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Brennpresse, insbesondere für Zigarrenkistenbretter Brennpressen,
bei denen der Brennstempel mit einer Einlegevorrichtung für die Brettstücke kraftschlüssig
gekuppelt ist -und das Brettstück zwischen Brennstempel und Preßstempel in Arbeitsstellung
gelagert ist, sind bekannt. Es ist auch schon vorgeschlagen, das Brennen von Gegenständen
von unten nach oben zu bewirken.
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Die Erfindung macht es sich zur Aufgabe, eine Brennpresse für Zigarrenkistenbretter
zu schaffen, bei der unter selbsttätiger Zuführung der Bretter vom Bretterstapel
ein sicheres Einstellen der Bretter oberhalb des geheizten Brennstempels ermöglicht
wird, um darauf unmittelbar ein Anpressen an den Brennstempel mittels eines Preßstempels
und hierauf ein Wegschieben des mit Brand versehenen Brettes zu ermöglichen. Bei
bekannten Vorrichtungen werden die Bretter unmittelbar auf den heißen Brennstempel
aufgelegt und angedrückt. Das ist aber beim Abnehmen und selbsttätigen Zuführen
der Bretter vom Stapel nicht möglich. Die neue Erfindung besteht demgegenüber darin,
daß mittels eines von der Maschine angetriebenen Vors chubgreifers die von einem
Stapel entnommenen Zigarrenkistenbretter auf einer zwischen der geheizten Brennplatte
und dem darüberliegenden verschiebbaren Preßstempel angeordneten Führung, die in
senkrechter Richtung nachgiebig ausgeführt ist, gelagert werden, worauf nach dem
Brand und Hochgang des Preßstempels die Bretter infolge der nachgiebigen Lagerung
der Führung vom Brennstempel abgehoben werden und durch das nachfolgende Brett das
bereits mit Brand versehene Brett auf einen Tisch abgelegt wird.
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Durch diese Ausbildung wird erreicht, daß man 'zunächst die Bretter
vom Stapel abnehmen und dann in Bereitschaftsstellung oberhalb des geheizten Brennstempels
bringen kann, worauf durch einen von oben wirkenden Preßstempel das Brett kurz gegen
den Brennstempel nach unten gedrückt wird, während nach Hochgang des Preßstempels
das
Brett sofort wieder abgehoben wird. Dadurch wird eine saubere Arbeit erreicht und
ein zu langes Andrücken des Brettes an den geheizten Brennstempel vermieden. Es
wird ein sauberer Brand und insbesondere auch das seitliche Wegschieben des gebrannten,
Brettes und das Vorschieben des noch ungebrannten Brettes in Bereitschaftsstellung
erzielt, ohne daß ein Anbrennen oder Versengen des zu brennenden Brettes eintreten
kann.
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Die gebrannten Bretterkönnen unmittelbar nach dem Brand sofort aufeinandergestapelt
werden, weil keine Gefahr besteht, daß ein Verwischen eintritt. Dadurch ist es auch
möglich, feinere Schriftenzeichen, bildliche Darstellungen usw. in dieser Weise
zu brennen.
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Die Bedienung der Maschine ist einfacher als beim Aufbringen eines
Stempels mit Farbwalzen. Der Brand erzielt andererseits, daß eine Änderung oder
Entfernung des Echtheitszeichens unmöglich ist.
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Weitere Erfindungsmerkmale bestehen in der besonderen Ausbildung der
Vorrichtung. Die Erfindung läßt .sich in verschiedener Weise ausführen; .sie ist
beispielsweise in der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht, und
zwar zeigen Abb. i eine Seitenansicht der Brennpresse, Abb.2 einen Grundruß, Abb.3
eine Stirnansicht unter Weglassung der Stapelführung, Abb. 4 eine Stirnansicht der
Stapelführung. Die Brennpresse besteht aus dem Maschinengestell i, in dem die das
Exzenter 2 tragende Welle 3 gelagert ist, die das Zahnrad 4 trägt. Dieses Rad erhält
seinen Antrieb vom Zahnrad 5 der Welle 6, die mit der Riemenscheibe 7 versehen ist.
Der Antrieb kann von einer. Kraftmaschine aus mittels Riemens erfolgen; es kann
auch auf der Welle 6 unmittelbar die Antriebsmaschine . gelagert sein. Das Exzenter
2 trägt die Exzenterstange-8, an der bei 9 die in der Führung i o geführte Preßstempelstange
i i angelenkt ist. An deren unterem Ende ist abnehmbar und mittels Schwalbenschwanzführung
12 gehalten der Preß.stempel 13 angebracht, der oberhalb einer von unten geheizten,
ebenfalls abnehmbaren Brennplatte 14, die als Patrize dient, arbeitet. Die Brennplatte
14 ist auf einen Brenntopf 15 aufgesetzt, der von unten durch einen Gasbrenner 16,
elektrisch o. dgl. beheizt wird.
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Der zur Lagerung der Brennplatte dienende Brenntopf 15 ist in der
Höhe verstellbar.- Zu diesem Zwecke ist er in den Tisch 17 eingesetzt und ruht auf
einer Keilplatte 18, die durch eine von Hand verstellbare Gewindespindel i 9 verschiebbar
ist.
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Mit dem Exzenter 2 ist eine Einlegevorrichtung gekuppelt, die aus
einem an einer Schubstange 20 sitzenden, um den Bolzen 21 schwenkbaren Greifer 22
gebildet wird. Die Schubstange 2ö wird durch den Schwenkhebel 23, der um den Bolzen
24 des Lagerbockes 25 drehbar ist, von der Verbindungsstange 26 ;-äpgetrieben, die
bei 27 an einen mit dem Exzenter 2 verbundenen Kurbelarm 28 angelenkt ist.
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Vor der Brennplatte .sind die mit einem Brand zu versehenden Bretter
29 in einer unten offenen Führung, -und zwar in Führungsschienen 30, 34 32, 33,
gestapelt. Die Führungsschienen 32, 33 sind an ortsfesten, durch lotrechte und waagerechte
Schienen gebildeten Gestellrahmen 34 befestigt. Die Führungsschienen 30,
31 ,sind dagegen an einem ebensolchen Gestellrahmen 35 befestigt, der jedoch
auf Böcken 36 in der Längsrichtung der Bretter, beispielsweise in Schlitzführungen
37, verstellbar und mittels Schrauben 38 feststellbar ist. Die Führungsschienen
30,3432,33 sind wiederum an den Gestellrahmen 34, 35, und zwar an den Schienen,
in der Querrichtung gegeneinander verstellbar, indem die Halteschrauben 39 in Schlitzführungen
4o der Gestellrahmen eingesetzt sind. Das jeweilig zuunterst lagernde Brett 29 wird
durch den Greifer 22 erfaßt und oberhalb der Brennplatte in beiderseits derselben
angeordnete, senkrecht federnde Führungsschienen 41, 42 eingeschoben, die durch
Blattfedern 43 an den Gestellrahmen 34 befestigt .sind. Der schwenkbare Greifer
22 ist an einem auf der Schubstange 20 verstellbaren Arm 44 befestigt und auf dem
Arbeitstisch 45 mittels einer Rolle 46 abgestützt. Der schwenkbare Hebel 23 greift
wegen des notwendigen Ausschlages mittels eines Gabelschlitzes 47 an den Bolzen
48 der Schubstange 2o an. ' Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende: -Befindet
sich die Brennpresse in der in Abb. i gezeigten Stellung, so wird ein oberhalb der
Brennplatte 14 in die Führungen 41, 42 eingelegtes Brett 29 gegen die Brennplatte
durch den in der untersten Stellung befindlichen Preßsteinpel kurz angedrückt. Der
Preßstempel geht .sofort wieder hoch, so daß das Brett nicht verbrennen kann: Infolge
der federnden Lagerung der Führungsschienen 41, 42 wird das Brett sofort wieder
von der Brennplatte abgehoben.
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Die richtige Einstellung der Entfernung zwischen Preßstempel 13 und
Brennplatte wird durch die Verstellbärkeit des die Brennplatte tragenden Brenntopfes
erreicht. Gegebenenfalls kann aber auch der Preßstempel an der Stempelstange i i
in der Höhe verstellbar angebracht werden. Bei Aufwärtsgang des Preßstempels lvird
durch die Drehung des Exzenters 2 mittels der Stange 26 und der
Hebelübertragung
23, 2o der Greifer 22 so weit vorgeschoben, daß er das unterste Brett in der Stapelführung
30, 3 i, 32, 33 erfaßt und es bei weiterem Vorschub des Greifers in Richtung der
Brennplatte vorschiebt. Dabei wird das bereits mit Brand versehene Brett durch das
nunmehr vorgeschobene Brett weggeschoben und auf den Ablegetisch 49 abgelegt. Dieser
Vorschub erfolgt mit verschiedener Geschwindigkeit infolge der Anwendung des Kurbelarmes
28 zum Antrieb des Hebelgestänges 23, 26. Das Hebelgestänge wird beim Abwärtsgang
der Kurbel 28 zunächst nur langsam verschoben, um in der untersten Stellung der
Kurbel schneller angetrieben zu werden. Dann verlangsamt sich der Vorschub beim
Aufwärtsgang der Kurbel wieder, so daß das vorgeschobene Brett zuletzt nur ganz
langsam in die federnden Führungsschienen 41, 42 gelangt.
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Dadurch erreicht man, daß das Brett in die richtige gewünschte Lage
gelangt. Es kann nicht zu weit vorschießen. Dies wird auch noch dadurch verhütet,
daß in den Fü1irungsschienen 41, 42 oberhalb der Brennplatte 14 seitlich ein oder
mehrere Klemmfedern 5o angeordnet sind. Bei weiterem Antrieb wird der Greifer wieder
zurückgeschoben. Er gleitet dabei unter dem untersten Brett hinweg, das infolge
der Gewichtswirkung der gestapelten Bretter nach unten gelangt ist. Ist der Greifer
nach Abb. i in seiner linken Endstellung angelangt, so ist inzwischen der Preßstempel
13 wieder unten angekommen und drückt nun zwecks Herstellung eines Brandes das in
der Führung 41, 42 befindliche Brett an die Brennplatte.
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Dadurch, daß der Gestellrahmen 35 mit den Führungsschienen 3o gegenüber
dem Gestellrahmen 34 und den Führungsschienen 32, 33 in der Längsrichtung des Arbeitstisches
45 verstellbar ist, wobei auch zugleich der Greifer 22 einstellbar ist, wird die
Verwendung der Maschine für verschieden lange Bretter ermöglicht. Dadurch, daß die
Führungsschienen 3o, 31, 32, 33 an den Gestellrahmen 34,35 in Querrichtung verstellbar
sind, läßt sich die Brennpresse auch für verschieden breite Bretter anwenden.