DE68601C - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung gläserner Röhren - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung gläserner Röhren

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DE68601C
DE68601C DENDAT68601D DE68601DA DE68601C DE 68601 C DE68601 C DE 68601C DE NDAT68601 D DENDAT68601 D DE NDAT68601D DE 68601D A DE68601D A DE 68601DA DE 68601 C DE68601 C DE 68601C
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DE
Germany
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core
glass
tube
rolling
covering
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DENDAT68601D
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P. SlEVERT in Döhlen b. Dresden
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C03—GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03B—MANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B19/00—Other methods of shaping glass
    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C03—GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03B—MANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B17/00—Forming molten glass by flowing-out, pushing-out, extruding or drawing downwardly or laterally from forming slits or by overflowing over lips
    • C03B17/04—Forming tubes or rods by drawing from stationary or rotating tools or from forming nozzles

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  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Re-Forming, After-Treatment, Cutting And Transporting Of Glass Products (AREA)
  • Glass Compositions (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMTS^
Um Röhren von beliebiger Wandstärke, lichter Weite und Länge aus Glas herzustellen, wird nach vorliegender Erfindung wie folgt verfahren.
Es' wird zunächst auf bekannte Weise eine Glastafel auf einer Platte ausgewalzt.
Es empfiehlt sich, die Platte mit scharfen Längs- bezw. Kopfleisten zu versehen, welche auch abnehm- und auswechselbar sein können und durch welche die Form der Glastafel und ihre Stärke bestimmt wird.
Auf die noch heifse und vollkommen plastische Glastafel wird sodann eine am besten hohle Walze gebracht, deren Durchmesser der lichten Weite des herzustellenden Rohres genau oder annähernd genau entspricht, deren Länge aber etwas gröfser sein mufs als die Länge des herzustellenden gläsernen Rohres; diese Walze wird auf die Mitte der Tafel in deren Längsrichtung aufgebracht und werden sodann die Längsseiten der Glastafel mittelst geeigneter hölzerner oder metallener schaufelartiger Werkzeuge um die aufgebrachte Walze und dicht auf deren Oberfläche umgeschlagen, so dafs sich die parallelen Kanten der Glastafel oben auf dem Walzenumfang treffen und hier zusammenschweifsen.
Dieses Zusatnmenschweifsen kann durch Druck, Bestreichen oder auf jede passende Weise unterstützt werden. Man kann zu diesem Zwecke den Kern mit der umgelegten Glastafel in einem Mantel aus beliebigem zweckentsprechenden Material (Holz, Eisen etc.) einlegen, um mit letzterem die Glastafel rings um den Kern anzudrücken und um damit eine feste Verbindung der Kanten und ein festes Umschliefsen des Kernes zu erreichen.
Sobald die Verbindung der Kanten hergestellt ist und nach · Befinden der umgelegte Mantel entfernt ist, wird die Walze mit dem umgebenden Glasrohr' entweder auf der von den Leisten befreiten Ausgiefsplatte oder auf einer anderen geeigneten Platte ausgerollt, damit überall im Glasrohr gleiche Stärken bleiben; durch dieses Ausrollen wird der Zusammenhalt der Kantennaht unterstützt und vermehrt, sowie das Rohr zweckentsprechend so erweitert, dafs der Kern leicht aus dem Rohr entfernt werden kann.
Nach dem Ausrollen kann, wenn glatte Kopfenden des Rohres nicht vorhanden sind, sofort ein Abschneiden der Enden des Glasrohres, während es sich noch auf der Walze befindet, erfolgen, um das Rohr auf die gewünschte Länge mit senkrecht zur Längsachse stehenden Enden zu bringen, oder es kann das Abschneiden oder Abschleifen auf bestimmte Längen später nach Abkühlung erfolgen.
Sollen Muffenröhren hergestellt werden,- so kann das eine Ende des Rohres auf der Walze nach dem Ausrollen durch Eintreiben eines Kernes aufgetrieben werden.
Das Rohr wird dann mit der darin steckenden, am besten hohlen Walze oder nach dem Herausziehen derselben und Einführung eines anderen cylindrischen Kernes oder nach Belieben ohne einen solchen in den Kühlofen gebracht.
In der Zeichnung ist in Fig. 1 in Ansicht und theilweisem Schnitt, in Fig. 2 im Grundrifs beispielsweise eine Einrichtung dargestellt,
mittelst welcher die oben beschriebene Herstellungsweise von Glasröhren aus ausgewalzten Platten bewirkt werden kann.
Auf der Ausgiefsplatte α ist zunächst die strichpunktirt angedeutete Glasplatte b mittelst der Walze c ausgewalzt und hierauf die letztere auf der Ausgiefsplatte so weit zur Seite geschoben oder abgehoben, dafs auf die ausgewalzte Glasplatte b ein langer, am besten hohler Kern oder eine ebensolche Walze d aufgesetzt werden kann, deren Achse senkrecht zur Walze c steht, so dafs nunmehr die Walze d quer zur vorherigen Auswalzvorrichtung gerollt werden kann. Am besten wird die Walze oder der Kern d, dessen Länge etwas gröfser als die Länge der ausgewalzten Glasplatte ist, auf die Mitte der letzteren aufgesetzt, worauf mit Hülfe der oben erwähnten hölzernen oder metallenen schaufelartigen Werkzeuge die Glasplatte b um den Kern d herumgeschlagen wird.
Um einerseits die durch die Werkzeuge auf der umgeschlagenen Glasplatte hervorgerufenen Marken und Einschnitte wegzubringen, andererseits aber ein vorheriges Gleichwalzen der um den Kern umgeschlagenen Glasplatte auf gleiche Stärke zu bewirken, wird der Kern d mit der umgeschlagenen Glasplatte mittelst geeigneter Hebevorrichtungen, beispielsweise einer über der Ausgiefsplatte auf Schienen rollenden Laufkatze, so weit von der Ausgiefsplatte abgehoben, dafs ein in Fig. 4 ersichtlicher Kernkasten e mit zwei scharnierartig verbundenen Hälften in aufgeklapptem Zustande unter den angehobenen Kern d geschoben werden kann.
Die Hälften des Kernkastens werden hierauf geschlossen und der Kern mit dem umgeschlagenen Rohr in geeigneter Weise mehrere Male im Kernkasten herumgedreht, der dann wieder aufgeklappt und nach erfolgter erneuter Anhebung durch die Laufkatze weggenommen wird.
Der Kern mit dem so vorbereiteten Rohr wird hierauf wieder auf die Ausgiefsplatte a oder eine andere Platte aufgesetzt und auf letzterer hin- und hergerollt, was in folgender Weise erfolgt:
Auf das linksseitige Ende des Kernes d wird eine Scheibe f aufgesetzt und mit ersterer durch Schraubenbolzen fest verbunden; dagegen wird auf das rechtsseitige Ende des Kernes, das zunächst abgesetzt und dann, etwas verjüngt zulaufend, vierkantig gestaltet ist, eine Scheibe g aufgesetzt, die durch einen Keil h gegen Herabfallen gesichert ist. Beide Scheiben können mit dem Kern je nach der Wandstärke des herzustellenden Rohres über der Ausgiefsplatte eingestellt werden, zu welchem Zwecke die Laufschienen i i' so mit einem Schneckengetriebe k I in Verbindung stehen, dafs bei Drehung des Handrades m amhi nteren Ende der Spindel η die letztere und die durch Kegelräder ο o1 und ppl mit einander verbundenen Spindeln q und r gedreht werden. Die Anordnung der seitlich zum Arbeitstisch liegenden Spindeln η und r sichert ein genaues Einstellen der Laufschienen ii1 auf gleiche Höhe.
Um nun das Ausrollen der umgeschlagenen Glastafel ohne Klemmen und Drücken des Kernes d zu ermöglichen, werden auf beide Enden dieses Kernes zwei Bügel s s1 aufgesetzt, deren Hälften scharnierartig verbunden sind (Fig. 5). Die an die Bügel sich anschliefsenden Stangen S1 S1 : sind durch eine Querstange s3 mit einander verbunden, die über die gesammte Arbeitsbreite sich erstreckt und an welcher behufs Hin- und Herrollens des Kernes mit der umgeschlagenen Glasplatte der oder die Arbeiter anfassen.
Damit sich die Stangen S1 S1 x beim Einstellen der Laufschienen i i1 entsprechend einstellen, sind erstere durch drehbar in den Gabeln tt1 gelagerte Führungen oder Blöcke uul hindurchgeführt, so dafs sich die Stangen selbstthätig einstellen und auch in geeigneter Lage verschoben werden können.
Die Bügelhälften ss1 werden durch Keile vv1 zusammengehalten, die schwalbenschwanzartig in die oberen, mit entsprechenden Aushöhlungen versehenen Lappen an den Bügelhälften eingesetzt werden. Ist das Glasrohr fertig ausgerollt und soll dasselbe nach dem Kühlofen oder einer anderen Stelle der Weiterbehandlung übergeführt werden, so werden die Keile aus den Biigelhälften herausgezogen, die umklappbaren Theile der letzteren in die Stellung Fig. 5 übergeführt und die Stangen S1 S1' mit den Bügeln so weit zurückgezogen, dafs letztere sich von dem Kern trennen.
Hierauf werden die Ketten der Laufkatze, vielleicht an derjenigen Stelle, an welcher sich vorher die Bügel befanden, um den Kern herumgelegt, der Keil h aus dem Kern herausgezogen und der Kern mit dem Glasrohr zunächst mittelst der Laufkatze so weit verschoben, dafs das rechte Ende des Kernes aus der Scheibe g austritt, worauf der Kern mit dem fertig gerollten Rohr an eine weitere Arbeitsstelle gebracht wird.
Während dieses Weitertransports kann eine neue Glasmenge auf die Ausgiefstafel aufgebracht und die Platte ausgewalzt werden, worauf dann der Kern von neuem auf die fertig gewalzte Platte aufgesetzt wird und der beschriebene Arbeitsvorgang sich von neuem wiederholt.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Verfahren zur Herstellung gläserner Röhren, gekennzeichnet durch Ausgiefsen von flüssigem Glase auf eine geeignete Fläche, Aus-
    walzen des ausgegossenen Glases auf die Rohrwandstärke und Aufbringen eines Kernes auf die noch plastische Glasfläche, Umschlagen derselben um den Kern, Ausrollen des so gebildeten Rohres mit seinem Kern auf einer Fläche zum Zusammenschweifsen der Kantennaht und zur Erweiterung des Rohres behufs Entfernung des Kernes aus letzterem und Abkühlen des Rohres im Kühlofen mit oder ohne Kern.
  2. 2. Bei dem im Anspruch i. gekennzeichneten Verfahren ein Vorbereiten des um den Kern umgelegten Glasbelags zum Ausrollen durch Umschliefsen des Belags in einem Mantel (Fig. 4), in welchem der Glasbelag auf seinem Kern eine oder mehrfache Drehung erfahren soll.
  3. 3. Zur Ausführung des im Anspruch 1. gekennzeichneten Verfahrens eine Ausrollfläche (a) mit einstellbaren Laufschienen (i i1) für den rollenden Kern und mit leicht lösbarer Handhabe (s sl S2J für die Kernseiten zum Ausrollen des Kernes mit umgebendem Glasbelag.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT68601D Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung gläserner Röhren Expired - Lifetime DE68601C (de)

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