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Einrichtung zum Peilen mittels eines Peilrahmens, der innerhalb eines
im wesentlichen geschlossenen metallischen Gebildes untergebracht ist Es hat sich
in manchen Fällen als wünschenswert erwiesen, den für funktechnische Peilanordnungen
erforderlichen Peilrahmen in das Innere von ganz oder teilweise metallisch geschlossenen
räumlichen Gebilden unterzubringen. Beispielsweise ist es bei Flugzeugen zwecks
Verringerung des Luftwiderstandes von Bedeutung, den bisher üblicherweise außerhalb
des Flugzeuges, meist oberhalb des Rumpfes angeordneten Peilrahmen im Innern des
Flugzeuges an beliebiger Steile, z. B. hinten im Rumpf, unterzubringen. Dies ist
jedoch ohne besondere Maßnahme nicht möglich, da das elektromagnetische Strahlungsfeld
durch die umgebende Metal lhülle mehr oder weniger abgeschirmt und in seinem Verlauf
so beeinflußt wird, daß mit dem im Innern angeordneten Peilrahmen entweder falsche
Peilwerte ermittelt werden oder infolge zu geringer Empfangsenergie die Peilungen
ausfallen.
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Die nachstehend beschriebene Erfindung gibt nunmehr eine Lösung der
Aufgabe, praktisch brauchbare Peilungen auch mit einem im Innern eines im wesentlichen
geschlossenen Metallgebildes befindlichen Peilrahmen durchführen zu können. Sie
ist dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb undloder unterhalb der praktisch senkrecht
angeordneten Rahmendrebachse eine Durchbrechung in den Horizontalwänden des Metallkörpers
für den Durchtritt des elektromagnetischen Feldes vorgesehen ist.
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Die Erfindung sei an Hand der Abb. I näher erläutert. Im Innern eines
räumlichen Metallgebildes M, beispielsweise eines Flugzeugrumpfes, befindet sich
ein Peilrahmen R.
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Oberhalb oder unterhalb des Rahmens ist eine in der Skizze als rundes
Loch dargestellte Durchbrechung Dj bzw. D2 des Metallkörpers vorgesehen, welche
mit einem nichtmetallischen Werkstoff verkleidet ist. Das durch diese Öffnung hindurchgreifende
elektromagnetische StrahIungsfeld wirkt mit hinreichender Intensität auf den Empfangsrahmen
ein, und da bei dieser Anordnung der Feldverlauf am geringsten vom normalen abweicht,
sind die erhaltenen Peilwerte bis auf gewisse, als Funkbeschickung verbleibende
restliche Abweichungen richtig. Daß es im vorliegenden Fall wesentlich auf die Anordnung
der Offnungen ankommt, geht daraus hervor, daß ein beispielsweise in der Flugzeugkabine
K aufgestellter Peilrahmen R' zwar Energie aufnimmt, da das Strahlungsfeld teilweise
durch die Fenster in die Kabine dringt, aber zufolge des wesentlich gestörten Feldverlaufes
durchaus falsche Peilwerte liefert, wobei die erhaltenen Peilungen im wesentlichen
von der Lage und Anordnung der Fenster zum Rahmen abhängen.
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Es ist hierbei jedoch nicht möglich, eine
solche Stelle
aufzufinden, an der richtige Peilungen erhalten werden können.
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Zur Erhöhung der Empfangsintensität es vorteilhaft, sowohl oberhalb
als auch unterhalb des Peilrahmens eine Öffnung anzubrin-.-gen. Andererseits genügt
es jedoch, auch für den praktischen Fall, ebenso wie nur eine Öffnung oberhalb des
Peilrahmens D1, eine solche unterhalb D2 anzubringen. Es ist hierbei unwesentlich,
ob diese Öffnungen rund oder sonstwie gestaltet sind, jedoch muß auf eine zur Öffnung
möglichst symmetrische Aufstellung des mit seiner Drehachse senkrecht, d. h. in
Richtung des normal vertikal polarisierten elektrischen Feldes, stehenden Rahmens
geachtet werden.
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Während bei festliegendem Aufstellungsort des Peilrahmens eine besondere
Öffnung hergestellt werden muß, kann im anderen Falle vorteilhafterweise eine bereits
vorhandene und geeignet liegende Öffnung ausgenutzt werden. Stets ist jedoch zu
beachten, daß zu einem bestimmten Rahmenabstand von der Durchbrechung auch eine
bestimmte Größe der Offnung gehört und umgekehrt, da bei jeder Größe der Öffnung
eine bestimmte Stelle vorhanden ist, an der der Feldverlauf die geringste Störung
aufweist. Bei der Ausnutzung vorhandener Öffnungen ist daher möglichst der optimale
Abstand des Peilrahmens aufzusuchen, während bei festliegendem Einbauplatz des Rahmens
die optimale Größe der Durchbrechung zu wählen ist.
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Bei solchen Metallgebilden, welche aus einem Stabsystem bestehen,
wie beispielsweise die Stahlrohrkonstruktion eines Flugzeugrumpfes, oder die sonstwie
nur teilweise metallisch geschlossen sind, ist der Rahmen unter- oder oberhalb einer
hinreichend großen Offnung aufzustellen, wobei die vorherstehenden Maßnahmen entsprechend
berücksichtigt werden müssen.
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Zur Beseitigung der als Funkbeschickung bekannten restlichen Fehler
der Peilwerte, um unmittelbar an der Peilskala des Rahmens die richtigen Winkelwerte
ablesen zu können, ist es angebracht, die bekannten mechanischen Funkbeschickungskompensationseinrichtungen
anzuwenden oder aber in der Praxis auch sonst bekannte Kompensationsschleifen, wie
sie z. B. in der Abb. 2 Si und Si dargestellt sind. Hierbei kann entweder nur eine
als Drahtring oder sonstwie ausgebildete Schleife Anwendung finden oder, wie meist
üblich, zwei Schleifen, wobei sich der Rahmen, wie auch in der Abb. 2 skizziert,
zwischen den Schleifen befindet. Der Abstand a der Kompensationsschleifen ist von
der Größe des maximalen Peilfehlers abhäng. Gelingt die elektrische Kompensation
t ; icht völlig, so kann zusätzlich eine mechaische Korrektion herangezogen werden.
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Ein weiteres Mittel, die Funkbeschickung zu kompensieren, besteht
darin, den Peilrahmen gegen die Vertikale zu neigen, und zwar in einer Ebene, die
senkrecht zu der Ebene evtl. vorzusehender Kompensationsschleifen liegt. In Abb.
3 ist dies für einen Flugzeugrumpf skizziert, wobei der Rahmen durch Drehung um
die Flugzeuglängsachse L aus der Vertikalen gebracht wird. Die Größe des Neigungswinkels
fl bestimmt sich hierbei ebenfalls nach der Größe des maximalen Peilfehlers gemäß
der Beziehung: cos ß = coty y coty a, wobei x den Einfallwinkel des Strahlungsfeldes
und y den Rahmendrebwinkel bezeichnet.
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PATTANSPRÜCHE: I. Einrichtung zum Peilen mittels eines Peilrahmens,
der innerhalb eines im wesentlichen geschlossenen metallischen Gebildes untergebracht
ist, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb undloder unterhalb der praktisch senkrecht
angeordneten Rahmendrehachse eine Durchbrechung in den Horizontalwänden des Metallkörpers
für den Durchtritt des elektromagnetischen Feldes vorgesehen ist.