DE685686C - Ofen zum Schmelzen von Glas - Google Patents

Ofen zum Schmelzen von Glas

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DE685686C DED74130D DED0074130D DE685686C DE 685686 C DE685686 C DE 685686C DE D74130 D DED74130 D DE D74130D DE D0074130 D DED0074130 D DE D0074130D DE 685686 C DE685686 C DE 685686C
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    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
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    • C03B17/00Forming molten glass by flowing-out, pushing-out, extruding or drawing downwardly or laterally from forming slits or by overflowing over lips
    • C03B17/04Forming tubes or rods by drawing from stationary or rotating tools or from forming nozzles
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B5/00Melting in furnaces; Furnaces so far as specially adapted for glass manufacture
    • C03B5/02Melting in furnaces; Furnaces so far as specially adapted for glass manufacture in electric furnaces, e.g. by dielectric heating
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
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Description

DEUTSCHES
D 74130 Vlj32 a
Die Erfindung bezieht sich auf einen Ofen zum Schmelzen von Glas, seinen Bestandteilen oder ähnlichen Stoffen durch dielektrische Verluste in der zu schmelzenden Masse selbst, die sich in einem Tiegel aus feuerfestem Werkstoff befindet, der selbst zwischen zwei mit einer Hochfrequenzstromquelle verbundenen Kondensatorplatten angeordnet ist.
Der Gedanke des Erhitzens eines schlecht leitenden Körpers durch dielektrische Verluste ist an sich bekannt. Diese Art der Erhitzung wurde auch bereits zum Schmelzen von Glas oderglasartigenKörpern ohne sonstigen Wärmebeitrag benutzt. Erfindungsgemäß soll dieses Ergebnis durch besondere Anordnungen erreicht werden. Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, daß der Tiegel insbesondere zum Herstellen von Glasrohren rohrförmige Gestalt hat und daß die beiden Kondensatorplatten einerseits gegen den äußeren Umfang und andererseits gegen den inneren Umfang des rohrförmigen Tiegels angelegt sind.
Der zu schmelzende Stoff befindet sich
as zwischen zwei Kondensatorplatten und wird dadurch in einem gleichförmigen dielektrischen Felde erhitzt.
Es sind Öfen mit einem ringförmigen Schmelztiegel bekannt, der dem Umfang nach in voneinander getrennte Zellen geteilt ist. Jene Öfen dienen jedoch nicht zur Erhitzung durch dielektrische Verluste. Der Schmelztiegel hat nur deshalb eine ringförmige Gestalt, um das Einsetzen der Primärwicklung eines Transformators in die Mitte der zu schmelzenden Masse zu gestatten, welche dann den Sekundärstromkreis des Transformators bildet.
Mehrere · Ausführungsbeispiele des Gegenstandes der Erfindung sind auf der Zeichnung dargestellt.
Fig. ι zeigt in senkrechtem Schnitt einen Teil eines erfindungsgemäß ausgebildeten Ofens.
Fig. 2 stellt davon einen waagerechten Schnitt dar.
Fig. 3 und 4 zeigen abweichende Ausführungsarten.
Gemäß den Fig. r und 2 hat der Ofen einen ringförmigen Querschnitt und setzt feich

Claims (5)

  1. aus zwei zueinander konzentrischen Rohren ι aus feuerfestem Material zusammen. Zwischen diesen Rohren befindet sich die Glasmasse 2. Diese Rohre sind mit zwei Rohren 3 aus Quarz umkleidet, die innen und außen mit Elektroden 4 besetzt sind, welche die Elektroden des Kondensators bilden; diese Elektroden sind mit einer Wechselströmquelle mit passender Spannung und Frequenz verbunden. Die Rohre 1 und 3 und die Elektroden sind stehend um eine gemeinsame Achse angeordnet. Die Elektroden können an den Kanten mit Wulsten oder Abrundungen 9 versehen sein, und ihre Temperatur kann durch Umlauf eines gasförmigen oder flüssigen Mittels geregelt werden. -
    Der Querschnitt des Ofens in der Nähe des Formloches 5 ist demjenigen dieses Loches oder des herzustellenden Rohres angepaßt 'für den Fall, daß das Rohr unmittelbar gegossen und gezogen wird.
    Der auf der Zeichnung nicht dargestellte Boden des Ofens ist durch eine Formdüse gebildet oder derart ausgestaltet, daß er sich leicht abnehmen läßt und dadurch das Gießen des Glases gestattet.
    Der Querschnitt des Gießloches kann natürlich ganz beliebig gewählt wer den, derart, daß praktisch Röhren jeder Gestalt und jeder Abmessung hergestellt werden können.
    Fig. 3 ist ein senkrechter Querschnitt durch eine andere Ausführung.
    Der Hafen besteht aus zwei übereinander angeordneten Abteilen; im oberen Abteil 6 wird das Glas geschmolzen und dann geläutert, im unteren Abteil 7 wird das Glas wieder erhitzt, und der Gießquerschnitt 8 ■ wird verjüngt. Der größere Querschnitt im oberen Abteil 6 (Arbeitskammer) gestattet ein besseres Kneten des Schmelzgutes. Die Erwärmung der beiden Abteile kann durch die gleiche Quelle mit Hochfrequenz oder besser durch zwei getrennte Quellen bewirkt werden, wodurch es möglich wird, getrennt die Temperaturen der beiden Abteile durch Änderung der Spannungen, Frequenzen und der Lage oder der Oberfläche der Elektroden zu regeln.
    Dieser Ofen kann als kontinuierlicher Ofen benutzt werden, wobei das das Glas bildende Gemisch oben in das obere Abteil 6 eingebracht wird, welches dadurch den eigentlichen Schmelzhafen bildet und ebenfalls in der beschriebenen Weise erwärmt wird. Fig. 4 ist eine ähnliche Darstellung einer weiteren Ausführung, bei welcher das Glas in der Luftleere erhitzt wird, wobei, die Herstellung kontinuierlich oder absatzweise geschehen kann.
    Der Raum 10 für die Behandlung des Glases oder eines anderen Materials, der , durch die feuerfesten Wände 12, 13 gebildet ist, ist von den Elektroden 14, 15 umgeben i-^nd oben durch eine dicht schließende Platte ■'1*5 und unten durch eine Formdüse oder einen alffiehmbaren Boden 17 geschlossen. ./Eine von diesem Raum ausgehende Rohrleitung 18 verbindet ihn mit einer Luftsaugpumpe.
    Die vorbeschriebenen Öfen könnten auch als Öfen mit liegender Achse oder als Kippöfen benutzt werden, gegebenenfalls auch als Drehofen zur Erleichterung des Durchrührens gewisser der zu behandelnden Materialien.
    Das im vorliegenden Fall benutzte, an sich bekannte Verfahren für die Erwärmung gestattet es in der Tat, dem Schmelzhafen von beliebiger Gestalt alle gewünschten Lagen zu geben, weil die Elektroden und der Hafen ein Ganzes bilden, das durch biegsame Leiter mit der Stromquelle verbunden ist.
    Da die durch die Rohre gebildeten Wände des Ofens einen geschlossenen und dichten Mantel bilden, wird das Glas in indifferenter und reiner Atmosphäre erhitzt; es ist sogar auf diese Weise möglich, das in der Luftleere geschmolzene Glas bis zur Läuterung zu erhitzen. Die sich aus der Masse entwickelnden G^sblasen bewirken dann die Läuterung des Glases ohne Anwendung irgendeines der bekannten Kunstgriffe.
    Die Erhitzung kann übrigens in der ganzen Glasmasse gleichmäßig sein, oder sie kann in den verschiedenen Stellen einem bestimmten Gesetz entsprechend geregelt sein.
    Selbstverständlich können Öfen gemäß der Erfindung nicht nur für das Schmelzen von Glas, sondern zum Erwärmen und Schmelzen von nicht leitenden Materialien aller Art durch dielektrische Verluste Anwendung finden.
    PATENTANSI5RiJCHE:
    ' i. Ofen zum Schmelzen von Glas, seinen Bestandteilen oder ähnlichen Stoffen durch dielektrische Verluste in der zu schmelzenden Masse selbst, die sich in einem Tiegel aus feuerfestem Werkstoff befindet, der selbst zwischen zwei mit einer Hochfrequenzstromquelle verbundenen Kondensatorplatten angeordnet ist, dadurch ge- tio kennzeichnet, daß der Tiegel insbesondere zum Herstellen von Glasrohren rohrförmige Gestalt hat und daß die beiden Kondensatorplatten (4) einerseits gegen den äußeren Umfang und andererseits gegen den inneren Umfang des rohrförmigen Tiegels (ι, 12, 13) angelegt sind.
  2. 2. Ofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Tiegel aus feuerfestem Werkstoff mit waagerechtem ringförmigem· Querschnitt aus- zwei gleichachsigen Rohren (i, ti, 13) besteht, zwi-
    sehen denen die zu schmelzende Masse (2, 10) angeordnet ist.
  3. 3. Ofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Tiegel in senkrechter Richtung in mehrere Kammern (6, 8) geteilt ist, deren Querschnitt von oben nach unten hin abnimmt.
  4. 4. Ofen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Spalt zwischen den beiden gleichachsigen Rohren (12, 13) aus feuerfestem Werkstoff oben und unten durch dicht schließende Deckel (16, 17) geschlossen ist.
  5. 5. Ofen nach Anspruch 1 zur Herstellung von Glasrohren mit einem Querschnitt von beliebigen Abmessungen und von beliebiger Gestalt, gekennzeichnet durch einen Tiegel, dessen rohrförmige Gestalt derjenigen des herzustellenden Glasrohres entspricht.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DED74130D 1936-02-20 1936-12-12 Ofen zum Schmelzen von Glas Expired DE685686C (de)

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FR1237883A (fr) * 1959-06-25 1960-08-05 Parra Mantois & Cie Sa Des Ets Procédé de chauffage et de fusion de matières vitreuses et four pour sa réalisation
JP2515898B2 (ja) * 1989-11-30 1996-07-10 ホーヤ株式会社 溶融装置

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