DE685199C - Einrichtung zur Standregelung von Uhren - Google Patents

Einrichtung zur Standregelung von Uhren

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DE685199C DEK140257D DEK0140257D DE685199C DE 685199 C DE685199 C DE 685199C DE K140257 D DEK140257 D DE K140257D DE K0140257 D DEK0140257 D DE K0140257D DE 685199 C DE685199 C DE 685199C
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    • GPHYSICS
    • G04HOROLOGY
    • G04CELECTROMECHANICAL CLOCKS OR WATCHES
    • G04C11/00Synchronisation of independently-driven clocks
    • G04C11/007Synchronisation of independently-driven clocks by positioning of the index or by regulating the length of the pendulum in dependance on the time difference with a standard

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  • General Physics & Mathematics (AREA)
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Description

  • Einrichtung zur Standregelung von Uhren Es ist bekannt, den Gang von Uhren durch Synchronlaufwerke zu überwachen und durch Gangreglerverstellung den Gleichlauf der Uhr mit dem Synchronlaufwerk herbeizuführen. Dieser Gleichlauf kann jedoch durch das ständig mitlaufende Differentialgetriebe, durch toten Gang, Trägheit der Regelorgane oder durch äußere Einflüsse so gestört werden, daß hieraus oder auch aus anderen Ursachen Standfehler eintreten. Standfehler können jedoch mit diesen Einrichtungen nicht ausgeglichen, werden, weil diese nur Gleichlauf zwischen den beiden Werken hervorbringen.
  • Von diesen bekannten Gleichlaufreglern unterscheidet sich der Gegenstand der vorliegenden Erfindung dadurch, daß bei diesem die Stellung eines Laufteiles der Uhr, z. B. eines Rades oder Zeigers, mit der Stellung eines Laufteiles des Synchronlaufwerkes verglichen und der Gangregler der Uhr (Folgeuhr) bei dem Auftreten eines Standfehlers so lange auf Vor- oder Nacheilung mechanisch verstellt wird, bis eine allmähliche Annäherung der Stände beider Werke herbeigeführt ist.
  • Diese zeitweisen Falschregelungen oder Übersteuerungen der Gangregler mit dem Endergebnis einer hohen mittleren Stand-und Ganggenauigkeit sind eine neue und technisch fortschrittliche Art der Zeitanzeige, bei welcher mit sehr einfachen Mitteln die genaue Zeitangabe ohne Eingriffe in das Zeiger- und Laufgetriebe erreicht wird, so daß Zeigernachstellungen, Anhalten von Laufteilen oder ähnliche Stellmittel sich erübrigen und die gegenseitige Stellung von Zeigern, auch verschiedener Geschwindigkeit, z. B. für Minuten und Sekunden, gewahrt bleibt.
  • Weitere Vorteile der neuen Einrichtung bekannten Vorrichtungen gegenüber bestehen darin, daß der freie Lauf der Leit- und Folgeuhren durch dauernd mitlaufende überwachungsgetriebe nicht behindert wird. Infolge der ständig geregelten hohen Durchschnittsgenauigkeit der Stände und Gänge der Folgeuhren werden selbst längere Stillstandszeiten der Leituhren (Stromstflrungen) ohne erhebliche Genauigkeitsverluste überwunden. Für den Störungsfall sind keimerlei Ein- und Auskuppelungen zwischen beiden Werken erforderlich. Nach jeder Störung erfolgt der Wiedereintritt des regelnden Leituhrteiles in das Regelspiel ohne weiteres. Bei seltener Regelung kann eine Falschregelung durch zeitgerecht von der Folgeuhr gesteuerte Sperren verhindert werden. Bei schneller Folge der Regelimpulse sind auch diese Gleichlaufregler nicht erforderlich.
  • Durch Verwendung selbsttätig ablaufender Speicher (Fallgewichte) für die periodische Regelarbeit wird ein Steckenbleiben der Regelvorgänge bei Störungen vermieden.
  • Auf der Zeichnung sind drei Ausführungsbeispiele der Erfindung, die sich noch vermehren lassen, veranschaulicht. Die Pfeile geben unveränderliche Bewegungsrichtungen an.
  • Bei der in Abb. i dargestellten Ausführungsform trägt die von der Folgeuhr 1:)ewegte-Achse i eine Wanderstütze 2 für Schalt-' Nebel 3, q. in Form einer Nasenscheibe, welche auch mehrere Nasen haben kann, deren Form"' ein Maß für das mehr oder weniger tiefe Abfallen je eines der Schalthebel 3 oder q. sein kann. Der Zeitfallhebel 6 trägt z. B.-mittels Stiften 5 die Schalthebel 3 und ¢ in Ruhelage, so daß ihre Klinken 7, 8 das von der Bremse 9 gehaltene Schaltrad io nicht berühren. Fällt der Hebe16 mit einem an ihm befestigten Stift 12 von dem Umfange der von der Leituhr bewegten Zeitscheibe i i in deren Ausschnitt 13, so stützt die senkrecht nach oben stehende Nasenstütze 2 beide Hebe13, q in ihrer Ruhestellung. Hat die Nase 2 infolge Voreilung der Folgeuhr den punktiert gezeichneten Stand I eingenommen, so fällt der Hebel 3 entsprechend dem Stande und der Flankenform der Nasenstütze 2 mehr oder weniger tief ab, so daß seine Klinke 7 das Rad i o entsprechend der Fallbewegung gegen den Uhrzeigersinn dreht. Diese Drehung wird mittels des Segmentes 14 auf die Achse 15, entsprechend der Eingriffsübersetzung; übertragen, wodurch die auf die Achse 15 aufgewickelte Faden- oder Federaufhängung für das Pendel 16 verlängert wird und die Folgeuhr langsamer geht. Der Hebe16 stößt beim Fallen auf den hinter der Scheibe i i befindlichen Stift 17 und bringt dadurch den mit der Scheibe i i verbundenen Fallgewichtsspeicher i 8 zum überkippen. Hierdurch wird die Scheibe i i so weit gedreht, daß sie den Hebe16 mittels seines Stiftes i 2 wieder auf ihren Umfang hebt, wodurch der Schalthebel 3 mit Klinke 7 in Ruhe, d. h. aus der Verzahnung des Rades i o, gebracht wird. In der von 1.eituhrstörungen unabhängigen Folge: Abfall des Hebels 6, Auslösung des Speichers 18 durch den Stift 17 und Wiederhub des Hebels 6 durch die vom Speicher 18 fortgeschaltete Scheibe i i, erfolgt eine kurzzeitige Regelung, die durch beliebige Dämpfungsmittel (Windflügel o. dgl.) zweckentsprechend verzögert werden kann.
  • Nach jedem Regelvorgange laufen beide Werke wieder unabhängig voneinander. Bei einem zurückliegenden Standfehler läßt die Stütze 2 den Hebel ¢ abfallen, und die Schalt-Minke 8 dreht das Rad i o im Uhrzeigersinne; der Gangregler wird beschleunigt. Fügt man eine zusätzliche Stützvorrichtung für den Hebe16, z. B. die langsamer umlaufende Scheibe i 9, deren Ausschnitt 21 erst nach mehreren Umläufen der Scheibe i i unter den Stift 2o gelangt, in das Arbeitsspiel ein, so wird der Hebel 6 erst dann in den tinschnitt 13 der Scheibe i i einfallen können, wenn beide Einschnitte den Hebeleinfall gestatten. Diese seltenere Regelung kann statt--finden, wenn die Eigengenauigkeit der Folge--t ihr es zuläßt. Man hat dabei die Einfallgenauigkeit der schneller laufenden Scheibe i i.
  • Zur Wiederherstellung eines zeitgerechten Laufes des Leituhrorganes bzw. der Scheibe i i nach Störungen (Stillstand) dient ein Leitlaufregler, dessen Sperrarm 25 durch die Folgeuhr mittels eines Stiftes 23 und Armes 22 dann aus der Laufbahn des Fangstiftes 2.1 herausbewegt wird, wenn die Stütze 2 sich annähernd in Sollstellung befindet, so daß ein ziemlich genauer Wiedereintritt des Leituhrorganes in das Regelspiel stattfindet, wenn auch die ungenau anlaufende Zeitscheibe i i erst gegen die Sperre 25 gelaufen ist. Die Zeitscheibe i r kann reibend mit dem Synchronwerk verbunden sein, so daß durch den Leitlaufregler 25 nur die Zeitscheibe festgehalten wird, während der Motor weiterlaufen kann. Die Betätigung des Leitlaufreglers kann auch anders, z. B. elektrisch, erfolgen.
  • In Abb. 2 und 3 wird die Regelung durch radiale Führungsschlitze 32 in einer frei vor der Folgeuhrachse angebrachten Steuerscheibe 31 gesteuert. Der Hebel 6 ragt mit einem Stift 3o in die Mittelbohrung der Scheibe 31. Am linken Ende ist der Hebel 6 an eine Schwinge 26 angelenkt, welche zwei Zug- oder Stoßklinken 7, 8 für das Schaltradio trägt. Das rechte freie Ende des Hebels 6 gleitet auf dem Umfange der Zeitscheibe i i, die auf der Leituhrachse 33 sitzt. Nur wenn der Führungsschlitz 32 im Zeitpunkt des Hebelabfalls von der Zeitscheibe i i mehr oder weniger geneigt nach unten gerichtet ist, kann der Hebel 6 sich nach unten bewegen; sonst hält ihn der in die Scheibenbohrung ragende Stift 30 in seiner seitlichen Mittellage und gehobenen Ruhestellung. Steht der Schlitz 32 senkrecht nach unten, folgt der Hebel 6 mit seinem Stift 30 der Schlitzführung senkrecht, wenn er von der Zeitscheibe 6 abfällt, und die Schwinge bleibt in Ruhe. Wenn jedoch der Schlitz 32 infolge eines Standfehlers (Nacheilung) in der punktiert gezeichneten Stellung steht, führt er den fallenden Hebel 6 und die Schwinge 26 nach rechts. Die Klinke 7 greift in das Rad io ein und bewegt es entsprechend der Größe des Standfehlers im Uhrzeigersinne. Durch Übertragung auf den Rücker 29 wird der Gangregler (Unruhe 27 und Spiralfeder 28) beschleunigt. Die Klinke 8 hat sich dabei noch weiter vom Rad i o abgehoben.
  • Wenn kurz darauf der Hebe16 durch die von einem Speicher weitergedrehte Scheibe i i wieder gehoben wird, gelangt er mit seinem Stift 3o wieder in die Mitte der Scheibe 3 i bzw. in die Ruhelage, in welcher er bei weiterer Drehung der Scheibe 31 gehalten wird, bis nach beinahe einer Umdrehung der oder auch ein weiterer Schlitz wieder nach unten gerichtet ist. Der Leitlaufregler (Hebel 22) für die Leituhr wirkt sinngemäß, wie bei Abb, i beschrieben ist.
  • In Abb. ,4 ist die Betätigung des Steuermittels durch die Folgeöhr gezeigt.. Der Steuerhebel 6 ist wieder an eine Schwinge 26 angelenkt. Die Steuerscheibe 39 sitzt jetzt auf. der Leituhrachse 33, und die Folgeuhrachse i trägt die Einfallscheibe 40 für den Hilfshebe14i. Kraftspeicher ist das Federhaus 42. Nach einem Umlauf der Scheibe 40 fällt der Hilfshebel4i mit seinem Stift43 in einen Ausschnitt 44 der Scheibe 4o und nimmt den Steuerhebel 6 mit, dessen Nase 45 in einen Ausschnitt 46 der Scheibe 39 einfällt. Durch die am Arm 47 des Hilfshebels 41 befindlichen Gabelstifte52 ist derHebe16 mit dem Hilfshebe14i verschiebbar gekuppelt, so daß durch den Ausschnitt 46 mit der einfallenden Nase 45 eine seitliche Verschiebung des Hebels 6 bzw. der Schwinge 26 ermöglicht wird, die sich in vorbeschriebener Weise auf das Rad i o und mittels eines Gestänges 5o auf den Rücker 5 i für die Zusatzrichtkraft (Spirale 49) des Pendels 48 trägt, wenn ein Standfehler eingetreten ist. Der Federspeicher 42 wird durch den niederfallenden Hilfshebel ausgelöst, indessen der Stift 53 desselben eine Sperrnase 54 aus dem Einschnitt der Scheibe 4o drängt. Die Umkehrung der Rollenverteilung bei diesem Beispiel hat zur Folge, daß der Einfall des Hilfshebels 4i, je nach der Lage des Standfehlers, etwas zu früh oder zu spät erfolgt. Die in diesem Falle von der Folgeuhr bestimmten Regelperioden sind untereinander nicht gleich. Diese Zeitunterschiede sind jedoch für den Erfolg der Anordnung unerheblich, weil die Stände der Synchronuhr immer maßgebend für die Regelung sind.
  • Bei allen diesen Regelungen ist ein völliger Ausgleich der Standfehler nicht zu erwarten, so daß die Gänge und die Stände um die Sollwerte etwas schwanken können. Je nach Wahl des Regelfaktors der Regelperioden und eines gewissen Spieles um die Sollwerte kann eine so hohe durchschnittliche Genauigkeit der Stände und der Abläufe erzielt werden, daß die kleinen Regelspiele als Vorteil zu betrachten sind, weil hierdurch die Regelorgane in nützlicher Bewegung gehalten und vor dem Erstarren bewahrt werden.
  • Die Regelungswirkungen können je nach Anordnung und Formung der Steuerorgane stärker oder schwächer als verhältnisgleich mit der Größe der Standfehler gestaltet werden, oder die Wirkungen können in stets gleichen oder ungefähr gleichen Beträgen erfolgen.
  • 'Die Schaltorgane können eine stoßende, ziehende oder drehende Wirkung auf die Reglerglieder ausüben. Ihre Betätigung kann durch eigene Schwerkraft, Federn oder durch fremde auf sie wirkende Kraftquellen erzielt werden. Den Schaltorganen kann auch ein gewisses Regelspiel (toter Gang) eingeräumt werden, so daß die Regelung erst beginnt, nachdem eine bestimmte Standfehlergröße überschritten ist.
  • D.ie- Standregelung kann . auch -für -alle anderen Zeitbestimmungszwecke in Industrie, Verkehr, Technik und Wissenschaft durch Ausbildung sinngemäßer Einrichtungen dienstbar gemacht werden. Der Synchronmotor kann gleichzeitig zum Nachspannen der Triebkraft der Folgeuhr mit verwendet werden. Die Gangregler und Arten der Uhr- und Laufwerke können verschiedenster Art sein.
  • Die Betätigungsmittel für die Regelvorgänge können jeglicher Art sein, z. B. Gewichts-, Feder-, elektrische oder andere Kraftspeicher; es können auch besondere Kraftquellen benutzt werden. Ihr Ablauf kann frei erfolgen oder durch beliebige Bremsmittel, z. B. Windflügel, Magnetbremsen o. dgl., verzögert werden. Die Veränderung der Gangreglergeschwindigkeit kann durch Änderung ihrer Richtkraft oder mittels besonderer Zusatzrichtkräfte (49), Dämpforgane oder auf andere Weise erfolgen.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Einrichtung zur Standregelung von Uhren durch Nachregelung ihrer Gangregler von einem Vergleichssynchronlaufwerk aus, dadurch gekennzeichnet, daß die Stellung eines Laufteiles (Rades) der Uhr mit der Stellung eines Laufteiles (Rades) des Synchronwerkes in der Weise mechanisch verglichen wird, daß bei Abweichungen vom konphasen Lauf der beiden Laufteile (Räder) die Verstellung des Gangreglers der Uhr vom Synchronwerk mechanisch durch Organe erfolgt, deren Verstellwirkung von der Größe des Standfehlers der Uhr in Abhängigkeit gebracht werden kann.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß durch Richtungsweiser, z. B. Wanderstützen (2), Fallschlitze (32), Einkerbungen (46) o. dgl., die Bewegungsrichtung der Steuerorgane bestimmt wird.
  3. 3.. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch .gekennzeichnet, daß durch Wanderstützen (2) die jeweils nicht benötigten Steuerorgane an dem Eintritt in die Arbeitslage gehindert werden.
  4. 4. Einrichtung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß durch Anordnung von selbsttätig mit oder ohne Verzögerung ablaufenden Speichern (18, 42) beliebiger Art oder durch andere Kraftquellen jeder eingeleitete Regelvorgang unabhängig von Störungen, z. B. Stromstörungen, beendet wird.
  5. 5. Einrichtung zur Standregelung von Uhren nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß durch langsam laufende Teile (i i ), oder zusätzliche Anordnungen von Verzögerungsmitteln (19) die Betätigung der Steuerorgane (6) so selten erfolgt, als es die Eigengenauigkeit der Uhr zuläßt.
  6. 6. Einrichtung nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß durch Leitlaufregler (22), z. B. nach Störungen, die Wiedereinreihung der vom Synchronmotor bewegten Zeitgeberorgane (11,39) in das Spiel der Standregelung zeitgerecht erfolgt.
  7. 7. Einrichtung nach Anspruch 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Auslösevorgang zur Standregelung durch die Uhr erfolgt, während der Richtungsweiser von dein Synchronmotor betätigt wird (Abb. 4).
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