DE677552C - Anordnung zur Gittersteuerung von Stromrichtern, insbesondere Umrichtern - Google Patents

Anordnung zur Gittersteuerung von Stromrichtern, insbesondere Umrichtern

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DE677552C
DE677552C DEA80707D DEA0080707D DE677552C DE 677552 C DE677552 C DE 677552C DE A80707 D DEA80707 D DE A80707D DE A0080707 D DEA0080707 D DE A0080707D DE 677552 C DE677552 C DE 677552C
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Dr-Ing Hans Neidhardt
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    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02MAPPARATUS FOR CONVERSION BETWEEN AC AND AC, BETWEEN AC AND DC, OR BETWEEN DC AND DC, AND FOR USE WITH MAINS OR SIMILAR POWER SUPPLY SYSTEMS; CONVERSION OF DC OR AC INPUT POWER INTO SURGE OUTPUT POWER; CONTROL OR REGULATION THEREOF
    • H02M1/00Details of apparatus for conversion
    • H02M1/02Circuits specially adapted for the generation of grid-control or igniter-control voltages for discharge tubes incorporated in static converters
    • H02M1/04Circuits specially adapted for the generation of grid-control or igniter-control voltages for discharge tubes incorporated in static converters for tubes with grid control
    • H02M1/042Circuits specially adapted for the generation of grid-control or igniter-control voltages for discharge tubes incorporated in static converters for tubes with grid control wherein the phase of the control voltage is adjustable with reference to the AC voltage
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Description

  • Anordnung zur Gittersteuerung von Stromrichtern, insbesondere Umrichtern Bei Umrichtern, insbesondere bei elastischen Umrichtern, muß die Gittersteuerung im allgemeinen sowohl von der höherfrequenten als auch von der niederfrequenten Seite her beeinflußt werden. Weiterhin müssen bei Umrichtern entsprechend der wechselnden Richtung des Energieflusses für jede Entladungsstrecke zwei Steuerwege, und zwar je einer für Gleich- und für Wechselrichterbetrieb, vorgesehen sein. Dabei erhalten, wenn ein einwandfreier Umrichterbetrieb erzielt werden soll, die im Gleichrichterbetrieb arbeitenden Entladungsstrecken nacheilende und die im Wechselrichterbetrieb arbeitenden Entladungsstrecken voreilende Zündimpulse. Eine solche Steuerung läßt sich im allgemeinen nicht mit einer einzigen Steuerspannung durchführen, deren Phasenlage bei der Umschaltung von Gleich- in Wechselrichterbetrieb einfach um 18o ' verdreht wird. Es ist deshalb vorgeschlagen worden, die einzelnen Entladungsstrecken mit zwei Teilwechselspannungen mit verschieden großer Amplitude zu steuern, wobei die Teilwechselspannung mit der größeren Amplitude beim Ehergierichtungswechsel in der Umformungseinrichtung um 18o'-in der Phasenlage verdreht wird, während die Teilwechselspannung mit der kleineren Amplitude stets die gleiche Phasenlage beibehält. Hierdurch wird selbsttätig eine Umsteuerung von voreilenden Wechselrichterimpulsen in nacheilende Gleichrichterimpulse erzielt. Bei den bisher vorgeschlagenen Anordnungen wurden hierzu entweder mit Synchronmotoren gekuppelte Schaltwalzen verwendet, oder es> wurde eine in mehrere Stufen unterteilte Hilfsentladungsstreckensteuerung durchgeführt. Es sind ferner auch Anordnungen vorgeschlagen worden, bei denen zwar ebenfalls zwei Steuerwege für jedes Gitter vorhanden sind, bei denen diese beiden Stenerwege aber in Reihe hintereinanderliegen. Bei diesen Anordnungen sind für jeden Steuerweg einer Hauptentladungsstrecke je ein besonderer Gittertransformator vorgesehen, der zufolge seiner hohen Sättigung eine Steuerspannung spitzer Wellenform liefert und wobei die Verschiebung der Gleich- und Wechselrichterimpulse durch entsprechende Vormagnetisierung erreicht wird. - Die vorliegende Erfindung erfüllt die mehrfachen an die Gittersteuerang eines Umrichters gestellten Bedingungen mit Hilfe einer besonders einfachen und vorteilhaften Transformatoranordnung, die außerdem eine gleichzeitige Erzeugung der Vor- und Nacheilung gestattet und eine erhebliche Ersparnis an Transformatoren und Wicklungen aufweist. Die Steuerungsanordnung arbeitet mit gesättigten Transformatoren, die die sinusförmig dargebotene Eingangsspannung in eine rechteckförmige Ausgangsspannung verwandeln. Erfindungsgemäß ist für die Steuerung in jedem Gitterkreis außer einem einzigen, dem niederfrequenten Netz zugeordneten und allen Gitterkreisen der betreffenden Gruppe angehörenden gesättigten Transformator ein weiterer einziger, dein höherfrequenten Netz zugeordneter und durch Gleichstrom gesättigter Transformator mit zwei Sekundärwicklungen in Reihe ge-.schaltet. Dabei sollen die die Steuerimpulse entsprechend der höherfrequenten Seite liefernden Transformatoren mit einer derartigen Gleichstrommagnetisierung versehen sein, daß sie in Verbindung mit dem rechteckförmigen Impuls des niederfrequenten Transformators eine zur Zündung der Entladungsstrecken ausreichende Gesamtspannung ergeben. Weiterhin sind diese Transformatoren so aufgebaut, daß die höherfrequenten Impulse sowohl nacheilend (für den Gleichrichterbetrieb) als auch voreilend (für den Wechselrichterbetrieb) erteilt werden können, und zwar beide Impulse von ein und demselben Transformator.
  • Die Auswahl derjenigen Impulse, die entsprechend der Energierichtung zur Erteilung gelangen sollen, erfolgt vom niedrigerfrequenten Transformator her.
  • An Hand der Abb. i soll der Erfindungsgedanke näher erläutert werden. Der dort dargestellte dreiphasige Umrichter enthält den Eingangstransformator mit den Sekundärwicklungen i' bis 5' und i"' bis 5" sowie einen nicht näher bezeichneten Einphasentransformator und die Drossel D. Die Gitterstenerungsanordnung St besitzt einen Transformator T2, der der niedrigerfrequenten Seite zugeordnet ist; ferner ist einer der drei notwendigen Transformatoren T, die der höherfrequenten Seite zugeordnet sind, dargestellt. Der Transformator T, erzeugt die in Abb.:z gezeigte rechteckfönnige Teilsteuerspannung UT2, deren Breite zweckmäßigerweise etwas kleiner als die der niederfrequenten Halbwelle gewählt wird. Wie der Abb. i zu entnehmen ist, ist die Sekundärwicklung des Transformators T2 in Reihe mit den Sekundärwicklungen des Transformators T, geschaltet. Die von den Transformatoren T., gelieferten Ausgangsspannungen haben die in Abb. 9, dargestellte Kurvenform U-I-1 und werden annähernd gleich der Brenndauer der einzelnen Entladungsstrecken gewählt. Wie der Abb. 2 zu entnehmen ist, wird die Zündspannung Uz der Entladungsstrecken erst dann erreicht, wenn sich beide Teilsteuerspannungen überlagern. Zur Einstellung der. richtigen Spannungshöhe der zusammengesetzten Teilsteuerspannung dient die Vorspannungsbatterie Ul,-. Die von den beiden Steuertransformatoren erzeugte Steuerspannung wird den Gittern über Trockengleichrichter 6, die einen Kurzschluß der Sekundärwicklungen vermeiden, und über -Begrenzungswiderstände 7 zugeführt. Die Gleichrichter sind so einzuschalten, daß sie nur die positive Spannungsspitze der Transformatoren T, auf die Gitter gelangen lassen. Zur Wirkungsweise der Steueranordnung ist folgendes zu sagen: Zu einem betrachteten Zeitpunkt ist die linke Hälfte der Sekundärwicklung des Transformators T, positiv und erzeugt somit die Spannungskurve U-j-, in der Abb. 2. Gleichzeitig werden von der höherfrequenten Seite her die über Kreuz geschalteten Wicklungen 8 und 9 des Transformators T" die über die Leitungen 17 und 18.zu den entsprechenden Gittern führen, an der linken Seite ebenfalls positiv und erzeugen die Spannung U7-,. Bei Fehlen der Gleichstromvormagnetisierung würde alsdann an das Gitter der Entladungsstrecke i' wie auch an das der Entladungsstrecke i" je ein positiver Impuls geleitet werden, die beide gleiche Phasenlage besitzen würden. je nach der Größe der die Vormagnetisierung bewirkenden Gleichspannung UG an der Wicklung iverschiebt sich nun der an das Gitter der Entladungsstrecke i', von der angenommen sei, daß sie mit Gleichrichterbetrieb arbeitet, gelangende Impuls in nacheilendem Sinne, der Impuls, der an das Gitter der Entladungsstrecke i" anliegt, im voreilenden Sinne. Die Richtung dieser Verschiebung wird so lange beibehalten, bis sich die Richtung der Einphasenspannung umkehrt. Dann vertauschen die Gruppen A' und A" des Umrichters ihre Betriebsbedingungen, d. h. A' übernimmt den Wechselrichterbetrieb und A" den Gleichrichterbetrieb. Dementsprechend wird nun die rechte Seite des Transformators TI positiv, die mit der rechten oberen Seite des Transformators T, (Wicklung io) für die Gleichrichtersteuerung von Teil A" und mit der linken unteren Seite (Wicklung ii) für die Wechselrichtersteuerung von Teil A' verbunden ist. Auf diese Weise erhalten die Gitter der einzelnen Gruppen von Entladungsstrecken über die entsprechenden Zuleitungen ig bzw. 16 Steuerimpulse, die im umgekehrten Sinne vor- und nacheflend verschoben sind. Die Anzapfungen 3 und 5, die am Transformator T, vorgesehen sind, führen zu den für die Steuerung der Entladungsstrecken 3', 5' bzw. 3", 5" notwendigen, der höherfrequenten Seite zugeordneten Transformatoren.
  • Zufolge des hohen Ohmschen Widerstandes im Gitterzuleitungskreis, der durch die Trockengleichrichter 6 hervorgerufen wird, tritt eine Erschwerung des Entionisierungsvorganges der einzelnen Entladungsstrecken ein. Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung gelingt es, die Entionisierungsverzögerung dadurch - zu vermeiden, daß die Gitterzuleitung über einen Widerstand 15 gleichzeitig dauernd an eine passend zu wählende negative Vorspannung gelegt wird. Der Widerstand 15 ist dabei so zu bemessen, daß keine die Steuerspannungshöhe beeinträchtigende Belastung auftritt.
  • Bei sehr hohen, dem Steuerungstransformator zugeführten Spannungen kann es vorkommen, daß die erzeugten Steuerspannungen von der Rechteckform abweichen. Zur Vermeidung bzw. zur Begrenzung dieser Abweichung kann über der Sekundärwicklung des Transformators T, einÜberspannungsableiter2o vorgesehenwerden.
  • In Abb. 3 ist nochmals die konstruktive Durchbildung einer der Gittertransformatoren T, dargestellt. Die Primärwicklung wird von der Spannung mit der Frequenz fl gespeist. Die Sekundärwicklungen 8 bis ii werden über Kreuz geschaltet; ihre Anzapfungen führen zu den gleichen Ziffern wie in der Abb. i bezeichneten Anschlüssen. Die Vor- und Nachellung der einzelnen Steuerungsimpulse wird durch die Gleichstrommagnetisierungswicklung, die von der Gleichspannung U# gespeist wird, eingestellt.
  • Sind, wie in dem Ausführungsbeispiel Abb. i angedeutet wurde, Sternpunktsentladungsvorgesehen, so kann deren Steuerung von einem einzelnen Transformator T., der der niedrigerfrequenten Seite zugeordnet ist, erfolgen.
  • Gemäß einer Weiterbildung des Erfindungsgedankens kann die für jede Entladungsstrecke im Transformator T, erforderliche doppelte Sekundärwicklungszahl bei Verwendung von acht Trockengleichrichtern vermieden werden. Wie eine derartige Anordnung auszuführen ist, zeigt die Abb. 4, bei der der Übersichtlichkeit halber die Primärwicklungen der Transformatoren T, und T, sowie die Gleichstromvormagnetisierungswicklung weggelassen wurde. An Stelle der Sekundärwicklungen 6, 8, 9, io und ii des Transformators T, in der Abb. i sind hier nur die beiden Sekundärwicklungen 13 und 14 erforderlich. Durch die für jede Sekundärwicklung vorgesehenen zusätzlichen zwei Trockengleichrichter 6' werden jeweils die positiven Gitterspannungen mit der richtigen Vor-und Nacheilung hintereinandergeschaltet und den Gittern über die Begrenzungswiderstände 7 zugeführt. Für das einwandfreie Arbeiten der Steuerungsanordnung gemäß der vorliegenden Erfindung ist es nicht notwendig, daß ein festes Frequenzübersetzungsverhältnis gewahrt bleibt, sondern es kann jede beliebige Frequenzveränderung im höher- oder niedrigerfrequenten Netz ein ordnungsgemäßes Arbeiten des Umrichters gewährleisten. Die Anordnung hat# also auch, und das in erhöhtem Maße sogar, Bedeutung für den sogenannten elastischen Betrieb. Für eine einwandfreie Kommutierung von einer an einer Phasenspannung liegenden Entladungsstrec ' ke auf die Sternpunktsentladungsstrecke muß dafür gesorgt werden, daß beim Gleichrichterbetrieb. die rechteckförmige Steuerspannung der niedrigerfrequenten Seite bei den an Phasenspannungen liegenden Entladungsstrecken bereits vor Einleitung der Zündung der Sternpunktsentladungsstrecke den Wert Null erreicht hat. Ebenfalls muß zwischen dem Steuerungsimpuls der Sternpunktsentladungsstrecke und dem nachfolgenden niedrigerfrequenten Impuls für Gleich- und Wechselrichterbetrieb eine entsprechende Lücke vorhanden sein.
  • Die bisher dargestellten Anordnungen weisen jedoch noch Mängel auf: Es macht zunächst Schwierigkeiten, selbst bei konstanter Spannung beider Netze, die rechteckförmigen Steuerspannungen für die Sternpunktsentladungsstrecken und die Steuerspannungen der übrigen Entladungsstrecken, insbesondere die niedrigere Frequenz, zeitlich so aneinander anzuschließen, daß keine unbeabsichtigte Lücke zwischen ihnen auftritt und dadurch etwa eine Stromunterbrechung im Hauptstromkreis erfolgt. Andererseits kann aber auch beim Absinken der Spannung, vorzugsweise auf der Seite niedrigerer Frequenz, die Breite der rechteckförmigen Teilspannung sich vergrößern, so daß dann eine sichere Kommutierung zwischen den einzelnen Entladungsstrecken nicht unter allen Umständen gewährleistet werden kann. Gleichzeitig ergibt sich eine Gegenläufigkeit der Spannungscharakteristik des Umrichters und der Netzspannungsschwankungen dadurch, daß die beim Absinken der Netzspannung schon relativ größere Umrichterausgangsspannung durch die Verbreiterung der niedrigerfrequenten Teilsteuerspannung nunmehr unter Umständen noch weiter ansteigt. Soweit bisher - gleichgültig ob nacheilende oder voreilende Aussteuerung vorliegt - die rechteckförinigen Teilsteuerspannungen der höherfrequenten Seite in ihrer zeitlichen Folge Lücken enthielten, werden diese dann bei Schwankungen der höherfrequenten Netzspannung sich gegebenenfalls schließen. Dabei wird aber nicht etwa die Umrichterausgangsspannung in irgendeiner Art günstig geregelt, sondern nur zufolge der frühzeitigeren Zündung der einzelnen Entladungsstrecken die erzeugte Ausgangsspannung in ihrer Phasenlage verschoben. Weiterhin macht es sich nachteilig bemerkbar, daß durch die große Breite der niederfrequenten, rechteckförmigen Teilspannung nur unier Schwierigkeiten eine genügende Steilheit des Anstieges erhalten werden kann. Außerdem muß, wie das in der Abb. i angedeutet wurde, die eindeutige Höhe der Rechteckform durch Überspannungsableiter sichergestellt werden. Alle diese Nachteile vermeidet die in Abb. 5 dargestellte Schaltung. Für je, zwei gegensinnig parallel geschaltete Entladungsstrecken (i', i" bzw. 3', 3" bzw. 5', 5") ist die Phasenzahl entsprechend je ein Transformator T, - der bereits in Abb. i beschrieben wurde - vorgesehen. Für die Steuerung des Umrichters werden ferner noch die Transformatoren T, und T, für die gesamte Schaltung jedoch nur einmal, benötigt. Die Wirkungsweise der Anordnung ist nun folgende: In dem Transformator T, wird - wie in Abb. 2 - durch die höherfrequente Spannung in den Sekundärwicklungen 8 bis ii die rechteckförmige Teilsteuerspannung UT1, die nochmals in Abb. 6 dargestellt ist, erzeugt. Dabei ist, wie der Abb. 6 entnommen werden kann, zu berücksichtigen, daß die höherfrequenten Teilsteuerspannungen je nachdem, ob sie die Entladungsstrecken im Gleichrichter-oder Wechselrichterbetrieb freigeben, eine entsprechende Phasenverschiebung, die durch den Winkel 23 angedeutet wurde, besitzen müssen. Es sind daher in der Abb. 6 Teilsteuerspannungen U7-i' und U-i-," angegeben worden. Diese Phasenverschiebung kann, wie bereits in der Beschreibung bezüglich Abb. i erwähnt wurde, in Abhängigkeit von der Gleichstrommagnetisierung Ue- erzeugt werden. Durch die Einschaltung der Trockengleichrichter 6 in die Leitung,16 bis 18 werden wieder nur die positiven Teilstenerspannungen wirksam. Während in der bisher beschriebenen Anordnung (Abb. i) die einzelnen höherfrequenten und niedrigerfrequenfen Teilsteuerspannungen gewissermaßen addiert wurden, wird nun in der Schaltanordnung gemäß Abb. 5 ein subtraktives Verfahren angewendet. Der Transformator T, erzeugt die in Abb. 6 angegebene Spannung U7-, wobei, wie den Abb. 5 und 6 entnommen werden kann, die positiven Halbwellen dieser Steuerspannung über Gleichrichter 6', gegebenenfalls unter Zwischenschaltung geeignet bemessener Widerstände, unterdrückt werden. Diese niederfrequente Teilsteuerspannung wird nun (vgl. Bereich III in Abb. 6 letztes Diagramm) mit den höherfrequenten Teilsteudrspannungen so in Verbindung gebracht, daß nur die der Energierichtung entsprechenden höherfrequenten Teilsteuerspannungen zur Erteilung gelangen. Diese niederfrequente Teilsteuerspannung blendet also gewissermaßen aus den dauernd erzeugten einzelnen höherfrequenten Teilsteuerspannungen diej enigen heraus, die nicht erteilt werden sollen. Gleichzeitig aber müssen auch noch diejenigen höherfrequenten Teästeuerspannungen unwirksam gemacht werden, die dem Zeitintervall II in Abb, 6, letztes Diagramin, entsprechen. Es ist dies der Bereich, innerhalb dessen die Sternpunktsentladungsstrecken wirksam sein sollen. Infolgedessen wird in dem Transformator T, dessen Primäxwicklung um go' gegenüber denen der Transformatoren T, und T. versetzt ist, die Spannung U-r, in den Wicklungen 2o und --i erzeugt. Gleichzeitig wird in diesem Transformator in den Wicklungen ?,2 und 23 die Spannung UT", d. h. die Steuerspannung für die Sternpunktsentladungsstrecken, hergestellt. Die Spannung U-I#, entsteht durch Gleichrichtung über die Gleichrichter 2,5 und bildet gewissermaßen eine Korrektionsspannung. Sie wird daher, wie dem letzten Diagramm der Abb. 6 zu entnehmen ist (Bereich II bzw. II'), teilweise auch noch in das Gebiet der niederfrequenten Teilspannung U-F,' hereinragen und dann eine verstärkte negative Spannung hervorrufen, die jedoch keineswegs störend wirkt. Es genügt daher, wenn die Teilsteuerspannung U-p, zunächst nur grob die Auswahl unter den höherfrequenten Teilspannungen trifft, die Feineinstellung und Korrektion erfolgt- durch die Teilspannung UT, Das letzte Diagramm der Abb. 6 zeigt, wie für eine Energierichtung, z. B. Wechselrichterbetrieb, die Steuerspannungskurven sich ergeben. Dabei sei angenommen, daß der mit U, bezeichnete Gleichstromwert die Zündkennlinie der Entladungsstrecken darstellt -, gleiches gilt für die Steuerspannung U-1." der Sternpunktsentladungsstrecken.
  • Die Einschaltung der Trockengleichrichter 24 und 2,5 an den Sekundärwicklungen des Transforrnators T, kann, wie dargestellt, erfolgen, gegebenenfalls wird es sich als günstig erweisen, das Kurzschließen einzelner Wicklungen über geeignet bemessene Widerstände vorzunehmen. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, die gegenüber der Frequenz f, doppeltfrequente Teilsteuerspannung mit Hilfe einer bekannten Gleichrichterzweiwegschaltung herzustellen. Zur schnelleren Entionisierung der einzelnen Entladungsstrecken wird man auch hier wie die Gitterzuleitungen über Widerstände 15 an ein geeignetes negatives Potential legen.
  • Mit Hilfe7 der in Abb. 5 beschriebenen Steuerungsanordnung gelingt es, einen einwandfreien Umrichterbetrieb, auch bei sogenannten Mehrphasenumrichtern, durchzuführen. Dabei kann auch ohne weiteres eine Ausgangsspannungsregelung dadurch erzielt werden, daß sowohl die Breite der niederfrequenten Teilsteuerspannung UT, als auch die Breite der Korrektionsspannung UT3 verändert wird.
  • Die Erfindung hat aber auch Bedeutung für elastisch arbeitende Umrichteranlagen und solche, die mit abgestuften Phasenspannungen arbeiten. Wie bereits an anderen Stellen (vgl. Patentschrift 640 40o) ausgeführt wurde, ergibt sich bei derartigen Anordnungen dann, wenn während der Kommutierungszeit - die nahezu 6o' betragen kann - ein Energierichtungswechsel stattfindet, die Möglichkeit, daß innere Kurzschlüsse auftreten. Es kommt dann z. B. vor, daß ein Kurzschlußstrom zwischen zwei Anzapfungen ein und derselben Phase oder benachbarterPhasenfließt. (#emäßeinerWeiterbildung der Erfindung kann in Abhängigkeit von dem in der zyklisch vorher arbeitenden Entladungsstrecke fließenden Strom der fälschlicherweise zur Erteilung gelangende Steuerungsimpuls für die nachfolgende Entladungsstrecke durch eine entsprechende Gleichstromvormagnetisierung im Transformator T, unterdrückt werden.
  • Es besteht ferner die Möglichkeit, die Steuerung gemäß der Erfindung so auszubilden, daß, in Abhängigkeit vom Betriebsstrom, die GleichundWechselrichterimpulse so verschoben werden, daß eine vorgegebene Spannungscharakteristik bzw. Spannungskonstanthaltung bei allen Belastungsstufen erreicht wird; und zwar einfach dadurch,- daß in Abhängigkeit vom Betriebsstrom eine zusätzliche Magnetisierung der höherfrequenten Transformatoren erfolgt. Tritt ein über das zulässige Maß hinausgehender Überstrom am Umrichter auf, so können auch wieder mit Hilfe der Gleichstrommagnetisierung sämtliche an das Gitter sonst zur Erteilung gelangende Impulse verschoben oder auch unterdrückt werden, so daß entweder der Umrichter bis zum Abklingen des Kurzschlußstromes mit verminderter Spannung betrieben wird oder aber die gesamte Umrichteranlage außer Betrieb gesetzt wird.
  • Der hier für den Fall eines Umrichters dargestellte Erfindungsgedanke kann sinngemäß auch Anwendung auf Gleichrichter mit Sternpunktsentladungsstrecken, Wechselrichter, insbesondere Mehrfachwechselricliter und Umkehrstromrichter, finden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Anordnung zur Gittersteuerung von Stromrichtern, insbesondere Umrichtern, die mit mindestens zwei Gruppen von gittergesteuerten Dampf- oder Gasentladungsstrecken arbeiten, von denen jeweils die eine gemäß den Bedingungen des Gleichrichterbetriebes, die andere gemäß den Bedingungen des Wechselrichterbetriebes gesteuert wird und bei denen zwei den verschiedenfrequenten Netien zugeordnete Teilsteuergruppen vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß in jedem Gitterkreis außer einem einzigen, dem niederfrequenten Netz zugeordneten und allen Gitterkreisen der betreffenden Gruppe angehörenden gesättigten Transformator ein weiterer einziger, dem höherfrequenten Netz zugeordneter und durch Gleichstrom gesättigter Transformator mit zwei Sekundärwicklungen zur Lieferung der höherfrequenten Teilspannung für Gleichrichterbetrieb und für Wechselrichterbetrieb in Reihe geschaltet ist. 2. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zur Vermeidung eines Kurzschlusses der Sekundärwicklungen die freien Enden dieser Wicklungen über Entladungsstrecken mit eindeutiger Stromdurchlaßrichtung oder Trockengleichrichter an die Gitterzuleitung gelegt sind. - 3. Anordnung nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleichstrommagnetisierung einstellbar ist. 4. Anordnung nach Anspruch i oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die dem höherfrequenten Netz zugeordneten Transformatoren zweiergemäß den Bedingungen des Gleichrichterbetriebes und Wechselrichterbetriebes annähernd gleichzeitig arbeitsbereit gehaltener Entladungsstrecken zu -einem Transformator mit einer Primärwicklung zusammengefaßt sind. 5. Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die der höherfrequenten Seite zugeordneten Transformatoren vier miteinander über Kreuz verbundene Sekundärwicklungen enthalten, die auf dem Joch des Transformators angeordnet sind. 6. Verfahren zum Betrieb der Anordnung nach Anspruch i und :z dadurch gekennieichnet, daß bei VerZ:adung nur zweier Teilspannungen, die den beiden Netzen zugeordnet sind, die Zündung der Entladungsstrecken erst dann herbeigeführt wird, wenn sowohl die höherfrequente als auch die niederfrequente Teilspannung positives Vorzeichen haben. 7. Verfahren zum Betrieb der Anordnung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die niederfrequenten Teilsteuerspannungen gemeinsam die Dauer der Wirksamkeit der höherfrequenten Teilsteuerspannung bestimmen. 8. Verfahren zum Betrieb der Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichliet, daß die Einstellung der Wirksamkeit der höherfrequenten Teilspannung gemäß der Energierichtung durch eine niederfrequente Teilsteuerspannung, die genaue Einstellung durch eine weitere mit der doppelten Frequenz gegenüber der niederfrequenten Seite auftretende Korrektionsspannung erfolgt. g. Anordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Korrektionsspannung und die Steuerspannung für die Sternpunktsentladungsstrecken in einem gemeinsamen Transformator, dessen Primärspannung um goo gegenüber der der beiden anderen Transformatoren verschoben ist, erzeugt werden. io. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß nur zwei Sekundärwicklungen auf dem Joch des höherfreqttenten Transformators angeordnet werden unid die Hintereinanderschaltung der positiven Steuerspannungen mit Hilfe von zusätzlichen Gleichrichtern (6') erfolgt. ii. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Vermeidung einer langen Entionisierungszeit die Gitter der Entladungsstrecken über einen genügend großen Widerstand noch zusätzlich an eine negative Vorspannung gelegt werden. 12. Anordnung nachAnspruchi und folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die positiven Halbwellen der niederfrequenten Teilsteuerspannungen über Trockengleichrichter, gegebenenfalls unter Zwischenschaltung von Widerständen, kurzgeschlossen werden. 13. Verfahren zum Betrieb der Anordnung nach Anspruch i für elastisch arbeitende Umrichter, dadurch gekennzeichnet, daß die die Zündung der zyklisch nachfolgenden Entladungsstrecke bewirkende höherfrequente Teilsteuerspannung für den Gleichrichterbetrieb nur dann erteilt werden kann, wenn der entsprechenden Entladungsstrecke für den Wechselrichterbetrieb ein das Einsetzen der Entladung ermöglichender Steuerimpuls gegeben wird. 14. Verfahren nach Anspruch 13 für elastische Umrichter mit mehrfach abgestuften primären Phasenspannungen, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerung der an den niedrigeren Spannungswerten liegenden Entladungsstrecken für den Wechselrichterbetrieb derart in Abhängigkeit zu der Steuerung der an den höheren Spannungswerten liegenden Entladungsstrecke für den Wechselrichterbetrieb gebracht wird, daß das Einsetzen der Entladung nur dann ermöglicht wird, wenn nicht bereits an den höheren Spannungswerten liegenden Entladungsstrecken ein das Einsetzen der Entladung ermöglichender Steuerimpuls gegeben wird. 15. Verfahren zum Betrieb der Anordnung nach Ansprach i, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleichstromvormagnetisierung in Abhängigkeit vom Betriebsstrom die Vor-und Nacheilung der Gleich- und Wechselrichterimpulse so einstellt, daß eine vorgegebene Spannungscharakteristik bzw. eine Spannungskonstanthaltung erreicht wird. 16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß zur Vermeidung eines über das zulässige Maß hinausgehenden Überstromes zufolge Kurzschluß oder Rückzündung die Gittersteuerspannungen in Ab- hängigkeit dieses Überstromes mit Hilfe dee Gleichstromvormagnetisierung so eingestellt werden, daß der - Umrichter entweder nur mit verminderter Spannung arbeitet oder aber eine Gesamtschaltung des Umrichters erf olgt.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE851977C (de) * 1949-10-23 1952-10-09 Licentia Gmbh Anordnung zur Gittersteuerung bei mit gittergesteuerten Dampf- oder Gasentladungsstrecken arbeitenden Umrichtern
DE2459986A1 (de) * 1973-12-28 1975-07-03 Mitsubishi Electric Corp Steuersystem zur steuerung einer wechselstromausgangsleistung

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