DE679403C - Zugbandantrieb fuer die Zeigerwelle einer Waage, insbesondere einer Neigungswaage - Google Patents

Zugbandantrieb fuer die Zeigerwelle einer Waage, insbesondere einer Neigungswaage

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DE679403C
DE679403C DEJ52695D DEJ0052695D DE679403C DE 679403 C DE679403 C DE 679403C DE J52695 D DEJ52695 D DE J52695D DE J0052695 D DEJ0052695 D DE J0052695D DE 679403 C DE679403 C DE 679403C
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf einen Zugbandantrieb für die Zeigerwelle einer Waage, insbesondere einer Neigungswaage, bei welcher die Bewegung der Lastausgleichsvorrichtung durch mehrere Bänder auf die Zeigerwelle übertragen 'wird, auf der sich, das eine Band aufwickelt, während sich ein anderes Band gleichzeitig von ihr abwickelt, und bei der die Bänder durch einen beweglichen, beispielsweise bügeiförmigen Zwischenkörper unter Spannung gehalten werden, der mit seinen entgegengesetzten Enden an den Bändern angreift und zum Ausgleich der auf die Bänder wirkenden ungleichmäßigen. Beanspruchungen dient.
Bei den bekannten Zugbandantrieben der genannten Art steht aber der Ausgleichsbügel immer noch durch andere Teile als die Zugbänder mit den übrigen Teilen der Waage in Verbindung. Um trotzdem dem Bügel eine gewisse freie Schwingungsmöglichkeit um die Verbindungsstelle mit den übrigen Waagenteilen zu verleihen, hat man daher bereits Gelenkverbindungen mit zwei zueinander senkrecht stehenden Achsen vorgesehen. Diese Gelenke lassen zwar allseitige. Schwingungen oder Drehungen des Bügels um jene Verbindungsstelle zu, dagegen bleiben Translationsbewegungen des Bügels an die übrigen durch das zu messende Gewicht verstellbaren Teile der Waage gebunden. Dies hat eine zwangsläufige Führung des Bügels zur Folge, die ihn hindert, sich frei unter den auf ihn einwirkenden Kräften einzustellen. Dadurch wird die Wirkung des Kräfteausgleichs des. Bügels und der Bandanordnung, eine Wirkung, die gerade den Zweck der in Rede stehenden Anordnung darstellt, wesentlich beeinträchtigt. Ferner ist bei den bekannten Einrichtungen die Anordnung der Zugbänder derart getroffen, daß leicht seitliche Beanspruchungen und Verdrehungen der Zugbänder auftreten können, so daß die Gefahr eines Verziehens oder Ausknickens der Bänder besteht, was ebenfalls die Genauigkeit der Wägung beeinträchtigen würde.
Durch die vorliegende Erfindung werden diese Nachteile behoben, und zwar erreicht man dies erfindungsgemäß dadurch, daß der bügeiförmige Zwischenkörper durch zwei in entgegengesetzten Richtungen auf ihn einwirkende Bänder oder Bandpaare frei, schwebend gehalten wird, von denen die Enden 'des einen Bandes oder Bandpaares an dem einen Ende des Bügels und am Umfang des von der Last bewegten Antriebsorgans, die Enden des anderen Bandes oder Bandpaares dagegen an der Zeigerwelle und am anderen Ende des
Bügels festgemacht sind, und die sowie das die Zeigerwelle mit dem Antriebsorgan unmittelbar verbindende Band bzw. Bandpaar auf dem Antriebsorgan bzw. auf der Zeiger-
. 5 welle derart angeordnet sind, daß sich auf \ diese Organe: eines der Bänder bzw. Baridpaare aufrollt, wenn sich das andere abrollt, und umgekehrt.
Vorzugsweise sind die drei Bänder oder
ίο Bandpaare, abgesehen von denjenigen Teilen, die an der Zeigerwelle oder der Antriebstrommel anliegen, annähernd in derselben Ebene angeordnet, und sind die Enden dieser Bänder oder Bandpaare mit den Enden des Ausgleichsbügels bzw. mit der Antriebstrommel oder der Zeigerwelle in an sich bekannter Weise gelenkig und frei in ihrer Ebene drehbar verbunden.
Bei der erfindungsgemäßen Bandanordnung wird der Ausgleichsbügel lediglich durch die an seinen beiden Enden angreifenden Bänder im Gleichgewicht gehalten, so daß er sich je nach den Bandspannungen frei einstellen kann, da jede sonstige zwangsläufig wirbende Führung für den Bügel fehlt. Die Bänder werden bei ihrer Auf- oder Abrollung während der Messung lediglich in ihrer Längsrichtung beansprucht, so daß ein- Ecken oder Ausknicken der Bänder nicht eintreten kann.
Da ferner sämtliche Reibungen ausgeschaltet sind, wird auf diese Weise ein in sich ausgeglichener Zeigerantrieb geschaffen, der eine besonders große Genauigkeit in der Anzeige der Meßergebnisse ermöglicht.
Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise veranschaulicht, und zwar zeigt
Fig. ι den Zeigerwellenantrieb gemäß der Erfindung in Ansicht von vorn, während
Fig. 2 den Zeigerwellenantrieb in Seitenansicht darstellt.
In der Zeichnung ist der" Zeigerwellenantrieb gemäß der Erfindung bei einer Neigungswaage dargestellt. Der Zeigerwellenantrieb ist auf einem Gestell 2 gelagert und .45 wird durch einen Waagebalken 1 in Bewegung versetzt. Zu diesem Zweck treibt der Waagebalken ι über ein Band 19 einen Nocken 5 an, der seinerseits entsprechend der Bewegung des Waagebalkens 1. 'eine Trommel 11 in Bewegung versetzt, die das Bendelgewicht 4 trägt. Das aus den Teilen 4, 5 und 11 bestehende Ganze ist in Schneiden 3 drehbar gelagert.
Die Welle 6 des Zeigers 8 ist in Kugellagern/ gelagert. Der Zeiger 8 ist vor einem Ziffernblatt 9 verstellbar.
Der Zugbandantrieb für die Welle 6 umfaßt drei Bänder oder, wie dargestellt, drei Bandpaare A, B1C und ein Ausgleichszwischenglied in Form eines Bügels 10. Durch die Ausbildung des Zwischengliedes als Bügel erhält es eine gewisse federnde Elastizität, durch die die Bänder selbst bei etwaigen im Betrieb auftretenden Formveränderungen immer gespannt gehalten werden.
Die Bändern! sind einerseits an das eine .'Ende ιo1 des Bügels 10 angeschlossen und andererseits auf dem Umfang der Trommel 1.1 bei 12 befestigt. Die Bänder B sind einerseits auf der Trommel 11 bei 13 befestigt und andererseits an die Zeigerwelle-6 bei 14 angeschlossen. Die Bänder A und B kreuzen sich, und ihre Befestigungsstellen auf der Trommel 11 liegen zu beiden Seiten der Kreuzungsstelle. Infolgedessen wickeln sich die Bänder B von der Trommel 11 ab, wenn sich die Bänder yl auf die Trommel aufwickeln, und umgekehrt. Die Bänder C schließlich sind einerseits auf der Welle 6 bei ι S und andererseits an dem zweiten Ende bei io2 des Bügels ι ο befestigt. Auch die Bänder B und C kreuzen sich, und ihre Befestigungsstellen an der Zeigerwelle 6 liegen zu beiden Seiten der Kreuzungsstelle, so daß die Abrollung der Bänder B von der Welle 6 gleichzeitig eine Aufrollung der Bänder C auf die Welle 6 und umgekehrt zur Folge hat.
Bei dieser Bandanordnung wird der Bügel 10 vollkommen frei schwebend nur durch die Bänder A und C gehalten, so daß er seine Ausgleichswirkung ausüben kann, ohne hierbei durch irgendwelche äußeren, zwangsläufigen Führungen beeinträchtigt zu werden.
Es empfiehlt sich, die Bänder A, B und C derart anzuordnen, daß diejenigen Teile der genannten Bänder, die sich jeweils außer Berührung mit ihren Aufroll- bzw. Abrollflächen befinden, in einer Ebene liegen, wie dies in Fig. ι dargestellt ist. Diese Ebene kann bei Anordnung der Zeigerwelle 6 unterhalb der Schneiden 3 senkrecht oder annähernd senkrecht verlaufen.
Zur Verbindung der Bänder^, und C mit den Bügelenden ιo1 bzw. io2 dienen Waagebalken 17 und 18, die in ihrer Mitte drehbar an den Bügelenden gelagert sind, während die beiden Teile der Bänder A bzw. C an die Enden der Waagebalken 17 bzw. 18 gelenkig angeschlossen sind. Auch die Befestigungen der Bandenden auf der Trommel 11 und auf der Welle 6 sind derart, daß sie eine Drehung in der Bandebene zulassen.

Claims (2)

  1. Patentansprüche:
    i. Zugbandantrieb für die Zeigerwelle einer Waage, insbesondere einer Neigungswaage, bei welcher die Bewegung der Lastausgleichsvorrichtung- durch mehrere Bänder auf die Zeigerwelle übertragen wird, auf der sich das eine Band aufwickelt, während sich ein anderes Band gleichzeitig von ihr abwickelt, und bei der die Bänder durch einen beweglichen,
    beispielsweise bügeiförmigen Zwischienkörper unter Spannung genalten werden, der mit seinen entgegengesetzten Enden an den Bändern angreift und zum Ausgleich der auf die Bänder wirkenden ungleichmäßigen Beanspruchungen dient, dadurch gekennzeichnet, daß der bügeiförmige Zwischenkörper (io) durch zwei in entgegengesetzten Richtungen auf ihn einwirkende Bänder oder Bandpaare (A, C) frei schwebend gehalten wird, von denen die Enden des einen Bandes oder Bandpaares (A) an dem einen Ende (io1) des Bügels und am Umfang des von der Last bewegten Antriebsorgans (ii), die Enden des anderen Bandes oder Bandpaares (C) dagegen an der Zeigerwelle (6) und am anderen Ende (io2) des Bügels (io) festgemacht sind und die (A, C) sowie das die Zeigerwelle (6) mit dem Antriebsorgan (ii) unmittelbar verbindende Band bzw. Bandpaar (B) auf dem Antriebsorgan (11) bzw. auf der Zeigerwelle (6) derart angeordnet sind, daß sich lajuf diese Organe (ii bzw. 6) eines der Bänder bzw. Bandpaare (A, B, C) aufrollt, wenn sich das andere abrollt, oder umgekehrt.
  2. 2. Zugbandantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die drei Bänder oder Bandpaare (A, B, C), abgesehen von denjenigen Teilen, die an der Zeigerwelle (6) oder- der Antriebstrommel (11) anliegen, annähernd in derselben Ebene angeordnet sind, und daß die Enden dieser Bänder oder Bandpaare an den Enden des frei schiwebenden Bügels (10) bzw. auf der Trommel (n) oder auf der Zeigerwelle (6) in an sich bekannter Weise gelenkig und frei in ihrer Ebene drehbar angeordnet sind.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEJ52695D 1934-07-04 1935-07-03 Zugbandantrieb fuer die Zeigerwelle einer Waage, insbesondere einer Neigungswaage Expired DE679403C (de)

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