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Kolbenfüllfederhalter mit einer aus teleskopartig ineinander verschraubbaren
Teilen bestehenden Kolbenstange Die Erfindung betrifft einen Kolhenfüllfederhalter
mit einer aus teleskopartig ineinander versäraubbaren Teilen bestehenden Kolbenstange,
von denen die mitdem Kolhen. verbundene Hülse. in einer Zwisi#hmUüls,e gefüh-rt
wird, die in einem am hinteren Ende des Halterschaftes fest angeordneten und in
dessen Hohlraum. ragenden Führungskörper gleitet.
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Es ist bekannt, daß man den Tintenraum bei Füllfederhaltern mit S.4ugkc>I'bm
vergrößern kann, wenn man den Kolben mit mehreren, z. B. mit drei odex vier konze4-triscli
ineinanderliegenden, mit Gewinde versehenen Hülsen bewegt, die sich teleskopartigaus,einanderziehen.
lassen. Es bereitete aber bisher große Schwierigkeiten, derartige Hülsen in dem
zur Verfügung stehenden begrenzten Raum unterzubringen, ohne die Betriebssicherh-eit
und Festigkeit der Innenteile zu beeillträ"chtigen. Man hat sich durch. Anordnung
,einer Druckfeder geholfen, die eine Verdrehung der Hülsen vermeiden sollte. Aber
auch diese Druckfedernimmt naturgemäß irn zusammengepreßten Zustand einen gewissen
Raum ein, der für die Tintenfüllung verlorene O'e'h,t. Man kam mit dem bisherigen
Durchmesser der Füllfederhalter nicht aus, so daß die Füllfederhalter dicker und
unhandlicher wurden.
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Es, ist bereits vorgeschlagen, bei Kolben,-füllern die Kolbenstange,
die aus teleskopartig ineinanderschraubbaren, Teilen besteht, in einer Fghrungshülse
zu führen, die zur Sicheruni der Teile gegenDrehung von sechskantigem Querschnitt
war. Dabei mußten be-
sondere Anschläge zur Begrenzung der AuszieUbarkeit
der Teleskopteile und eine Schraubenfeder vorgesehen werden. Die Bauart dieser Füllfederhalter
war also nicht nur uniständlich, sondern in£olge der Anoildnung einer Feder, die
in dier mit feuchter Luft gesättigten Tint,enb,eli,älterli.üls,e leicht rostet,
so daß der Halter keine lange Lebensdauer hatte, auch unwirtschaftlich.
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Demgegenüber besteht das Neue gemäß der Erfindung darin, daß die Zwischenhülse
im Querschnitt kreisförmig gestaltet ist und zwei Längsschlitze aufweist, in deren
einen eine an der Hülse vorgesehene Nase und in deren anderen ein am, Führungskörper
befestigter Stift greifen. Der Kopf des Stiftes stÜtzt sich zweckmäßig g gegen einen
um den Führungskörper gelegten Ring ab. Nach einer besollderen Ausführungsform.
der Erfindung ist der Stift durch eine auseinein um den Führungskörper
gelegten
Ring herausgebogene Zunge gebildet.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel gemäß der Erfindung veranschaulicht;
es zeigen Fig. i den Füllfederhalter im Längsschnitt, Fig. 2 einen Teil des Füllfederhalters
nach Fig. i in vergrößertem Maßstab im Schnitt und Fig. 3 einen Teil
des Füllfederhalters in einer anderen Ausführungsfonn.
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In dem Tintenbehälter i des Füllfedarhalters ist ein Saugkolben2 untergebracht,
der an seinem hinteren Teil einen kegeligen oder Ühnlichen Fortsatz 2' besitzt,
über den ein Schaft oder eine Hülse 3 mit ihrem unteren Ende geschoben "und,
wie bei 3' ge-
zeigt, durch spanlose Verformung, z. B. durch Bördeln o. dgl.,
festgepreßt werden kann. Zweckmäßig ist der Fortsatz 2' mit Rillen, Nuten o. dgl.
versehen, und die Bördelung der HÜIS,e3' erfolgt mit entsprechender Korrodierung,
so daß eine praktisch unlösbare Verbindung geschaffen wird.
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Die Hülse3 besitzt an ihrem dem Saugkelben2 entgegengesetzten Ende
eine Nase4, die in dem Längsschlitz 5' ein-er Zwisclienhülse6 in axialer
Richtung gleiten kann und bei 6' einen Anschlag findet.
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Die Zwischenhülse 6 ist in dem hinteren Führungskörper
7 des Füllfederhalters so untergebracht, daß sie in einer Bo-hrung8 gleiten
kann. Sie. ist gegen Drehung um die Lüngsachse durch einen Stiftg bzw. ii'
gesichert, der in den Schlitz 5 hineinragt. Ein Anschlag io verhindert, daß
die Zwischenhülse6 aus der Bohrung8 des hinteren Führungskörpers7 des Füllf,#->,derhaltexs
herau!#-gezogen werden kann.
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Die Befestigung des Stiftes 9 kann, wie in Fig. 2 dargestellt
ist, durch einen Ring 11, z.-B. aus Metall, erfolgen, der um den vorderen Teil des
Führungskörpers 7 über den Kopf des Stiftes-q in das Hartgummi eingepreßt
ist. Der Stift 9 hat naturgemäß größere Kräfte aufzunehmen, und es ist daher
wichtig, daß er gut gesichert ist, um Betriebsstörungen auch bei unsachgemäßein
Gebrauch zu vermeiden.
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Wie aus Fig. 3 zu ersehen ist, kann der Stift auch durch eine
Zunge i 11 gebildet sein, die aus dem Ring i i - herausgebogen ist und durch
eine 'ÜffnuD9 7' in das Innere der Bohrung 8 hineinragt. Auch kann
der Stift statt durch eine Zunge i i' durch eine entsprechende Prägung des Ringes
e.-dgl., z. B. durch einen durch Tiefprägung oder Ziehen aus dem Profil des -Ringes
herausgebrachten Zapfen, gebildet sein.
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Die Hülse3 besitzt im Innern eine zylindrische Bohrung und hat an
ihrem dem Saugkolben 2 entgegengesetzten Ende eine innere Schulter 12, die mit einem
Gewinde-gang versehen ist.
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Im Innern der z-yändrischeii Bohrung der Hülse 3 ist eine Teleskophülse,
13 nüt Gewinde 14 axial verschiebbar untergebraclit, dessen Steigungund Gewindeart
dem Geivindeschnitt an der inneren Schulter 12 entspricht, so daß die Teleskophülse
13 in dem Schaft 3 in axialer Richtung unter Drehung um die
Achse entsprechend der Steigung des Gewindes 14 be-
wegt werden kann.
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An dem dem S.,augkolben 2 zugewandten Teil besitzt die Teleskophülse
13 einen Btuid oder Anschlag 15, der die axiale Bewegung der Teleskophülse 13
beim Auseinanderschrauben infolge Anschlags gegen die innere Schulter 12 der Hülse
3 begrenzt.
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Im Innern besitzt die TeleskOPhÜlse 13 eine zylindrische Bohrung
und an der dem Saugkolben 2 abgewendeten Seite eine innere Schulter 16 mit
Gewindegang. -
In der inneren zylindrischen Bohrung der Teleskophülst, 13
ist eine weitere Teleskophülse bzw. eine Spindel 17 untergebracht, die mit
einem Gewinde 18 versehen ist, dessen Steigung und Gewindeart dem Gewindeeinschnitt
in der Schulter 16 entspricht. An deZn dem Saugholben2 zugewandten Teil besitzt
die Spindel 17 einen Bund oder Anschlag ig und an dem entgegengesazten Ende einen
Zapfen20, auf dem eine mit Gewinde versehen-e Hülste 2 1, die durch eine Bohrung
am hinteren Teil des Führungs'k.ärpcrs 7 führt und auf der ein kappenförmiger
DrelinGpf 22 auf-
geschraubt und gegebenenfalls mit einem Stift
23 fest verbunden ist. Der Drehknopf 22 kann durch eine Verschlußkappe 24
geschützt werden.
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Zum. Füllen des Federhalters nach der Erfindung wird in der in Fig.
i dargestellten Ausführungsform der Drehknopf 22 im Uhrzeigersinii gedreht.
- Dabei schieben sich die Gewindespindel.17, die Teleskophülse 13 und die
HÜlse 3 ineinander. Dabei gleitet die Nase 4 der Hülse 3 axial im
Schlitz 5' der Zwischenhülse 6, und die Zwischenhülse 6 wird
entsprechend dein Zurückschrauben des Saugk(;lbens 2 durch den Stift 9 giführt
und in die Bohrung 8 des Führungskörpers 7 des Federhalters zurückgeschraubt.
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Infolge der Unterteilung der Kolb.enstange in drei oder mehrere teleskopartige
Teile wird erreicht, daß der Saugkolben 2 weiter als bisher zurückgedreht werden
kann, so daß ein erhöhter Tintenraum geschaffen wird. Die als Führung für die Hülse
3 dienende Zwischenhülse 6 ist durch den in den Führungs,-schlitz
5 greifenden Stift 9 gegen Drehung geschützt und ebenso der Saugkolben
2 mit der Hülse 3 durch. die in den Führungs-C
schlitz
5' greif-ende, Nase 4, so daß ein Leerlauf verhindert wird. Auch kann -die
Packung des Kolbens 2, die z. B. aus eüiem. Korkring bestehen kann, durch einen
Stift 27 gegen Drehung gesichert sein.
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Die besondere Ausgestaltung der teleskopartigen Teile derart, daß
sie innen eine glatte zylindrische, Bohrungundeine innere Schulter 12, 16 mit Gewindeeinschnitt:
und nur außen ein volles Gewinde besitzen, gestaftet eine gedrängte und doch feste
Bauweise, so daß sich ohne Vergrößerung des äußeren Durchmessers der bisherigen
Füllfederhalter die Scliratibvorrichtung irn Innern auch mit drei oder mehrTeleskop-liedern
unterbringen läßt.
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Zum Zweck einer Verbindung des Luftraumes. hinter dem S#augkolbieU
2 mit der Außenluft sind an der G,ewin#cleliülse 2 1 am äußeren Umfang in axialer
Richtung Längsnuten 25 vorgesehen, die in den Kern des Gewindes hineinreichen.
Andererseits besitzt der DrehknOpf 22 an seiner unteren Fläche 23' radiale
Kanäle 26, die mit den Nuten25 in Verbindung stehen, so daß die Luft in dem Raum
hinter dem Kolben durcli die Nuten bzw. KaiiXIe25 und 26 nach, außen entweichen
kann und umgekehrt.
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Die Teleskopglieder können, aus Metall, beispielsweise aus Messing
o. dgl., hergestellt sein. Man kann diese mit einer gegen Feuchtigkeit oder Korro
' sion widerstandsfähigen Schutzschicht versehen. Das kann durch Galvanisieren
mit widerstandsfähigen Metallen, z. B. durch Vergolden oder durch übexziehen mit
Schutzschichten aus Wachs, Fetten 0. dgl., geschehen.