DE676360C - Selbsttaetige Einrichtung zum Ausgleich von Spannungsschwankungen in Netzen mittels Zusatztransformatoren - Google Patents
Selbsttaetige Einrichtung zum Ausgleich von Spannungsschwankungen in Netzen mittels ZusatztransformatorenInfo
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- G05—CONTROLLING; REGULATING
- G05F—SYSTEMS FOR REGULATING ELECTRIC OR MAGNETIC VARIABLES
- G05F1/00—Automatic systems in which deviations of an electric quantity from one or more predetermined values are detected at the output of the system and fed back to a device within the system to restore the detected quantity to its predetermined value or values, i.e. retroactive systems
- G05F1/10—Regulating voltage or current
- G05F1/12—Regulating voltage or current wherein the variable actually regulated by the final control device is AC
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Description
Die Netzspannung eines Starkstromnetzes ist namentlich in den äußeren Ausläufern
eines Netzes starken, von der Belastung abhängigen Schwankungen unterworfen.
Es ist bekannt, zum Ausgleich dieser Spannungsschwankungen in die Netzausläufer selbsttätige Spannungsregler einzuschalten, die beim Absinken der Netzspannung unter eine bestimmte Grenze (Zunahme des Netzstromes) einen Zusatztransformator einschalten und beim Ansteigen der Spannung über eine bestimmte Grenze (Abnahme des Netzstrome's) wieder ausschalten. Derartige Regeleinrichtungen dürfen nicht zu empfindlich sein, dürfen also nicht bei kleinen Spannungsschwankungen sofort ansprechen, weil sonst bei Pendelungen der Netzspannung der Zusatztransformator fortgesetzt ein- und ausgeschaltet wird und dadurch die Spannungs-
Es ist bekannt, zum Ausgleich dieser Spannungsschwankungen in die Netzausläufer selbsttätige Spannungsregler einzuschalten, die beim Absinken der Netzspannung unter eine bestimmte Grenze (Zunahme des Netzstromes) einen Zusatztransformator einschalten und beim Ansteigen der Spannung über eine bestimmte Grenze (Abnahme des Netzstrome's) wieder ausschalten. Derartige Regeleinrichtungen dürfen nicht zu empfindlich sein, dürfen also nicht bei kleinen Spannungsschwankungen sofort ansprechen, weil sonst bei Pendelungen der Netzspannung der Zusatztransformator fortgesetzt ein- und ausgeschaltet wird und dadurch die Spannungs-
ao Schwankungen des Netzes eher verstärkt als verringert werden und die Schaltkontakte
einem raschen Verschleiß unterworfen sind. Gegenstand der Erfindung ist eine selbsttätige
Regeleinrichtung, die von solchen Mängeln frei ist.
Nach der Erfindung wird zur Erzielung eines Toleranzbereichs ein den Zusatztransformator
zu- und abschaltendes, von dem Netzbelastungsstrom erregtes Schütz (Relais)
zusätzlich von einem ebenfalls von dem Belastungsstrom, abhängigen, aber bei einem
niedrigeren Wert ansprechenden und abfallenden Relais derart gesteuert, daß das Schütz
(Relais) zur Durchführung der Aufwärtsregelung (Zuschaltung des Zusatztransformators)
bei einem Wert des Belastungsstroms anspricht, der höher liegt als der, bei dem es
zur Durchführung der Abwärtsregelung (Abschaltung des Zusatztransformators) abfällt.
Die Erfindung soll an Hand der Zeichnung näher erläutert werden.
In Fig. ι sind 14 und 15 die beiden Leiter
eines Netzes. Links liegt die Zentrale, rechts die Verbrauchergruppe. Im Zuge des Leiters
15 liegt die Sekundärwicklung 12 eines Zusatztransformators
10 mit der Primärwicklung 18, mit der die Erregerwicklung 30 eines
Relais 28 und die Schaltkontakte 56 eines Schützes 20 in Reihe geschaltet sind. 22 ist
eine zur Primärwicklung 18 und Relaiswick-
lung 30 parallel geschaltete Drossel, die beim Abschaltender Erregerwicklung 18 vom Netz,
d. h. beim Öffnen der Schalterkontakte unzulässig hohe Spannungen an den Ei
der Wicklung 18 unterdrückt. Die Er: wicklung 24 des Schützes 20 liegt pa^p
einem Teil der Sekundärwicklung 12 und "ta
Reihe mit den Schalterkontakten 32 des Relais 28.
Die Einrichtung arbeitet auf folgende Weise:
Unter Berücksichtigung der Spannungsabfälle des Netzes sind die Ansprechgrenzen
des Schützes 20 und des Relais 28 derart ab-1S
"geglichen, daß das Schütz 20 bei halber Volllast angezogen und der Schalter 56 geschlossen
wird, während das Relais 28 etwa bei Drittellast, jedenfalls aber bei einer niedrigeren
Belastungsgrenze als das Schütz 20, anspricht. Steigt also die Belastung von Null
allmählich an, so wird zunächst der Schalter 32 geschlossen, da das Relais 28 anspricht.
An der Schaltung ändert sich aber sonst
nichts. Steigt nun die Belastung bis zur halben Vollast an, so schaltet das Schütz 20 infolge
des erhöhten Spannungsabfalles in der Sekundärwicklung des Transformators 10 die
Primärwicklung 18 ein; die Erregerwicklung. 24 erhält dadurch eine höhere EMK, die als
Selbsthaltung wirkt. Wenn nun die Belastung des Netzes weiter ansteigt, ergeben sich keine
Änderungen. Auch wenn die Netzbelastung im Bereiche der halben Vollast pendelt, bleibt
die Schaltung unverändert. Erst wenn die Netzbelastung unter 1I3 sinkt, öffnet das Relais
28 den Schalter 32 und schaltet dadurch die Erregerwicklung 24 des Schützes 20 ab.
Auf diese Weise wird dann die Primärwicklung 18 des Zusatztransformators abgeschaltet.
Es ergibt sich also ein Toleranzbereich, der zwischen 1J3 und 1J2 der Last liegt. Da die
Netzspannung von der Belastung abhängig ist, ergibt sich also auch für die Spannung
ein gewisser Toleranzbereich. Von der Spannung
aus betrachtet spricht bei der Aufwärtsregelung das Schütz 20 bei einem niedrigeren
Spannungswert an als bei der Abwärtsregelung das zur zusätzlichen· Steuerung des
Schützes 20 dienende Relais 28; dadurch ergibt sich., wie erwähnt, ein Toleranzbereich.
Nach dem Ansprechen bleibt das Schütz 20 sb lange in der Ansprechstellung, bis bei abnehmender
Belastung das Relais 28 angesprochen hat, dessen Ansprechgrenze, wie erwähnt, tiefer liegt als die Anspreehgrenze des
Schützes 20. Dadurch ergibt sich ein ruhiges Arbeiten der Regeleinrichtung.
Fig. 2 zeigt im wesentlichen die gleiche Schaltung, jedoch ist hier die Primärwicklung
12 des Zusatztransformators 10 in zwei
parallele Zweige unterteilt, und die Erregerwicklung 30 des Relais 28 liegt im Zuge der
Leitung 15.
Damit das Schütz 20 nach dem Ansprechen
innerhalb des Toleranzbereiches mit Sicherjiieit
in der Ansprechstellung bleibt, ist es, wie f-tfie Fig. 3 und 4 zeigen, mit geschlossenem
'*Eisenkreis, Elektromagnet 48, Anker 50, ausgeführt,
während das Relais 28 einen offenen Eisenkreis hat und aus einer Spule mit
Tauehkern besteht.
Die Spannungs- oder Belastungsgrenzen, bei denen das Schütz und sein Steuerrelais
ansprechen, können natürlich auch bei anderen Werten als den oben angegebenen liegen.
Es kommt nur darauf an, daß zwischen beiden Ansprechgrenzen stets ein gewisser Toleranzbereich
liegt. Die Ansprechgrenzen können in bekannter Weise durch Neben-, Vorwiderstände, Regelung des Relaisluft-Spaltes,
der auf die Anker einwirkenden Gegenkräfte usw. geändert werden.
Claims (3)
- Patentansprüche:i. Selbsttätige Einrichtung zum Aus" gleich von Spannungsschwankungen in Netzen mittels Zusatztransformatoren unter Verwendung einer Steuereinrichtung, die bei Zunahme des Netzstromes eine Aufwärts-, bei Abnahme des Netzstromes eine Abwärtsregelung der Spannung bewirkt, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Erzielung eines Toleranzbereiches ein den Zusatztransformator (10) zu- und abschaltendes, von dem Netzbelastungsstrom erregtes Schütz (Relais) (20) zusätzlich von einem ebenfalls von dem Belastungstrom abhängigen, aber bei einem niedrigeren Wert ansprechenden und abfallenden Relais (28) derart .gesteuert wird, daß das Schütz (Relais) zur Durchführung der Aufwärtsregelung (Zuschaltung des Zusatztransformators) bei einem Wert des Belastungsstromes anspricht, der höher liegt als der, bei dem es zur Durchführung der Abwärtsregelung (Abschaltung des Zusatztransformators) abfällt. *
- 2. Einrichtung nach Anspruch 1, da- no durch gekennzeichnet, daß das Schütz (20) mit einer magnetischen oder elektrischen Haltevorrichtung versehen ist, die erst beim Abfallen seines Steuerrelais (28) unwirksam gemacht wird.
- 3. Einrichtung nach Anspruch ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Schütz (20) einen geschlossenen Eisenkreis (48, 50) hat, dessen Erregerwicklung (24) beim Abfallen seines mit offenem Eisenkern versehenen Steuerrelais (28) abgeschaltet wird.676 S6Ö4· Einrichtung nach Anspruch ι, dadurch gekennzeichnet, daß die Erregerwicklung (24)· des Schützes (20) parallel zu der Sekundärwicklung (12) des Zusatz-. transformator oder einem Teil von ilM/ und in Reihe mit den Schalterkontaktert-, (32) des Steuerrelais (28) geschaltet ist, und daß die Erregerwicklung (30) des Steuerrelais (28) in Reihe mit der Primärwicklung (18) und den Schalterkontakten (56) des Schützes (20) an der Netzspannung liegt.S- Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß zur Primärwicklung (18) des Zusatztransformators und zur Relaiswicklung (30) dauernd ein Widerstand, vorzugsweise eine Drosselspule (22), parallel geschaltet ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US723880A US2011663A (en) | 1934-05-04 | 1934-05-04 | Regulating system |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE676360C true DE676360C (de) | 1939-06-02 |
Family
ID=24908084
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES118119D Expired DE676360C (de) | 1934-05-04 | 1935-04-30 | Selbsttaetige Einrichtung zum Ausgleich von Spannungsschwankungen in Netzen mittels Zusatztransformatoren |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US2011663A (de) |
| DE (1) | DE676360C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1116328B (de) * | 1958-04-26 | 1961-11-02 | Mueller Josef | Anordnung zum Lichtbogenschweissen mit Transformator |
| DE1263910B (de) * | 1960-02-01 | 1968-03-21 | Wurlitzer Co | Stabilisiertes Stromversorgungsgeraet mit einer Hilfswechselspannungsquelle und einem Relais |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2463546A (en) * | 1944-09-13 | 1949-03-08 | John C Mcdonald | Variable output transformer system |
| US3314031A (en) * | 1964-02-17 | 1967-04-11 | Ite Circuit Breaker Ltd | Zero reactance transformer |
-
1934
- 1934-05-04 US US723880A patent/US2011663A/en not_active Expired - Lifetime
-
1935
- 1935-04-30 DE DES118119D patent/DE676360C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1116328B (de) * | 1958-04-26 | 1961-11-02 | Mueller Josef | Anordnung zum Lichtbogenschweissen mit Transformator |
| DE1263910B (de) * | 1960-02-01 | 1968-03-21 | Wurlitzer Co | Stabilisiertes Stromversorgungsgeraet mit einer Hilfswechselspannungsquelle und einem Relais |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| US2011663A (en) | 1935-08-20 |
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