebenen Imprägnirung wieder von vorn an und fährt damit so lange fort, als das Schuhwerk noch Schmiere aufzunehmen im Stande ist.
Die Schmiere für das Oberleder besteht aus gleichen Gewichtstheilen Degras, Talg und braunem Berger Thran. Letzterer wird zuerst in das Gefäfs F gebracht und, genau wie oben beim Gefäfs E, durch das heifse Wasser bis auf ca. 800C. erhitzt. Hierauf werden für je ι kg Thran zwei Theelöffel Scheidewasser zugegeben und diese Mischung tüchtig umgerührt,
wodurch eine starke Reaction eintritt und die ganze Mischung zum Steigen kommt. Nachdem sich die Masse wieder beruhigt hat, setzt man unter stetigem Umrühren erst das Degras und dann den geschmolzenen Talg langsam zu. Mit dieser Schmiere, welche heifs erhalten werden mufs, wird nun das Oberleder des Schuhwerkes nur einmal bestrichen und getrocknet.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Durch eine beliebige Feuerung heizbarer Ofen zur Imprägnirung von Schuhwerk, bestehend aus dem Wasserbad A, welches zur Erwärmung der beiden Schmiere enthaltenen Gefäfse E und F dient, dem Rost G, auf welchem das Schuhwerk vor der Imprägnirung angewärmt und nach der Imprägnirung getrocknet wird, sowie dem Tropfblech H.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT68880D Ofen zur Injprägnirung von Schuhwerk Expired - Lifetime DE68880C (de)

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