DE679347C - Verfahren zum Aufbringen von als Induktionsschutz dienenden Draehten oder Baendern auf elektrische Fernmeldekabel - Google Patents
Verfahren zum Aufbringen von als Induktionsschutz dienenden Draehten oder Baendern auf elektrische FernmeldekabelInfo
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Description
- Verfahren zum Aufbringen von als Induktionsschutz dienenden Drähten oder Bändern auf elektrische Fernmeldekabel Bei magnetischen Werkstoffen, die für Belastungs- oder Abschirmzwecke dienen sollen, ist eine möglichst hohe Maximal- bzw. Anfangspermeabilität erwünscht. Beide Werte sinken jedoch sehr stark ab, wenn die Werkstoffe plastisch oder elastisch verformt werden. Da nun eine Verformung band- oder drahtförmiger Werkstoffe beim Aufbringen auf elektrische Leiter oder Leitersysteme nicht zu vermeiden ist, hat man versucht, die nachteilige Wirkung der entstehenden Verformungsspannungen zu beseitigen oder zumindest herabzumindern. Bei belasteten Leitern lassen sich diese Spannungen ohne weiteres beseitigen. So ist es bekannt, den Belasteten Leiter zweimal einer Glühbehandlung zu unterziehen, und zwar zuerst bei etwa 9oo°, dann bei etwa 4o0°. Für die Bewehrung von Fernmeldekabeln ist dagegen vorgeschlagen worden, die Bewehrungsbänder unmittelbar vor dem Aufbringen auf das Kabel einer kurzzeitigen Erwärmung auszusetzen, die ausreicht, um zu verhindern, daß in. dem aufgebrachten Bewehrungsinaterial innere Spannungen, bestehen bleiben. Da die Erwärmung immerhin bis zu Temperaturen von etwa 6oo° erfolgen, muß, hat dieses Verfahren den Nachteil, daß man gegebenenfalls unter der Bewehrung eine schlecht wärmeleitende Schicht aufbringen oder dafür Sorge tragen muß, daß die mit,dem stark erhitzten Band aufgebrachte Wärme so schnell wie möglich abgeführt wird. Dies kann beispielsweise, falls die Unterlage aus geteerter Jute oder Papierkordel besteht, durch einen Aufstrich von wässeriger Schlämmkreide erfolgen. Die Wärme wird in diesem Falle in Form des sich bei der Berührung mit den heißen Bändern bildenden Wasserdampfes abgeführt. Für das Aufbringen von Abschirmmaterial auf eine papierumsponnene Kabelseele ist dieses Verfahren jedoch nicht brauchbar.
- Die Erfindung betrifft nun ein Verfahren zum Aufbringen von als Induktionsschutz dienenden Drähten oder Bändern auf elektrische Fernmeldekabel, bei dem die Drähte oder Bänder beim Aufbringen erwärmt werden. Die Erfindung,rbesteht nun darin, daß die Drähte bzw. Bänder zunächst bis nahe an den Curiepunkt erhitzt, dann während der Abkühlung in einem Magnetfeld vormagnetisiert und anschließend auf die Unterlage aufgebracht werden. Das Aufbringen des Drahtes oder des Bandes erfolgt dann bei wesentlich niedrigeren Temperaturen in einem Bereich von etwa Zoo bis 300°.
- Die Erhitzung der Drähte bzw, der Bänder kann auf beliebige Art erfolgen. Beispielsweise wird bei umlaufenden Spinnern vorteilhaft eine elektrische Erwärmung gewählt, indem z. B. die Drähte oder Bänder einem elektrischen Hochfrequenzfeld ausgesetzt werden. Eine andere Möglichkeit der elektrischen Beheizung besteht darin, daß die Drähte oder Bänder über mit der Vorratstrommel umlaufende elektrische Kontakte geführt werden, zwischen denen die Erwärmung durch Widerstandserhitzung erfolgt. Derartige Erwärm-und Spinnvorrichtungen sind bei der Herstellung von belasteten Leitern allgemein bekannt. Nach der Erwärmung tritt das Material in eine Magnetisierungsspule ein, in der während der Ausrichtung der. magnetischen Bezirke die Temperatur so weit absinkt, daß bei dem anschließenden Aufbringen auf das Kabel die Isolation durch die Temperatur des Materials nicht mehr beschädigt werden kann und auch sonst die elektrischen Eigenschaften keine durch die Wärme bedingten Veränderungen erleiden: Erforderlichenfalls kann durch die Magnetisierungsspule einLuftstrom geblasen werden, der die Abkühlung beschleunigt.
- Als Werkstoff für die Bänder oder Drähte wird vorzugsweise ein solcher gewählt, bei dem der Curiepunkt bei einer Temperatur liegt, bei der keine elastischen Spannungen sich ausbilden, wenn man das Material bei dieser Temperatur deformieren würde. Hierfür eignen sich insbesondere für diesen Zweck bekannte Eisen-Aluminium- oder Eisen-Silicium-Legierungen mit 0,5 bis ¢°/aAluminium-bzw. Siliciumgehalt, denen durch geeignete mechanische und thermische Vorbehandlung bereits eine magnetische, mit der Walzrichtung zusammenfällende Vorzugsrichtung aufgedrückt wurde.
- In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung dargestellt, die zum Aufbringen eines Bewehrungsbandes auf ein Kabel nach dem Verfahren gemäß der Erfindung dient. Von einer Vorratstrommel 1 läuft das- Band 2 zunächst über zwei elektrische Kontaktrollen 3 und 4 ab, die mit der Vorratstrommel i mitumlaufen und zwischen denen das Band durch elektrische Widerstandsheizung bis nahe an den Curiepunkt erhitzt wird. Von der Rolle q. läuft das Band in eine Magnetisierungsspüle 5 ein, die ebenfalls mitumläuft und in der die Ausrichtung der magnetischen Bezirke erfolgt: Nach dem Austritt aus der Magnetisierungsspule wird das Band, nachdem es sich auf eine Temperatürabgekühlt hat, durch die die Papierisolierung des Kabels 6 nicht mehr beschädigt werden kann, auf das Kabel aufgesponnen. Die Stromzuführung für dieKontaktrollen 3 und. sowie für die Magnetisierungsspule 5 erfolgt über Schleifringe 7.
- Das erfindungsgemäße Verfahren eignet sich auch zum Aufbringen von Belastungsbändern auf den Leiter von Krarupadern.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Aufbringen von als Induktionsschutz dienenden Drähten oder Bändern auf elektrische Fernmeldekabel, bei dem die Drähte oder Bänder beim Aufbringen erhitzt werden, dadurch gekennzeichnet, -daß die Drähte bzw: Bänder bis nahe an den Curiepunkt erhitzt, dann während der Abkühlung in einem Magnetfeld vormagnetisiert und anschließend auf die Unterlage aufgebracht werden.
- 2: Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrisch erwärmten Bewehrungsbänder durch eine mit der Spinnvorrichtung mitumlaüfende Magnetisierungsspule geführt werden. .
- 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Drähte oder Bänder mechanisch und thermisch vorbehandelt werden, so .daß sie eine mit der Walzrichtung zusammenfallende magnetische Vorzugsrichtung aufweisen. q.. Nach dem Verfahren gemäß Anspruch 3 hergestellter Induktionsschutz, dadurch gekennzeichnet, daß er aus: einer Eisen-Aluminium- oder Eisen-Siliciuin-Legierung mit 0,5 bis q.°/, Aluminium bzw. Silicium besteht. 5: Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch zwei mit dem Spinner umlaufende elektrische Kontaktrollen, zwischen denen die Drähte bzw. Bänder durch elektrische Widerstandsheizung erhitzt werden sowie durch eine ebenfalls mitumlaufende Magnetisierungsspüle.
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