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Türschloß für Kraftwagen Zusatz zum Patenty680418 Bei dem im Hauptpatent
geschützten Türschloß für Kraftwagentüren ist nur eine einzige übertragungsstange
vorhanden, die zwecks Offnens der Tür sowohl von einem inneren als auch von .einem
äußeren Drücker aus in Bewegung gesetzt wird, um die Sperrhaken aus dem Schließblech
,am Türanschlagständer auszuklinken. Ein gewisser Mangel dieser Bauart besteht darin,
daß, wenn der innere Drücker bewegt wird, sich auch der Drücker auf der Außenseite
des Wagens mit bewegt. Dies ist in manchen Fällen unerwünscht, denn dann kann z.
B. ein Außenstehender das Öffnen der Tür von innen her durch Festhalten des äußeren
Drückers verhindern, ferner kann es zu Handverletzungen kommen, wenn etwa zufällig
beide Drücker gleichzeitig erfaßt und bewegt werden. Diese Nachteile zu vermeiden,
ist der Zweck der Erfindung. An Stelle der einzigen nach dem Hauptpatent vorgesehenen
Übertragungsschiene, die die Klinken bewegt, werden hier zwei Schienen benutzt,
von denen die eine vom Innern des Fahrzeuges aus allein und die ,andere nur von
der Außenseite des Wagens aus verstellbar ist. Dann führt jede Schiene unabhängig
von der anderen ihre Bewegung aus.
In der Zeichnung stellen dar:
Fig. i einen waagerechten Schnitt durch das Schloß, in dem gezeigt ist, wie es an
der Tür eines Kraftwagens sitzt. Dabei ist die Tür in gestrichelten Linien angedeutet,
Fig.2 einen Schnitt nach Linie 2-2 der Fig. i in. größerer Darstellung, Fig.3 einen
Schnitt durch eine Einzelheit mit dem Winkelhebel zum Bewegen der Schließklinken
vom Innern des Wageas aus und mit der Vorrichtung rum Sperren des Verschlusses gegen
öffnen von außen, Fig. q. eine Ansicht der Einrichtung nach Fig. 2 von rechts gesehen,
Fig. 5 schaubildliche Ansichten der beiden Umstells-chienen.
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In der Zeichnung ist die Wagentür mit 2 und der Türpfosten mit 4.
bezeichnet. Die Tür hat eine Ausnehmung 6, in die ein Gummipuffer 8 eingesetzt ist.
Gegen diesen liegt für gewöhnlich das zugespitzte Ende i o des auf der Außenseite
befindlichen Drückers 12 an: Der Drücker liegt in Ruhe in der Ausnehmung 6. Das
Schließblech ist im- ganzen mit 14. bezeichnet. Es weist eine lange schmale Platte
r6 .auf, an jedem Ende trägt diese festangebrachte Gehäuse i 8 und 2o aus in geeigneter
Weise geformtem Blech. Sie sind an den einander zugekehrten Enden offen zur Aufnahme
von Blöcken 22. Zwisehen den Hinterwänden der Gehäuse i 8 und so und den Blöcken
22 liegen Gummipuffer 2q., um die Blöcke elastisch zu lagern. Jedes Gehäuse ist
mit einem Schlitz 26 versehen; der den in dem Block 22 festsitzenden Stift 28 aufnimmt.
Die Stifte 28 ragen in die Schlitze 26 hinein und halten die Schließblöcke 22 an
ihrer Stelle, gestatten aber eine b-eE:chrünlzte Hinundherbewegu g. v In der Mitte
zwischen den Blöcken 22 ist die Platte 16 mit einer Öffnung 30 versehen,
in der der Gummiblock 32 liegt. Dieser ragt etwas über die Oberfläche der Platte
16 heraus und wirkt als Stoßfänger, Schalldämpfer und verhütet jedes Klappern des
Türverschlußg ehäuses.
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Dieses Gehäuse 34. ist fest mit seiner Grundplatte 36 verbunden. In
seinem Innern sind zwei winkelhebelartige Sperrhaken 42 und 4.4: um die Zapfen
38 und 4o drehbar gelagert. Jeder Sperrhaken trägt am einen Ende eine Sperrnase
4 6. Diese Nasen können aus öffnungen ,i8 in den Seitenwänden des Gehäuses 3q. heraustreten
und in Anssparungen 5o der Blöcke 22 einfallen. Die anderen Enden 52 der Sperrhaken
¢2 und 44 sind aufeinander zu gerichtet und liegen nahe beieinander, so daß sie
durch ein und dasselbe Verstellglied bewegt werden können. Geeignet geformte Federn
54., deren Enden an Bolzen 56 befestigt sind, greifen mit ihren freien Enden in
Ausnehmungen 58 der Sperrhaken und drängen dauernd deren Nasen46 aus den öfnungen
4.8 heraus. Der Außendrücker I2 hat eine Aussparung 57, er ist bei 58 drehbar am
Halter 59 gelagert, der am überstehenden Teil 6o der Tür 2 durch eine Schraube 61
festgehalten wird. Der Drücker 12 ist noch mit einer Aussparung 62 zur Aufnahme
des Stiftes 64. versehen, der am Ende der äußeren Übertragungsschiene 66 befestigt
ist. Diese Schiene ragt durch eine öffnung 67 der Tür hindurch sowie durch eine
öffnung 68 in das Gehäuse 34 hinein. In dessen Innorm, seitlich von der Schiene
66, liegt die innere Übertragungsschiene -o. Die beiden Schienen werden nebeneinanderliegend
durch aus dem Böden des Gehäuses 34 herausgepreßte Lappen 72 und 74 geführt. Die
Schiene 66 hat ,eine Nut 7 6, in der die Knagge 78 festsitzt. Die Schiene 7 o weist
eine Nut 8o auf, in der die hnagge 82 sitzt. Die Knaggen 78 und 82 liegen Seite
an Seite öder übereinander, wie am besten aus den Fig. t und 2 zuerkennen ist, ihre
Enden sind in Berührung mit den Enden 52 der Sperrhaken 42 und @t4. Die übertragungssc
iene 66 für den Außendrücker hat einen Ausschnitt 8.4, derart, daß sie nicht auf
die Knagge 82 wirken kann, und in der Schiene 7o befindet sich ein Ausschnitt 86,
so daß diese nicht auf die Kliagge 78 treffen kann. Jede Schiene 66 oder 7o kann
daher unabhängig von der anderen verstellt werden.
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Die Schiene 70 ist kürzer als die Schiene 66 und bewegt sich
vollständig innerhalb des Gehäuses, dagegen tritt die Schiene 66 aus dem Gehäuse
heraus, da sie vom äußeren Drücker 12 verstellt wird. Im Gehäuse ist ein Führungsglied
88 beispielsweise durch Schweißung befestigt, das in das hohle Ende der Schiene
7 o bineinragt, um diese bei ihrer Verschiebung durch den Innendrücker, im ganzen
mit 9 i bezeichnet; zu führen.
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An der Innenseite des 'Gehäuses 34. ist, `vie aus Fig. i zu ersehen
ist, ein U-förmiger Halter 92 befestigt, in dessen Schenkeln der Drehzapfen 94.
für den Winkelhebel 96 gelagert ist. Das eine Ende dieses Hebels ist abgerundet,
wie bei 98 angedeutet ist, und liegt, wie Fig. 3 zeigt; unmittelbar hinter dem Ende
der Schiene -7o. An dem anderen Arm ioo des Winkelhebels ist die übertragungsstange
102 des inneren Verstelleingericht-es angelenkt.
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Um den Türverschluß von außen in Tätigkeit zu setzen, wird der Drücker
12 aus der in Fig. i gezeichneten Lage von der Tür weggezogen. Dadurch wird die
Schiene 66 bewegt, ihre Knagge 78 drückt auf die Enden 52 der Sperrhaken 4.2, deren
Hakenenden 4:6 schwingen in das Gehäuse zurück, wodurch
das S@chloß
von den Halteblöcken 22 freikommt.
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Wird ein im Wageninnern befindlicher Drücker (nicht gezeichnet) bewegt
und dadurch die Stange rot nach rechts - in Fig. i --- verschoben, so dreht sich
der Winkelhebel 96 um seinen Zapfen, und sein abgerundetes Ende 98 verschiebt die
Schiene 70, so daß die Knagge 82 auf die Enden 52 der Sperrhaken 42 drückt und dadurch
die Hakenenden 46 in das Gehäuse 34 zurückgezogen werden. Wie ersichtlich, gestatten
die Ausschnitte 84 und 86, daß die eine Schiene 66 sich unabhängig von der anderen
Schiene 7o bewegen kann und daher die Handhabung des äußeren Drückers 12 die Verstelleinrichtung
im Wageninnern nicht bewegt, und umgekehrt.
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Um das öffnen des Schlosses von außen unmöglich machen zu können,
ist an der inneren Umstelleinrichtung eine geeignete Sperrung angebracht. Die von
,außen bewegbare Schiene 66 hat ,an ihrem Ende einen abgebogenen hakenförmigen Teil
i04, und der Arm ioo des Winkelhebels 96 ist mit einem Zahn i06 versehen, der beim
Verschieben der Stange i02 nach links .aus der Stellung gemäß Fig. i in die in Fig.
3 gezeigte Stellung in den Haken 104 eingreift und dadurch eine Verschiebung der
Schiene 66 sowie eine Bewegung des äußeren Drückers verhindert.