DE686335C - Verfahren zur Trennung von Schwefelwasserstoff und Ammoniak - Google Patents

Verfahren zur Trennung von Schwefelwasserstoff und Ammoniak

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DE686335C
DE686335C DE1935I0051434 DEI0051434D DE686335C DE 686335 C DE686335 C DE 686335C DE 1935I0051434 DE1935I0051434 DE 1935I0051434 DE I0051434 D DEI0051434 D DE I0051434D DE 686335 C DE686335 C DE 686335C
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DE
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hydrogen sulfide
ammonia
separation
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carbonic acid
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Expired
Application number
DE1935I0051434
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English (en)
Inventor
Dr Wilhelm Geisel
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IG Farbenindustrie AG
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IG Farbenindustrie AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B17/00Sulfur; Compounds thereof
    • C01B17/16Hydrogen sulfides
    • C01B17/167Separation

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Treating Waste Gases (AREA)

Description

  • Verfahren zur Trennung von Schwefelwasserstoff und Ammoniak In der Patentschrift 669 3r4 ist ein Verfahren zur Abtrennung von Kohlensäure aus Ammoniak oder ammoniakhaltigen Gasgemischen beschrieben, bei dem die Gase mit solchen aliphatischen Aminen, die an einem Stickstoff nur eine Oxalkylgruppe enthalten, oder Lösungen dieser Amine behandelt werden, und zwar bei Temperaturen oberhalb 7o°, die nur wenig unterhalb der Temperatur der Kohlensäureabspaltung aus den Carbonaten der Amine liegen.
  • Es wurde nun gefunden, daß in analoger Weise auch Schwefelwasserstoff oder Gemische von Schwefelwasserstoff mit Kohlensäure von Ammoniak oder ammoniakhaltigen Gasen getrennt werden können.
  • Das Verfahren kann z. B. bei der Aufarbeitung von Gaswasser Verwendung finden, wenn dessen wertvollster Bestandteil, das Ammoniak, von den hauptsächlichsten Verunreinigungen, nämlich Kohlensäure und Schwefelwasserstoff, abgetrennt werden soll. Beispiel i In 200 Gewichtsteile auf 7o' erhitztes Monopropanolamin wird ein Gasgemisch aus 7o Gewichtsteilen Ammoniak und 25 Gewichtsteilen Schwefelwasserstoff eingeleitet. Aus der Flüssigkeit entweicht Ammoniakgas, in dem Schwefelwasserstöff nur in Spuren nachweisbar ist. Hierauf wird die Flüssigkeit zur Gewinnung des Schwefelwasserstoffs und Regenerierung des Propanolamins bis auf ioo° erhitzt. Bei dieser Temperatur setzt die Schwefelwasserstoffentwicklung ein; sie wird durch langsames Steigern der Temperatur bis auf 15o' beendet. Gleichzeitig mit dem Schwefelwasserstoff - entweichen 3 bis 70/0 Ammoniak, die in der Flüssigkeit zurückgehalten waren; sie lassen sich in der üblichen Weise aus dem Schwefelwasserstoff herauswaschen. Beispiel e In Zoo Gewichtsteile auf 7o" erhitztes Monoäthanolamin wird ein Gasgemisch aus 7o Gewichtsteilen Ammoniak und 25 Gewichtsteilen Schwefelwasserstoff eingeleitet. Aus der Flüssigkeit entweicht Ammoniakgas, in dem Schwefelwasserstoff nur in Spuren nachweisbar ist. Hierauf wird die Flüssigkeit zur Gewinnung des Schwefehvasserstoffs und Regenerierung des Athanolamins bis auf 8o' erhitzt. Bei dieser Temperatur setzt die Schwefelwasserstoffentwicklung ein; sie wird durch langsames Steigern. der. Temperatur bis auf 16o° beendet. Gleiczeitig mit dem Schwefel-
    wasserstoff entweicheiY 3 -bis- 7 % Ammonia'
    die in der. Flüssigkeit zurückgehalten warn,*.
    sie lassen sich in der üblichen Weise aus dzn
    Schwefelwasserstoff herauswaschen. Beispiel 3 In Zoo Gewichtsteile auf 7o° erhitztes Monopropanolamin wird ein Gasgemisch aus i i Gewichtsteilen Ammoniak, 14 Gewichtsteilen Kohlensäure und 12 Gewichtsteilen Schwefelwasserstoff eingeleitet. Aus der Flüssigkeit tritt Ammoniakgas, das frei von Kohlensäure ist und Schwefelwasserstoff nur in Spuren enthält. Sodann wird die Flüssigkeit zur Gewinnung von Kohlensäure und Schwefelwasserstoff und Regenerierung des Trennmittels auf 8o bis 85° erhitzt; bei dieser Temperatur setzt die Kohlensäure- und Schwefelwasserstöffentwicklung ein; sie kann durch stetiges Steigern der Temperatur auf i55° zu Ende geführt werden. Gleichzeitig mit dem Gemisch von Kohlensäure und Schwefel-..wasserstoff entweichen noch etwa ioolo Am-;üoniak, die im Trennmittel zurückgehalten " i' en. Sie lassen sich in der üblichen Weise :-us dem Gemisch herauswaschen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Abtrennung von Schwefelwasserstoff und gegebenenfalls von Kohlensäure aus Ammoniak oder ammoniakhaltigen Gasgemischen, dadurch gekennzeichnet, daß man die Gase gemäß Patent 669314 mit solchen aliphatischen Aminen, die an einem Stickstoff nur eine Oxalkylgruppe enthalten, oder Lösungen dieser Amine behandelt, und zwar bei Temperaturen über 7o°, die nur wenig unterhalb der Temperatur der Abspaltung von Schwefelwasserstoff .und Kohlensäure aus ihren Salzen mit den Aminen liegen.
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