DE682124C - Verfahren zur Verhuetung von Unfaellen beim UEbungsschiessen mit Handfeuerwaffen - Google Patents

Verfahren zur Verhuetung von Unfaellen beim UEbungsschiessen mit Handfeuerwaffen

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Publication number
DE682124C
DE682124C DEW102934D DEW0102934D DE682124C DE 682124 C DE682124 C DE 682124C DE W102934 D DEW102934 D DE W102934D DE W0102934 D DEW0102934 D DE W0102934D DE 682124 C DE682124 C DE 682124C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
trigger
handguns
procedure
spring
shooting
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Expired
Application number
DEW102934D
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Dr Hans Schmidt
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Walther Waffenfabrik Carl
Original Assignee
Walther Waffenfabrik Carl
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Filing date
Publication date
Application filed by Walther Waffenfabrik Carl filed Critical Walther Waffenfabrik Carl
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Application granted granted Critical
Publication of DE682124C publication Critical patent/DE682124C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41AFUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
    • F41A17/00Safety arrangements, e.g. safeties
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41AFUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
    • F41A33/00Adaptations for training; Gun simulators

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

  • Verfahren zur Verhütung von Unfällen beim Übungsschießen mit Handfeuerwaffen Beim Übungsschießen mit scharfer Munition aus Handfeuerwaffen entstehen die meisten Unfälle durch unvorsichtiges Hantieren mit der Waffe seitens unerfahrener Schützen. Häufig wird abgedrückt, ohne daß sich der Schütze vorher über die Freiheit des Schußfeldes vergewissert hat und ohne die Genehmigung des aufsichtführenden Schießleiters abzuwarten.
  • Mitunter hilft sich der Schießleiter dadurch, daß er das Gewehr eigenhändig durch Umlegen des Sicherungsflügels entsichert, nachdem er sich vergewissert hat, daß der Schütze das Gewehr vorschriftsmäßig in Anschlag hält. Der Schießleiter, welcher dabei das Gewehr berühren muß, bringt es aus der Schußrichtung, so daß der Schütze gezwungen ist, nochmals das Ziel zu suchen, was letzterem das Zielen erschwert. Außerdem besteht keine Gewähr, daß der Schütze nachträglich das Gewehr nicht doch vorschriftswidrig hält und abdrückt, wogegen der Schießleiter u. U. machtlos ist.
  • Nach der Erfindung entsperrt der Schießleiter das Gewehr durch Fernbeeinflussung, also ohne es direkt zu berühren. In die Bewegungsbahn eines der an der Auslösung des Schlagmittels beteiligten Übertragungsglieder, z. B.. dem Abzug, wird ein steuerbares Sperrglied angeordnet. Der Schießleiter betätigt ein Auslösemittel, wodurch auf das verstellbare Sperrglied im Gewehr eingewirkt wird, ohne daß eine direkte Berührung der Waffe erfolgt; das Sperrglied wird aus dem Bewegungsbereich des Abzuges oder eines sonstigen an der Auslösung des Schlagmittels beteiligten Übertragungsgliedes herausgeführt. Alsdann ist die Waffe für die Abgabe eines Schusses in üblicher .Weise zu handhaben. Die Fernbeeinflussung kann beispielsweise hydraulisch, durch Preßluft, elektrisch oder mechanisch erfolgen. Sie geschieht derart, daß sich die Steuerungskräfte zum Verstellen des Sperrgliedes lediglich im Inneren des Gewehres auswirken, ohne eine Richtungsänderung zu verursachen und insofern den Schützen beim Zielen zu behindern. Andererseits kann nur mit Wissen und Wollen des Schießleiters ein Schuß abgegeben werden; und er ist auch jederzeit in der Lage, den Abzugsmechanismus wieder zu sperren. Hierdurch wird augenscheinlich eine wesentliche Verininderung der Unfälle erreicht.
  • Es ist zwar bekannt, daß der Schütze selbst den Abzug mittels Bowdenzuges auslöst und hierdurch den Schuß abgibt. Dies dient jedoch dazu, den Aufenthalt des Schützen aus der unmittelbaren Nähe des Gewehres zu verlegen, für den Fall, daß beim Einschießen der Lauf oder die Verschlußteile den Beanspruchungen nicht Stand halten.
  • Weitere Einzelheiten der Erfindung sind in den nachstehend beschriebenen und in der Patentzeichnung dargestellten beiden Ausführungsbeispielen enthalten.
  • Fig. i zeigt eine mechanisch durch Drahtauslöser beeinflußte Sicherheitseinrichtung an einem Kleinkalibergewehr, während Fig. 2 eine Darstellung einer elektrisch beeinflußten Sicherheitseinrichtung an dem gleichen Gewehr wiedergibt.
  • Fig.3 stellt ein Schema dar zur Veranschaulichung der Bedienungsweise der elektrisch gesteuerten Sicherheitseinrichtung nach Fig. 2 durch den Schießleiter.
  • Die Waffe, an der die Sicherheitseinrichtung angebracht ist, ist ein vorbekanntes Kleinkalibergewehr mit Zylinderverschluß. Sein Schaft ist mit i bezeichnet. Die an ihm befestigte Hülse trägt das Bezugszeichen 2 und der Abzugsbügel das Bezugszeichen 5. Beide Teile sind mittels der Schrauben 3 und 4 mit dem Schaft i verbunden. Um den Stift 6 schwenkbar ist der den verdeckt liegenden Schlagbolzen auslösende Abzugsstollen 7 an die Hülse 2 angelenkt. Dieser wird durch die in einem Gehäuse 8 liegende und sich gegen die Hülse 2 abstützende Druckfeder mit seinem hinteren Ende ständig nach oben gedrückt, damit er den beim Öffnen und Schließen des Gewehrs gespannten Schlagbolzen in Spannstellung hält. Am hinteren Ende des Abzugsstollens 7 ist der Abzug 9 um den Bolzen io schwenkbar aufgehängt. Er wird in üblicher Weise durch die Abzugsstollenfeder in die Ruhelage (nach vorne) gedrückt.
  • In dem Ausführungsbeispiel nach Fig. i ist an den Abzugsstollen 7 mittels zweier Schrauben ii, von denen nur eine zu sehen ist, das Sperrglied, der gabelförmig ausgebildete Hebel 12, schwenkbar angelenkt. Seine beiden Stangen sind durch eine Brücke 13 miteinander verbunden, welche das Widerlager bildet für den Auslösestift 14 des Bowdenkabels 15. Das Ende des Bo-,vdenkabels mündet in eine Mutter 16, die ihrerseits in den Abzugsbügel 5 eingeschraubt ist.
  • In Fig. i liegt der Sperrhebel 12 in der Sperrstellung. Seine Sperrstrebe 17 ruht hinter dem Ansatz 18' des Abzuges 9 und nimmt diesem dadurch die Bewegungsfreiheit. Wandert durch Druck auf den Auslöseknopf des Bowdenkabels 15 der Auslösestift 14 aus der Mutter 16 heraus und hebt dabei den Sperrhebel iz an entgegen dem Druck der Feder i9, deren eines Ende im Abzugsstollen 7 verankert ist, während das andere Ende auf den Sperrhebel 1z einwirkt, um ihn abwärts zu drücken, dann gelangt dessen Sperrstrebe 17 hinter die Ausnehmung zo des Abzugs 9. Infolgedessen besitzt der Abzug die zum Auslösen des Schlagbolzens erforderliche Bewegungsfreiheit. Das Gewehr ist von der Aufsichtsperson zur Abgabe des Schusses freigegeben, und der Schütze kann abdrücken.
  • Sobald die Aufsichtsperson den Auslöseknopf des Bowdenkabels freigibt, zieht die Bowdenkabelfeder (nicht dargestellt) in bekannter Weise den Auslösestift 14 zurück. Die Feder i9 drückt den Sperrhebel 12 nach unten, so daß seine Strebe 17 den Abzug 9 erneut blockiert, wodurch die Waffe gegen Abgabe eines Schusses wieder gesperrt ist.
  • Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig.2 und 3 ist in den Vorderschaft i des Gewehres ein Elektromagnet 21 eingebaut, dem ein auf einer in dessen Mittelkern geführten Stange 22 aufgesetzter Anker 23 gegenübersteht. Die Stange 22 setzt sich nach hinten in einer die Schraube 3 umfassende Gabel 24 fort. Eine sich an der Zwischenwand 25 des Schaftes i abstützende Sperrfeder 26 drückt die Übertragungsgabel 24 sowie die Übertragungsstange 22 mit Anker 23 entgegen der Zugrichtung des Elektromagneten 21 nach vorne. Die Sperrgabel27 ist als Winkelhebel ausgebildet und wie im vorbehandelten Ausführungsbeispiel erwähnt, beiderseits mittels Schrauben i i am Abzugsstollen 7 gelenkig befestigt. Die federnden Enden der Übertragungsgabel 24 besitzen Stifte 28, welche in die Längsschlitze 29 an der Sperrgabel 27 treten und die Übertragungsgabel 24 mit der Sperrgabel 27 gelenkig verbinden.
  • Bei stromlosen Elektromagneten 21 drückt die Feder 26 die Sperrstrebe 17 hinter den Ansatz 18 des Abzugs 9, und die Waffe ist gesperrt.
  • Drückt dagegen der Schießleiter auf einen Schaltknopf 30 (Fig. 3), dann wird der Elektromagnet 21 von der Baterie 31 erregt. Der Anker wird angezogen gegen den Druck der Feder 26. Die Sperrstrebe 17 wird angehoben und der Abzug 9 freigegeben. Die Waffe vermag nunmehr vom Schützen in gewohnter Weise bedient zu werden.
  • Der Ausführungsform der Erfindung nach Fig. 2 und 3 wird der Vorrang zu geben sein, wenn der Schießleiter vom Schützen weiter entfernt steht.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Verhütung von Unfällen beim Übungsschießen mit Handfeuerwaffen, dadurch gekennzeichnet, daß der Abzugsmechanismus der von dem Schützen zu bedienenden Waffe durch eine andere Person mittels Fernbeeinflussung durch Bowdenzug, Preßluft, elektrisch oder hydraulisch oder auf einem ähnlichen Wege entsperrt wird.
  2. 2. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet. daß die andere Person die Entsperrung des Abzugsmechanismus durch Betätigen eines Bowdenkabels (i5) bewirkt, dessen innerer Draht das den Allzug (9) oder die übrigen an dqr Auslösung des Schlagmittels beteiligten übertragungsglieder blockierende Sperrglied (i2, 17) entgegen dem Druck seiner-Feder (i9) verstellt.
  3. 3. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die andere Person den Abzugsmechanismus durch Schließen eines Kontaktes (30) im Stromkreis eines Elektromagneten (2i) freigibt, wobei letzterer entgegen dem Druck einer Feder (26) seinen Anker (23) anzieht und das mit ihm verbundene Sperrglied (i7, 27) aus der Bewegungsbahn des Abzuges (9) oder eines der an der Auslösung des Schlagmittels beteiligten Übertragungsglieder herausführt.
DEW102934D 1938-02-18 1938-02-18 Verfahren zur Verhuetung von Unfaellen beim UEbungsschiessen mit Handfeuerwaffen Expired DE682124C (de)

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DEW102934D DE682124C (de) 1938-02-18 1938-02-18 Verfahren zur Verhuetung von Unfaellen beim UEbungsschiessen mit Handfeuerwaffen

Publications (1)

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DE682124C true DE682124C (de) 1939-10-07

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ID=7615854

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DEW102934D Expired DE682124C (de) 1938-02-18 1938-02-18 Verfahren zur Verhuetung von Unfaellen beim UEbungsschiessen mit Handfeuerwaffen

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DE (1) DE682124C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5448847A (en) * 1994-07-14 1995-09-12 Teetzel; James W. Weapon lock and target authenticating apparatus
US5782028A (en) * 1994-12-19 1998-07-21 Stephen G. Simon Concealed safety device for firearms

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5448847A (en) * 1994-07-14 1995-09-12 Teetzel; James W. Weapon lock and target authenticating apparatus
US5782028A (en) * 1994-12-19 1998-07-21 Stephen G. Simon Concealed safety device for firearms

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