DE677771C - Mit Greifern ausgeruestete Tiegeldruck- und Praegepresse, insbesondere zum Herstellen von Blindenschrift u. dgl. - Google Patents
Mit Greifern ausgeruestete Tiegeldruck- und Praegepresse, insbesondere zum Herstellen von Blindenschrift u. dgl.Info
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Description
- Mit Greifern ausgerüstete Tiegeldruck- und Prägepresse, insbesondere zum Herstellen von Blindenschrift u. dgl. Zur Ausführung von Prägearbeiten auf Papier, Karton, Pappe, Celluloid, dünnem Blech oder ähnlichen blattförmigen und bildsamen Stoffen sind Verfahren bekanntgeworden, bei deinen der zu verarbeitende Werkstoff zwischen zwei Platten gelegt wird, von denen die einedas Prägemus-ter in erhabener und die andere dasselbe in vertiefter Form enthält; man bezeichnet die in ihren Erhöh#ungen und Vertiefungen genau zusammenpassenden Prägeformen dann wohl. auch als Patrize und Matrize. Da Diesel Arbeitsvorgang also immer auf einem Zusammenpressen plattenförmiger, im ganzen eben-er Körper beruht und häufig in enger Verwandtschaft mit Buchdruckarbeiten steht, so liegt es nahe, die bekannte Tiegeldruckpresse hierfür heranzuziehen. Das gene#nnte Arheitsverfahren ist von besonderer Bedeutung für die Herstellung von Drucken in Blindenschrift geworden, bei denen die Prägeformen, also die Patrize und die Matrize, zuvor iauf einem, der an sich bekannten Wege durch Einprägen der die Blindenschrift darstellenden Punktsysterne hergestellt wurden. In diese:rn Falle bestehen dann die genau ineinanderpassenden Präge.-formen aus verhältnismäßig dünnen und elastischen Platten, meist aus Blech, welche nach Art der Buchseiten mit einer Kante zusammenhängen.
- Zum Herstellen von Prägungen, Schnitten, Musterungen usw. in Tiegeldruckpressien ist es weiter bekannt, die schmalen Greifer selbst und die entsprechenden Teile der Unterlage als Matrize bzw. Patrize auszubilden.
- Die Erfin#dung besteht demgegenüber darin, daß die eine der beiden insbesondere zum Herstellen von Blindenschrift bekannten, mit Prägezeichen verstehenden Plattenmit den, Greifern der Presse, die andere Platte aber mit der Druckfläche des Tiegels verbunden wird.
- Hierdurch ist es ohne weiteres möglich, jede mit Greifern arbeitende Tieggeldruckpresse in einfachster Weise zur Ausführung von einem großen Teil der Tiegelfläche einnehmenden Prägungen, insbesondere von Bändenschrift, einrichten zu können. Die beiden zusammenarbeitenden Prägeplatten können ohne irgendwelchen äußeren Zusammenhang sein, sie können aber auch scharnierartig miteinander verbunden sein, oder sie können, was besonders für den Druck der Blindenschrift in Betracht kommt, nach Art von Buchseiten mit einer Kante fest zusammenhängen und dann mit der gegenüberliegenden Kante einmal am Tiegel und einmal an der Greifervorrichtung befestigt werden. Die in diesem Falle dünnen und elastischen Formplatten öffnen sich dann bei der Rückkehi des Tiegels in die vordere Totpunktlage wie die Seiten eines Buch-es, wodurch die An-und Ablage eines zwischen ihnen liegenden Bogens von Hand oder durch mechanische Mittel ermöglicht wird.
- Die Abbildungen zeigen beispielsweise zwei Ausführungsformen d#e#'Erfind-#ng in Verbind-ung mit einer Tiegeldruckpresse üblicher Bauart und unter Beschränkune auf das, was den Gegenstand derselben ausmacht. Das PressengesteJ1 i trägt das me-ist senkrecht stehende Druckfundament 2; diesem gegenüber ist die Führung 3 des Tiegelkörpers angeordnet, der hier in geöffneter Stellung ge7 zeichnet ist. Für den Druck werden Tiegelfläche 5 und Fundamentfläche 2 durch hier nicht dargestellte Maschinenteile in bekannter Weise zusammen-gepreßt. Mit dem Tiegelkörper4 verbunden ist die zwangsläufig oder kraftschlüssig gesteuerte Greifervorrichtung6, welche meist einen rahmenförmigen, zwischen Fundament- -und Tiegelfläche Platz findenden Körper bildet. An diesem rahmenförrnigen Körper wird, wie Abb. i zeigt, die eine bei 7 angedeutete PrägeplattQ und auf dem Tiegel die Gegenplatte 8 in geeigneter Weise bef estigt. Diese beiden Prägeplatten können unabhängig voneinander sein, sie können aber auch, wie dargestellt, bei 9 durch ein Scharnier verbunden sein. Der zu verarbeitende Bogen io wird dann bei geöffnetem Tiegel in bekannter Weise rab- -und angelegt. Die auf der Tiegelfläche befestigte Prägeplatte 8 erhält zweckmäßig eine bis zu einem gewissen Grade elastische Unterlage, eine gleiche oder wenigstens entsprechende Unterlage kann auch ;auf der Fundamentfläche 2 des Pressengestells angeordnetwerden, so daß ,auch bei Unterschieden in der Stärke des zu verarbeitenden Blattes io überlastungen Kler Presse vorgebeugt wird.
- Eine etwas abweichende Ausführungsform zeigt die Abb. II, und zwar ist das diejenige, welche für den Druck von Blindenschrift in Betracht kommen kann. Hier bestehen die Prägeplatten zweckmäßig aus zwei dünnen Blechplatten i i und 12, welche bei 13 fest zusammenhängen, bei 14 am Greiferrahmen und bei 15 an der Tiegelkante befestigt sind. Vermöge der ihnen innewohnenden Elastizität erhalten die dünnen Prägeplatten in der vorderen, also offenen Totpunktlage des Tiegels ,ähnlich wie die Seiten eines geöffneten Buches eine zum Ab-und Anlegen des zu verarbeitenden Bogens io geeignete Lage, wie das in Abb. II aucl-1 zu sehen ist. Um hier den dünnen Prägeplatten die für die Ausübung des«Prägedruckes erforderliche Steifigkeit zu erteilen, legen sich diese zweckmäßig auf feste Unterlagsplatten auf, von denen die eine auf der Tiegelfläche aufruht, die andere auf dem Pressenfundament befestigt ist und die mit Löchern versehen sind, welche ihrerseits in Abstand und Durchmesser dem Punktsystem der Blindenschrift entsprechen, so daß diese Unterlagsplatten für jede mögliche Punktanordnung der Prägeplatten passend sind.
Claims (2)
- NT A N S P R Ü C IJ E.' i. Mit Greifern ausgerüstete Tiegeldruck- -und Prägepresse, insbesondere zum Herstellen von Blindenschrift u.dgl., dadurch gekennzeichnet, daß die eine der beiden in der üblichen Weise mit Präge-7eichen versehenen und als Patrize bzw. MatrizeausgebildetenPlatten (7,8; 11, 12) mit den Greifein (6) der Presse, die andere Platte aber mit der Druckfläche des Tiegel#s (5) verbunden ist.
- 2. Tiegeldruck- und Prägepresse nach Anspruch i, dadurch-gekennzeichnet, daß die als Patrize und Matrize ausgebildeten Prägeplatten (7, 8;, 11, 12) scharnierartig miteinander verbunden sind oder .aber an der inneren Kante fest zusammenhängen und nur mit den entgegengesetzt liegenden freien Kanten am Tiegel bzw. ,an den Greifernbefestigt sind. 3. Presse nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Fundament- und -die Tiegelfläche (2 bzw. 5) oder nur eine derselben aufzugartig mit Gegendruckplatten versehen werden, welche selbst ielastisch oder zum mindesten elastisch unterlegt sind, oder welche mit Vertiefungen und Erhöhungen versehen sind, die denen der Prägeplatten (7, 8; 11, 12) entsprechen, so daß diese die zur Ausübung des Druck-es erforderliche Steifigkeit er- i halten.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DESCH116596D DE677771C (de) | 1938-09-11 | 1938-09-11 | Mit Greifern ausgeruestete Tiegeldruck- und Praegepresse, insbesondere zum Herstellen von Blindenschrift u. dgl. |
Applications Claiming Priority (1)
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| DESCH116596D DE677771C (de) | 1938-09-11 | 1938-09-11 | Mit Greifern ausgeruestete Tiegeldruck- und Praegepresse, insbesondere zum Herstellen von Blindenschrift u. dgl. |
Publications (1)
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|---|---|
| DE677771C true DE677771C (de) | 1939-07-03 |
Family
ID=7450600
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DESCH116596D Expired DE677771C (de) | 1938-09-11 | 1938-09-11 | Mit Greifern ausgeruestete Tiegeldruck- und Praegepresse, insbesondere zum Herstellen von Blindenschrift u. dgl. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE677771C (de) |
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1938
- 1938-09-11 DE DESCH116596D patent/DE677771C/de not_active Expired
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