DE686090C - Verfahren zur Herstellung von drallfreiem Stacheldraht aus Stahldraehten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von drallfreiem Stacheldraht aus Stahldraehten

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DE686090C
DE686090C DE1935F0079163 DEF0079163D DE686090C DE 686090 C DE686090 C DE 686090C DE 1935F0079163 DE1935F0079163 DE 1935F0079163 DE F0079163 D DEF0079163 D DE F0079163D DE 686090 C DE686090 C DE 686090C
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DE
Germany
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barbed wire
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steel wires
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twist
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Expired
Application number
DE1935F0079163
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English (en)
Inventor
Dipl-Ing Helmut Zuendorf
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
STAHL ACT GES
Felten and Guilleaume Carlswerk AG
Original Assignee
STAHL ACT GES
Felten and Guilleaume Carlswerk AG
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Publication date
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21FWORKING OR PROCESSING OF METAL WIRE
    • B21F25/00Making barbed wire

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Wire Processing (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von drillfreiem Stacheldraht aus Stahldrähten Die Bedeutung von Stahlstacheldraht gegenüber dem üblichen Eisenstacheldraht liegt in der Verwendung eines festeren Werkstoffes. Infolgedessen hat Stahlstacheldraht bei gleicher Bruchlast einen geringeren Querschnitt und ein geringeres Gewicht, so daß die Versandhaspeln größere Drahtlängen fassen und die gleiche Länge weniger durch Beförd2rungs- und Zollzuschläge belastet wird als bei Eisenstacheldraht. Ebenso fallen die Aufwendungcn für den Rostschutz wegen der dünneren Drähte geringer aus. Dagegen kann Stahlstacheldraht nur benutzt werden, wenn er drillfrei ist. 'Mit Drall behaftet ist er unverwendbar, weil er sich infolge des Dralles nicht glatt abwickeln und gestreckt auslegen läßt, sondern Verdrehungen und Schleifen bildet, die sich auch durch starkes Spannen nicht hinreichend entfernen lassen. Von den Vorteilen, die sich aus der Verwendung des festeren Werkstoffes ergeben, kann daher nur dann praktischer Gebrauch gemacht werden, wenn der Stahlstacheldraht drillfrei hergestellt ist.
  • Bisher ist schon Stahlstacheldraht auf dem Ümwe.ge über eine drillfreie Stahldrahtlitze drillfrei hergestellt worden, indem zunächst zwei Stahldrähte vorgeformt und verdrillt wurden. Die Stahldrähte mußten dabei auf besondere Haspeln umgespult werden, die beim Verdrillen rückgedreht werden mußten. Die Stahldrahtlitze wurde dann in der Stacheldrahtmaschine vorübergehend aufgelöst und es wurden hierbei die Stacheln eingeflochten. Die besondere Herstellung der Litze ist aber umständlich und verteuert das Verfahren.
  • Nach .der Erfindung gelingt.es, ohne diese Umstände Stahlstacheldraht drillfrei herzustellen, wobei wie bei der bekannten Herstellung von Eisenstacheldraht sogar jedes Umspulen entbehrt werden kann, der Draht also unmittelbar vom Drahtring oder Drahtbund, so wie er aus dem Drahtzug kommt, entnommen und der Stacheldrahtmaschine zugeführt werden kann. Das Verfahren nach der Erfindung besteht darin, daß bei der Herstellung des Stahl;st4cheldrahtes, nachdem die Stahldrähte in an sich bekannter Weise zur Litze verdrillt und mit Stacheln versehen worden sind, die in diesem Zustande noch unverwendbare Litze vor dem Aufwickeln auf clen Haspel von den vom Verdrillen herrührenden Spannungen befreit wird, indem sie unter fortlaufendem starken Biegen durch eine Nachformvorrichtung gezogen wird, die aus Biegegliedern. (Trommeln oder Walzen) mit Aussparungen für den unbehinderten Durchgang der Stacheln besteht. Ein nach der Erfindung hergestellter drillfreier Stahlstacheldraht läßt sich .daher leicht und ohne Verdrehung abwickeln und gestreckt auslegen, ohne die Neigung zu behalten, zurückzuschnellen und Schleifen zu bilden oder sich zu krümmen.
  • Das Nachformen durch fortlaufendes B,1" gen über die Elastizitätsgrenze ist zwar .;-.mP"a der Herstellung von Drahtseilen bekannt. 1;=@ Stacheldraht, der bekanntlich aus nur zw@T@, Drähten (ohne Kerndraht) besteht, ist jedoch einerseits ein anderes Gebilde als ein Drahtseil, bei -dem eine größere Zahl Drähte oder Litzen uni eineu Kern geschlagen und folglich ganz anders gebogen sind, so daß es nicht vorauszusehen war, daß die Nachformbehandlung bei Stacheldraht zum Ziele führen würde. Andererseits sind die für Seile gebräuchlichen, aus Rollen bestehenden Nachfornivorrichtungen für Stacheldraht nicht brauchbar. Außerdem besteht insofern ein Unterschied, als ein Stacheldraht nicht wie ein Seil auch im spannungsbehafteten Zustand verwendet werden kann. Es lag daher nicht nahe und war auch nicht ohne weiteres möglich, die von der Seilerei her bekannte Nachformbehandlung -auf Stahlstacheldraht anzuwenden, zumal das Vorurteil bestand, daß sich Stacheldraht nicht nachformen ließe und insbesondere durch Nachformen nicht spannungsfrei gemacht werden könne.
  • Das Verfahren nach der Erfindung wird zweckmäßig in einem Arbeitsgange mit der Herstellung des Stahlstacheldrahtes angewandt. Die Maschine zur Ausführung des Verfahrens nach der Erfindung ist eine Kombination einer Stacheldrahtmaschine üblicher Bauart und einer :der Form des Stacheldrahtes angepaßten Biegevorrichtung. Diese Vorrichtung besteht im wesentlichen aus Walzen oder Trommeln, die Aussparungen für den ungehinderten Durchgang der Stacheln haben und quer zur Richtung des Stacheldrahtes gegeneinander versetzt angeordnet sind.
  • Die Zeichnung zeigt in Abb. i eine Maschine zur Herstellung von drallfreiem Stahlstacheldraht nach der Erfindung. Aus der Stacheldrahtmaschine üblicher Bauart z gelangt die mit Stacheln besetzte, aber noch drallbehaftete Litze z in die Nachformvorrichtung, die aus den Trommeln 3 bis 8 bec eht, von denen die mit 3 bezeichnete der 3eutlichkeit wegen aufgeschnitten dargestellt i. Die Trommel 3 ist aus einer Anzahl von e>Stäben aufgebaut, die auf der Mantellinie einer Zylinderfläche angeordnet sind und zwischen sich Raum für die Stacheln frei lassen. Die Aufwickeltrommel9 nimmt den fertigen Stahlstacheldraht auf.
  • Die Abb. a zeigt noch, teilweise im Schnitt, ein Biegeglied sternförmigen Querschnitts für die Nachformvorrichtung.
  • Eine merkliche Spannungsbefreiung des Stacheldrahtes wird auch dann schon erreicht, wenn der Stacheldraht anstatt wie bisher beschrieben als Ganzes nur punktweise ,durch Biegen nachgeformt wird. Dies kann z. B. bei aus Trommeln mit einzelnen Stäben (vgl. Abb. i) bestehenden Nachformv orrichtungen dann geschehen, wenn die einzelnen Biegetrommeln der Nachformeinrichtung, die in diesem - Falle zweckmäßig einen kleineren Durchmesser haben, nur eine geringe Anzahl, etwa drei oder vier, symmetrisch zur Trommelachse angeordneter Stäbe erhalten. Der Stacheldraht wird mit einer solchen Vorrichtung an dicht nebeneinander befindlichen Punkten stark gebogen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von drallfreiem Stacheldraht aus Stahldrähten, bei dem Stahldrähte zur Litze verdrillt und mit Stacheln versehen werden, -dadurch gekennzeichnet, daß die in diesem Zustande noch unverwendbare Litze vor dein Aufwickeln auf den Haspel durch Ziehen unter fortlaufendem starken Biegen durch eine aus Biegegliedern (Trommeln oder Walzen) finit Aussparungen für den unbehinderten Durchgang der Stacheln bestehende Nachformvorrichtung von den vom Verdrillen herrührenden Spannungen befreit wird.
DE1935F0079163 1935-04-06 1935-04-06 Verfahren zur Herstellung von drallfreiem Stacheldraht aus Stahldraehten Expired DE686090C (de)

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