DE68834C - Darstellung unlöslicher Metallchloride mittelst Elektrolyse - Google Patents

Darstellung unlöslicher Metallchloride mittelst Elektrolyse

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DE68834C
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DENDAT68834D
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S. CH. C. CURRIE in Philadelphia, Pennsylvanien, V. St. A
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25BELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES FOR THE PRODUCTION OF COMPOUNDS OR NON-METALS; APPARATUS THEREFOR
    • C25B1/00Electrolytic production of inorganic compounds or non-metals
    • C25B1/01Products
    • C25B1/24Halogens or compounds thereof
    • C25B1/26Chlorine; Compounds thereof

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung bezieht sich auf die elektrolytische Herstellung von unlöslichen Chloriden, z. B. von Blei, Silber und Quecksilber (Quecksilberchlorür oder Calomel) unmittelbar aus den bezüglichen Metallen. Zweck der Erfindung ist, diese Herstellungsweise von unlöslichen Chloriden in einfacher, billiger, schneller und ununterbrochener Weise zur Durchführung zu bringen. Das Verfahren wird mit Hülfe einer elektrolytischen Zelle ausgeführt, welche einen neutralen Elektrolyten, z. B. eine Lösung von Chlorzink, enthält.
Die beiliegende Zeichnung zeigt eine geeignete Ausführungsform einer solchen elektrolytischen Zelle.
A ist das Zellengefäfs und B ein Behälter, welcher in zweckmäfsiger Weise in der Zelle A getragen wird und zur Aufnahme von Quecksilber geeignet ist. Dieser Behälter besteht aus einer Masse, welche weder durch das Quecksilber, welches er aufzunehmen hat, noch durch den Elektrolyten oder durch die chemischen oder elektrolytischen, in der Zelle statthabenden Vorgänge angegriffen wird. Das Quecksilber in dem Behälter B wird dadurch zu einer Anode gemacht, dafs man in das Quecksilber das Ende eines Leitungsdrahtes eintaucht, der von einer Dynamo oder anderen Elektricitätsquelle ausläuft. Der Strom verwandelt dabei das Quecksilber in eine feinkörnige Masse, welche leichter als das metallische Quecksilber ist. Dieselbe dehnt sich in dem Gefäfs aus, tritt schliefslich aus demselben, da das Gefäfs keinen Raum mehr bietet, aus, und lagert sich am Boden der Zelle A ab. Das in dem Gefäfs verbliebene Chlorid hindert das Elektrolyt infolge seiner feinkörnigen Beschaffenheit nicht, stets mit der unteren metallischen Quecksilberschicht in Berührung zu bleiben, und ist gleichzeitig Veranlassung, dafs keine Stromunterbrechung eintritt. Die Ueberführung des metallischen Quecksilbers -in Quecksilberchlorid vermittelst des elektrischen Stromes wird vielmehr, wenn der Leiter bis zum Boden des Gefäfses herabgeführt ist, bis zum letzten Rest vor sich gehen. Soll ein anderes unlösliches Chlorid als Quecksilberchlorür oder Calomel hergestellt werden, so wird natürlich das entsprechende Metall in den Behälter B gebracht und zur Anode der elektrolytischen Zelle gemacht.
Die Kathode der Zelle kann aus. irgend einem geeigneten Stoff, z. B. Blei oder Zink, bestehen; es empfiehlt sich indessen besonders die Anwendung einer Zinkkathode. Wird Strom durch. die Zelle treten gelassen, so zersetzt sich der Elektrolyt; bei Wahl einer Chlorzinklösung für denselben wird metallisches Zink und Chlor gebildet. Ersteres wird auf der Kathode niedergeschlagen und kann hinterher durch Umkehren des Stromes oder in anderer Weise für die Bildung des Elektrolyten u. s. w. wiedergewonnen werden, während das Säureradical, in diesem Falle das Chlorgas, an die Anode geht und mit dieser eine chemische Verbindung eingeht, d. h. in dem Falle, wo die Anode von Quecksilber gebildet wird, ein unlösliches Chlorid, nämlich Quecksilberchlorür oder Calomel bildet. Ist
für die Anode Blei oder Silber verwendet, so entstehen die entsprechenden unlöslichen Chlorverbindungen von Blei oder Silber. Dieses unlösliche Chlorid sammelt sich am Boden der elektrolytischen Zelle, von welchem es entfernt werden kann, um durch Auswaschen u. s. w. für den Gebrauch geeignet gemacht zu werden. Das vorbeschriebene Verfahren unterscheidet sich von den üblichen elektrolytischen Verfahren durch folgende Gesichtspunkte:
Bei der gewöhnlichen Elektrolyse erscheint das Säureradical des Elektrolyten in gasförmigem Zustande an der Anode, wenn letztere in dem Bade oder Elektrolyten unlöslich ist. Ist dieselbe aber in dem Elektrolyten löslich, so erscheint das Säureradical nicht als ein Gas, sondern es wird die Anode zersetzt und nach Auflösen in der Lösung auf der Kathode niedergeschlagen Es wird mit anderen Worten die' Anode allmälig nach der Kathode übergeführt.
Bei dem vorliegenden Verfahren wird das an der Anode gebildete Salz (hier z. B. die unlöslichen Chlorverbindungen von Quecksilber, Silber oder Blei) nicht reducirt und an der Kathode niedergeschlagen, sondern es sammelt sich am Boden der Zelle, von wo es unverändert fortgenommen werden kann. Dieses Verfahren, wonach die Anode eines elektrolytischen Bades in eine unlösliche Chlorverbindung verwandelt wird, kann in aufserordentlich schneller Weise durchgeführt werden. Diese neue Wirkung, nämlich der Gewinnung unlöslicher Chlorverbindungen, z. B. von Silber, Blei oder Quecksilber, ist der Anwendung eines neutralen Elektrolyten, wie des Chlorzinks, zuzuschreiben.
Um den Widerstand des Elektrolyten zu vermindern, kann mit dem Chlorzink eine geeignete Menge Chlornatrium oder Chlorkalium gemischt werden. Die Gewinnung von Quecksilberchlorür oder Calomel auf elektrolytischem Wege unmittelbar aus metallischem Quecksilber gestaltet sich danach wie folgt:
Die elektrolytische Zelle erhält als Elektrolyten eine Lösung von Chlorzink. Die Anode wird aus metallischem Quecksilber gebildet, das in einem Behälter B Platz findet, mit dem die Leitung einer Dynamo in Verbindung gebracht wird. Als Kathode der Zelle wird zweckmäfsig metallisches Zink benutzt. Wird Strom durch die Zelle treten gelassen, so wird der Elektrolyt (das Chlorzink) in Zink und Chlor zersetzt. Das Chlor geht an die Anode und verbindet sich mit dem Quecksilber zu Quecksilberchlorür oder Calomel, während das Zink auf der Zinkkathode niedergeschlagen wird. Das Quecksilberchlorür trennt sich von der Anode und scheidet sich am Boden der Zelle A ab. Das Zink kann von der Kathode wiedergewonnen und der Elektrolyt wieder in den neutralen Zustand zurückgeführt werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Verfahren zur Darstellung von unlöslichen Metallchloriden unmittelbar aus den Metallen, dadurch gekennzeichnet, dafs diese Metalle zur Anode eines elektrolytischen Bades gemacht werden, dessen Elektrolyt eine neutrale Chlormetalllösung ist, derart, dafs das Säureradical sich zur Bildung der unlöslichen und sich am Boden der Zelle niederschlagenden Chlorverbindung. mit dem Metall der Anode chemisch vereinigt und nicht reducirt wird, während der metallische Bestandtheil des' Elektrolyten auf der Kathode zur Ausscheidung gelangt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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