DE6764C - Neuerungen an selbstthätigen Schmiervorrichtungen - Google Patents

Neuerungen an selbstthätigen Schmiervorrichtungen

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DE6764C
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Germany
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fat
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Original Assignee
H. KESSLER in Oberlahnstein
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16NLUBRICATING
    • F16N7/00Arrangements for supplying oil or unspecified lubricant from a stationary reservoir or the equivalent in or on the machine or member to be lubricated

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Fats And Perfumes (AREA)

Description

1879.
Klasse 47.
H. KESSLER in OBERLAHNSTEIN. Neuerungen an selbstthäti g en Sch m iervor r i chtung en.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 9. März 1879 ab.
Die dem Erfinder früher patentirten Schmiervorrichtungen hatten den Zweck und waren so eingerichtet, dafs, während Dampf im Cylinder und Schieberkasten arbeitete, kein Schmiermaterial zur Verwendung kam und nur dann die Flächen von Cylindern und Schiebern durch Zulassung von Fett geschmiert wurden, wenn die Maschine noch mit ihrer aufgenommenen Kraft lief, aber der Dampf abgesperrt war, also kein Dampf sich mehr in den genannten Räumen befand.
Die Neuerung, welche derselbe, nun anbringt, hat den Zweck, dafs ein Theil des Fettes, welches früher beim Absperren des Regulators in den Schieberkasten und in den Cylinder gesaugt wurde, in dem neuen Raum a, Fig. 1 und Fig. 5, verbleibt und erst dann zur Verwendung kommt, wenn die Maschine wieder mit Dampf arbeitet.
Der Raum α ist bei der Vorrichtung Fig. 1 in der Weise hergestellt, dafs der Ring b nach der inneren Oeffnung noch einen kreisförmigen, ι mm höheren Rand hat als aufsen und hierdurch ein ringförmiger Becher dargestellt ist.
Das OeI oder Fett, welches durch die Luftleere im Cylinder und Schieberkasten beim Leergang der Maschine sonst direct in die Cylinder und Schieberkasten gesaugt wurde, bleibt jetzt in dem ringförmigen Becher stehen, und nur der Theil geht zur directen Schmierung in den Cylinder und Schieberkasten, welcher aus dem Behälter α überläuft.
Das in dem Raum α zurückgehaltene Fett geht dann, sobald die Maschine angelassen wird, durch die im Boden des neuen Behälters eingebohrte feine Oeffnung bei χ in kleinen Tropfen nach den reibenden Flächen.
Da der Dampfdruck in diesem Raum von allen Seiten gleich ist und keinen Druck auf das Fett in dem Raum α ausübt, so ist diese Vertheilung des Fettes eine stete und regelmäfsige, und es kommt nur ganz reines Fett zur Verwendung ohne alle Beimischung von Wassertheilen etc.
Die Feder, welche das untere Ventil zudrückt, bleibt bei beiden Vorrichtungen unbehindert in dem Raum α stehen.
Die Vorrichtung Fig. 5 ist ebenfalls durch die Einrichtung· des unter dem Ventil angebrachten Fettvorrathsraumes abgeändert. Das OeI oder Fett wird auch hier bei Oeffnung des Ventils in den Raum #* geworfen; der Ueberflufs geht beim Leerlaufen der Maschine durch die neu angebrachten Löcher bei y direct zu den reibenden Flächen, dagegen der in dem neuen Behälter aufgefangene Schmierstoff geht durch das fein gebohrte Loch bei χ zur Schmierung nach den reibenden Flächen, wenn die Maschine wieder mit Dampf arbeitet.
Fig. ι stellt die ältere Vorrichtung dar, mit der Neuerung des angebrachten Fettbehälters a, Fig. 2 zeigt einen Theil der Vorrichtung ohne diese Neuerung, Fig. 3 den Ring in alter Form, Fig. 4 den Ring in neuer Form mit dem neuen Behälter, Fig. 5 stellt die Neuerung der zweiten Vorrichtung dar, Fig. 6 giebt einen Theil der alten zweiten Vorrichtung, Fig. 7 stellt die neue Form des Ringes als Fettbehälter dar.
Die Vortheile dieser Vorrichtungen in der neuen Form sind nach Angabe des Erfinders selbsttätige Schmierung sowohl beim Leer-' laufen der Maschine als auch beim Arbeiten mit Dampf, genaue Regulirung und Vertheilung des Fettes, Zuführung von nur reinem Fett zu den reibenden Flächen, genaue Regulirung der Schmierstoffmenge durch die eingelegten Dochtfäden, gutes Arbeiten, da man genau abmessen kann, was gebraucht werden soll, und zu jeder Zeit im Becher oben ersichtlich ist, ob die Vorrichtung auch wirklich Fett und OeI zu den reibenden Flächen bringt, Ersparung an OeI und Fett und dennoch bestgeregelte Schmierung der reibenden Flächen.

Claims (3)

Patent-Ansprüche: .
1. Die Anfertigung von ringförmigen und cylin-. drischen Bechern von dem Querschnitt Fig. 4 und Fig. 7, zum Einsetzen in bestehende Schmiervorrichtungen.
2. Die Anfertigung dieser ringförmigen und cylindrischen Becher für neue Vorrichtungen, welche in dieselben eingeschraubt oder eingesteckt, auch direct in die unteren Stutzen eingedreht werden können.
3. Die so zusammengesetzten Vorrichtungen mit der Wirkung, dafs ein Theil des Fettes
-zur sofortigen Verwendung kommt beim Leerlaufen der Maschine, und ein Theil des gesaugten Fettes aufgefangen wird und erst dann zur Verwendung gelangt, wenn die Maschine wieder mit Dampf arbeitet,
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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