DE674644C - Verfahren zur Beschleunigung der Feuchtigkeitsentfernung bei der Trocknung von Holz - Google Patents

Verfahren zur Beschleunigung der Feuchtigkeitsentfernung bei der Trocknung von Holz

Info

Publication number
DE674644C
DE674644C DEG95558D DEG0095558D DE674644C DE 674644 C DE674644 C DE 674644C DE G95558 D DEG95558 D DE G95558D DE G0095558 D DEG0095558 D DE G0095558D DE 674644 C DE674644 C DE 674644C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
wood
drying
movement
removal
water
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEG95558D
Other languages
English (en)
Inventor
Georg Grau
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEG95558D priority Critical patent/DE674644C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE674644C publication Critical patent/DE674644C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F26DRYING
    • F26BDRYING SOLID MATERIALS OR OBJECTS BY REMOVING LIQUID THEREFROM
    • F26B5/00Drying solid materials or objects by processes not involving the application of heat
    • F26B5/08Drying solid materials or objects by processes not involving the application of heat by centrifugal treatment

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical And Physical Treatments For Wood And The Like (AREA)
  • Drying Of Solid Materials (AREA)

Description

  • Verfahren zur Beschleunigung der Feuchtigkeitsentfernung bei der Trocknung von Holz Frisch gefälltes Holz hat einen Wassergehalt bis 6o % und mehr. Dieses Wasser wird zum Teil vorn dien Holzzellwänden festgehalten, zum größeren Teil befindet es sich als freies Wasser in den Zellröhren. Der Fasersättigungspunkt liegt bei 25 bis 26 %. Holz mit höherem Feuchtigkeitsgehalt enthält also entsprechend viel freies Wasser in den Zellröhre,n. Durch das Trocknen soll nicht nur dieses freie Wasser, sonldern auch noch ein Teil des von den Holzzellwänden festgehaltenen Wassers verdunstet werden. Beim natürlichen Trocknem. wird das geschnittene Holz sofort nach dem Einschnitt mit Zwischenlagen gestapelt, bis es lufttrocken ist, d. h. bis zu einem Feuchtigkeitsgehalt von etwa 17 bis 200/0.
  • Es isst bekannt, .dieses Trocknen dadurch zu beschleunigen, daß man durch Schleudern der Hölzer das freie Wasser in der Faserrichtung austreibt. Während man hierbei bisher lediglich die Fliehkraft ausgenutzt hat, wirdgemäß der Erfindung auch die Schwerkraft des Wassers für die Beschleunigung des Trocknens von Holzoder ähnlich aufgebauten pflanzlichen Stoffen, wie Rohr oder Schilf, nutzbar ;gemacht. Demgemäß besteht die Erfindung darin, daß die Bewegung der Flüssigkeitsteilchen durch die Wirkung der Schwerkraft unterstützt wird bei gleichzeitiger Umspülung des Trockengutes von ständig erneuerter trockener Luft. ` Der Einfluß der Schwerkraft ist bei den bisher angewendeten Trockenvorrichtungen unberücksichtigt geblieben, weil man offenbar nicht erkannt hat, wie damit die Entfernung der Feuchtigkeit beschleunigt werden kann.
  • Tatsächlich .ist dieser Einfluß sehr erheblich, denn ein Fichtenklotz von ¢,o m Länge und 26 cm Oberstärke, also mit einem Inhalt von 0,250 Festmeter, enthält bei einem Wassergehalt von durchschnittlich 6o % im frischgefällten Zustande 66 kg Wasser.
  • Die mechanische Einwirkung bei dem Verfahren nach der Erfindung kann durch Schaukeln, Schütteln, Aufstauchen usiv. des Holzes erfolgen. In allen Fällen wird dabei auch ein starker Luftwirbel erzeugt, durch dien der Trockenvorgang durch Umspülen der Außenfläche des Trockengutes und Eindringen trockener Luft in :das Innere erheblich gefördert wird. Auch durch die Möglichkeit, daß die Sonnenwärme ausgenutzt wird und viel frische Luft zur Verfügung .steht, hat die Erfindung einen weiteren Vorteil voraus gegenüber dem bekannten Trocknen in mehr oder wenzger geschlossenen Schleudertrommeln. u. d;-1.
  • Durch die Beschleunigung des Trockenvorganges wird eine gleichmäßigere Trocknung der äußeren und inneren Holzteile ermöglicht und damit die Gefahr des Reißens bedeutend vermindert. Die außenliegenden Hölzteile, der Splint, enthalten mehr Feuchtigkeit als der Kern. Durch das Trocknen schwinden die Außenflächen des Splintes besonders b,ei Rundholz und starkem Schnittholz stärker als die inneren Kernzellen, und dadurch entstehen schädliche Risse. Diese Gefahr der Rissebildung ist erfindungsgemäß wesentlich abgeschwächt, weil von vornherein auch im Innern des Holzes eine verhältnismäßig schnelle Trocknung vor sich geht.
  • Zugleich mit dem neuen Trockenverfahren kann auch ein Imprägnieren des frischen Holzes vorgenommen werden. Im Gegensatz zu bekannten Imprägnierverfahren, z. B. dem üblichen Boucherieverfahren, wobei die Imprägnierlösung den ruhenden Hölzern zugeführt wird, nur durch den Flüssigkeitsdruck in das Holz eindringt und erst das freie Wasser in den Holzzellräumen nach dem tiefer liegenden Ende der Hölzer zu drückt, läuft die Imprägnierlösung erfindungsgemäß den in Bewegung gehaltenen Hölzern zu. Die Imprägnierlösung dringt dabei viel schneller ein, da sie durch .die auf sie ausgeübte Saugwirkung unmittelbar dem aus den Zellräumen austretenden freien Wasser folgt. Ist die Imprägmerflüssigkeit durch das Holzgelaufen und hat -dabei die Wände der Holzzellen,überzogen, so wird durch weitere Bewegung der Hölzer das Trocknen. bis zur Lufttrockenheit durchgeführt.
  • Durch. die Erfindung wird die zum Imprägnieren des . Holzes erforderliche Zeit wesentlich abgekürzt und auch das Auffangen der überschüssigen durchlaufenden Imprägnierflüssigkeit vereinfacht.
  • Die Zeichnung zeigt in vereinfachter Darstellung verschiedene Einrichtungen zur Durchführung der neuen Verfahren. -Die Abb. i und 2 zeigen in. Vorder- und Seitenansicht ein Schaukelgerüst.
  • Die Abb. 3 und q. zeigen in Vorder- und Seitenansicht das Schaukelgerüst mit einer Einrichtung zum Durchtränlzen der Hölzer.
  • In den Ständern i des Schaukelgerüstes ist die Schaukel 2 um eine waagerechte Achse 3 schwenkbar. Die zu trocknenden Hölzer 4 sind, gegebenenfalls durch Zwischenlagen getrennt, auf der Schaukel aufgestellt. Durch eine geeignete Kraftquelle wird die in Bewegung gesetzte Schaukel i in dauernder Schwingung gehalten. Hierzu ist eine verbältnismäßig geringe Kraft ausreichend.
  • Das im Holz befindliche freie Wasser hat die Möglichkeit, unter der Wirkung der Schwerkraft nach unten ungehindert auszutreten. Dieses Austreten des Wassers wird dadurch begünstigt, daß die durch die Pendelschwingung erzeugte Fliehkraft das Wasser . ai -is den Zellen heraustreibt. Das Holz ist ständig von neuen, stark bewegten Luftwirbeln umgeben. Dadurch wird nicht -nur die an der Außenfäche des Holzes befindliche feuchte Luft beschleunigt verdunstet, sondern es wird die im Innern der Holzzellröhren befindliche feuchte Luft ständig durchtrockene Luft ersetzt.
  • Für starkes Schnittholz und für Rundholz ist besonders das Stoß- oder Stauchverfahren geeignet. Dabei werden, die zu trocknenden Hölzer z. B. auf einem Rost aufgestellt, dien man mittels Daumenwellen o. dgl. um ein ge-- wisses Maß, beispielsweise ehva i o cm, anhebt und dann. fallen läßt. Durch das Aufstauchender Hölzer wird das Entweichen des Wassers besonders beschleunigt.
  • Die Gefahr des Verderbens durch holzzerstörende Pilze und durch Fäulnis ist beieinem Feuchtigkeitsgehalt von. 2o bis 3o 0,16 am größten. Auch durch das Stauchen. wird der Fasersättigungspunkzz von 25 bis 26 % rasch erreicht und durch den. Luftwechsel im Innern bald unterschritten. Das gestauchte Rundholz und das aus solchem erzeugte Schnittholz trocknet bedeutend schaieller, gleichmäßiger und rißfreier. Die gestauchten Hölzer sind bei weitem nicht so sehr der Gefahr der Güteminderung und des Verderbens durch Saftverfärbung, ,durch- Pilze und natürliche Fäulnis unterworfen.
  • Zugleich mit dem Trocknen des Holzes durch Pendeln, Schütteln oder Aufstauchen kann eine Tränkung des Holzes z. B. nach Art des Boucherieverfahrens erfolgen, und mvar in. erheblich kürzerer Zeit, da das ausgetriebene freite Wasser die Imprägnierflüssigkeit saugend nach sich zieht.
  • Die Abb. 3 und q. veranschaulichen die Verbindung dieser Imprägnierungseinrichtung mit dem Pendelverfahren. Es. bezeichnet 7 die auf die @objeiren Stirnenden :der Hölzer aufgesetzten. Kappen und 8 den auf dem Ständer des Schaukelgerüstes angeordneten Lösungsbehälter, .der durch geeignete Leitungen 9 mit den: Kappen in Verbindung steht. In ähnlicher Weise kann die Imprägnierung in Verbindung mit dem Schüttel- oder Aufstauchverfahren erfolgen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRTICI-IE: i. Verfahren, zur Beschle'u'nigung der Feuchtigkeitsentfernung bei der Trocknung von Holz durch eine das Wasser in der Fas.errichwng alustreibe'nde Bewegung der Hölzer, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegung der Flüssigkeitsteilchen durch die Wirkung der Schwerkraft unterstützt wird bei gleichzeitiger Umspülung des Trockengutes von ständig erneuerter trockeinpr Luft: a. Verfahren, nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, d,aß dien Hölzern in ihrer Längsrichtung eine stoß- oder ruckweise Bewegung erteilt wird, indem sie mittels einer nach Arteines Porhwerkes ausgebildeten. Vorrichtung aufgestaucht werden. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, da.ß die zu trocknenden Hölzer mittels eines Schank elg ierüstes bewegt werden. q.. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß den in Bewegung gehaltenen Hölzern eine Imprägnierlösung zugeführt wird, so daß die Lösung dem. aus dein Zellräume;n austretenden freien Wasser unmittelbar folgt.
DEG95558D 1937-06-03 1937-06-03 Verfahren zur Beschleunigung der Feuchtigkeitsentfernung bei der Trocknung von Holz Expired DE674644C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEG95558D DE674644C (de) 1937-06-03 1937-06-03 Verfahren zur Beschleunigung der Feuchtigkeitsentfernung bei der Trocknung von Holz

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEG95558D DE674644C (de) 1937-06-03 1937-06-03 Verfahren zur Beschleunigung der Feuchtigkeitsentfernung bei der Trocknung von Holz

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE674644C true DE674644C (de) 1939-04-18

Family

ID=7140329

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEG95558D Expired DE674644C (de) 1937-06-03 1937-06-03 Verfahren zur Beschleunigung der Feuchtigkeitsentfernung bei der Trocknung von Holz

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE674644C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE674644C (de) Verfahren zur Beschleunigung der Feuchtigkeitsentfernung bei der Trocknung von Holz
DE3447843C2 (de)
DE625579C (de) Verfahren zur Herstellung von Kunstholz
CH209999A (de) Verfahren zum Beschleunigen des Trockenvorganges von Holz und ähnlich aufgebauten pflanzlichen Stoffen.
US2786784A (en) Process and apparatus for impregnating wood
DE1873800U (de) Geraet zur kontrollierten befeuchtung und trocknung von duennschichtchromatographie-platten mittels eines trockenmittels, vorzugsweise schwefelsaeure verschiedener konzentrationen.
DE2263029A1 (de) Verfahren zum trocknen und veredeln von nutzholz
DE862663C (de) Verfahren zur Impraegnierung von Holz mittels Vakuums und Drucks in geschlossenen Behaeltern
DE832327C (de) Verfahren zum Impraegnieren von Holz in Troegen
DE1492551C3 (de) Verfahren und Einrichtung zum Imprägnieren von Holzmaterial
DE815325C (de) Vorrichtung zum Schnelltrocknen von Holz
DE928850C (de) Verfahren zum Impraegnieren von Holz
DE840149C (de) Verfahren zum Impraegnieren von Holzstaemmen
DE823123C (de) Zentrifuge zur Entfeuchtung von Holz
DE634085C (de) Vorrichtung zum Zerfasern von Holz
DE2105806A1 (en) Impregnating plant - for porous solid materials esp wood
DE250698C (de)
AT220800B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung fester Matten
DE29337C (de) Verfahren beim Darren der Diffusionsrückstände der Zuckerfabriken und ähnlicher beim Trocknen stark schwindender Körper
DE882675C (de) Drehbares Trockengestell fuer Holz oder andere Stapelgueter
AT163210B (de) Verfharen zur Gewinnung von Bienengift
DE19746701A1 (de) Verfahren zum Imprägnieren von Holz mit Flüssigkeit
DE566595C (de) Verfahren zum Regeln des Feuchtigkeitsgehaltes von Zigaretten
DE373035C (de) Papierstoffhollaender mit Mahlungsbeschleuniger
DE829424C (de) Verfahren und Einrichtung zum Trocknen von lose geschichteten Guetern, insbesondere von Stapelholz