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Sparkasse mit beim Münzeinwurf sich fortschaltendem Stempelzählwerk
Wie alle Selbstkassierer; haben .auch die bekannten Sparkassen mit Quittungsausgabe
einen Münzprüfer, dessen Zuverlässigkeit und Sicherheit gegen Einwurf von Falschgeld
indessen begrenzt ist. Bei dieser Art von Selbstkassierern ist der Anreiz zur Benutzung
von Falschgeld besonders groß, da es sich fast immer um größere Einwurfswerte handelt.
Fehlbeträge in der Kasse würden :sich aber bei solchen Geräten besonders unangenehm
auswirken, :da es. sich hier um die Abwicklung eines empfindlichen Geldverkehrs
handelt.
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Um nachträglich Einwerfen von Falschgeld festzustellen, hat man bereits,
Sparkassen vorgeschlagen, bei denen die Münzen in .der Reihenfolge ihres Einwurfes
im :einem auswechselbaren Sammelbehälter aufgestapelt werden und bei denen ein beim
Münzeinwurf sich f ortschaltendes Zählwerk vorgesehen ist, dessen jeweils eingestellte
Zahl auf die von der Sparkasse ,ausgegebene Quittung aufgedruckt wird. Auf diese
Weise kann man nachträglich -den Einwerfer eines falschen, Geldstückes ermitteln,
denn dem beispielsweise fünften Geldstück in dem Sammelbehälter muß die Quittung
entsprechen, welche die aurfgedruckte Nummer 5 trägt.
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:-Diese bekannten Einrichtungen haben indessen einen Nachbeil, der
ihre Wirksamkeit leicht hinfällig machen kann: Dier mit dem Auswechseln .des Münzsammelbehälters
Betraute kann vergessen, hierbei das Stempelzählwerk wieder auf Null zurückzustellen,
so daß bei der erneuten Inbetriebnahme der Sparkasse die von dem Stempelzählwerk
den Quittungen ausgedruckten Zahlen nicht mehr den im Sammelbehälter aufgereihten
Münzen entsprechen.
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Die Erfindung bezweckt, diesem Übelstand abzuhelfen, und das Wesen
der Erfindung wird darin gesehen, saß der auswechselbare
Münzensammelbehälter
mit einer bei seinem Herausnehmen den Nullstellhebel des Stempelz!ählwerkes betätigenden
Einrichtung, z. B.
| einem Anschlag, versehen ist. Auf die,,s |
| Weise wird beim Auswechseln des Münz |
| melbehälters zwangsläufig das Stenpel.; |
werk auf Null zurückgestellt, so daß bei neuter Inbetriebnahme der Kasse die nunmehr
abgedruckten Zahlen wieder -der Reihenfolge der aufgestapelten Münzer, genau entsprechen.
Bei Verbrauchsmessern (Gas., Wasser öder Elektrizität), die mit Einriichtungen versehen
sind, den jeweiligen Zählerstand auf einen Vordruck zu drucken, ist es bekannt,
die Nullstellung des Zählwerkes beim Schließen der Tür; die zur Einführung des .
zu bedruckenden Vordruckes geöffnet werden mußte, zu bewirken. In vorliegendem Falle
dient aber dieser Gedanke der zwangsläufigen Nullstellung bei Vornahme einer bestimmten.
Handlung dem völlig anderen Zweck, die Einwerfer von Falschgeld nachträglich festzustellen
und dadurch derartige selbstkassierende Sparkassen mit Quittungsausgabe erst richtig
brauchbar zu machen.
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Die Erfindung ist in einem Schaubild dargestellt, welches nach Entfernen
der Rückwand das Innere des Gerätes freilegt. Münzprüfer und andere bekannte Bauteile
wurden zur Vereinfachung der Darstellung fortgelassen.
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Nachdem die Münze den Münzprüfer verlassen hat, durchläuft sie den
Münzkanal i und nimmt die Lage 2 ein. Sie liegt in einer Tasche; welche gebildet
wird aus der Drehscheibe 3 und dem auf dieser befindlichen Bü@el,q.. Wird die Drehscheibe
nun mittels des gestrichelt gezeichneten Griffes 5 in Pfeilrichtung 6 gedreht, so
wird die Münze 2 mit der oberen Wange des Bügels q. auf die als Kurve 7 ausgebildete
Oherläche des! Stemp.els 8 gedrückt, so daß sich dieser, in, den Prismen 9 geführt;
mach unten bewegt und eine auf der Unterlage io liegende Karte oder Marke stempelt.
Erstere wird durch den Schlitz i i der Vorderwand eingeführt; letztere durch eine
Zübringeeinrichtung bekannter Bauart unter .den Stempelkörper 8 geführt.
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Der Stempelkörper 8 hat an seinem unteren Ende außer dem eigentlichen
Stempel 12 und einem nicht dargestellten Datumsstempel einen weiteren Zahlenstempel
13 nach Art eines fortlaufenden Zählwerkes. Bei jeder Abwärtsbewegung des Stempels
und des Zählwerkes 13 wird dieses dadurch weitergesChaltet, daß sich der
Schalthebel i¢ an der am :Prisma 9 befindlichen Führung i 5 abstützt. Vachdem die
Münze 2 gemäß der PfeilriCh-Ag 6 ihren Weg beendet und die Kurve üerlassen hat,
fällt sie in die röhrenförm:i@ge Kassette 16, in welcher sich alle Münzen übereinanderstapeln,
Der Inhalt der Kassette 16 läßt sich durch den Schlitz 17 beobachten und ist mittels
einer Skala feststellbar, Wird: das Gerät nach einer Leerung wieder in Betrieb:
genommen und hat man das Zählwerk vorher auf Null gestellt, so ist es ohne weiteres
möglich, denjenigen, der sich beispielsweise beim zehnten Einwurf eines Falschstückes
bediente, zu ermitteln, denn das Falschstück liegt an zehnter Stelle in der Kassette,
und die gestempelte Quittung oder Marke trägt neben dem Datum die Nummer io. Voraussetzung
für eine solche Feststellung von Falschgeldeinwerfern ist aber, däß bei der Entleerung
der Kassette 16 das Zählwerk 13 tatsächlich auf Null gestellt wird. Dies wird zwangsläufig
folgendermaßen erreicht: Zur Entleerung ist die Kassette 16 herausnehmbar. Sie steckt
in einer im Gerät befestigten Hülse 18, welche mit einem senkrechten Schlitz 9 versehen
ist. Aus diesem Schlitz i9 ragst ein an :der Kassette 16 sitzen-.der Stift 2o heraus.
Die Kassette ist nun nicht herauszunehmen, ohne mit dem Stift 2o den Nullstellhebel
21 des Zählwerkes 13 hochzuschwenken und dadurch das Zählwerk 13 auf Null zu stellen.
Hierdurch ist die Gewähr gegeben, daß bei jeder erneuten Inbetriebnahme :des Gerätes
mit leerer Kassette 16 das stempelnde Zählwerk 13 auch wieder mit der Zahl i beginnt: