DE686722C - Verfahren und Vorrichtung zum Ansetzen von Glasrohrstutzen an Glashohlkoerper - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Ansetzen von Glasrohrstutzen an GlashohlkoerperInfo
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- C03B23/00—Re-forming shaped glass
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- C03B23/207—Uniting glass rods, glass tubes, or hollow glassware
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zum Ansetzen von Glasrohrstutzen an Glashohlkörper Es ist bei der Herstellung doppelwandiger Glasgefäße bekannt, das Ansetzen von Stutzen an das Gefäß dadurch zu bewirken, daß man eine entsprechende Form auf das Glasgefäß aufbringt und mit einer zusätzlichen geschmolzenen Glasmasse füllt, dann mit Hilfe der Hitze dieser Glasmasse den von ihr herührten Teil der Gefäßwandung erweicht und durch in das Gefäßinnere eingeführte Druckluft die Gesamtheit von erweichtem Wandungsteil und zusätzlicher Glasmasse in die Form zur Bildung des Stutzens hineinbläst. Zur Unterstützung der Formgebung kann dabei ein Dorn benutzt werden, der in die zusätzliche Glasmasse und den erweichten Wandungsteil gestoßen und hernach aus der Form wieder herausgezogen wird. Dieses Verfahren, bei dem das Andrücken der zusätzlichen Glasmasse an die Stutzenform und das Lochen der Gefäßwand durch die Kraft der Druckluft erfolgt, ist umständlich, da die Verwendung der Druckluft ein dichtes Abschließen des Innern des Glasgefäßes verlangt und das Vorhandensein einer besonderen Druckluftquelle voraussetzt.
- Das diesem Verfahren zugrunde liegende Prinzip, einen Glasrohrstutzen an dem damit zu versehenden heißen Glashohlkörper selbst aus bildsamer Glasmasse mittels einer Form zu erzeugen und dabei mit der Hohlkörperwandung zu verschweißen, wird nach der Erfindung dadurch zu einem vorteilhaften Verfahren zum Ansetzen von Glasrohrstutzen an Glashohlkörpern ausgestaltet, daß die Bildung des Stutzens durch Pressen in der Form mittels eines Stempels bewirkt und hierauf die innerhalb des gepreßten Stutzens zunächst verbleibende Trennwand z. B. mittels eines Stößels beseitigt wird. Auf diese Weise wird es möglich, lediglich mit Hilfe eines@einfachen Formgebungsstempels und eines ebenso einfachen Durchlochungsstempels sowie einer gleichfalls einfachen Stutzenform eilen Glasstutzen an einem beliebig gestalteten Glashohlkörper an irgendeiner gewünschten Stelle anzubringen und diese Verbindung m einem rasch durchführbaren und trotzdem eine vollkommene Dichtheit der Anschlußstelle gewährleistenden Verfahren zu erzielen. Auch wird eine restlose Beseitigung des vom Glasrohrstutzen umschlossenen Teiles der Hohlkörpenwandung erzielt, da der zum Durchstoßen dieses Wandungsteiles verwendete glühende Stößel beim Herausziehen aus dem Stutzen in diesem nur noch geringe überflüssige Glasreste in Form- von dünnen Splittern zurückläßt, die leicht durch Nacharbeiten entfernt werden können, so daß eine glatte Innenfläche auch an der Stelle der Einmündung des Stutzens in den Hohlkörper entsteht.
- Die Zeichnung veranschaulicht beispielsweise m einer Ausführungsform eine zur Ausübung des Verfahrens nach der Erfindung geeignete Vorrichtung im Schnitt und läßt auch das Verfahren in seinen Einzelheiten näher erkennen.
- gemäß der Zeichnung wird der mit dem Glasrohrstutzen zu versehende Glashohlkörper, z. B. eine Glasflasche i, in eine entsprechende Höhlung 14 einer Platte 2 eingelegt, von der ein Ständer 3 ausgeht, welcher die mehrteilige Form 4, z. B. aus Eisen, für die Erzeugung des Glasrohrstutzens trägt. Die z. B. zweiteilige Form 4, welche an dem Ständer ,3 zwecks Einstellung auf Glashohlkörper von verschiedenem Durchmesser in senkrechter und waagerechter Richtung verschiebbar und in der jeweils eingestellten Lage feststellbar sein kann, wird auf die noch heiße Flasche an der Stelle, wo der Glasstutzen angebracht werden soll, dicht aufgesetzt. Dann wird in die Form 4 flüssige Glasmasse in einer zur Bildung des Stutzens hinreichenden Menge eingetragen. Nunmehr wird in die Form 4 der Stempels eingeführt, der in einen eingeschnürten Fortsatz 6 endet und z. B. aus Eisen besteht. Mittels des Handgriffes 7 wird der Stempel s entgegen der Wirkung der Feder 8, die einerseits an ,einem Bund des Stempels 5 und anderseits am oberen Rande der Form 4. abgestützt ist, in die im Innern der Form 4 befindliche heiße Glasmasse eingepreßt, so daß sein eingeschnürter Fortsatz 6 im Zusammenwirken mit der Form 4 aus der Glasmasse den Rohrstutzen 9 bildet und diesen gleichzeitig mit der ebenfalls im bildsamen Zustand befindlichen Wandung der Flasche i verschweißt.
- Hierauf wird der Stempel 5, 6 aus der Forma. herausgezogen, wobei die Rückholfeder 8 zur Wirkung kommt, und der gebildete Glasrohrstutzen 9 wird .durch Auseinandernahme der zweiteiligen Form 4 freigelegt. Es erfolgt jetzt die Entfernung des innerhalb des Stutzens q liegenden Teils der Wandung der Glasflasche i und der etwa. auf diesem bei der Formung des Stutzens verbliebenen Glasschicht. Zu diesem Zweck kann die Flasche i mit dem angesetzten Stutzen 9 in eine andere Höhlung 15 der Platte 2 eingesetzt werden, wie dies in der rechten Hälfte der Zeichnung dargestellt ist. In den Rohrstutzen 9 wird nunmehr ein zum Erglühen gebrachter Stäßel io, der an der mit Handgriff i i versehenen Stange 12 sitzt und z. B. aus Eisen besteht, eingeführt und durch die heiße und weiche Wand der Flasche i bis in die in der Zeichnung gestrichelt angedeutete Lage gestoßen. Dabei nimmt er den vom Stutzen 9 umschlossenen Teil der Flaschenwand mit und dehnt ihn nach unten hin aus,. um ihn dann bei seinem nachfolgenden Herausziehen aus dem Stutzen 9 mit nach oben zu reißen, wie die Zeichnung in voll ausgezogenen Linien erkennen läßt. Von diesem hochgezogenen Glasteil 13 bleiben, wenn der Stößel io ganz aus dem Stutzen entfernt und beiseite gelegt ist, im Innern des Stutzens noch einige dünne Splitter zurück, die leicht z. B. durch Nacharbeiten mit einem .umlaufenden Dorn und Sand sowie Wasser beseitigt werden können, um die Innenfläche des Stutzens auch am unteren Ende glatt zu gestalten.
- Das Durchstoßen der Wandung der Flasche mittels des Stößels kann auch bei der in der linken Hälfte der Zeichnung wiedergegebenen Lage der Flasche nach Entfernung der Form und des Formstempels vorgenommen werden. Der zu formende Glasrohrstutzen kann einen kreisrunden, vieleckigen oder sonstigen Querschnitt besitzen.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Ansetzen von Glasrohrstutzen an Glashohlkörper, bei dem der Rohrstutzen an dem heißen Hohlkörper selbst aus bildsamer Glasmasse mittels einer Form erzeugt und dabei mit der Hohlkärperwandung verschweißt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Bildung des Stutzens durch Pressen in der Form mittels eines Stempels bewirkt wird, worauf die innerhalb des gepreßten Stutzens zunächst verbleibende Trennwand z. B. mit Hilfe eines Stößels beseitigt wird.
- 2. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch eine zur Auflage der Glashohlkörper (i) dienende, mit Aushöhlungen (14, 15) versehene Platte (2), eine über dieser auf einem Ständer (3) senkrecht und waagerecht verstellbare mehrteilige Form für die Bildung des Glasrohrstutzens (9), einen in die Form (4) einführbaren Preßstempel (5) mit eingeschnürtem Fortsatz (6) sowie einen in den Stutzen (9) einschiebbaren Stößel (io).
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1938V0034662 DE686722C (de) | 1938-03-09 | 1938-03-09 | Verfahren und Vorrichtung zum Ansetzen von Glasrohrstutzen an Glashohlkoerper |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE1938V0034662 DE686722C (de) | 1938-03-09 | 1938-03-09 | Verfahren und Vorrichtung zum Ansetzen von Glasrohrstutzen an Glashohlkoerper |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE686722C true DE686722C (de) | 1940-01-15 |
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE1938V0034662 Expired DE686722C (de) | 1938-03-09 | 1938-03-09 | Verfahren und Vorrichtung zum Ansetzen von Glasrohrstutzen an Glashohlkoerper |
Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE686722C (de) |
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1938
- 1938-03-09 DE DE1938V0034662 patent/DE686722C/de not_active Expired
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